Rainer Hinderer (SPD)

Grunddaten
Jahrgang
1962
Berufliche Qualifikation
Dipl.-Sozialarbeiter
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Landtags
Wohnort
Heilbronn
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(...) Die Fragen, die mich als Landespolitiker, also als richtigen Abgeordneten, erreichen, beantworte ich natürlich auch weiterhin gerne.
Ich bin übrigens sicher: die Kommunalpolitiker, denen der Austausch mit dem Bürger wichtig ist, die schaffen das auch ohne Abgeordnetenwatch. Bei den anderen (die soll es ja auch geben…) hilft auch eine solche Plattform nichts. (...)
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
18.02.2012
Von:

Hallo Herr Hinderer,

Am 03.02.2012, auf www.buga2019.com kann man lesen, dass die Stadt Heilbronn eine höhere Bürgerbeteiligung beim Projekt Bundesgartenschau anstrebt.
"Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach hofft auf eine hohe Beteiligung: Zentral für die Vorbereitung der Bundesgartenschau und des Neckarbogens ist ein intensiver Dialog zwischen Bevölkerung, Gemeinderat und Stadtverwaltung. Ein wichtiges Element hierbei ist diese repräsentative Befragung"
Wie stehen Sie zur Bürgerbeteiligung? Soll nach Ihrer und auch der Meinung Ihrer Fraktion eine Transparenz der Kosten geschaffen werden, um dem Bürger nahe zu bringen was die Stadt Heilbronn diese Bundesgartenschau kostet und wie diese Kosten finanziert werden?
Für welche Infos stehen Sie ein, die dem Bürger zukommen sollten um eine ernsthafte Diskussionsgrundlage mit Bürgerbeteiligung zu schaffen?

MfG
Illenseer
Antwort von Rainer Hinderer
bisher keineEmpfehlungen
01.03.2012
Rainer Hinderer
Sehr geehrter Herr Illenseer,

vielen Dank für Ihre Anfrage und ich freue mich besonders über Ihr Interesse an der Bundesgartenschau. Die Buga Heilbronn 2019 wird eines, wenn nicht sogar das große Thema der nächsten Jahre in unserer Stadt sein. Ich freue mich, dass wir damit auch die Chance bekommen unsere Stadt weiterzuentwickeln und teilweise neu zu gestalten.

Bürgerbeteiligung ist hierbei für mich ein ganz zentraler Punkt. Schließlich werden die Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, langfristig große Auswirkungen auf Heilbronn haben. Die angelaufene Bürgerbefragung von der Sie sprechen ist dabei ein Element. Die anstehenden Themenwerkstätten sind ein weiteres Element beim Dialog zwischen Bürgerschaft, Gemeinderat und Stadtverwaltung. Dieser Beteiligungsprozess wird sich hoffentlich während des gesamten Zeitraums bis 2019 fortsetzen, ich werde mich hierfür einsetzen.

Das Thema Finanzen steht demnächst auf der Tagesordnung. Noch ist nicht gänzlich klar, welche finanziellen Mittel die Stadt aufbringen kann und auch die Höhe der Zuschüsse seitens des Landes ist noch offen. Wenn diese Punkte abschließend geklärt sind, kann ich Ihnen zu diesem Bereich Näheres mitteilen.

In Puncto Information an die Bürger bin ich um ein maximal mögliches Maß an Transparenz bemüht. Ich denke auch, dass wir hier mit der Geschäftsstelle der Buga Heilbronn 2019 GmbH eine gute Anlaufstelle haben. Die Ausstellung im DP12 und auch der Infocontainer auf dem künftigen Gartenschaugelände sind hierbei gute Beispiele. Für detaillierte Fragen können Sie sich auch gerne direkt an die Buga GmbH wenden, meiner Erfahrung nach sind die Mitarbeiter dort sehr kompetent und offen.

