Sabine Bätzing (SPD)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Sabine Bätzing
Jahrgang
1975
Berufliche Qualifikation
Diplom-Verwaltungswirtin (FH), Beamtin im gehobenen nichttechnischen Dienst
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Neuwied
Landeslistenplatz
10, Rheinland-Pfalz
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(...) Ich möchte daran erinnern, dass es gute Gründe für einen Cannabisverzicht gibt, ganz gleich, woher das Cannabis stammt. Es ist wissenschaftlich gesichert, dass häufiger Cannabiskonsum mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Gesundheitsstörungen führt. Cannabis schwächt die Immunfunktion der Lunge, macht so anfällig für Infektionskrankheiten und verringert die Fähigkeit der Lunge zur Tumorbekämpfung. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Gesundheit
19.05.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Bätzing.
Heute möchte ich sie fragen : Wie stehen Sie persönlich zum Codex Alimentarius?
Antwort von Sabine Bätzing
1Empfehlung
02.06.2009
Sabine Bätzing
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre -weitere- Anfrage.
Abgeordnetenwatch.de dient meiner Auffassung nach der Kommunikation zwischen Abgeordneten und Bürgern. Ich stehe meinen Bürgerinnen und Bürgern immer Rede und Antwort. Meine Arbeit ist sehr zeitintensiv und ich habe ein Interesse daran, dass ich denjenigen aus meinem Wahlkreis, die ein Anliegen haben, helfen kann, wo mir das möglich ist.

Ich darf Sie darum bitten, mir etwas genauer darzulegen, mit welcher Intention sie Ihre Frage zum Codex Alimentarius stellen. Die reine Abfrage, wie ich zu dieser oder jener Regelung stehe, werde ich bei der riesigen Anzahl an Bundesgesetzen kaum bearbeiten können.

Teilen Sie doch bitte mit, was Sie am jeweiligen Gesetz ärgert, freut oder interessiert, dann werde ich dazu gerne Stellung nehmen. Eine allgemeine Betrachtung von Gesetzen, ohne einen konkreten Bezug kann und werde ich nicht leisten.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Bätzing, MdB
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
22.05.2009
Von:
und

Sehr geehrte Frau Bätzing,

wir haben einen Milchviehbetrieb und sind im letzten Herbst von der Politik sehr enttäuscht worden, weil diese sich für die Ausweitung der Milchquote eingesetzt hat. Dadurch ist es zu dem katastrophal schlechten Milchauszahlungspreis für die Milchbauern gekommen. Wir denken, dass die deutschen Politiker sich eigentlich für die Ernährungssicherheit der Bevölkerung einsetzen müssten. Wenn aber die Existenz von über zwei Dritteln der Milchviehbetriebe auf dem Spiel steht, sind nicht nur bis zu 250.000 Arbeitsplätze (auch im vor- und nachgelagerten Bereich) auf dem Spiel, sondern letzten Endes auch die Ernährungssouveränität der BRD (in 70% aller Lebensmittel ist Milch in irgendeiner Form enthalten). Mit der Arroganz, mit der Frau Merkel letzte Woche mit den verzweifelten Milchbäuerinnen in Berlin umgegangen ist (sie hat sich geweigert mit ihnen zu sprechen, obwohl diese eine Woche lang auf sie gewartet haben), wird die SPD hoffentlich nicht mit den Milchviehhaltern umgehen.
Wie kann Ihrer Meinung nach ein vernüftiger und fairer Milchpreis für Verbraucher und Milchbauern erreicht werden?
Bitte unterstützen Sie unsere Forderung, die Milchproduktion und einen fairen Milchpreis durch ein flexibles europäisches Milchmengensteuerungs-Instrument stabil zu halten.

Eine weitere Frage: Wie stehen Sie zur Gentechnik in der Landwirtschaft?

Mit freundlichen Grüßen

und
Antwort von Sabine Bätzing
8Empfehlungen
25.05.2009
Sabine Bätzing
Sehr geehrte Eheleute ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Die Lage auf dem Markt, in dem sich die einheimischen Milchbauern befinden, ist mir gut bekannt. Ich habe auch in persönlichen Gesprächen bei der Demonstration der Milchbäuerinnen vor dem Kanzleramt die dringenden Hilferufe vernommen.

Man wird davon ausgehen können, dass das Preisniveau wieder ansteigen wird. Leider ist unklar, wann und in welcher Höhe das der Fall sein wird. Und den Milchbauern, die bis dahin Pleite gegangen sind, nützt dies rein gar nichts.

