Staatskirchenvertrag mit der Evangelischen Kirche
Deutliche Zustimmung der Bürgerschaft für einen Staatskirchenvertrag mit der Evangelischen Kirche: 88 Abgeordnete votierten für den Entwurf, 22 dagegen. Die meisten Gegenstimmen kamen von der GAL, aber auch eine Ja-Stimme.
Hintergrundinformationen
Das Abstimmungsverhalten Ihrer Wahlkreisabgeordneten erfahren Sie durch die Eingabe Ihrer Postleitzahl.
Ihre Postleitzahl:

In der rechten Spalte können Sie sich schnell einen Überblick über das Abstimmungsverhalten aller Abgeordneten verschaffen, indem Sie auf die entsprechenden Links wie "zugestimmt", "dagegen gestimmt", etc. klicken.
Abstimmungsverhalten: SPD
Tanja Bestmann
Tanja Bestmann
SPD
Hamburg-Mitte
Stimmverhalten: zugestimmt
Sabine Boeddinghaus
Sabine Boeddinghaus
SPD
Hamburg-Harburg
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Thomas Böwer
Thomas Böwer
SPD
Hamburg-Eimsbüttel
Stimmverhalten: zugestimmt
Petra Brinkmann
Petra Brinkmann
SPD
Hamburg-Wandsbek
Stimmverhalten: zugestimmt
Dr. Barbara Brüning
Dr. Barbara Brüning
SPD
Hamburg-Wandsbek
Stimmverhalten: zugestimmt
Wilfried Buss
Wilfried Buss
SPD
Hamburg-Nord
Stimmverhalten: zugestimmt
Ingrid Cords
Ingrid Cords
SPD
Hamburg-Harburg
Stimmverhalten: zugestimmt
Hans-Christoff Dees
Hans-Christoff Dees
SPD
Hamburg-Altona
Stimmverhalten: zugestimmt
Werner Dobritz
Werner Dobritz
SPD
Hamburg-Nord
Stimmverhalten: nicht anwesend
Gesine Dräger
Gesine Dräger
SPD
Hamburg-Nord
Stimmverhalten: zugestimmt, 1 Frage zur Abstimmung bekommen
Dr. Andreas Dressel
Dr. Andreas Dressel
SPD
Hamburg-Wandsbek
Stimmverhalten: zugestimmt, 3 Fragen zur Abstimmung bekommen
Barbara Duden
Barbara Duden
SPD
Hamburg-Wandsbek
Stimmverhalten: zugestimmt, 4 Fragen zur Abstimmung bekommen
Ingo Egloff
Ingo Egloff
SPD
Hamburg-Wandsbek
Stimmverhalten: zugestimmt
Britta Ernst
Britta Ernst
SPD
Hamburg-Altona
Stimmverhalten: zugestimmt
Luisa Fiedler
Luisa Fiedler
SPD
Hamburg-Eimsbüttel
Stimmverhalten: zugestimmt
Günter Frank
Günter Frank
SPD
Hamburg-Wandsbek
Stimmverhalten: zugestimmt
Uwe Grund
Uwe Grund
SPD
Hamburg-Altona
Stimmverhalten: zugestimmt
Dr. Andrea Hilgers
Dr. Andrea Hilgers
SPD
Hamburg-Nord
Stimmverhalten: dagegen gestimmt, 20 Fragen zur Abstimmung bekommen
Dirk Kienscherf
Dirk Kienscherf
SPD
Hamburg-Mitte
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Rolf-Dieter Klooß
Rolf-Dieter Klooß
SPD
Hamburg-Wandsbek
Stimmverhalten: zugestimmt, 1 Frage zur Abstimmung bekommen
Lutz Kretschmann-Johannsen
Lutz Kretschmann-Johannsen
SPD
Hamburg-Mitte
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Gerhard Lein
Gerhard Lein
SPD
Hamburg-Bergedorf
Stimmverhalten: zugestimmt
Doris Mandel
Doris Mandel
SPD
Hamburg-Altona
Stimmverhalten: nicht anwesend
Wolfgang Marx
Wolfgang Marx
SPD
Hamburg-Harburg
Stimmverhalten: zugestimmt
Michael Neumann
Michael Neumann
SPD
Hamburg-Mitte
Stimmverhalten: zugestimmt, 8 Fragen zur Abstimmung bekommen
Aydan Özoguz
Aydan Özoguz
SPD
Hamburg-Mitte
Stimmverhalten: zugestimmt
Dr. Mathias Petersen
Dr. Mathias Petersen
SPD
Hamburg-Altona
Stimmverhalten: zugestimmt
Erhard Pumm
Erhard Pumm
SPD
Hamburg-Altona
Stimmverhalten: zugestimmt
Jan Quast
Jan Quast
SPD
Hamburg-Nord
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Jan Peter Riecken
Jan Peter Riecken
SPD
Hamburg-Wandsbek
Stimmverhalten: nicht anwesend
Karin Rogalski-Beeck
Karin Rogalski-Beeck
SPD
Hamburg-Bergedorf
Stimmverhalten: nicht beteiligt
Jenspeter Rosenfeldt
Jenspeter Rosenfeldt
SPD
Hamburg-Nord
Stimmverhalten: zugestimmt
Dr. Monika Schaal
Dr. Monika Schaal
SPD
Hamburg-Eimsbüttel
Stimmverhalten: zugestimmt
Dr. Martin Schäfer
Dr. Martin Schäfer
SPD
Hamburg-Eimsbüttel
Stimmverhalten: zugestimmt
Jürgen Schmidt
Jürgen Schmidt
SPD
Hamburg-Altona
Stimmverhalten: enthalten
Rüdiger Schulz
Rüdiger Schulz
SPD
Hamburg-Harburg
Stimmverhalten: zugestimmt
Dr. Dorothee Stapelfeldt
Dr. Dorothee Stapelfeldt
SPD
Hamburg-Eimsbüttel
Stimmverhalten: dagegen gestimmt
Karin Timmermann
Karin Timmermann
SPD
Hamburg-Wandsbek
Stimmverhalten: zugestimmt
Carola Veit
Carola Veit
SPD
Hamburg-Mitte
Stimmverhalten: enthalten, 14 Fragen zur Abstimmung bekommen
Silke Vogt-Deppe
Silke Vogt-Deppe
SPD
Hamburg-Eimsbüttel
Stimmverhalten: zugestimmt
Walter Zuckerer
Walter Zuckerer
SPD
Hamburg-Altona
Stimmverhalten: zugestimmt
Kommentare von Besuchern zur Abstimmung
Kommentar #3
An alle, die den Verträgen zugestimmt haben:

