Rosa Grünstein (SPD)
Abgeordnete Landtag Baden-Württemberg

Grunddaten
Geburtstag
24.08.1948
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wohnort
-
Wahlkreis
Schwetzingen
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(...) Ja, es stört mich als Sozialdemokratin, dass angestellte Lehrer oft schlechter bezahlt werden, als ihre verbeamteten Kollegen, obwohl beide dieselbe Arbeit machen. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Finanzen
14.12.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Grünstein,

mit Befremden habe ich die Pläne der Landesregierung zur Kenntnis genommen, das Tarifergebnis im Öffentlichen Dienst nicht auf die Landesbeamten/innen zu übertragen und obendrein noch weitere Verschlechterungen vorzunehmen. Ich möchte hier nicht die genügend bekannten Argumente wiederholen, die Ihnen aus den Schreiben und Gesprächen von und mit den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes bekannt sind.
Ich möchte Sie fragen: Wie stehen Sie als Mitglied einer der Regierungsfraktionen zu dieser Ungleichbehandlung? Was werde Sie tun, um die Ungleichbehandlung der Beamten abzuwenden?

Freundliche Grüße
Antwort von Rosa Grünstein
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16.12.2011
Rosa Grünstein
Sehr geehrter Herr ,

ich frage mich, von welcher Ungleichbehandlung Sie überhaupt reden?

Reden Sie von der Ungleichbehandlung von kleinen und gehobenen bzw. höheren Beamten? Also davon, dass der Tarifabschluss für Angestellte im öffentlichen Dienst, zwar nicht sofort, aber sozial gestaffelt für Beamte der Besoldungsgruppe A5 bis A10 zwei Monate und für die übrigen Beamten sieben Monate später übernommen wird?

Oder meinen Sie die Ungleichbehandlung von Angestellten und Beamten allgemein? Sie wissen doch sicher, dass zum Beispiel angestellte Lehrer oft wesentlich weniger verdienen, als ihre verbeamteten Kollegen.

Wie Sie sicher auch wissen, hat die schwarz-gelbe Vorgängerregierung einen Haushalt mit erheblichen Fehlbeträgen hinterlassen und allein die Verschiebung der Besoldungs- und Versorgungsanpassung um wenige Monate, bringt eine einmalige Einsparung von rund 100 Millionen Euro.

Mit freundlichem Gruß
Rosa Grünstein
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Frage zum Thema Finanzen
16.12.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Grünstein,

offensichtlich hätte ich die Argumente, die Ihnen bekannt sein dürften, noch einmal wiederholen sollen. Was ich hiermit tue:
Die amtierende Landesregierung hat noch im Juni 2011 zugesagt die von der vohergehenden Regierung zugesagte Besoldungsanpassung durchzuführen. Stattdessen wird die Anpassung für zwei bis fünf Monate hinausgeschoben. Ferner soll es Verschlechterungen bei der Beihilfe geben.
Ich darf Sie daran erinnern, dass solche Anpassungsverschiebungen bereits in der Vergangenheit statgefunden haben. Von einer realen Lohnsteigerung, egal in welcher Gehaltsgruppe, kann man in den letzten 10 bis 15 Jahren nicht sprechen. Stattdessen haben die Versorgungsempfänger seit 2003 einen 10%igen Rückgang ihrer Pensionen hinzunehmen, auch rückwirkend!
zu Ihrem Argument "..angestellte Lehrer oft wesentlich weniger verdienen als ihre verbeamteten Kollegen." Meinen Sie die Angestellten im Schulbereich, die nur kurzfristige Verträge haben? Oder diejenigen mit prekären Verträgen?
Warum gibt es überhaupt diese Unterscheidung zwischen Angstellten und Beamten im Schuldienst? Das liegt doch auch daran, dass vorhergehende Landesregierungen sich vor einer ausreichenden Lehrerversorgung gedrückt haben und die Lücken mit (kündbaren oder befristeten) Angestelltenverträgen zu füllen versuchten.
Die von Ihnen erwähnte Einsparung im Landeshaushalt kann nicht dauernd auf dem Rücken von Staatsbediensteten ausgetragen werden!
Ihr Hinweis auf die Hinterlassenschaft der Vorgängerregierung betrachte ich als Totschlagargument. Die Ursachen für die Defizite in Bundes-und Landeshaushalt liegen woanders.
Meine Frage:
Welche anderen gesellschaftlichen Gruppen werden zur Beteiligung an den Eisparung noch herangezogen? Welche Subventionen für Landwirtschaft und Industrie fallen weg?