Kurzfristig müssen wir daher alles dafür tun, die Betriebe liquide zu halten. Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat bereits ihr Programm "Liquiditätssicherung" im Rahmen des Förderschwerpunktes Landwirtschaft auch für Milchvieh haltende Unternehmen geöffnet, um so die Liquidität für Milchviehhalter zu sichern. Die Finanzämter sind gehalten, Steuerstundungen und die Ansetzungen der Steuervorauszahlungen kulant zu regeln. Möglich sind auch Bürgschaften in den Fällen, wo sich Banken aus der Finanzierung zurückziehen.

Der Bund stellt in 2009 insgesamt 675 Mio. Euro für die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) zur Verfügung; die GAK bildet den Rahmen für die Agrarförderung der sogenannten "Zweiten Säule" der Politik zur ländlichen Entwicklung. Aufgrund der föderalen Struktur sind in erster Linie die Bundesländer dafür zuständig, die erforderlichen Maßnahmen zur Unterstützung der Landwirte zu entwickeln und umzusetzen.

Die SPD-regierten Länder haben zudem Anfang April zusätzlich zu bereits bestehenden Maßnahmen ein umfangreiches Maßnahmenbündel beschlossen, das insbesondere die Milchviehbetriebe stärken wird. Dazu gehören auch kurzfristig eingeführte zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen.

U. a. wird die Prämie für Agrarumweltmaßnahmen einschließlich der Sommerweideprämie und des Ökolandbaus erhöht.
Im Einzelnen bedeutet dies:
  • die Regelobergrenze für die Ausgleichszulage für Landwirte in benachteiligten Gebieten wird auf bis zu 200 Euro je Hektar erhöht und
  • die Sommerweide-Prämie wird auf 50 Euro je Großvieheinheit angehoben.

Hinzu kommt eine verbesserte Förderung von Investitionen zur Einkommensdiversifizierung für land- und forstwirtschaftliche Betriebe, die mit anderen Partnern im ländlichen Raum kooperieren. Milcherzeuger, die ihre Betriebe bereits auf die Zeit nach dem Ausstieg aus der Milchquote 2015 anpassen wollen, erhalten eine deutlich erhöhte Investitionsförderung. Durch die o.g. Maßnahmen werden umweltschonende Bewirtschaftungsformen stärker gefördert und die multifunktionale Entwicklung des ländlichen Raumes unterstützt.

Wir verbessern aber auch die Investitionsförderung und ziehen sie vor. Dadurch geben wir einen zusätzlichen Konjunkturimpuls. Die Bundesländer erhalten die Möglichkeit, folgende Änderungen ab Mitte 2009 anzuwenden:
  • Anhebung des Fördersatzes für besonders tiergerechte Haltungsverfahren von 30 Prozent auf 35 Prozent;
  • Anhebung des förderfähigen Investitionsvolumens von 1,5 Mio. Euro auf 2,0 Mio. Euro;
  • Aufhebung des Nachweises der Milchquote auch für Milcherzeuger, die ihre Anträge auf Investitionsförderung nach dem 31. Dezember 2006 gestellt haben.

Darüber hinaus werden weitere Änderungen ab 1. Januar 2010 in Kraft treten:
So ist die Anhebung des Fördersatzes für Kooperationen von Landwirten mit anderen
Partnern zur Einkommensdiversifizierung z.B. zur effizienteren Nutzung von Bioenergie geplant. Dieser steigt von derzeit 25 Prozent auf bis zu 35 Prozent.
Die Förderung von Erzeugerzusammenschlüssen, die Qualitätsprodukte erzeugen, wird erleichtert. Der Kreis der Zuwendungsempfänger bei der Förderung von Vermarktungskonzeptionen wird ausgedehnt auf Kooperationen von Erzeugern mit Unternehmen der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse.
Die Obergrenze für die Ausgleichszulage auf ungünstigen Standorten steigt von 180 Euro
auf 200 Euro je Hektar. Die Länder erhalten die Möglichkeit, die Ausgleichszulage auf bestimmten Standorten in Berggebieten und in benachteiligten Gebieten über die Regelobergrenze von 200 Euro je Hektar hinaus anheben zu können.

Wir führen auch zwei neue Agrarumweltmaßnahmen ein. Gefördert werden kann künftig
  • der klimaschonende Anbau von Körnerleguminosen mit bis zu 220 Euro je Hektar und
  • das Anlegen bestimmter Grünland-Schonstreifen mit bis zu 140 Euro je Hektar. Diese Maßnahme ist vorwiegend auf intensive Grünlandstandorte ausgerichtet, für die Extensivierungsmaßnahmen nicht in Frage kommen.

Dass damit nicht alle Probleme beseitigt sein werden, ist uns bewusst. Das Milchüberangebot, welches europaweit besteht, macht es dem Handel möglich, die Preise zu bestimmen.