Warum gilt für Sie in Hamburg nicht der alte Grundsatz, dass nur der die Spielregeln bestimmt, der das Geld gibt? Wenn also der kirchliche Trägeranteil jetzt ganz vom Senat übernommen wird, warum dürfen dann die Kirchen weiterhin bestimmen, wer in den Einrichtungen arbeiten darf und wie man/frau sich sittlich zu verhalten hat. Jetzt müssen alle HamburgerInnen, ob sie einer Kirche angehören oder nicht, die christliche Basis-Seelsorge mitfinanzieren.

Im übrigen grenzt es an versuchte
Volksverdummung, wenn Sie behaupten oder ohne zu widersprechen davon ausgehen, die Arbeiterwohlfahrt, das Rote Kreuz oder der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband seien finanziell gleich stark wie die Kirchen. Die Kirchen sind nach wie vor reiche Träger. Also: Warum behaupten Sie Solches wider besseren Wissens?

Ihre "Kirchenfreundlichkeit" wird die Hamburger BürgerInnen eines Tages noch teuer zu stehen kommen, wenn auch alle anderen Religionsgemeinschaften, die eine Körperschaft des Öffentlichen Recht (geworden) sind, die Hand aufhalten. Sagen Sie dann bitte nicht, Sie hätten es nicht gewußt!

Zum Glück wird ja wenigstens in den Abstimmungsprotokollen für die Nachwelt festgehalten, wer für diese Fehlentscheidungen verantwortlich (gewesen) ist.

Mit freundlichen Grüßen

Friedrich Halfmann
von: Friedrich Halfmann
am: 02.07.2006 11:38
Kommentar #2
Als Mitglied im Bund der Steuerzahler meine ich:

Der Widerstand gegen die Verschwendung von öffentlichen Mitteln muss größer werden.

Die Diskussion in Abgeordnetenwatch über die Staatskirchenverträge zeigte dies sehr deutlich.

Beispiel:

Die Staatskirchenverträge haben zur Folge, dass zukünftig der kirchliche Kita-Finanzierungsanteil - jährlich 4 - 5 Millionen Euro - von der Stadt übernommen wird.

Laut WELT vom 11.5.05 verteidigte damals die Hamburger Sozialbehörde die bisherige Regelung: "Zum einen habe die Kirche über die Jahre immer mehr staatliche Zuschüsse erhalten. Zum anderen sei die Kirche durch die Kirchensteuer privilegiert".

Warum wurde die Sachkunde der Hamburger Sozialbehörde ignoriert?

Weder von Herrn Reinert noch von Herrn Beuß gab es darauf eine Antwort.

Die Kirchen wollen die eingesparten Millionen weiterhin für ihre Kitas verwenden - ein klarer Wettbewerbsnachteil für die nichtkirchlichen Träger.

Möglicherweise werden die Beschäftigten in den nichtkirchlichen Kitas mit ihren Steuern - werden von der Stadt an die Kirchen weitergeleitet -den Verlust ihrer Arbeitsplätze finanzieren.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Reth
von: Gerhard Reth
am: 28.06.2006 20:02
Kommentar #1
Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz schreibt vor: Niemand darf wegen seines Glaubens und seiner religiösen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.

In der Anhörung zu den Staatskirchenverträgen erklärte Prof. Dr. Renck:
"Auf alles, was das Konkordat den Kirchen an geldwerten und sonstigen Vorteilen einräumt, haben alle übrigen Bekenntnisgemeinschaften grundsätzlich paritätisch Anspruch. Die Stadt wird zum Beispiel Bildungseinrichtungen der Humanisten oder Friedhöfe der Muslime zu fördern haben oder sich dafür verwenden müssen, dass den Zeugen Jehovas angemessene Sendezeiten im NDR eingeräumt werden".

Was geschieht tatsächlich, wenn die erwähnten Gemeinschaften von der Stadt Hamburg Verträge und die erwähnten Vorteile fordern?
von: Tanja Großmann
am: 27.06.2006 20:58
Ihr Kommentar zur Abstimmung
Abstimmungsergebnis