Sabine Bätzing (SPD)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Sabine Bätzing
Jahrgang
1975
Berufliche Qualifikation
Diplom-Verwaltungswirtin (FH), Beamtin im gehobenen nichttechnischen Dienst
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Neuwied
Landeslistenplatz
10, Rheinland-Pfalz
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(...) Wie bereits erläutert, liegen meine Schwerpunkte für die Tabakpolitik der Bundesregierung hinsichtlich der Tabakwerbung in der Ausweitung der Werbeverbote im Kino, der Beschränkung der Plakataußenwerbung sowie in der Einführung bildgestützter Warnhinweise auf Zigarettenpackungen. Die Veränderung der Gestaltung der Verkaufsorte ist nicht Thema der jetzt diskutierten Vorhaben. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Gesundheit
31.07.2009
Von:

Wieso ignorieren sie meinen Eintrag vom 12.06.
78 interessierte

Sehr geehrte Frau Bätzing,

was sagen Sie zu der bahnbrechnden Entdeckung des Herrn Donald Tashkin? (Nationales Institut des Drogen Missbrauchs) :
Studienleiter und Pulmonologe an der Universität von Kalifornien.
Zitat

"Früher, als es so schien, dass unsere Forschungen ergeben werden, dass Cannabis einen negativen Einfluss auf die Gesundheit der Lunge habe, war ich gegen die Legalisierung, weil ich dachte dies würde zu einem erhöhten Konsum und zu mehr gesundheitlichen Effekten führen.", sagt Tashkin. ”Aber zum jetzigen Zeitpunkt bin ich für die Legalisierung. Ich würde niemanden dazu ermutigen, etwas zu rauchen. Aber ich finde nicht, dass es als eine illegale Substanz stigmatisiert werden sollte. Das rauchen von Tabak ist viel schädlicher. Und bezogen auf Rauschmittel, verursacht Alkohol noch viel mehr Schaden.”

Uns wurde 1000-mal erzählt, dass Cannabis die Lunge zerstört, dass es 5 mal schlimmer als Zigaretten sei, usw. Und nun kommt Donald Tashkin, der buchstäbliche Top-Experte der Welt, wenn es um Cannabis und Lungenmedizin geht, und gibt an, dass es Zeit sei Cannabis zu legalisieren.
Seine Ansichten wurden nicht von einer Ideologie geformt, sondern von 30 jährigem Studieren der Angelegenheit. Er hatte nicht erwartet, dass die wissenschaftliche Erkenntnis im Sinne von Cannabis sein würde, aber so war es und er war bereit dies zuzugeben. Hier die Studie und wie sie alles umdrehte:

UCLA’s Tashkin studierte schwere Cannabis Konsumenten um herauszufinden, ob der Konsum zu einem erhöhten Risiko an Lungenkrebs und Bronchitis führe.

Er nahm an, dass es definitiv eine Verbindung zwischen Krebs und Cannabis gebe, aber die Resultate bewiesen das Gegenteil:

"Was wir stattdessen fanden, war keine Verknüpfung zwischen diesen, sondern sogar die Eingebung, dass es einen davor schützenden Effekt hat.", sagt Tashkin, wessen Forschung die größte dieser Art ist.

Zitat ende.

Quelle: Quelle: www.innovations-report.de


Mit freundlichem Gruß

RM

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Frage zum Thema Kinder und Jugend
04.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Bätzing,

mit großem Interesse habe ich Ihre Antworten auf dieser Internetseite gelesen.

Insbesondere eine spezielle Stelle möchte ich einmal zitieren und ergänzen:

"Die WoW-Version "Wrath of the Lich King" belohnt außerdem ethisch äußerst fragwürdige Verhaltensweisen des Spielers, wie das Eliminieren (unbewaffneter) Menschen, das Foltern gefangener, also wehrloser Gegner, und das Veranstalten von Besäufnissen."

Nicht nur bei World of Warcraft ist es möglich unbewaffnete Lebewesen zu Eliminieren, sondern auch in Spielen wie "Moorhuhn" für PC oder "Super Mario", welches u. a. für Gameboy und Nintendo Konsolen erschien.

