Stefan Müller (CSU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Stefan Müller
Jahrgang
1975
Berufliche Qualifikation
Bankfachwirt
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Erlangen
Landeslistenplatz
15, Bayern
weitere Profile
(...) Deutschland braucht eine starke Bahn und ein erfolgreiches Unternehmen DB AG. Die Privatisierung leistet dazu einen Beitrag. Gleichzeitig darf das steuerfinanzierte Eisenbahnnetz nicht zum Renditeobjekt des Kapitalmarkts werden. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
JA
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
NEIN
29.05.2009
Schuldenbremse
JA
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
JA
28.05.2009
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
13.05.2009
Anbauverbot von Genmais
enthalten
13.05.2009
Beratungspflicht bei Spätabtreibungen
JA
20.03.2009
Enteignung von Banken
JA
22.01.2009
Mindestarbeitsbedingungen
JA
22.01.2009
Mindestlohn für sechs weitere Branchen
JA
19.12.2008
Kampf gegen Piraten
JA
04.12.2008
Familienleistungsgesetz
NEIN
28.11.2008
Haushalt 2009
JA
26.11.2008
Erbschaftssteuerreform
JA
13.11.2008
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
12.11.2008
BKA-Gesetz
JA
17.10.2008
Banken-Rettungspaket
JA
16.10.2008
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
JA
25.09.2008
Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
NEIN
17.09.2008
Fortsetzung des Darfur-Einsatzes
JA
17.09.2008
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
05.06.2008
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
30.05.2008
Bahnprivatisierung
JA
24.04.2008
EU-Vertrag von Lissabon
JA
06.02.2008
Änderung des Stammzellgesetzes
NEIN
14.12.2007
Postmindestlohn
JA
16.11.2007
Diätenerhöhung
JA
15.11.2007
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
09.11.2007
Vorratsdatenspeicherung
nicht beteiligt
12.10.2007
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado)
JA
12.09.2007
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
22.06.2007
Emissionshandel
JA
21.06.2007
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
14.06.2007
Aufenthalts- und Asylrecht
JA
14.06.2007
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Darfur
JA
14.06.2007
Mindestlöhne (Antrag Die Linke.)
NEIN
25.05.2007
Unternehmenssteuerreform
JA
09.03.2007
Rente mit 67
JA
09.03.2007
Tornado-Einsatz
JA
02.02.2007
Gesundheitsreform
NEIN
10.11.2006
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
26.10.2006
EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens
JA
28.09.2006
Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF)
JA
30.06.2006
Föderalismusreform
JA
29.06.2006
Antidiskriminierungsgesetz
JA
01.06.2006
Anpassung u. Veränderung von Hartz IV
JA
01.06.2006
Bundeswehreinsatz im Kongo
JA
19.05.2006
Erhöhung der Mehrwertsteuer
JA
Fragen an Stefan Müller
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
20.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Müller,

ich habe einer eher theoretische Frage an Sie: sollte der Bundestag in Kürze die Abschaffung oder Aussetzung der Wehrpflicht beschließen, würde dies dann auch rückwirkend alle derzeitigen Wehr- und Zivildienstleistenden betreffen oder müssten sie ihren Dienst bis zum Ende leisten?

Wird das Thema Wehrpflicht Ihrer Meinung nach überhaupt demnächst im neuen Bundestag zur Sprache kommen? Und wie sehen sie die Chancen auf eine Abschaffung oder Aussetzung der Wehrpflicht, abgesehen von ihrer persönlichen Meinung dazu?

Über eine Antwort würde ich mich freuen und verbleibe mit freundlichen Grüßen,

Ihr
Antwort von Stefan Müller
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30.10.2009
Stefan Müller
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage zum Wehr- und Wehrersatzdienst.

Die Union will den Zivildienst als Ersatzdienst erhalten. Er hat große sozial- und jugendpolitische Bedeutung. Wir haben daher in unserem Regierungsprogramm 2009-2013 ein deutliches Bekenntnis zum ehrenamtlichen Engagement und zur Wehrpflicht abgegeben. Zudem haben Union und FDP im Koalitionsvertrag vereinbart, an der allgemeinen Wehrpflicht festzuhalten und die Wehrdienstzeit bis zum 1. Januar 2011 auf sechs Monate zu reduzieren. Dies soll auch dazu beitragen die Wehrgerechtigkeit zu gewährleisten.

