Stefan Müller (CSU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Stefan Müller
Jahrgang
1975
Berufliche Qualifikation
Bankfachwirt
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Erlangen
Landeslistenplatz
15, Bayern
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(...) Die CSU wird in der kommenden Woche ein Konzept zur Reform der Einkommenssteuer vorlegen, das insbesondere Durchschnittsverdiener entlasten soll, das Problem bei der Umsetzung ist eine solide Gegenfinanzierung. Mir ist bewusst, dass die Politik in der Vergangenheit immer eine solche Reform ankündigt, ohne dass sie bisher erfolgt wäre. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
12.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Müller,

Ihrer Webseite habe ich entnommen, dass Sie hochschulpolitischer Sprecher Ihrer Partei sind, obgleich ich der dort ebenfalls vorhandenen Biographie entnehmen kann, dass Sie niemals eine Hochschule besucht haben. Seien Sie froh, denn dank der von Ihrer Partei forcierten Studiengebühren wären Sie jetzt wahrscheinlich arm.

Daher meine Frage: wie kann jemand ein so komplexes System wie eine Hochschule bzw. die Bedürfnisse der Menschen die an einer solchen arbeiten, nachvollziehen und deren Interessen so direkt vertreten, der nie in diesem Milieu tätig war?

Wir haben in Bayern eine desaströse Bildungspolitik, bei der DRINGEND Handlungsbedarf bestünde - glauben Sie mir! Ich jedenfalls habe u.a. an einer bayerischen Hochschule studiert (- mein Studiengang wurde kurz nach meiner Graduierung geschlossen!!) und weiß wo von ich rede!

Mit freundlichen Grüßen

B.A.Hons/FH
Antwort von Stefan Müller
2Empfehlungen
21.08.2009
Stefan Müller
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage bezüglich meiner Arbeit im Deutschen Bundestag.

Es ist richtig, dass ich nicht an einer deutschen Hochschule eingeschrieben war. Dies bedeutet aber nicht, dass ich nicht in der Lage bin, zu hochschulpolitischen Themen Stellung zu nehmen. Der Wahlkreis Erlangen/ Erlangen-Höchstadt, den ich im Bundestag vertrete gehört mit seiner Universität und vielfältigen Forschungseinrichtungen zu den bedeutendsten Wissenschaftsstandorten in Bayern. Seit meinem Einzug in den Deutschen Bundestag bin ich daher mit diesem Thema und den sich daraus ergebenen Problemen vertraut.

Die Frage danach, welche Voraussetzung ein Politiker für seine Arbeit mitbringen muss, ist nicht einfach zu beantworten. Natürlich muss er die nötige Kompetenz haben oder sich erarbeiten. Seien Sie versichert, dass ich dies getan habe. Es geht in der Politik darum Richtlinien festzulegen und politische Verantwortung für Entscheidungen zu übernehmen. Auch ein noch so guter Finanzminister wird die Kompetenz von tausenden Beamten im Bundesfinanzministerium nicht ersetzen können. Er wird aber in der Lage sein, die fachlichen Vorlagen seiner Beamten zu bewerten und politisch zu vertreten, Probleme zu erkennen und dann einen entsprechenden Beschluss fassen. Die fachliche Umsetzung obliegt dann wieder der Administration.

Bevor ich im Ausschuss für Bildung und Forschung war, war ich im Ausschuss für Arbeit und Soziales. Ich war noch nie arbeitslos und war auch nie ALG II Empfänger. Heißt das, ich hätte nie im Ausschuss für Arbeit und Soziales arbeiten dürfen? Muss die Gesundheitsministerin zwingend Ärztin sein? Muss die Landwirtschaftsministerin zwingend Landwirtin sein? Muss der Bundesverteidigungsminister zwingen gedient haben, um ein guter Minister zu sein? Manchmal ist es sogar besser, Leute zu haben, die aus einem anderen Beruf kommen oder die einen anderen Hintergrund haben, weil sie unvoreingenommener an manche Themen herangehen.

