Sönke Rix (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Sönke Rix
© spdfraktion.de
Geburtstag
03.12.1975
Berufliche Qualifikation
Erzieher
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Eckernförde
Wahlkreis
Rendsburg-Eckernförde
Ergebnis
32,5%
Landeslistenplatz
5, Schleswig-Holstein
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(...) Es sieht zur Zeit so aus, dass die SPD nicht vorhat, die Höhe der Pendlerpauschale zu verändern, dies wäre ohnehin schwierig, da wir im Moment - wie Sie wissen - nicht in Regierungsverantwortung sind. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Wirtschaft
15.11.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Rix,

es würde mich interessieren warum, aus Ihrer Sicht, Deutschland seinen Müll exportieren darf. Warum wird das nicht verhindert. Stichwort : Elektroschrott in Afrika, Schiffe in Indien und all die skandalösen Fakten die ich noch nicht kenne.

Vielen Dank für eine Antwort,

Antwort von Sönke Rix
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23.03.2012
Sönke Rix
Sehr geehrter Herr ,

mit dem Basler Abkommen gibt es weltweit geltende Regelungen über die Zulässigkeit, Genehmigung und Kontrolle von Exporten gefährlicher Abfälle. Grenzüberschreitende Abfallverbringungen benötigen die Genehmigung des Ausfuhrlandes, die Genehmigung sämtlicher Durchfuhrländer sowie die Genehmigung des Einfuhrlandes. Insbesondere sollen dadurch Staaten geschützt werden, die nicht über die notwendigen technischen Voraussetzungen für den Umgang mit gefährlichen Abfällen verfügen. Der Export "gefährlicher Abfälle" aus OECD-Staaten in alle Staaten außerhalb der OECD ist grundsätzlich untersagt.

Mit dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz ist in der EU das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten geregelt. Danach können Verbraucher alte Elektro- oder Elektronikgeräte kostenlos bei kommunalen Sammelstellen abgeben. Die Hersteller sind dann verpflichtet, die dort gesammelten Altgeräte zurücknehmen und zu verwerten. Soweit die Theorie.
Elektroschrott darf nicht nach Afrika exportiert werden, gebrauchte noch nutzbare Geräte aber schon. Und so landen jene Geräte, die in Deutschland nicht ordnungsgemäß entsorgt werden (aus welchen Gründen auch immer) z.B. bei privaten Aufkäufern oder Händlern, die diese Geräte als Gebrauchtware oder Spenden in Entwicklungsländer verschiffen, um sie dort zu verkaufen oder ausschlachten zu lassen. Der Zoll steht bei diesen "Sondermülltransporten" vor dem Problem, nachzuweisen, ab wann defekte Geräte 100-prozentig schrottreif sind.

Es handelt sich bei der Problematik vor allem um ein Vollzugsproblem. Und so lange es auf der anderen Seite der Erde einen Markt gibt, wird es wohl immer windige Geschäftsleute geben, die dieses Problem ausnutzen.

Die SPD-Fraktion ist gegen die Deklaration von Abfällen als Wirtschaftsgut. Wir wollen das Autarkie- und Näheprinzip stärken, also die gebietsbezogene und ortsnahe Entsorgung von Abfällen als wesentliche Voraussetzung für eine umweltschonende und effektive Abfallentsorgung.

Mit besten Grüße
Sönke Rix
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Frage zum Thema Finanzen
24.11.2011
Von:

Beiträge aus Kapitalleistung für vor dem 01.01.2004 abgeschlossene Verträge zu Versorgungszusagen zur Rentenversicherung


Sehr geehrter Herr Abgeordneter,

Im März 2003 habe ich eine "Versorgungszusage zur Rentenversicherung" bei der Allianz Pensionskasse als zusätzliches Standbein für die Altersversorgung abgeschlossen.

Diese Versicherung kam im März 2011 zur Auszahlung. Hierbei handelt es sich um Zahlungen an eine Pensionskasse die aus Gehaltsbestandteilen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze zur Krankenversicherung geleistet wurden und somit niemals Beitragspflichtig waren. Aus meiner Sicht lohnte sich diese betriebliche Altersversorgung primär aus Gründen der Einsparung von steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Entgeltanteilen, die ich ansonsten an den Fiskus abzuführen hätte.

Mit dem zum 1. Januar 2004 in Kraft getretenen GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) wurde die Pflicht zur Zahlung von Krankenversicherungs- und Pflegebeiträgen auf die betriebliche Altersversorgung eingeführt. Diese gesetzliche Änderung wurde heimlich, still und leise beschlossen und ein Bestandsschutz für ältere Verträge nicht berücksichtigt.

