Sönke Rix (SPD)
Kandidat Bundestagswahl 2005
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Sönke Rix
Jahrgang
1975
Berufliche Qualifikation
staatlich anerkannter Erzieher
Ausgeübte Tätigkeit
Fachkraft für Berufs- und Arbeitsförderung im Berufsbildungsbereich der Eckernförder Werkstatt, Mitarbeitervertreter in der Mitarbeitervertretung der Werkstätten im Kreis Rendsburg-Eckernörde
Wohnort
-
Wahlkreis
Rendsburg - Eckernförde
Ergebnis
43,7%
Landeslistenplatz
5, Schleswig-Holstein
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Persönliche Website
www.soenke-rix.de
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Frage zum Thema Föderalismus
10.09.2005
Von:
P.

Guten Tag Herr Rix,

ich schätze den Nutzen des Internets für ein mehr an Glasnost sehr.
Enttäuscht bemerke ich nun:
Zwar stellen sie sich in diesem Forum den WählerInnen; aber leider sind sie hier bisher auf kein einziges Anliegen der BürgerInnen ihres Wahlkreises eingegangen.

1) Gingen Sie im Falle eines Sieges im Kreis RD-Eckernförde mit dem Mandat genauso um? Stellen Sie sich zur Wahl, um dann den Auftrag, für den Sie sich bewerben unbearbeitet, unbeantwortet und unerfüllt zu lassen?
2) Was sehen Sie als vorangige Aufgabe eines direkt gewählten Bundestagsabgeordneten?
3) Gibt es einen Unterschied zu den Aufgaben eines Bundestagsabgeordneten, der über einen Listenplatz in das Parlament gekommen ist?

Weiter interessiert mich:
Oft blockieren sich die unterschiedlichen Mehrheiten in Bundestag und -rat bei Gesetzgebungsverfahren. 4) Sollte die Architektur des deutschen Staates diesbezüglich geändert werden? Wenn ja: Inwiefern?
5) Wie stehen Sie zu der (längst vergessenen) Kapitalismusdebatte, die Franz Müntefering vor Wochen anstieß?
6) Welche Schwerpunkte setzen Sie sich persönlich, sollten Sie durch die Wähler ein Mandat bekommen? (Braucht sinnvollerweise nur beantwortet zu werden, wenn die Antwort auf 1. ´Nein´ lautet!)

Gruß
Antwort von Sönke Rix
bisher keineEmpfehlungen
15.09.2005
Sönke Rix
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:

1. Wenn ich am Sonntag in den Bundestag gewählt werde, werde ich die Anliegen aus meinem Wahlkreis so bearbeiten, wie ich es auch auf www.kandidatenwatch.de[1] tue:

* Die Anliegen werden in der Reihenfolge bearbeitet, in der sie bei mir eingehen.
* Davon weiche ich ab, wenn z. B. wegen eines zu lösenden Problems Eile geboten ist.
* Davon weiche ich nicht ab, nur weil meine Antworten im Internet veröffentlicht werden. Ich stelle mich diesem Forum übrigens gerne, möchte aber darauf hinweisen, dass ich vorher nicht gefragt worden bin, ob ich mich beteiligen möchte.

2. und 3. Als meine vorrangige Aufgabe sehe ich es an, die Interessen der Menschen aus meinem Wahlkreis Rendsburg-Eckernförde in Berlin zu vertreten. Im Rahmen meiner Möglichkeiten als Abgeordneter werde ich denjenigen helfen, die mit konkreten Anliegen an mich herantreten. Ich werde als Parlamentarier dafür sorgen, dass Gesetze für die Menschen gemacht werden und dass eine SPD-geführte Bundesregierung das Programm umsetzt, für das sie gewählt wurde. Alle Abgeordneten sind mit gleichen Rechten und Pflichten ausgestattet, einen Unterschied zwischen direkt gewählten Abgeordneten und solchen, die über Landeslisten in den Bundestag kommen, gibt es nicht.

