Thomas Oppermann (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Thomas Oppermann
Geburtstag
27.04.1954
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
Göttingen
Wahlkreis
Göttingen
Ergebnis
36,8%
Landeslistenplatz
5, Niedersachsen
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(...) Wir brauchen Transparenz bei den Nebeneinkünften der Abgeordneten im Deutschen Bundestag. Es muss erkennbar sein, ob Abgeordnete von Dritten abhängig sind. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
21.12.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Oppermann,

im Zusammenhang mit der sog. "Hannoverscher-Klingel" und der "Maschmayer-Connection" werden auch Namen von SPD-Größen wie Gerhard Schröder, Sigmar Gabriel, Frank-Walter Steinmeier, Walter Riester, Bert Rürup, Béla Anda, Gerhard Glogowski, Karl-Heinz Funke und zuletzt Thomas Steg genannt.
www.ndr.de
daserste.ndr.de

Sie haben des öfteren in verschiedenen Talk-Shows Guttenberg und Wulff kritisiert. Bei Verfehlungen von SPD-Politikern halten Sie sich jedoch auffallend zurück.

Wie erklären Sie diesen Widerspruch in Ihrem Verhalten?

Mit freudlichen Grüßen

Antwort von Thomas Oppermann
bisher keineEmpfehlungen
16.01.2012
Thomas Oppermann
Sehr geehrter Herr ,

ich kann Ihre Behauptung, es gebe in Hannover einen besonderen "Klüngel", nicht bestätigen. Es ist in Hannover wie in jeder anderen Stadt auch: Wirtschaft und Politik suchen jeweils Zugang zueinander. Das ist auch nicht zu beanstanden. Es ist legitim, dass die Wirtschaft gegenüber der Politik ihre Interessen vertritt, und es ist wichtig, dass die Politik ein vertieftes Verständnis für Wirtschaftsfragen entwickelt.

Für die Politiker ist es dabei von entscheidender Bedeutung, dass sie nicht ihre Unabhängigkeit und ihre Verpflichtung auf das Allgemeinwohl aus dem Auge verlieren. Deshalb muss jeder für sich sorgfältig abwägen, wie viel Nähe er zulässt und wie viel Distanz er wahrt.

Christian Wulff hat einst davon gesprochen, dass jeder Anschein vermieden werden muss, dass es Interessenkollisionen gibt. Dies ist ihm offenkundig in mehreren Fällen nicht gelungen.

Deshalb rate ich dem Bundespräsidenten Christian Wulff zur Selbstanzeige vor dem Niedersächsischen Staatsgerichtshof. In einem Selbstreinigungsverfahren soll geprüft werden, ob Christian Wulff gegen das Ministergesetz verstoßen hat.

Dieses Niedersächsische Ministergesetz hat die damalige SPD-geführte Landesregierung von Sigmar Gabriel eingeführt. Es schreibt als eines der strengsten Anti-Korruptions-Gesetze der deutschen Bundesländer klare Verbote fest, Geschenke oder Belohnungen anzunehmen.


Mit freundlichen Grüßen

Thomas Oppermann
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
02.01.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Oppermann,

im Zusammenhang mit

Politik als niedersächsischer Ministerpräsident [Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Kabinett Wulff I
In Niedersachsen setzte Wulff von Anfang an eine rigide Sparpolitik durch, die auch vor sozialen Einschnitten nicht haltmachte. Unter anderem wurden die Ausgaben im Hochschulbereich drastisch gekürzt. Wulff strich ferner im Jahre 2005 die pauschale Blindengeldzahlung. Nach heftiger Kritik des Blindenverbandes und einem drohenden Volksbegehren, für das ein breites Bündnis aus Sozialverbänden mehr als 600.000 Unterschriften sammelte,[14] führte Wulff 2006 die Pauschalzahlung in reduzierter Höhe wieder ein.[15]
de.wikipedia.org/wiki/Christian_Wulff

folgende Frage, die von allgemeiner Bedeutung ist:

Äußerste Härte im politischen Verhalten gegenüber Schwachen und fehlendes
Fingerspitzengefühl bei der Beschaffung von finanziellen Vorteilen im eigenen Bereich:
Kann dann noch ein hohes politisches Amt glaubwürdig ausgeübt werden?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Thomas Oppermann
bisher keineEmpfehlungen
16.01.2012
Thomas Oppermann
Sehr geehrter Herr ,

Bundespräsident Christian Wulff hat durch sein Verhalten und durch die Art, wie er mit den Vorwürfen umgeht, seine Glaubwürdigkeit verloren. Er hat sich selbst und das Amt schwer beschädigt. Ohne eine förmliche Klärung der Vorwürfe wird er das Amt nicht unbefangen ausüben können.