Freundliche Grüße
Antwort von Rosa Grünstein
1Empfehlung
20.12.2011
Rosa Grünstein
Sehr geehrter Herr ,

die Hinterlassenschaften der Vorgängerregierung sind kein einfaches Totschlagargument, sondern ein Fakt.

Um gleich auf ihre Frage zu kommen, welche gesellschaftlichen Gruppen zu den Einsparungen noch herangezogen werden: allein in dem von Ihnen genannten Bereich Landwirtschaft, werden die unterschiedlichsten Subventionen und Förderprogramme um insgesamt rund 17,5 Millionen Euro gekürzt.

Aber lassen Sie uns kurz nochmal beim Thema angestellte Lehrer bleiben: ich rede von Lehrern die nicht verbeamtet wurden, weil sie zum Beispiel zu alt für eine Verbeamtung sind oder deren Notendurchschnitt am Ende des Studiums nicht für eine Verbeamtung reicht. Ich rede von angestellten Lehrern, die die selbe Arbeit machen wie ihre verbeamteten Kollegen, die aber gleichzeitig wesentlich geringer entlohnt werden.

Übrigens, wussten Sie eigentlich, dass Landesbeamte in Baden-Württemberg wesentlich besser verdienen als viele ihrer Kollegen in anderen Bundesländern? Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Ein Landesbeamter der Besoldungsgruppe A13 bekommt in Baden-Württemberg 4.296,11 Euro. Der selbe Landesbeamte (Besoldungsgruppe A13), mit dem selben Tätigkeitsprofil, würde in Hessen 4.066,41 Euro, in Bayern 4.149,48 Euro, in NRW 4.083,61 Euro, in Rheinland-Pfalz 4.196,14 oder in Sachsen 4.104,76 Euro bekommen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen und wünsche Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und verbleibe

mit freundlichem Gruß

Rosa Grünstein
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
31.12.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Grünstein,

ich bin kein Bürger Baden-Württembergs, aber vielleicht beantworten Sie mir meine Fragen ja trotzdem. Eigentlich wollte ich mich an den Fraktionsvorsitzenden wenden, leider beantwortet dieser Bürgerfragen nur sehr begrenzt hier bei abgeordnetenwatch.

In der "Südwest-Presse" war unlängst zu lesen, dass die SPD Baden-Württemberg ein Verbot es sportlichen Großkaliberschießens fordert.

Herr Minister Gall liess über seinen Sprecher Herrn Loos ausrichten, man sehe - so wörtlich- "keinen Mehrwert durch Großkaliberschießen". Kleinkaliber würden ausreichen.

Quelle:
www.swp.de

In meine Fragen geht es aber NICHT um Waffen. Es geht vielmehr ums Prinzip.

1.) Ist es aus Sicht der SPD Baden-Würtemberg zwingend erforderlich, dass die Politik in jedem Handeln bzw. in jeder Tätigkeit und Beschäftigung der Bevölkerung einen "Mehrwert" erkennt?

2.) Wie defenieren Sie "Mehrwert" genau?

Mit freundlichen Grüßen!

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Frage zum Thema Arbeit
05.01.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Grünstein!