4. Sie haben Recht. In dieser Legislaturperiode wurde der Vermittlungsausschuss 94 mal angerufen zu 346 im Bundestag verabschiedeten Gesetzen. Das waren mehr als ein Viertel aller Gesetze! Nach abgeschlossenen Vermittlungsverfahren gab es 29 Einsprüche des Bundesrates, die im Bundestag mit der Kanzlermehrheit zurückgewiesen werden mussten. Das waren in zweieinhalb Jahren fast so viele Einsprüche, wie in den zurückliegenden 14 Wahlperioden zusammen! Das zeigt, wie die CDU/CSU den Bundesrat missbraucht, um vernünftige Lösungen, die das Land nach vorne bringen würden, zu blockieren, zu verschleppen oder zu verhindern. Die Ende letzten Jahres gescheiterte Föderalismuskommission war eigentlich auf einem guten Weg. Diese Gespräche müssen nach der Wahl unbedingt wieder aufgenommen werden und zu einem guten Abschluss führen. Am Ende muss für die Bürger erkennbar sein, wer auf welcher Ebene politische Verantwortung trägt und eine Bundesregierung muss auch regieren können.

5. Wenn ich mich nicht irre, haben Sie diese Frage schon an Herrn Dr. Bartels gerichtet, der für die SPD in Kiel antritt. Seinen Ausführungen schließe ich mich ohne Einschränkung an. Sein Buch "Victory-Kapitalismus. Wie eine Ideologie uns entmündigt" kann ich Ihnen wärmstens empfehlen.

6. Meine inhaltlichen Schwerpunkte sind Sozial-, Familien- und Jugendpolitik.

Mit freundlichen Grüßen
Sönke Rix
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Frage zum Thema Föderalismus
12.09.2005
Von:

Sehr geehrter persönlicher Direktkandidat für meinen Wahlkreis, sehr geehrter Herr RIX,

auch ich schliesse mich der Frage 1 von Herr P. Schinowski aus der Fragen-Warteschlange vor mir an.

Es ist außerordentlich bedauerlich, dass Sie sich für dieses Forum augenscheinlich überhaupt nicht interessiert haben und als Spitzenkandidat nicht eine einzige Antwort abgegeben haben.
Mir hat im Vergleich zu Ihnen, zum selben Thema sogar Ihr Parteivorsitzender durch seinen persönlichen Referenten antworten lassen - Sie scheinen jedoch leider unabkömmlich zu sein. Dies ist im Vergleich zu all Ihren Konkurrenten hier, ein wahrlich außerordentlich schlechtes Bild.
Meine Familie hat Sie nun zwar schon per Briefwahl gewählt, aber dies ist nur der beherzten Offensive Ihres Bundeskanzlers im TV-Duell zu verdanken. Sie haben dies eigentlich für Ihr negatives Engagement nicht verdient!!!
Vielleicht finden Sie, in ihrem augenscheinlich sehr engen Terminplan ja doch noch ein Paar Minuten des Verweilens und Nachdenkens. Dann würden Sie vielleicht feststellen, daß etwas mehr Stil an Ihrer Öffentlichkeitsarbeit noch fehlt !!!
In diesem Sinne hoffentlich ein gutes Gelingen mit der "großen Koalition".
Antwort von Sönke Rix
1Empfehlung
16.09.2005
Sönke Rix
Sehr geehrter Herr ,

wenn ich wie mein Parteivorsitzender persönliche Referenten hätte, hätten Sie von mir auch auf der Stelle eine Antwort erhalten. Da ich mich aber wie Sie sich sicher vorstellen können gerade im Wahlkampf befinde, kein Bundestagsabgeordneter bin, sondern erst werden möchte und deshalb "nur" von einer Schar ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer unterstützt werde, muss eine Antwort auch mal ein paar Tage warten. Zumal www.kandidatenwatch.de nicht die einzige Möglichkeit ist, mit mir in Kontakt zu kommen. Ich erhalte täglich wesentlich mehr Anfragen in Briefen, per E-Mail, telefonisch. In meiner Antwort an Herrn Schinowski können Sie lesen, wie ich die bearbeite.

Ja, ich habe zurzeit einen sehr engen Terminplan. Da ich neuer Kandidat bin und die Bundestagswahl recht kurzfristig anberaumt wurde, mache ich mich nämlich so vielen Wählerinnen und Wählern wie möglich bekannt - an Infoständen, auf Wochenmärkten, bei Hausbesuchen usw., nach Möglichkeit im direkten Gespräch. In der Zeit, in der ich die hier eingegangenen 7 Fragen beantworte, könnte ich auf der Straße mindestens 50 Wählerinnen und Wähler treffen. Welchen Schwerpunkt würden Sie an meiner Stelle setzen?

Ich finde, ich habe mit meinen Helferinnen und Helfern einen ordentlichen bürgernahen Wahlkampf gemacht und die Öffentlichkeitsarbeit ist auch schon ganz gut.

Mit freundlichen Grüßen

Sönke Rix
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