Reinhard Schultz (SPD)
Kandidat Bundestagswahl 2005
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Reinhard Schultz
Jahrgang
1949
Berufliche Qualifikation
Geschäftsführer
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
-
Wahlkreis
Warendorf
Ergebnis
38,0%
Landeslistenplatz
21, Nordrhein-Westfalen
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Frage zum Thema Bürgerrechte
02.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Schultz,

vor einigen Wochen hat Herr Schröder geäußert, keinesfalls mit der WASG/PDS zu koalieren.
In sämtlichen Presseveröffentlichungen der letzten Tage wird aber immer eine rechnerische Prozentzahl von Rot-Rot-Grün gegenüber Schwarz-Gelb gestellt.
Können Sie heute für die SPD eine solche Koalition noch ausschließen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Reinhard Schultz
bisher keineEmpfehlungen
14.09.2005
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich nachfolgend gerne beantworte.

Botschaften, die wir immer und immer wieder hören, übernehmen wir meist als eine wahre Aussage, ohne dass wir den Wahrheitsgehalt dieser Aussage überprüfen. Mit diesem suggestiven Mittel versuchen derzeit sowohl Teile der Presse als auch CDU/CSU und FDP bei den Wählern den Eindruck zu erwecken, dass die SPD mit der WASG/PDS koalieren würde. Das ist allerdings pure und recht verzweifeflt wirkende Verleugnungspolitik, um unentschlossene Wähler "abzuschrecken". *Ich kann Ihnen versichern, dass für die SPD eine Koalition mit der WASG/PDS ausgeschlossen ist.*

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Schultz
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Frage zum Thema Bürgerrechte
02.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Schulz,

wie ich stehen Millionen Wähler vor der Frage, wem sie ( ihre Stimme an- ) vertrauen sollen.

Politiker aller Parteien überschlagen sich in Bekentnissen zum Wirtschaftswachstum, Steuervereinfachungen etc. etc. Macht eine Partei einen Vorschlag, sind die Abgeordneten der anderen Partei dagegen. Der gleiche Vorschlag taucht dann leicht modifiziert später bei der anderen Seite auf; das Spiel läuft dann umgekehrt. Stimmen die Abgeordneten der CDU mit ja, stimmen die der SPD mit nein und umgekehrt. Dazu brauchte man nicht mehrere hundert Abgeordente; die Stimmen können gleich prozentual verteilt werden.

Als Wähler habe ich den Eindruck, dass es in erster Linie um Macht geht. Das Wohl Deutschlands und der Wähler scheint da ein untergeordnete Rolle zu spielen.

Frage: Was machen Sie persönlich mit meiner Wählerstimme? Bei welchen Abstimmungen haben Sie in der Vergangenheit im Interesse der Sache und gegen Ihre eigene Partei gestimmt?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Reinhard Schultz
bisher keineEmpfehlungen
16.09.2005
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Mail vom 02. September 2005, die ich gerne beantworte.

Sie haben recht, alle Parteien wollen Wirtschaftswachstum,
Steuervereinfachungen ect.. Allerdings unterscheidet die Parteien - und
das zum Teil gravierend - der Weg, den sie gehen, um diese Ziele zu
erreichen. Der Weg ist das Ziel. Die entscheidenden Fragen sind, wollen
Sie ein Wirtschaftswachstum das sozialverträglich ist, wollen Sie
Steuervereinfachungen, die gerecht sind und Besserverdienende nicht
bevorzugen? Dann sollten Sie SPD wählen und mir Ihre Stimme anvertrauen.
Als Abgeordneter im Bundestag sehe ich mich als Sprachrohr meiner
Wähler, daher stehe ich ihnen als direkter Ansprechpartner zu Verfügung
und setze mich konkret für ihre Belange ein. Das ist für mich wichtig
und wenn mir der Status "Abgeordneter des Deutschen Bundestages" dabei
hilft, dass ein Bürger meines Wahlkreises endlich eine Knieprothese
erhält oder Finanzierungen für örtliche Projekte durchzusetzen, dann
finde ich das gut. Wäre es Gerhard Schröder oder der
SPD-Bundestagsfraktion um Macht gegangen, dann stünden wir jetzt nicht
vor Neuwahlen.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Schultz
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