Auf die von Herrn Axel Bernick am 16.12.2011 gestellten Fragen schreiben Sie in Ihrer am 20.12.2011 erfolgten Antwort, Zitat Frau MdL Rosa Grünstein:

"Aber lassen Sie uns kurz nochmal beim Thema angestellte Lehrer bleiben: ich rede von Lehrern die nicht verbeamtet wurden, weil sie zum Beispiel zu alt für eine Verbeamtung sind oder deren Notendurchschnitt am Ende des Studiums nicht für eine Verbeamtung reicht. Ich rede von angestellten Lehrern, die die selbe Arbeit machen wie ihre verbeamteten Kollegen, die aber gleichzeitig wesentlich geringer entlohnt werden."

www.abgeordnetenwatch.de

Leider kann ich nicht aus Ihrer Antwort erkennen, was Sie damit sagen wollen?

Frage 1:

Was wollen Sie mit Ihrem Hinweis auf die benannten Einkommensunterschiede zwischen angestellten und verbeamteten Lehrern als SPD-Politikerin eigentlich bezwecken?

Frage 2:

Wollen Sie den Status quo dieser Einkommensunterschiede als sinnvolle Normalität gutheißen?

Frage 3:

Oder befremdet es Sie es als sozialdemokraische Politikerin nicht sehr, dass es im Dienste des Landes Baden-Württemberg angestellte Lehrer gibt, "die die selbe Arbeit machen wie ihre verbeamteten Kollegen, die aber gleichzeitig wesentlich geringer entlohnt werden." ?

Sollte Sie das nicht so sehr stören, erlaube ich mir...

Frage 4:

Was hätte eine solche Einstellung mit sozialdemokratischen Prinzipien zu tun?

Falls Sie bezogen auf den mit Frage 3 angesprochenen Sachverhalt
Ihr Befremden ausdrücken möchten, gestatte ich mir...

Frage 5:

Wären Sie bereit, sich für eine Aufhebung bzw. zumindest deutliche Minderung des besagten Unterschiedes in der Besoldung zwischen angestellten und verbeamteten Lehrern einzusetzen?

Frage 6:

Wäre es aus pädagogischen und sozialen Gründen nicht sinnvoller und menschlicher,
allen Lehrern eine langfristig angelegte und fair besoldete Beschäftigung zu bieten?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Rosa Grünstein
bisher keineEmpfehlungen
10.01.2012
Rosa Grünstein
Sehr geehrter Herr ,

Zu Ihrer ersten Frage:

Meine Antwort auf die zweite Frage von Herrn ist vor dem Hintergrund seiner ersten Frage, den momentanen Beamtenproteste sowie seinen Ausführungen zu "Ungleichheit" zu verstehen.

Zu Ihrer zweiten Frage:

Nein. Weder finde ich die Einkommensunterschiede zwischen verbeamteten und angestellten Lehrern sinnvoll, noch möchte ich diese gutheißen. Ich bin der Ansicht, dass Menschen, die die gleiche Arbeit machen, auch gleich entlohnt gehören.

Zu Ihrer dritten Frage:

Ja, es stört mich als Sozialdemokratin, dass angestellte Lehrer oft schlechter bezahlt werden, als ihre verbeamteten Kollegen, obwohl beide dieselbe Arbeit machen.

Zu Ihrer fünften und sechsten Frage:

Ja.


Mit freundlichen Grüßen

Rosa Grünstein
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
19.03.2012
Von:

Moin!

Laut den Stuttgarter Nachrichten www.stuttgarter-nachrichten.de möchte die Deutsche Bahn während der nächsten Sitzung des Stuttgart-21-Lenkungskreises Mehrkosten in dreistelliger Millionenhöhe ankündigen. Es liegt auf der Hand, dass danach auch geklärt werden muss, wer für diese Mehrkosten aufkommt. Würden Sie einer weiteren Beteiligung des Landes an der Finanzierung von Stuttgart 21 zustimmen?

Ich danke im Voraus für die Antwort.

Antwort von Rosa Grünstein
bisher keineEmpfehlungen
20.03.2012
Rosa Grünstein
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Email. Ich bin, wie sie sicherlich wissen, kein Mitglied des Lenkungskreises, insofern sind mir diesbezüglich keine Informationen bekannt. Aber unabhängig davon würde ich einer weiteren Finanzierung des Landes nicht zustimmen.

Mit freundlichem Gruß
Rosa Grünstein
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