Im Juni 2011 bekam ich einen Beitragsbescheid über Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung aus einer Kapitalleistung. Diese Maßnahme trifft nur gesetzlich versicherte, die für ihr Alter vorsorgen wollen.

Ich bin über diese Maßnahme sehr verärgert, denn damit ist das ursprüngliche Ziel, meine Altersversorgung zu verbessern, durch die fälligen Beiträge komplett hinfällig geworden. Hätte ich dieses Wissen bereits im März 2003 gehabt, hätte ich diese Vorsorgemaßnahme gar nicht abgeschlossen.

Mir ist bewusst, dass es mittlerweile hierzu diverse Gerichtsurteile gibt, die die Gesetzesänderung stützen. Trotzdem interessiert mich Ihre persönliche Meinung zu diesem Thema, womit meines Erachtens eine Unrechtbehandlung der Versicherten vorliegt.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Sönke Rix
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01.12.2011
Sönke Rix
Sehr geehrter Herr ,

zu Ihrer aktuellen Rentensituation kann und werde ich mich nicht äußern. Dafür bitte ich um Verständnis. Ebenso war ich 2003 auch noch nicht Mitglied des Bundestages. Darum kann ich Ihnen auch nichts zu den damaligen Beratungsverläufen und einer Nicht-Berücksichtigung von Altverträgen sagen. Eines ist allerdings sicher: Gesetze werden nie "heimlich, still und leise beschlossen". Jedem Gesetz und jeder Gesetzesänderung geht ein manchmal monatelanges Verfahren voraus, in dem sowohl sämtliche Fach-Arbeitsgruppen, der Fachausschuss - und auch noch mitberatende Ausschüsse - und der Deutsche Bundestag beteiligt sind. Oft finden gerade zu den Themen Rente und Sozialversicherung auch noch öffentliche Anhörungen statt. Diese werden von den interessierten Vereinen und Verbänden (aber auch z.B. Versicherungsgesellschaften) aufmerksam begleitet und zumeist auch kommentiert. In einem gebe ich Ihnen allerdings recht: Beim GMG war die Beratungszeit mit einem Monat wirklich knapp. Umso heftiger war allerdings damals die öffentliche Diskussion.

Grundsätzlich, und ohne die Art ihrer Rentenversicherung zu kennen, bin ich der Auffassung, dass Erträge aus unversteuertem Einkommen versteuert werden sollen.


Mit besten Grüßen
Sönke Rix
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
27.03.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Rix,

ich habe noch sehr genau Ihre Aussage im Ohr, Wahlen werden in der Mitte gewonnen. Sie sind immer noch einer derjenigen, denen Peter Glotz dieses wohl einsuggeriert hat. Bleiben Sie ruhig weiter in der Mitte stehen. Die Wahlergebnisse werden es Ihnen beweisen. Empfehle den Artikel in Spiegel online Politik, vom 26.03.2012 von Jakob Augstein. Thema: Verdient gescheitert-die SPD, Sind Sie ggef. bereit Ihre Antwort an mich zu revidieren?

Mit freundlichen Grüßen

.
Antwort von Sönke Rix
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30.03.2012
Sönke Rix
Sehr geehrter Herr ,

ich kann mich nicht erinnern, in welchem Zusammenhang ich Ihnen gesagt haben sollte, Wahlen würden in der "Mitte" gewonnen. Insofern sehe ich auch keinen Grund, meine Meinung zu revidieren.

Es stimmt, viele führende Genossinnen und Genossen vertreten diese These. In den Parteien, die für sich in Anspruch nehmen Volkspartei zu sein , also ein breiteres Wähler- bzw. Mitgliederspektrum zu vertreten – ist das nach wie vor nach meiner Wahrnehmung unbestritten. Die These mag richtig sein, oder auch nicht. Wo diese "Mitte" ist, darüber streiten sich seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, ohnehin die Geister. Ich bin auch nicht sicher, ob Herr Augstein dies in seinem Artikel aufgreifen wollte. Ich hatte vielmehr den Eindruck, ihn stört, dass Heiko Maas sich so früh auf eine große Koalition festgelegt hat und nicht nachdrücklich genug dafür geworben hat, die SPD zur stärksten Partei im Saarland zu machen. Das sehe ich auch so.

