Sabine Bätzing (SPD)
Kandidatin Bundestagswahl 2005
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Grunddaten
Sabine Bätzing
Jahrgang
1975
Berufliche Qualifikation
Diplom-Verwaltungswirtin (FH)
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
-
Wahlkreis
Neuwied
Ergebnis
44,3%
Landeslistenplatz
10, Rheinland-Pfalz
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Frage zum Thema Umwelt
31.08.2005
Von:

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat ein Gutachten über die Windenergie in Rheinland-Pfalz erstellen lassen. Demnach soll es in Zukunft auch Windkraftanlagen in rheinland-pfälzischen Wäldern geben dürfen. Sind Sie auch dafür?
Antwort von Sabine Bätzing
bisher keineEmpfehlungen
06.09.2005
Lieber Herr ,

ich freue mich, Ihnen erneut eine Frage beantworten zu dürfen. Ich kann dem Gutachten nicht entnehmen, dass es Windkraftanlagen geben soll. Ich lese aber in dem Gutachten, dass dass man Windräder im Wald bauen kann, immer vorausgesetzt, dass es dort genug Wind gibt - es gilt hier also im Grunde das gleiche wie für die Fläche.

Die Gemeinden sind zuständig für die Ausweisung der sogenannten Vorrang-Gebiete. Für den Bau von Windrädern muss ein Bauantrag eingereicht werden. Dazu gehört ein Gutachten, welches ausdrücklich bestätigt, dass das Windrad ökologisch und ökonomisch effizient ist.

Es ist also kein Wald von Windrädern zu befürchten.

Ich bin für Windenergie an geeigneten Standorten. Ich weiß, dass sich an daran die Geister scheiden. Langfristig betrachtet ist für mich die Erschließung geeigneter Standorte auf See nötig. Hier sind bis zu 25.000 Megawatt installierter Leistung möglich. In 20 bis 25 Jahren können 15 Prozent des deutschen Energiebedarfs über Windkraftanlagen auf hoher See gedeckt werden. Und durch Repowering kann in Zukunft die Zahl der Windräder in Deutschland verringert werden. Das freut die Menschen, die sich an den Windrädern stören.

Auch die aktuelle Entwicklung der Ölpreise zeigt, dass wir unabhängig vom Öl werden müssen. Und mit meiner Partei, der SPD, ist Deutschland der Ausstieg aus der Atomenergie gelungen. Die Zukunft der Energie liegt eindeutig in erneuerbaren Energien, einer nachhaltigen Stoffwirtschaft und in der Minderung von Umwelt- und Gesundheitsrisiken. Erneuerbare Energien sorgen zukünftig für geringere Energiekosten und sie sind in Anbetracht des Klimawandels und der versiegenden Rohstoffe wie Öl, Kohle und auch Uran alternativlos!

Ich möchte Sie noch auf eine Erfolgsbilanz meines Bundeslandes hinweisen: Jede vierte in Rheinland-Pfalz erzeugte Gigawattstunde stammt aus erneuerbaren Energien. Und zur weiteren Lektüre empfehle ich Ihnen ein interessantes Dokument des Bundesumweltministeriums zur Windenergie, dass Sie unter

www.bmu.de

abrufen können.

Lieber Herr ,

ich hoffe, dass ich auch Ihre dritte Frage an mich für Sie umfassend beantwortet habe. Energiepolitik ist und bleibt ein wichtiges Thema. Mit Ihrer Frage haben Sie dazu beigetragen, dass sich der ein odere andere intesiver damit auseinandersetzt.

Es gilt nochmals meine Einladung an Sie, mit mir persönlich zu sprechen. Oder wollen Sie inkognito bleiben ;-)
Auf meiner Homepage www.sabine-baetzing.de finden Sie meine Termine.

Herzliche Grüße
Ihre Sabine Bätzing
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Frage zum Thema Bildung
02.09.2005
Von:

Warum fährt die SPD das Rheinland-Pfalz im Bereich der Bildung dermaßen hart in den Abgrund? Der Abstand von Rheinlad-Pfalz zu unionsgeführten Ländern wird immer größer. Die Qualität der Bildung in Rheinland-Pfalz wird immer schlechter. Die Pisa-Studie hat dies ja belegt.
Antwort von Sabine Bätzing
bisher keineEmpfehlungen
02.09.2005
Liebe Frau ,

herzlichen Dank für Ihre Frage.

