Thomas Dechant (FDP)
Kandidat Landtagswahl Bayern 2008
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Thomas Dechant
Jahrgang
1968
Berufliche Qualifikation
Fernmeldetechniker / Informatiker
Ausgeübte Tätigkeit
Geschäftsführer und Eigentümer der A-PC Informations. GmbH & Co KG
Wohnort
-
Stimmkreis
Regensburg-Land, Schwandorf
Landeslistenplatz
1, Oberpfalz
(...) Ich stehe dem totalen Rauchverbot ablehnend gegenüber. (...) Das mit der Verweigerung der Schankerlaubnis ist absoluter Blödsinn. (...)
 
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www.thomasdechant.de
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Frage zum Thema Verkehr, Infrastruktur und Stadtentwicklung
08.09.2008
Von:

Lieber Herr Dechant,

Meine Frage betrifft vor allem die Infrastruktur im ländlichen Raum, spezieller jetzt die Oberpfalz. Im kommenden Winter wird es für mich nötig, jedes Wochenende sehr zeitig morgens nach Regensburg zu fahren, was eine Strecke von ungefähr 30 km ist. Dennoch braucht der normale Bus nicht nur über eine Stunde,( mit dem Auto bräuchte man 15 Minuten), sondern fährt gerade am Wochenende sehr selten. Zwar sind die Busfahrpläne für das Winterhalbjahr noch nicht erschienen, doch schon jetzt zeichnet es sich für mich ab, dass es für mich ohne Auto ( einfach zu teuer)fast unmöglich ist. Auch mit dem Zug gibt es für mich kaum eine Möglichkeit, da es in meinem Dorf keine direkte Anbindung gibt, sondern ich erst in das Nachbardorf gelangen muss. Hier gibt es wieder genauso das Problem, überhaupt erst einmal dahin zu kommen( Fahrrad macht sich im Winter nicht so gut, zumal viele Fahrradwege im Winter nicht gestreut werden).
Wie stehen Sie dazu? Gibt es dazu konkrete Lösungsvorschläge?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Thomas Dechant
4Empfehlungen
09.09.2008
Thomas Dechant
Liebe Fr. ,

ich kann Ihr Problem nur all zu gut nachempfinden. Auch ich wohne auf einem Dorf ohne Busverbindung. Ich bin seit Mai diesen Jahres Aufsichtsrat beim RVV und würde gerne Ihr Anliegen dort mit einbringen in meine Arbeit. Wenn Sie mir dafür einfach per Email Ihre Anschrift geben könnten, wäre ich Ihnen sehr verbunden. Für den ländlichen Raum gibt es durchaus Lösungen, die für den ÖPNV machbar sind (z.B. Anruftaxi). Zurück zu Ihrer Frage. Ich bin natürlich sehr darauf bedacht den Menschen auf dem Land zu helfen. In meine Zuständigkeit bei der FDP Bayern fällt auch der ländliche Raum. Ich möchte, dass die Leute auch dort ein normales Leben führen können. Dazu gehört auch eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, ebenso wie Strassen, Telefon, DSL, Wasserleitung, Kanal usw. Alle Menschen sollen einen gleichwertigen Zugang zu der Verfügbaren Infrastruktur haben. Dass dies regional unterschiedlich aussieht ist wohl klar. Wir werden nicht auf jedem Dorf alle 20min Busse fahren lassen können. Aber eine individuelle Anbindung mit Fahrdiensten und Anruftaxis ist absolut denkbar. Sollten noch mehr Menschen aus Ihrem Dorf das gleiche Problem haben, sagen diesen auch, dass die sich bei mir melden. Umso mehr Interesse besteht umso schneller können wir gemeinsam eine Lösung finden.

