Tankred Schipanski (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Tankred Schipanski
Geburtstag
30.12.1976
Berufliche Qualifikation
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Ilmenau
Wahlkreis
Gotha/ Ilm-Kreis
Ergebnis
29,1%
Landeslistenplatz
7, Thüringen
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(...) Das Kreditvolumen kann dabei bis zu 440 Milliarden betragen. Die Kredite werden durch die einzelnen Euro-Staaten garantiert, wobei auf Deutschland ein Garantieanteil von 123 Milliarden Euro entfällt. Voraussetzung für diese Gewährleistung ist jedoch ein einvernehmlicher Beschluss aller Euro-Staaten und ein umfassendes Konsolidierungsprogramm. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
02.08.2012
Von:
--

Zur Finanzkrise hört man viel kritische Stimmen. Wie wir allerdings sicher und dauerhaft herauskommen, dazu vermisse ich von der Politik (aller Farben) ernstzunehmende Konzepte. Die Krise wird auch zu sehr als bloße Staatsschuldenkrise und zu wenig als Krise des gesamten Finanzsystems begriffen.
Es gibt die Internetseite www.eurorettung.org, die einen Weg für die Eurowackelkandidaten aufzeigt, aber auch für die noch "stabilen" Länder modifizierbar ist.
Auf dieser Seite wird vorgeschlagen, ein zusätzlich zum Euro herauszugebendes staatliches Regionalgeld als Nebengeld einzuführen. 1:1 gekoppelt an den Euro. Dieses Regiogeld hat, wie bei Regiogeld üblich, eine Nutzungsgebühr als Umlaufimpuls zur Beschleunigung des Geldumlaufs und zur Verringerung der Möglichkeit mit Geld zu spekulieren. Zusätzlich ist eine "Abflussbremse" vorgesehen, eine Gebühr auf aus dem Regiogeld abfließende Mittel, zur Stärkung der regionalen Wirtschaft. Das führt zu einem höheren Angebot von Anlagekapital, wodurch das Zinsniveau für die Realwirtschaft sinken wird, da längerfristige Geldanlagen vom Umlaufimpuls befreit sind. Dem Staat verschafft das mehr Liquididät und zusätzliche Einnahmen. Gering- und Normalverdiener wird das kaum belasten, allerdings Kapitalflucht und Einkünfte aus Kapital behindern. Das ist eine marktwirtschaftliche Lösung zur Gesundung der nationalen Finanzwirtschaft.



Nun meine Fragen:
Kennen Sie diesen Eurorettungsvorschlag?
Werden Sie sich für eine solche Lösung einsetzen?
Wenn nein, warum nicht?
Antwort von Tankred Schipanski
bisher keineEmpfehlungen
10.08.2012
Tankred Schipanski
Sehr geehrter Herr -

vielen Dank für Ihre Nachricht zum Thema Eurorettung. Der von Ihnen genannte Vorschlag zur Stabilisierung der Eurozone war mir noch nicht bekannt.

Grundsätzlich bin ich der Überzeugung, dass die vom Bundestag beschlossenen Maßnahmen - Europäischer Stabilitätsmechanismus und Fiskalpakt - der richtige Weg sind, um die europäische Wirtschafts- und Währungsunion dauerhaft auf eine stabile Grundlage zu stellen. Dennoch nehme ich Ihren Vorschlag gerne auf und leite diesen an meine Kollegin Antje Tillmann weiter. Sie ist als stellvertretende Vorsitzende im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages die Fachpolitikerin für Finanz- und Wirtschaftsfragen in der Landesgruppe Thüringen der /CSU-Fraktion.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort gedient zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Tankred Schipanski
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
23.09.2012
Von:

Werter Herr Schipanski,

durch Ihre Spende haben Sie der Klasse 1a in der Grundschule "Andreas- Reyher" Gotha ermöglicht, an dem Projekt "Klasse 2000" teilzunehmen. Ich hatte Sie schon einmal angeschrieben, ob Sie trotz Ihres sicher stark gefüllten Terminkalenders die Möglichkeit haben, an unserem Schulfest am 06.10.2012 in der Zeit teilzunehmen könnten. Wir als Kollegium würden uns sehr darüber freuen.