Wir wollen und können jedoch nicht die Hoffnung wecken, dass es dem Staat gelingen wird, die Probleme des Marktes vollständig zu lösen.

Auch in der Vergangenheit haben staatliche Maßnahmen immer nur einen begrenzten Effekt gehabt. Dennoch sind sicherlich weitere Maßnahmen notwendig.

Von Bundesministerin Ilse Aigner (CSU) und der EU-Kommission fordern wir geeignete Maßnahmen zur kurzfristigen Belebung der Binnennachfrage. Der Ausbau des EU-Schulmilchprogramms und die zeitlich befristete Gewährung von Verarbeitungsbeihilfen für Milchprodukte stehen auf unserer Forderungsliste.

Ich wünschte, Ihnen eine kurzfristige Lösung anbieten zu können. Stattdessen muss ich sie darauf vertrösten, dass wir im Rahmen des Machbaren jedem Betrieb helfen wollen.

In Rheinland-Pfalz bietet das Wirtschaftsministerium mit der Koordinierungsstelle Unternehmenshilfe und Beschäftigungssicherung einen Gesprächspartner "aus einer Hand" an, der jedem Betrieb die richtigen Ansprechpartner für seine Probleme benennt.

Sie erreichen die Hotline unter 06131 16 2777.

Gerne stehe ich auch immer für ein persönliches Gespräch mit Ihnen und/oder Ihrem Verband bereit.
Wenn dies gewünscht ist, rufen Sie meine Mitarbeiterin Gaby Wirtz unter 02689 92 99 20 an und vereinbaren Sie einen Termin.

Ich unterstütze die Initiative gentechnikfreier Westerwald.

Mit freundlichen Grüßen


Sabine Bätzing, MdB
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Frage zum Thema Gesundheit
23.05.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Bätzing,

Deutschland ist unerklärlicherweise immer noch Schlusslicht in der Bekämpfung der Tabakseuche.

Grundschulkinder, die sich Süßigkeiten im Kiosk kaufen, werden von einem Wand füllenden Tabakwaren-Display im Laden begrüßt.

Mehrere Länder haben diesem Übel einen Riegel vorgeschoben, bzw. werden dies in naher Zukunft tun.

In Irland - so beschloss es ein Gesetz - werden ab Juli d. J. solche Displays verboten.

Mir ist schon klar, das die Tabakmafia - Reemtsma, Phillip Morris, Altria etc. großen Einfluss auf die Bundesregierung ausüben - um es freundlich auszudrücken.

Es kann aber nicht sein, bei allem gesicherten Wissen, über die
Gefährlichkeit des Tabaks und die Gefährlichkeit der Industrie, die diese Produkte verkauft, die Schleichwerbung für das Rauchen ungehindert weitergeht.

Ich frage Sie, werden Sie dafür sorgen, dass die Displays in Kiosken und Supermärkten in Deutschland verschwinden?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Sabine Bätzing
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29.07.2009
Sabine Bätzing
Sehr geehrter Herr ,

die Reduzierung des Tabakkonsums ist in Deutschland auf einem guten Weg. Die Raucherquote bei Jugendlichen in Deutschland sinkt weiter. Nach den neuesten Zahlen der Repräsentativerhebung "Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter jungen Menschen im Alter von 12-25 Jahren ist der Raucheranteil bei den Minderjährigen 2008 auf den niedrigsten Stand seit 1979 gesunken. Ich denke, dies ist ein großer Erfolg, auf dem man aufbauen kann. Ein wichtiger weiterer Schritt zur künftigen Verringerung des Angebots und der Nachfrage nach Tabakwaren in Deutschland ist die Unterzeichnung der Framework Convention on Tobacco Control (FCTC), die auch Empfehlungen bezüglich der Werbung am Verkaufsort enthät. In Deutschland hat für mich aber die Einführung von bildgestützten Warnhinweisen und ein Verbot der Plakataußenwerbung von Tabakprodukten Priorität.

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Bätzing
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
25.05.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Bätzing,

warum beantworten Sie nicht die Frage von Herrn Steldinger und 5500 interessierten Bürgern?

Meinen Sie, das Totschweigen und sich immer wieder auf die alten, längst wiederlegten Antworten beziehen dauerhaft die Legalisierungsbewegung von Cannabis stoppt?

Sind Sie der Meinung, Sie hätten in der letzten Legislatur einen guten Job gemacht?

mfg,

Antwort von Sabine Bätzing
bisher keineEmpfehlungen
03.08.2009
Sabine Bätzing
Sehr geehrter Herr ,

nachdem ich die Frage von Herrn Steldinger beantwortet habe, will ich Ihnen die Antworten auf Ihre verbliebenen Fragen nicht schuldig bleiben.