Der hohe Anteil der ehrenamtlichen Kräfte bei den Hilfsorganisationen stellt ein außergewöhnlich hohes Maß bürgerschaftlicher Mitwirkung dar. Er sichert ein flexibles System effizienter Gefahrenabwehr und Hilfeleistung, das zudem für den Bürger außerordentlich günstig ist. Die Abschaffung des Wehrdienstes hätte natürlich auch die Abschaffung des Zivildienstes, der ja ein Wehrersatzdienst ist, zur Folge. Dies hielte ich für problematisch. Im Moment ist nicht abschätzbar, wie sich dieses Thema weiter entwickelt.

Zu Ihrer theoretischen Frage nach der rückwirkenden Aussetzung des Wehrdienstes: Selbstverständlich würde es im Falle der Abschaffung des Wehrdienstes entsprechende Übergangsvorschriften geben, die ein geordnetes Auslaufen und kein abruptes Ende des Wehrdienstes vorsähen. Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt aber eine rein spekulative Frage. Die Union hält nach wie vor am Wehrdienst fest.


Mit freundlichen Grüßen

Stefan Müller, MdB
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Frage zum Thema Wirtschaft
22.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Müller,
die Abmahnwelle von des Outdoor-Labels "Jack Wolfskin" an die Adresse von Frauen, die ihre selbst entworfene und hergestellte Artikel in minimaler Stückzahl online verkaufen, hat mich aufgeschreckt.
Der Hintergrund: www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,655890,00.html
Wie kann es sein, dass ein Unternehmen juristisch wasserdichte Abmahnungen mit einer zweifelhaften Behauptung wie "Katzenpfote = Wolfspfote" an Bastel-Muttis verschickt,
denen die Wahl bleib,
  • Hunderte oder Tausende als Kostennote zu zahlen, eine Lüge anzuerkennen und ihre Idee zu vernichten,
oder
  • In ein Verfahren einzutreten, bei dem der Abmahner den Streitwert willkürlich in Höhen treiben kann, die Einzelunternehmerinnen nicht aufbringen kann, sei sie nun im Recht oder Unrecht
Jack Wolfskin behauptet, die Gesetzeslage würde dazu zwingen, die Politik wäre schuld. Heute Pfoten, morgen Obst, Bustaben, Farben?!
Es ist eine Schande für Deutschland, wenn für Betroffene mit Einnahmen nahe H4-Niveau ein Spendenkonto eingerichtet werden muss, um sich gegen solch einen Angriff mit Kostennoten um die 1000,00 Euro zu wehren, die Anwälte mit zwei Mausklicken schicken können - basierend auf Markenrecht aus Nazi-Zeiten
Kleinunternehmer, Mütter, die für Lebensunterhalt und die Erziehung der die nächsten Wählergeneration hart und eigenverantwortlich arbeiten werden durch unsinnige Verordnungen und *dehnbaren Gesetzesauslagen* in ihrer Kreativität und in Ihrem Handeln ungerechtfertigter Weise gehindert und benachteiligt.
Wie ist Ihre Initiative für
ERHALT VON ALLGEMEINGUT FÜR ALLE BÜRGER
STOP DES ABMAHNWAHNSINNS
SICHERE GRUNDLAGE FÜR FAIREN ONLINEHANDEL?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Stefan Müller
bisher keineEmpfehlungen
30.10.2009
Stefan Müller
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage zur Abmahnungspraxis der Firma "Jack Wolfskin".

Das Markengesetz untersagt Dritten, ohne Zustimmung des Inhabers einer Marke im geschäftlichen Verkehr ein Zeichen zu benutzen, wenn wegen der Identität oder Ähnlichkeit des Zeichens mit der Marke für das Publikum die Gefahr von Verwechslungen besteht. Das schließt auch die Gefahr ein, dass das Zeichen mit der Marke gedanklich in Verbindung gebracht wird. Ich kenne die Einzelfälle, in denen es zu Abmahnungen kam, nicht. Ich vermag daher auch nicht zu beurteilen, ob diese Praxis rechtens ist oder nicht. Hier gilt es in juristischer Einzelfallbetrachtung zu klären, ob die Gefahr einer Verwechselung besteht.

Soviel ich weiß, hat Jack Wolfskin inzwischen reagiert und möchte in Zukunft sein Vorgehen in Fällen von kleingewerblichen Angeboten verändern. Hier soll in Zukunft zunächst auf anwaltliche Schritte verzichtet und selbst Kontakt aufgenommen werden. Kommt es dann zu einer Einigung, sollen Kosten möglichst ganz vermieden werden. Ich gehe davon aus, dass sich das Problem damit erledigt hat.


Mit freundlichen Grüßen

Stefan Müller, MdB
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Ihre Frage an Stefan Müller
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