Für weitere Fragen und auch Anregungen können Sie sich gerne an mich (info@rainer-hinderer.de) wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Rainer Hinderer MdL
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
14.03.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Hinderer,

vielen Dank für Ihre informative Antwort, so stelle ich mir einen Stadtrat vor der für seine Bürger ein offenes Ohr hat!
Folgende Antwort habe ich von Ihrem Kollegen Strobel erhalten der mir zum Ausdruck bringt, dass eine öffentliche Bürgerinformation seitens der CDU nicht gewünscht ist.
Wie stehen Sie zu so einem Verhalten, zumal er auch in Ihrem Namen bzw. dem Ihrer Fraktion spricht?

Antwort von Herrn Strobel:
Die Gemeinderäte der Fraktionen von CDU, SPD, FDP, GRÜNE und FWV sind sich darin einig, sich nicht an der Internetplattform "abgeordnetenwach.de" zu beteiligen, da sie ehrenamtliche Stadträte und keine Abgeordneten sind. Selbstverständlich stehen sie persönlich, telefonisch oder per E-Mail für Bürgeranfragen jederzeit zur Verfügung. Die entsprechenden Daten sind über www.gemeinderat-heilbronn.de zu erfahren.

MfG
Antwort von Rainer Hinderer
bisher keineEmpfehlungen
19.03.2012
Rainer Hinderer
Sehr geehrter Herr ,

es ist richtig, dass sich die Fraktionen im Gemeinderat einstimmig dazu entschieden haben, keine Fragen bei Abgeordnetenwatch zu beantworten. Das hat einen ganz einfachen Grund: Abgeordnetenwatch bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, ihre Abgeordneten, die oft für große Wahlkreise und viele Kommunen zuständig und viel unterwegs sind (Sitzungswochen), direkt zu befragen. Gemeinde bzw. Stadträte agieren in viel kleineren Bereichen, also in einer Kommune oder - bei größeren Städten - als Vertreter ihres Stadtteils oder Bezirks, sie sind in der Regel in Vereinen und Initiativen aktiv und man trifft sie beim Einkaufen, im Theater oder beim Sport und kann sie dort ansprechen.

Wir von der SPD-Fraktion bieten zudem vor jeder Fraktionssitzung eine Sprechstunde an, zu der man vorbeikommen oder anrufen kann. Das heißt, es gibt ausreichend Gelegenheit zur direkten Kommunikation, die es bei Landtags- oder Bundestagsabgeordneten nicht immer gibt. Deswegen finden wir eine Plattform wie Abgeordnetenwatch bei Kommunalpolitikern nicht nötig.

Dazu kommt noch, dass Stadträte ehrenamtlich tätig sind. Viele haben zusätzlich zum kommunalen Mandat einen Vollzeitjob und weitere Ehrenämter, so dass vielen auch einfach die Zeit fehlt, zusätzlich zu dem, was sie bisher schon leisten (auch beim Austausch mit den Bürgern) noch Fragen bei Abgeordnetenwatch zu beantworten. Zumal wir einfach dort eingespeist wurden, ohne vorher gefragt zu werden. Auch kein besonders guter Stil.
Mich können Sie wie gesagt persönlich, telefonisch, per Email, über meine Homepage oder auch per Facebook einfach und mit kurzen Rücklaufzeiten erreichen. Deswegen habe auch ich mich entschieden, Fragen, die einen rein kommunalen Bezug haben, bei Abgeordnetenwatch nicht zu beantworten. Die Fragen, die mich als Landespolitiker, also als richtigen Abgeordneten, erreichen, beantworte ich natürlich auch weiterhin gerne.
Ich bin übrigens sicher: die Kommunalpolitiker, denen der Austausch mit dem Bürger wichtig ist, die schaffen das auch ohne Abgeordnetenwatch. Bei den anderen (die soll es ja auch geben…) hilft auch eine solche Plattform nichts.