Dass gesundheitliche und soziale Risiken beim Dauergebrauch von Cannabis bestehen, ist wissenschaftlich erwiesen und kann nur bestritten werden, wenn man diese Erkenntnisse beharrlich ausblendet. Als Drogenbeauftragte ist es aber eine meiner wichtigsten Aufgaben darauf hinzuwirken, dass Risiken durch Substanzgebrauch und gesundheitliche Folgeschäden vermieden oder gelindert werden. Ich habe in meiner bisherigen Amtszeit viele Menschen kennengelernt, deren Gesundheit und deren Leben durch Drogengebrauch erheblich beeinträchtigt wurden und die ihre anderen Möglichkeiten im Leben nicht ausgeschöpft haben. Daher weise ich gerne und immer wieder auf mögliche Risiken hin, damit Menschen sich informiert entscheiden können, wie sie ihr Leben gestalten wollen. Ich habe mich in verschiedenen Bereichen der Drogen- und Suchtarbeit engagiert, um gesundheitliche, psychische und soziale Schäden zu vermeiden oder zu verringern. Auch der gesellschaftliche Umgang mit Tabak, Alkohol, illegalen Drogen, aber auch zu Medikamenten, Glücksspiel und anderen Suchtproblemen ist insgesamt kritischer geworden. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass der Konsum psychoaktiver Substanzen eine Lebensrealität ist und in geringem Umfang und eingebettet in soziale Kompetenzen auch nicht dämonisiert werden soll. Deshalb denke ich, dass ich tatsächlich einen guten Job gemacht habe.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Bätzing
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Frage zum Thema Gesundheit
29.05.2009
Von:

Sehr geehrte Fr. Bätzing,

kommenden Sonntag (31.05) ist Weltnichtrauchertag und sie haben schon im Vorfeld durch einige Aktionen/Stellungnahmen auf sich aufmerksam gemacht.

Wann schafft der Gesetzgeber endlich eine Möglichkeit, dass man gegen uneinsichtige, rauchende Nachbarn (z.B. auf dem Balkon) vorgehen kann?

Es wird gern argumentiert, dass dies wegen Art. 13 Abs. 1 GG - Unverletzlichkeit der Wohnung - nicht möglich sei.
Es wäre interessant zu erfahren, wer so argumentiert?

Was ist aber mit Art. 2 Abs. 2 des GG - körperliche Unversehrtheit? Welcher Artikel hat eigentlich eine größere Bedeutung? Erkennt man dies nicht schon an seiner Stellung (Reihenfolge) im Grundgesetz? Was nützt mir die Unverletzlichkeit der Wohnung, wenn ich zwischenzeitlich an den Folgen des Passivrauchens gestorben bin?

An Ihrer Stellungnahme wäre ich sehr interessiert.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Sabine Bätzing
4Empfehlungen
23.07.2009
Sabine Bätzing
Sehr geehrter Herr ,

auch ich bin der Auffassung, dass der Nichtraucherschutz im privaten Bereich stärker beachtet werden sollte. Dies gilt besonders gegenüber Kindern und Jugendlichen. Auch im privaten Umfeld muss der Nichtraucherschutz selbstverständlich werden. Ich habe mich bereits mehrfach öffentlich dafür ausgesprochen, dass Eltern wegen der Gefahren des Passivrauchens nicht in Anwesenheit von Kindern rauchen sollten, insbesondere nicht in Autos oder Wohnungen, in denen die Passivrauchbelastung besonders hoch ist.

Die gleiche Rücksichtnahme sollte man eigentlich auch von Nachbarn erwarten, wenn sich Nichtraucher aus guten Gründen durch die Rauchbelastung beeinträchtigt fühlen. Aus Ihren Worten schließe ich, dass Sie bereits das Gespräch mit Ihren Nachbarn gesucht haben; scheinbar ohne Erfolg. Eine weitere Möglichkeit ist, Ihren Vermieter einzubeziehen. Denn was das Rauchen in Wohnungen betrifft, handelt sich um eine privatrechtlich zu regelnde Angelegenheit. Eine gesetzliche Regelung wie ein Rauchverbot in Privatwohnungen oder Balkonen ist aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht möglich.

Sollten Sie keine Lösung des Problems finden, empfehle ich Ihnen, sich an eine Nichtraucherinitiative zu wenden, denen Ihr geschildertes Problem durchaus bekannt ist. Die Nichtraucherinitiative Deutschland e.V. beschäftigt sich zum Beispiel intensiv mit dem Thema Rauchen in Privatwohnungen, siehe www.nichtraucherschutz.de < www.nichtraucherschutz.de > .

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit den Informationen behilflich sein konnte.

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Bätzing
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Ihre Frage an Sabine Bätzing
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