In "Super Mario" hat der Spieler nicht nur die Aufgabe eine blonde Prinzessin vor einem Monster zu retten, sondern auch süchtig machende Pflanzen zu konsumieren, um größer und stärker zu werden. Auch wird der Spieler für das rücksichtslose Ausrauben der natürlichen Bodenschätze mit Münzen und Sternen auf einem Bankkonto belohnt. Dieses Spiel ist freigegeben ab 6 Jahren.

Im "Killerspiel" Moorhuhn hat der Spieler die Aufgabe auf unbewaffnete, lebende Ziele zu schiessen. Es könnte ihm eventuell vorhandene Hemmungen nehmen, auf unbewaffnete Schüler zu schiessen. Auch ist es Ziel des Spieles, möglichst viele wehrlose Opfer in kürzester Zeit und mit wenig Munition zu töten. Nach Abschluss der Spiellektüre, ist man bestens für den virtuellen Amoklauf vorbereitet.

Wieso wird über diese Spiele nicht so oft berichtet, wie über WoW? Kommen sie zu selten in den Medien vor? Sind Sie deshalb bei den älteren Menschen nicht so bekannt?

MfG

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Frage zum Thema Gesundheit
16.08.2009
Von:

Werte Frau Bätzing,

ist Ihnen folgende Studie schon bekannt geworden?

"Eine Ende Juni in Großbritannien veröffentlichte Langzeitstudie mit rund 600.000 Teilnehmern kommt zu dem Ergebnis, dass es keinen Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und dem Risiko gibt, an Schizophrenie zu erkranken.

Die Forscher verglichen das Konsumverhalten der Briten mit den Schizophrenie- und Psychosedaten der Patienten von 183 Arztpraxen (2,3 Prozent der Bevölkerung). Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass "die ursächlichen Modelle, die Cannabis mit Schizophrenie/Psychosen verbinden, durch diese Studie nicht unterstützt werden"

Quelle: Frisher M, Crome I, o O, Croft P. Assessing the impact of cannabis use on trends in diagnosed schizophrenia in the United Kingdom from 1996 to 2005. Schizophr Res, 26. Juni 2009

Wurde diese Studie schon vom Bundesgesundheitsministerium ausgewertet oder wird sie noch ausgewertet? Zu welchen Schlüssen zu dieser Studie sind sie bzw. das BMG gekommen?


mfg,

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Frage zum Thema Gesundheitsreform
17.08.2009
Von:

Guten Tag,

in ihrer letzten antowort sagen sie folgendes:

"Wie die historischen Erfahrungen mit der Alkoholprohibition in den USA und in Finnland zeigen, ist ein totales Alkoholverbot für das drogenpolitische Ziel der Reduzierung von gesundheitlichen und sozialen Schäden durch den Konsum nicht zielführend: DER KONSUM VERLAGERTE SICH INS PRIVATE, die Schwarzbrennerei und somit eine schlechtere Produktqualität nahmen zu, und die Entstehung von (organisierter) Kriminalität wurde begünstigt. In der Alkoholpolitik verfolgt die Bundesregierung keine Verbotspolitik, sondern das Ziel eines verantwortungsvollen Konsums qualitativ einwandfreier alkoholhaltiger Getränke."

So ist es doch auch mit Cannabis, oder ?
JA weil es illegal ist kommen immer mehr streckmittel ins Cannabis zB Blei,glas....
jeder der cannabis konsumieren will kommt auch an cannabis ran..
sie sollten es für den jugendschutz und für die medizin legalisieren
komisch ist...cannabis ist harmloser als Nikotin/Alcohol und sie wollen das nicht verstehen

in ihrer letzten antwort sagen sie das was wir ihnen schon seit monaten sagen..Das Verbot verhindert keine Probleme sondern schafft nur zusätzliche Probleme! Das Cannabisverbot schützt die nicht

Das Cannabis-Verbot kann durch medizinische Argumente nicht gestützt werden." (Dr Nedelmann im Deutschen Ärzteblatt, 27.10.2000)

In den 10 Staaten, die innerhalb der vergangenen 10 Jahre die medizinische Verwendung von Cannabis erlaubt haben, nahm der Cannabiskonsum bei Jugendlichen deutlich ab. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie, die vom Marijuana Policy Project unterstützt und veröffentlicht wurde. Die Autoren Mitch Earleywine, Psychologieprofessor an der Universität von New York, und Karen O´Keefe, ein Rechtsberater des Marijuana Policy Projects, analysierten für ihren Bericht Statistiken des Bundes und der Länder.