Beste Grüße

Rainer Hinderer

Anmerkung der Redaktion:
Der Aufwand für die Teilnahme an abgeordnetenwatch.de hält sich auch für Kommunalpolitikerinnen und -politiker in Grenzen. Insgesamt bekommen die Politiker in Heilbronn durchschnittlich nicht mal eine Frage im Monat über abgeordnetenwatch.de. Doppelte Fragen werden durch die öffentliche Beantwortung sogar vermieden. Wir können die angeführte Argumentation daher nicht nachvollziehen und werden abgeordnetenwatch.de für Heilbronn fortführen, denn abgeordnetenwatch.de ist kein Ersatz für Bürgergespräche oder persönlichen Kontakt, sondern eine Ergänzung.

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Frage zum Thema Umwelt
29.03.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Hinderer,

mich interessiert, was Sie als Gemeinderat/Stadtrat tun werden, um die eklatanten Überschreitungen der Feinstaubgrenzwerte (und auch NOx) in Heilbronn einzudämmen, die durch Planung(sfehler) der Stadtbahn Nord über die Allee, sowie das Fällen der letzten Alleebäume noch verschäft wurden bzw. werden.

Kann es den Betroffenen zugemutet werden, krebserregende Partikel, wie PM 2,5 dauerhaft einzuatmen?

Weshalb hinkt Heilbronn als trauriges Beispiel Jahre hinterher? ...

www.heise.de
und
www.verkehrswende-hn.de

...und nimmt weiterhin schwere Erkrankungen bis zum Tod in Kauf, bevor man sich traut, den Straßenverkehr in notwendigem Maß zu beschneiden?
(hier auch Baufahrzeuge ohne Filter!)

Weshalb wird kein PM 2,5 gemessen?
Befürchtet man, daß es dabei noch weitaus höhere Überschreitungen gibt (und es von der EU eins auf den Deckel gibt)?

Mit der Bitte um Beantwortung meiner Fragen bevor ich einen Lungenschaden davon trage, verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

M.

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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
14.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Hinderer,

mich würde interessieren, wie Sie das sehen:
gemeinderat.stadt-heilbronn.de

Zitat:
"Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit der ZEAG die Bürgerenergie Heilbronn GmbH & Co. KG zu gründen. Modifizierend vom Beschluss des Gemeinderates vom 18.11.2010 (Punkt 1.7) werden die städtischen Dachflächen nicht allen Interessenten, sondern vorrangig der zu gründenden Bürgerenergie Heilbronn GmbH & Co. KG zur Verfügung gestellt."

Wie unabhängig kann ein Unternehmen wie die ZEAG sein (quasi EnBW-Tochter) um die beschlossenen Klimaschutzziele -mit echter Bürgerbeteiligung, die diesen Namen verdient- im vorgegebenen Rahmen zu erreichen?

Und zwar ohne den Teufel CO² mit dem Belzebub Atomkraft auszutreiben? (nebst weiterer Atommüllproduktion und GAU-Potential)

Ist es hinnehmbar (auch unter wettbewerbs- und/oder urheber- bzw. kartellrechtlichen Überlegungen), daß ganz offensichtlich das erfolgreiche Konzept der EnerGeno abgekupfert wird und noch dazu der Zugang zu städtischen Dachflächen verboten werden soll?

Ich sehe das als einen Frontalangriff auf alles, was unabhängige Bürgerinnen und Bürger erreicht haben, die aufrichtig für den Atomausstieg kämpfen. Dezentrale regenerative Energieversorgung in Bürgerhand würde dadurch torpediert.

Wird Ihre Fraktion einen Gegenantrag stellen?

...um der lange zuvor gegründeten EnerGeno Heilbronn-Franken die nötige Planungssicherheit zu garantieren? (Zugang zu städtischen Einrichtungen (Dachflächen) Immerhin hat hier eine Vielzahl unabhängiger Genossen im Vertrauen auf die erfolgreiche Umsetzung nachhaltiger und transparenter Projekte (auch unter Berücksichtigung der sozialen Komponente) investiert.

Mit regenerativen Grüßen
M.

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