Von:

M.

Sehr geherter Herr Heinemann,
angesichts der erneuten und notwendigen Diskussion um die Zwangsverheiratung möchte ich Ihnen folgende Fragen stellen, die ich im Rahmen dieses mehrdimensionalen Themas als sehr wichtit empfinde:
1) Welche Maßnahmen haben Sie geplant (als einzelner Abgeordneter oder ach die gesamte Berliner SPD-Fraktion), um eine Ehe zwischen einer in Deutschland lebenden Person und einem Migranten dahingehend zu kontrollieren, ob es sich um eine erzwungene Ehe handelt? Was halten Sie davon, das gesetzliche Recht einzuräumen, diese Ehen eine bestimmte zeit nach dem Zeitpunkt der Eheschließung zu kontrollieren, und gegebenenfalls den Migranten abzuschieben, falls der Verdacht einer Zwangsehe sich verhärtet?
2) Was gedenken Sie zu tun, um insbesondere muslimische Migrantinnen und Migranten besser in unsere deutsche Gesellschaft zu integrieren, damit ihnen die moralische und gesetzliche Verwerflichkeit der Zwangsehe für unsere Gesellschaft klar wird?
3) Was halten Sie von der Ansicht, dass die mangelnde Integration derjenigen Menschen mit Migrationshintergrund, die für sich und für andere eine Zwangsehe befürworten, einerseits Zeichen einer bewussten Integrationsverweigerung ist, und andererseits auch ein Fehler auf Seite der deutschen Gesellschaft ist, da wir Migraninnen und Migranten zu wenig aufgefordert haben, sich zu interieren, also nicht nur unsere Sprache, sondern auch unsere Kultur und unsere Gesetze zu erlernen und sich mit diesen zu identifizieren?
Ich danke Ihnen im Voraus, trotz der langen Anfrage, für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen,

M.