Ich gehe davon aus, dass auch Sie nach Ihrem Studienabschluss nicht nur die freien Stellen für eine Bewerbung ins Auge gefasst haben, die hundertprozentig Ihrer Ausbildung entsprachen, sondern auch die, die für Sie ein besonderes Interesse hatten.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Müller, MdB
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Frage zum Thema Wirtschaft
13.08.2009
Von:

Werden Sie im neuen Parlament alles tun, um die maßlose und sinnlose, Milliarden verschlingende Förderung der sogen. Fotovoltaik und die Zwangsabnahme zu Mondpreisen des praktisch wertlosen, weil unplanbaren und nur sporadisch verfügbaren Solarstroms zu beenden?
Antwort von Stefan Müller
bisher keineEmpfehlungen
09.09.2009
Stefan Müller
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage zur Förderung von Solarstrom.

Ich setze mich ein für eine sichere, ökologisch verträgliche und bezahlbare Energieerzeugung. Dazu gehört für mich ein Energiemix aus Kernenergie und erneuerbaren Energien. Letztere bieten große Chancen im Hinblick auf innovative Entwicklungen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat bisher dazu beigetragen, dass sich der Ökostrom-Anteil in Deutschland in den letzten Jahren verdoppelt hat. Ziel des EEG war es, Anlagenbetreibern temporär eine Vergütung zu gewähren, so lange die Erneuerbaren Energien noch nicht wettbewerbsfähig sind. Dies bedeutet aber auch, dass bei sinkenden Herstellungskosten auch die Vergütungssätze angepasst werden müssen.

Die Vergütung für Solarstrom sinkt deshalb kontinuierlich um fünf Prozent pro Jahr für neue Anlagen. Seit 2009 steigt diese Degression -- abhängig vom Anlagentyp -- auf jährlich sieben bis 8,5 Prozent. Durch die EEG-Novelle wurde die Grundvergütung im Jahr 2009 um 1 Cent abgesenkt. Dies entspricht einer einmaligen Degression von -9,8%. Zudem wird die jährliche

Degression im Jahr 2010 von -6,5% auf -7,0% und ab dem Jahr 2011 auf -8,0% angehoben.

Es ist vorgesehen, die Vergütung im Jahr 2009 um knapp 2 Cent abzusenken.

Es dürfen keine Dauersubventionstatbestände eingeführt werden, sondern für alle Beteiligten klar ist, dass es sich bei der Förderung von Solarstrom um eine Anschubfinanzierung handelt, die in einen sich selbst tragenden Wirtschaftszweig münden muss. Grundsätzlich muss auch überlegt werden, nur die Energieträger zu fördern, die auch Sinn machen, weil sie zum Beispiel in der Lage sind, die notwendige Grundlast zu erzeugen und daher verlässliche Energielieferanten sind.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Müller, MdB
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Frage zum Thema Arbeit
08.09.2009
Von:

Wie sollen neue Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden?
Wie soll küftig mit Studiengebühren verfahren werden?
Wie soll die Kinderbetreuung künftig aussehen?
Warum wird die Privatversicherung nicht abgeschafft?
Warum werden die Mehrwertsteuern nicht verringert?

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Frage zum Thema Gesundheit
08.09.2009
Von:

Befürworten Sie die Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken. Wenn ja-wohin mit dem Atommüll-auf den Mond?

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Frage zum Thema Verbraucherschutz
19.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Müller,

die klare Positionierung des CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer für ein gentechnikfreies Bayern droht in den Berliner Koalitionsverhandlungen auf der Strecke zu bleiben.

Herr Seehofer muss in Berlin für das Anbauverbot des Genmais MON 810 kämpfen und den Pro-Gentechnikkurs von FDP und CDU verhindern.

Wie ist Ihre Position zum Thema "grüne Gentechnik" und welche Position werden Sie in Berlin künftig für unseren Wahlkreis zu diesem Thema vertreten?

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Ihre Frage an Stefan Müller
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