Meine Frage:
wieso sind sie immer noch gegen eine Entkriminalisierung von "weichen" Drogen wie Cannabis, Haschisch, Marihuana?
Antwort von Sabine Bätzing
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25.09.2009
Sabine Bätzing
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zum Thema Legalisierung von Cannabis habe ich mich immer wieder in diesem Forum geäußert. Ich kann mich aber gern noch einmal wiederholen:

Cannabis ist keine harmlose Substanz! Vielmehr wird zunehmend auf eine Reihe akuter und langfristiger Beeinträchtigungen durch nichtmedizinischen Cannabiskonsum hingewiesen, die zwar normalerweise gering, bei chronischem Dauerkonsum aber mit größeren Risiken, bis zur psychischen Abhängigkeit, verbunden sind.

Ihrer Anfrage entnehme ich, dass Sie die Cannabispolitik der Bundesregierung kritisch sehen. Ich teile Ihre Auffassung nicht. Denn bei den Jugendlichen ist beim Cannabiskonsum ein rückläufiger Trend festzustellen. Nachdem seit 1979 der Anteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 12 bis 25 Jahren, die mindestens einmal in ihrem Leben Cannabis konsumiert haben, stetig anstieg, ist seit 2004 ein rückläufiger Trend zu verzeichnen. Während es 2004 noch 31,1 % der Jugendlichen und jungen Erwachsenen waren, ist nun die Quote auf 28,3 % gefallen. Das Ziel des Drogen- und Suchtrates, die Quote von Cannabiskonsumenten in der Altersgruppe der 12- bis 25-Jährigen bis 2008 auf unter 28% zu senken, wurde mit 28,3% damit fast erreicht.

Auch die Zahl der regelmäßigen Konsumenten ist rückläufig, die mehr als zehnmal im vergangenen Jahr Cannabis konsumiert haben: Das Ziel des Drogen- und Suchtrates, den Anteil der regelmäßigen Cannabiskonsumenten in der Altersgruppe der 12- bis 25-Jährigen bis zum Jahr 2008 auf unter 3% zu senken, ist mit 2,3% auch hier erreicht worden.

Diese Entwicklungen zeigen, dass wir mit unserer Drogen- und Suchtpolitik auf dem richtigen Weg sind und unsere präventiven Maßnahmen greifen. Um diese positive Entwicklung zu unterstützen, ist es erforderlich, das Beratungs- und Behandlungsangebot in Deutschland für Personen mit regelmäßigem Cannabiskonsum weiterzuentwickeln und auszubauen. Aus diesem Grund fördert das Bundesministerium für Gesundheit eine Reihe von mehrjährigen Projekten, die helfen, wirksame Beratungs- und Behandlungsangebote in die Regelversorgung zu überführen. Dazu gehören unter anderen das Projekt FreD - "Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten", das Cannabisausstiegsprogramm "Quit the Shit" und das Bundesmodellprojekt CANDIS.

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Bätzing
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
23.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Bätzing!

Ich habe 2 Fragen an Sie:

1.)
Kann ich damit rechnen, dass die Fragen, die ich ihnen am 14.4.09 auf abgeordnetenwatch (also vor einem Drittel Jahr) gestellt habe, noch in ihrer Position als Drogenbeauftragte der Bundesregierung beantwortet werden?
2.)
Was halten SIe von der Forderung des Jugendverbandes der SPD, den JuSos, den Hanf legalisieren zu wollen?
Ist das nur inhaltsloses Wahlkampfgerede gerichtet an junge Menschen? Unverantwortlich? Oder ein interessantes Zeichen für vorwärtsgewandte Drogenpolitik?

Mit freundlichen Grüßen, .

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Ihre Frage an Sabine Bätzing
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