Mit besten Grüßen
Sönke Rix
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
01.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Rix,

wie stehen Sie eigentlich dem Besoldungsverfahren der Politik gegenüber ?
Kleine Arbeitnehmer werden wegen geringfügiger Entgleisungengen fristlos entlassen, während Politiker Milliarden in den Sand setzen können und dann nach einem Rücktritt noch Übergangsgelder erhalten !
Ist das noch Real ?
Und auch die Eigenvorsorge zur Rente von Politikern gehört geprüft, denn das was aus der Staatskasse bezahlt wird ist mittlerweile nicht mehr tragbar !

Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Sönke Rix
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04.04.2012
Sönke Rix
Sehr geehrter Herr ,

auch ich finde es ungerecht, dass "kleine" Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer häufig größere Nachteile hinzunehmen haben als diejenigen, die ohnehin viel Geld verdienen. Dazu gehören meiner Ansicht nach aber auch Manager und Banker, die sich in den letzten Jahren ja nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben.

Politiker und Politikerinnen stellen sich einer hohen Verantwortung und erfahren gleichzeitig sehr wenig Anerkennung. Angesichts dessen halte ich die Höhe der Diäten und auch die Ministergehälter für gerechtfertigt. Ich finde nicht, dass ein Bundestagsabgeordneter, der ungefähr so viel bekommt wie ein Amtsrichter oder ein Oberstudiendirektor, zu hoch bezahlt wird. Wenn ein/e Abgeordnete/r "Mist" baut, wird er/sie höchstwahrscheinlich abgewählt. Es sei denn, die Bürgerinnen und Bürger sind mit seiner Arbeit ansonsten derart zufrieden, dass sie ihm oder ihr den Fehler nachsehen.
Bundestagsabgeordnete bekommen für jedes Jahr, in dem sie im Bundestag waren, ein Übergangsgeld (ähnlich wie bei Soldaten). Die durchschnittliche Zugehörigkeitsdauer zum Parlament beträgt sechs Jahre. Und wenn Bundestagsabgeordnete das Renteneintrittsalter erreicht haben, dann erhalten sie Rente. Hier finde ich auch, dass es nicht gerecht ist, wenn ein Abgeordneter für relativ kurze "Arbeitszeit" im Parlament verhältnismäßig hohe Rentenansprüche erwirbt. Man sollte den Beispielen aus NRW und SH folgen. Dort müssen Abgeordnete für ihre Altersversorgung selbst Verantwortung tragen. Dies sollte auch auf Bundesebene eingeführt werden. Ich setze mich jedenfalls dafür ein. So habe ich auch gemeinsam mit meinen schleswig-holsteinischen Kolleginnen und Kollegen in der SPD-Fraktion im Frühjahr 2008 gegen die geplante Erhöhung der Diäten gestimmt. Allerdings eben nicht, weil ich die Diäten für zu hoch halte, sondern weil ich es nicht für vermittelbar halte, dass es ohne eine grundlegende Reform der Altersversorgung der Bundestagsabgeordneten eine weitere Erhöhung gibt.

Wenn Sie mit Ihrer Kritik auf den Ehrensold für ehemalige Bundespräsidenten anspielen, dann sollten Sie wissen, dass ich auch diese Regelung - genauso wie meine Partei - für dringend veränderungsbedürftig halte. Diese Summen und sofortige Auszahlung nach dem Ausscheiden aus dem Amt sind nicht nur gegenüber der Bevölkerung nicht vermittelbar sondern auch aus meiner Sicht - zumindest im aktuellen "Fall" - durch nichts zu rechtfertigen.

Mit freundlichen Grüßen
Sönke Rix

  • - -

Anne-Katrin Fischer
  • wissenschaftliche Mitarbeiterin -

Sönke Rix, MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin


Tel: 030 - 227 77274
FAX: 030 - 227 76270

Mail: soenke.rix@bundestag.de
Web: www.soenke-rix.de
 
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
01.05.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Rix,

da ich in der Schule ( Ausbildung zur Erzieherin) ein Projekt durchführe welches sich mit dem Bildungs-und Teilhabepaket auseinandersetzt und ich bei meiner Recherche festgestellt habe, dass der Bildungsgutschein, der ja seit einem Jahr existiert, nur vereinzelt in den Kitas genutzt wird, weil viele Eltern /Erzieher nicht darüber Bescheid wissen.
Was machen Sie als Person bzw. die CDU um dieses Informationsdefiziet in den Kitas auszugleichen?

Mit freundlichen Grüßen aus Ostrrönfeld


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