Deshalb rate ich dem Bundespräsidenten zur Selbstanzeige: Er muss das für solche Fälle vorgesehene so genannte Selbstreinigungsverfahren beim Niedersächsischen Staatsgerichtshof wählen.


Mit freundlichen Grüßen

Thomas Oppermann
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
18.01.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Oppermann,

welche Möglichkeiten bestehen für den Bürger dieses Landes, gegen Richter vorzugehen, die den moralischen Vorstellungen der Mehrheit der Bevölkerung nicht Rechnung tragen, indem sie beispielsweise das sexuelle Verhältnis eines Pädagogen zu einer 14-Jährigen nicht als Straftat ahnden?

Dürfen Richter eine ANDERE Moral vertreten als die Mehrheit des Volkes?

Welche UNABHÄNGIGE Instanz kontrolliert beispielsweise das Bundesverfassungsgericht, ob es das Grundgesetz IM SINNE DES VOLKES interpretiert und allgemein akzeptierten Gleichheitsgrundsätzen in ALLEN Lebensbereichen Rechnung trägt?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Seiß
Antwort von Thomas Oppermann
bisher keineEmpfehlungen
24.01.2012
Thomas Oppermann
Sehr geehrter Herr Dr. Seiß,

mit Ihrer Frage spielen Sie offensichtlich auf ein Urteil des OLG Koblenz an. Bitte haben Sie Verständnis, dass ich ohne Kenntnis der Aktenlage keine Bewertung dazu abgeben kann.

Doris Ahnen, die Bildungsministerin des Landes Rheinland-Pfalz, hat angekündigt, mit ihren Kollegen aus anderen Bundesländern dieses Urteil in Ruhe auszuwerten und über mögliche Änderungen der Schulgesetze zu beraten.

Zu Ihrer Kritik am Bundesverfassungsgericht: Als Hüter unserer Verfassung und der Grundrechte hat es sich in den vergangenen Jahrzehnten große Wertschätzung erworben.


Mit freundlichen Grüßen

Thomas Oppermann
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Frage zum Thema Soziales
27.01.2012
Von:

Hallo,

wie lange will die SPD noch zusehen,dass Erwerbsunfähige wie Hartz 4 Arbeitslose
=Grundsicherung Ihr Leben bis Tod bestreiten müssen ???
Wie rechtfertigen Sie ...." Soziale Partei " ?
In der " Nähe" von CDU aufhalten halte ich für beschämend

MFG
Antwort von Thomas Oppermann
bisher keineEmpfehlungen
06.02.2012
Thomas Oppermann
Sehr geehrter Herr ,

zu Hartz IV habe ich im vergangenen Jahr zahlreiche Fragen ausführlich beantwortet. Darauf möchte ich verweisen.

Wir brauchen einen Mindestlohn und eine neue Ordnung für Arbeit. Daran arbeiten unsere Fachleute gerade im Rahmen des "Projekts Zukunft" unserer Bundestagsfraktion, mit dem wir uns auf die nächste Regierungsbeteiligung vorbereiten. Nötig sind vor allem faire Regeln für gute Arbeit, um unsichere Beschäftigung und Niedriglöhne zurückzudrängen und unbefristete und ordentlich bezahlte Arbeit zu stärken.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Oppermann
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Frage zum Thema Schulen
27.01.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Oppermann,

es gibt Bestrebungen in der Bevölkerung die Schulpflicht abzuschaffen.
www.goodbye-schulpflicht.de

Ich persönlich halte diese Bestrebungen für kontraproduktiv, sollte die Schulpflicht abgeschafft werden befürchte ich das Schlimmste für die Zukunft unseres Gemeinwesens, gerade im Hinblick auf die Themen Gleichberechtigung, soziale Gerechtigkeit und das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung.

Wie steht Ihre Partei zu diesen Bestrebungen?

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Thomas Oppermann
bisher keineEmpfehlungen
06.02.2012
Thomas Oppermann
Sehr geehrte Frau ,

die SPD hält an der Schulpflicht fest. Wir wollen, dass alle Kinder und Jugendlichen optimal gefördert werden. Neben einem bedarfsdeckenden Angebot an guten, ganztägigen Krippen- und Kitaplätzen kommt der Schule für gleiche Chancen auf bessere Bildung eine Schlüsselrolle zu.

Deshalb setzen wir uns konsequent für den flächendeckenden Ausbau von Ganztagsschulen ein. Bis zum Jahr 2020 soll jede Schule eine Ganztagsbetreuung anbieten.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Oppermann
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