Sehr geehrter Herr

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der von Ihnen beschriebene Vorgang ist sicherlich höchst unerfreulich. Dennoch ist es an dieser Stelle nicht richtig, wenn Sie von einer "Amtspflichtverletzung" der Verwaltung sprechen.
Die Entschädigungszahlung an den Investor Martin Metgenberg wurde durch eine Entscheidung der Verwaltung im Jahr 2002 verursacht. Das Bauordnungsamt der Stadt hatte die Genehmigung zur Ansiedlung eines Discountmarktes auf der Grundlage der damals vorliegenden Rechtserkenntnisse in Abstimmung mit der Bezirksregierung in Arnsberg und den zuständigen politischen Gremien versagt, da das Vorhaben zu Nachteilen für das Zentrum Eving geführt hätte.
Im anschließenden Verwaltungsgerichtsprozess ist, nicht zuletzt durch jüngere Rechtssprechung ausgelöst, die Entscheidung der Stadt aufgehoben und damit der Weg für eine Schadensersatzforderung eröffnet worden. Weder ein Verschulden noch grobe Fahrlässigkeit der Verwaltung wurden durch die Gerichte bejaht.
Die Zusammenlegung der städtischen Fachbereiche Bauordnung und Stadtplanung in 2007 ist u.a. eine Reaktion auf diese Verfahren. Nicht nur, dass durch eine stärkere Abstimmung von Stadtplanung und Erteilung von Baugenehmigungen die Verwaltung effektiver wird, dies trägt auch dazu bei, durch stärkere interne Kommunikation o.g. Schadensersatzfälle zu vermeiden. Anders als Sie bin ich auch nicht der Meinung, dass die Verwaltung "aufgebläht" ist.
Im Vergleich zu anderen Großstädten, ist die Leistung der Stadt gemessen am Personaleinsatz überdurchschnittlich gut. In der Verwaltung arbeiten engagierte Kolleginnen und Kollegen für die Dortmunderinnen und Dortmunder.
Hinsichtlich der Gehälter der städtischen Bediensteten, auch der Dezernenten, sind der Stadt enge Grenzen durch entsprechende Besoldungsvorschriften und Tarifverträge gesetzt. Die Einhaltung dieser Vorschriften inklusive der Vergütung der Dezernenten unterliegt dabei der Kommunalaufsicht durch die Bezirksregierung Arnsberg.
An welchen Stellen ich sparen werde, kann ich zu diesem Zeitpunkt nicht konkret sagen.
Hinsichtlich denkbarer Einsparungsmöglichkeiten sichere ich Ihnen zu, dass ein künftiger Oberbürgermeister Sierau die städtischen Potentiale hierfür sehr genau prüfen wird. Dazu wird auch die Dienstfahrzeugregelung gehören.
Wichtig ist mir aber, dass wir als Stadt handlungsfähig bleiben und weiter auch in unsere Stadt und ihre Menschen investieren.
Mit freundlichen Grüßen
Ullrich Sierau