Herzliche Grüße
Antwort von Tankred Schipanski
bisher keineEmpfehlungen
25.09.2012
Tankred Schipanski
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Leider kann ich Ihr Schulfest am 6. Oktober 2012 nicht besuchen, weil ich schon andere Termine fest zugesagt habe. Ich würde mich jedoch sehr freuen, wenn ich zu einem anderen Anlass Ihre Schule besuchen könnte. Mein Mitarbeiter, Herr Bauer, wird sich bald mit Ihnen in Verbindung setzen, um einen Ersatztermin zu finden.

Mit freundlichen Grüßen
Tankred Schipanski
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Frage zum Thema Soziales
18.11.2012
Von:

Werter Herr Schipanski,

am 17.11.12 war Bürgerkonferenz - Demografischer Wandel in Gotha. Folgendes ist mit da durch den Kopf gegangen. Was werden unsere Kinder und Enkel dereinst über uns sagen? Werden Sie mit uns und unserem Leben, unserem Denken und unserem Handeln zufrieden sein? Oder werden sie hart mit uns ins Gericht gehen, uns Vorwürfe machen und unser Leben nicht verstehen? Und wie werden wir darauf reagieren?

"WIE KONNTET IHR NUR?" Genau so werden die Fragen beginnen, die unsere Kinder und Enkel unserer Generation stellen werden. "Wie konntet ihr nur zulassen, dass eine klitzekleine Elite, die nicht einmal gewählt war, über das Wohl und Wehe der Welt entschied?" "Wie konntet Ihr euch ein Geldsystem andrehen lassen, das nicht einmal theoretisch funktioniert?" "Wie konntet Ihr auf die Idee kommen, dass wir ständiges Wachstum brauchen? Wo wolltet ihr hinwachsen - zum Mond?" "Wie konntet ihr nur glauben, dass Euch ein Mehr an materiellen Gütern glücklicher macht?" Und das sind nur die angenehmen Fragen. "Wie konntet ihr zusehen, dass in eurem Namen ein Krieg nach dem anderen angezettelt wird? Balkan, Afghanistan, Irak, Libyen eventuell noch Syrien um nur ein paar prominente Beispiele zu nennen?" Sie haben doch immer mit JA gestimmt. "Wie konntet ihr nur zulassen, dass JEDEN TAG 30.000 Menschen an Hunger starben, obwohl weltweit genug Nahrungsmittel vorhanden waren?" (Micha Initiative) "Wo war euer Aufschrei?"

Meine Frage an Sie
Können wir reinen Gewissens vor die folgenden Generationen treten und sagen, dass wir alles getan haben, was in unserer Macht stand, um das Beste aus uns, aus unserem Leben und aus der Gesellschaft zu machen?

Mit freundlichen Grüßen aus Gotha
Antwort von Tankred Schipanski
bisher keineEmpfehlungen
28.11.2012
Tankred Schipanski
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre Frage, ob wir reinen Gewissens vor kommende Generationen treten können. Als junger Abgeordneter ist das für mich eine sehr wichtige Frage.

Grundsätzlich gilt: Politische Entscheidungen unterliegen keiner mathematischen Logik. Mögliche Folgen solcher Entscheidungen lassen sich immer nur abschätzen, nie vorhersagen. Vor diesem Hintergrund ist es Aufgabe jedes Abgeordneten, alle Argumente und Interessen gewissenhaft gegeneinander abzuwägen, um dann im Bundestag allgemeinverbindliche Entscheidungen treffen zu können.

Wenn wir besten Wissens und Gewissens diese Entscheidungen abwägen, bevor wir eine Entscheidung fällen, können wir künftigen Generationen auch offen gegenübertreten.

Mit freundlichen Grüßen
Tankred Schipanski
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
20.11.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Schipanski,

müsste Ihre Tätigkeit als Mitglied des Beirates der Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen e. V. www.strukturgesellschaft.de nicht auch unter Ihren Nebentätigkeiten aufgeführt werden?