Ihr Thomas Dechant
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Frage zum Thema Gesundheit und Verbraucherschutz
16.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dechant,

wenn ich es richtig verstanden haben, steht Ihre Partei, die FDP, aber stehen insbesondere auch Sie persönlich dem geplanten Gesundheitsfont recht kritisch gegenüber. Warum? Was ist am Gesundheutsfont falsch und was würde die FDP, aber insbesondere auch Sie, daher anders und somit besser machen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Thomas Dechant
3Empfehlungen
17.09.2008
Thomas Dechant
Sehr geehrter Hr. ,

die FDP und ich möchten keinen weiteren Schritt in Richtung Staatsmedizin gehen. Die Einführung des Gesundheitsfonds bedeutet genau das. Durch den Gesundheitsfond wird nur eine zusätzliche Behörde geschaffen, die nichts weiter als Geld kostet und mit Sicherheit die Bürokratie im Gesundheitswesen noch mehr aufbläht. Die Leistungserbringer, ob nun die Ärzte oder auch die Krankenschwestern, dadurch nur noch weiter belastet würden und der Patient ist dann am Schluss der Dumme. Für die Versicherten würde alles teuerer. Der eingeschlagene Weg in die Staatsmedizin führt langfristig zu einer Kontingentierung von Leistungen. Dadurch wird die Zweiklassenmedizin nur noch mehr manifestiert.

Die Liberalen und ich wollen:

  • Die Einführung des Gesundheitsfonds stoppen, da er nur neue Bürokratie schafft und Bayern allein im Bereich der ambulanten Versorgung jährlich mindestens 500 Millionen Euro entzieht, zugunsten der anderen Bundesländer.

  • Die Sonderabgabe für Krankenhäuser und Kliniken in Höhe von 250 Millionen Euro
jährlich abschaffen, da sie gerade in Bayern kleinere Kliniken und Krankenhäuser in ihrer Existenz bedroht.

  • Mehr Verhandlungsspielraum und Gleichberechtigung der freien Heilberufe bei den Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassen schaffen. Eine nachhaltige Reduzierung der Bürokratie im gesamten Gesundheitswesen durchsetzen.

  • Den Erhalt der flächendeckenden Versorgung durch Haus- und Fachärzte.

  • Die Beendigung der patientenfeindlichen Budgetierung.

  • Die flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln durch inhabergeführte, wohnortnahe Apotheken.

  • Die Würde des Menschen als obersten Grundsatz im Bereich der Pflege verankern. Eine Verbesserung der Qualitätssicherung in Alten- und Pflegeheimen, damit eine menschenwürdige Betreuung sichergestellt ist.

Dafür stehen die FDP und ich. Der eingeschlagene Weg ist der falsche. Ich hoffe der bayrische Wähler sendet ein Zeichen nach Berlin mit seiner Stimme und versetzt uns in die Lage, den beschlossenen "Gesundheitsmurks" zu stoppen.


Ihr Thomas Dechant
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Frage zum Thema Wirtschaft
24.09.2008
Von:

Verehrter Herr Dechant,

Ministerin Müller liegt ÖPNV am Herzen. Doch kürzte sie viele ÖPNV-Zuschüsse. Auch für Schüler, für Behinderte
www.mittelbayerische.de
Täuscht sie uns?

Die Ministerin bewirbt im Faltblatt ihre "Erfolgsbilanz für die Oberpfalz" mit "fließen mehr als 30 Millionen € in Forschungs-Leuchttürme".

Der Misserfolg des TransRapid macht 490 Millionen € frei
www.bayern.de
Davon erhalten
114 Millionen Becksteins Mittelfranken,
153 Millionen Stoibers Oberbayern,
NUR 33 Millionen Müllers Oberpfalz = Erfolg für die Oberpfalz?

Oder BENACHTEILIGUNG trotz Lob auf S.52 Programm BayernFIT
"Regensburg zeichnet sich als Top-Standort in Bayern durch hervorragende Forschung und eine enge Zusammenarbeit zwischen Universität, Stadt und Wirtschaft aus".
LobesTEXT bringt unsere Wirtschaft nicht voran: Verdient die Oberpfalz so wenig Anteil an ForschungsINSTITUTEN und an ForschungsGELD?
Der TOP-Standort strahlt aus auf die ganze Oberpfalz und Niederbayern. Bei "dezentraler Konzentration" (CSU) müsste er mehr erhalten als Deggendorf. Aus Forschungsgeld kommt zuletzt ein Vielfaches bei ALLEN Bürgern an.