Am kommenden Montag beginnt für die Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz wieder der sogenannte "Ernst des Lebens".

Rund 41 000 Schulanfänger hat Rheinland-Pfalz in diesem Jahr.

Zur Verbesserung der Versorgung der Schulen sind im Landeshaushalt die Mittel für 200 zusätzliche Lehrerstellen bereitgestellt worden. Insgesamt wurden zum neuen Schuljahr mehr als 1100 neue Lehrer eingestellt. 44 davon übrigens über das Seiteneinsteigerprogramm.

Außerdem wird im neuen Schuljahr das «Projekt Erweiterte Selbstständigkeit (PES)» ausgebaut. Die Zahl der PES-Schulen steigt um 80 auf insgesamt 405 Schulen landesweit. Das Programm soll den Schulen durch den Aufbau eigener Vertretungspools die Deckung des kurzfristigen Vertretungsbedarfs etwa bei Erkrankung von Lehrern ermöglichen. Dafür bekommen die Schulen eigene Budgets.

Darüber hinaus wurden für die «Lehrer-Feuerwehr» an den Grundschulen 100 neue Lehrer eingestellt. Damit stehen hier nun insgesamt 141 Lehrkräfte für kurzfristige Vertretungen zur Verfügung.

Mit dem Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" - einem der größten Bildungsprogramme, die es in Deutschland je gab - unterstützt die Bundesregierung die Länder mit insgesamt 4 Milliarden Euro beim flächendeckenden Auf- und Ausbau des schulischen Ganztagsangebots.
Ganztagsschulen bieten weitaus mehr als neue Öffnungszeiten: Raum für individuelle Förderung und für innovative pädagogische Konzepte. Ganztagsschulen - das bedeutet auch, gemeinsam und voneinander zu lernen, Freizeit kreativ zu gestalten - und mehr freie Zeit fürs Familienleben zu gewinnen. In Rheinland-Pfalz sind bereits 304 Ganztagsschulen in Angebotsform eingerichtet. Damit liegt unser Bundesland weit vorn.

Ich möchte Ihnen sehr empfehlen, sich die Seite www.mbfj2.rlp.de im Internet anzusehen. Sie werden überrascht sein.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung und wenn Sie in meinem Wahlkreis wohnen, würde ich gerne über dieses wichtige Thema mit Ihnen sprechen. Auf meiner Homepage www.sabine-baetzing.de finden Sie meine Termine.

Mit herzlichen Grüßen
Ihre Sabine Bätzing
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Frage zum Thema Bürgerrechte
04.09.2005
Von:

Meiner Meinung nach zeigt diese Bundestagswahl einmal mehr, dass die Parteiendemokratie krasse Defizite hat: Es ist offensichtlich, dass ich immer auch ein paar Kröten schlucken muss, wenn ich mich für eine bestimmte Partei entscheide. Wähle ich die Grünen, die Linke oder die SPD (weil ich z.B. die Idee der Bürgerversicherung gut finde), stimme ich automatisch für das Groschengrab der Subventionierung der Steinkohle und Ökosteuer. Stimme ich für die CDU oder die FDP, muss ich um die Einschränkung meiner Privatsphäre bangen (Video-/Telefonüberwachung, Biometr. Daten, etc) und eine Erhöhung der Mehrwertsteuer fressen.

So kann ich immer nur das kleinste Übel wählen. Von einer echten Demokratie erwarte ich mir mehr als nur das Erpressen einer Blankovollmacht vom Volk von und an die Parteien, von denen keine mit meiner Meinung 100% deckungsgleich ist.

Wie stehen Sie persönlich zu mehr direkter Demokratie?
Antwort von Sabine Bätzing
bisher keineEmpfehlungen
12.09.2005
Lieber Herr ,

danke für Ihre Frage. Ich bin für mehr direkte Beteiligung der Bevölkerung an politischen Entscheidungen. Also für Volksentscheide. Die SPD-Fraktion ist hier leider auf wenig Gegenliebe bei der Union gestoßen, die dies nur für die EU-Verfassung wollte. Wir bleiben hier weiter am Ball und ich persönlich ganz sicher.

Bitte gehen Sie am 18. September wählen. Und bitte beteiligen Sie sich weiterhin an der politischen Diskussion. Nur durch das Mitwirken der Menschen kann Demokratie gestaltet werden.

Herzliche Grüße
Ihre Sabine Bätzing
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Ihre Frage an Sabine Bätzing
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