Danke

Antwort von Tankred Schipanski
1Empfehlung
26.11.2012
Tankred Schipanski
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihren Hinweis. Ich habe den Sachverhalt nochmal geprüft und Sie haben Recht: Meine ehrenamtliche Tätigkeit als Mitglied des Beirates der Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen e. V. ist anzeigepflichtig. Dieser Pflicht werde ich umgehend nachkommen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Tankred Schipanski
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Frage zum Thema Reform des Bundestagswahlrechts
23.11.2012
Von:

Sehr geehrter Abgeordneter Schipanski,

warum haben Sie gegen die Offenlegung der Einkommen der Nebentätigkeiten der Abgeordneten
gestimmt? Ein unverschuldet in Hartz IV gekommener darf nur 100€ dazuverdienen. Schämen Sie sich nicht? In Ihrem Parteikürzel teht das C-für Was? Christlich schon lange nicht mehr! Das sieht man auch an Ihren Abstimmungsverhalten. Ich werde jeden den ich kenne und weiß das er ein Wähler Ihrer Partei ist darüber informieren. Menschen wie Sie haben den Sinn zur Wirklichkeit verloren! Es wir auch ein Leserbrief an die Thüringer Allgemeine folgen, der dann natürlich nicht gedruckt wird, diese Spiele kennt mann ja. Gott sei Dank gibt es aber das Internet!

Mit keinen freundlichen Grüßen
Antwort von Tankred Schipanski
1Empfehlung
28.11.2012
Tankred Schipanski
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Nachricht, in der Sie mich zu meinem Abstimmungsverhalten bei den Transparenzregelungen für Nebentätigkeiten von Abgeordneten befragen.

Zunächst einige Fakten: Entgegen der öffentlichen Meinung üben von den derzeit 620 Abgeordneten des Bundestages etwa 70 Prozent überhaupt keine entgeltlichen Nebentätigkeiten aus. Betrachtet man die Berufsstruktur des Bundestages, so ist festzustellen, dass rund 30 Prozent Selbständige aus den Bereichen Industrie, Gewerbe, Handwerk und Landwirtschaft stammen sowie freiberuflich tätig sind. Diese Kolleginnen und Kollegen können sich für die Dauer ihrer Parlamentszugehörigkeit nicht völlig aus ihrem Unternehmen, ihrem Betrieb oder ihrer Kanzlei bzw. Praxis zurückziehen. Ansonsten müssten sie erhebliche berufliche Nachteile nach ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag befürchten. Dies wiegt umso mehr, da Abgeordnete mit ihrem Mandat lediglich einen zeitlich begrenzten Auftrag des Wählers übernehmen. Die Verankerung des Abgeordneten in seinem Beruf stärkt zudem seine Unabhängigkeit, auch gegenüber seiner eigenen Fraktion und Partei.

So bin ich selbst weiterhin als Rechtsanwalt tätig. Da ich mein Bundestagsmandat jedoch sehr ernst nehme, bin übe ich diese Nebentätigkeit nur in sehr begrenzten zeitlichen Umfang aus. Meine Einnahmen betragen unter 1000 Euro im Jahr.

Klar ist aber auch: Die Öffentlichkeit hat ein berechtigtes Interesse an der Offenlegung von Einkünften der Abgeordneten. Es muss für jeden deutlich sein, ob ein Abgeordneter in seiner Mandatsausübung auch wirtschaftlich frei und dem Auftrag seiner Wählerinnen und Wähler verpflichtet ist. Dies darf jedoch nicht unter Aufgabe seiner Bürgerrechte geschehen. Das geltende Stufenmodell wurde gerade deshalb gewählt, weil zwischen den Grundrechten der Abgeordneten und dem berechtigten öffentlichen Interesse an der Veröffentlichung von Nebeneinkünften der Abgeordneten abzuwägen war.

Auch Bundesverfassungsrichter haben im Urteil des BVerfG vom 04. Juli 2007 gerade nicht den "gläsernen" Abgeordneten gefordert. Vielmehr kamen sie zu dem Ergebnis, dass in Stufen pauschalierte Aussagen über die Höhe der Einkünfte und die Art der Tätigkeit ein taugliches Mittel sind, auf mögliche Interessenverknüpfungen und ihren Umfang hinzuweisen.

Ungeachtet der aktuellen Debatte besteht seit längerem Einigkeit, bei den Nebentätigkeiten von Abgeordneten noch mehr Transparenz herzustellen. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion befürwortet eine deutlich erweiterte Stufenregelung. Die höchste Stufe der Einkünfte soll künftig im sechsstelligen Bereich liegen, damit die Größenordnung der Einkünfte klarer als bisher erkennbar wird.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit dieser Antwort dienen konnte und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Tankred Schipanski
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