Sogar gut 500 Millionen € für bayerische Forschung wurden am 11.9. verteilt (Ministerin Schavan "Projekte, die … von Bayern auch als Priorität benannt wurden"
www.br-online.de
davon geht
1 Projekt nach Franken (Annahme 60 Millionen €)
alles andere nach Oberbayern ca. 460 Millionen €
0 ZUR OBERPFALZ!

In beiden Programmen erhalten wir aus 1 Milliarde €
NUR 3%, Oberbayern 60%.

Dass auch Städte mit ländl. Umfeld wirtschaftlich top sein können, beweist das neue Städteranking der Wirtschaftwoche
insm-wiwo-staedteranking.de
Da liegt die Metropole Berlin hinten, macht Rostock den größten Sprung und nur das oft gehätschelte München liegt vor MÜNSTER.

Verdient die Oberpfalz nicht mehr Einsatz?

Bester Gruß
Antwort von Thomas Dechant
3Empfehlungen
25.09.2008
Thomas Dechant
Sehr geehrter Hr. ,

vielen Dank für Ihre Frage. Natürlich verdient die Oberpfalz viel mehr Einsatz. Offensichtlich hat Fr. Müller in Brüssel vergessen wo sie herkommt. Aus meiner Sicht war der komplette Transrapid ein absolutes Versagen der bayrischen. Regierung. Erst wollte man ein Projekt durchdrücken, dass die Bevölkerung nicht wollte. Nach dem man dies nach langer Zeit endlich realisiert hatte, wurde dann vollkommen dilettantisch gehandelt. Ich hätte mir gewünscht, wenn wir Bayern den Transrapid erst nach den Verhandlungen mit der Bundesregierung über den Bundeszuschuss offiziell begraben hätten. Mit der vorschnellen Bekanntgabe hat sich unsere Regierung, jeglichem Verhandlungsgegenstand beraubt und konnte deshalb auch nichts erreichen.

Wir hier bei uns brauchen die Anbindung an den Flughafen. Wir brauchen mehr Geld für den ÖPNV. Ich und auch die Menschen hier brauchen eine Art S-Bahn-Netz im Großraum Regensburg (südl. Oberpfalz). Die alten Bahnhöfe und Schienen drängen sich geradezu auf. Die Bahnstrecke von Regensburg nach Hof ist nicht elektrifiziert. Die A93 und A3 sind überlastet. usw. Wahrlich Handlungsbedarf ohne Ende. Breitbandinternet darf man natürlich nicht vergessen. Ein weiteres Gymnasium und eine FOS/BOS im nördlichen Landkreis wird dringend benötigt.

Ich könnte noch lange aufzählen. Dies ist der erste Punkt. Der zweite ist das unsere Hochschulen bei den Forschungsmitteln leer ausgegangen sind, und das mit einer Oberpfälzerin als Wirtschaftsministerin. Ich hätte mich nicht mehr heim getraut an deren Stelle. Fachlich ist Fr. Müller sowieso eine Fehlbesetzung. Von der regionalen Ausrichtung eine Katastrophe. Ich hoffe ich drücke mich hier nicht zu drastisch aus, aber ich empfinde so, wenn ich daran denke. Ich kann zwar bestimmt auch nicht zaubern, aber unsere Ministerin hat es offensichtlich nicht mal richtig probiert. Sie hat sich mit den Brotkrümeln abspeisen lassen (für Ihre und unsere Heimat), die am Schluss noch da waren.

Ich hoffe Sie helfen uns, damit wir wieder mehr in den Fokus rücken.

Ihr Thomas Dechant
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