Prof. Dr.Dr. Thomas Sternberg (CDU)
Abgeordneter Landtag NRW 2005-2010
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Prof. Dr.Dr. Thomas Sternberg
Geburtstag
20.04.1952
Berufliche Qualifikation
Diplom in Germanistik und Kunstgeschichte, Lic. theol.
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Direktor i.K. der Katholisch-Soziale Akademie Franz-Hitze-Haus in Münster
Wohnort
Münster
Wahlkreis
Münster II , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
44,2%
Landeslistenplatz
-
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(...) Es werden sowohl Plätze in stationären Pflegeinrichtungen für bedürftige Menschen gefördert als auch neue Wohnformen mit integrierten Betreuungsangeboten je nach dem Bedarf der Menschen, die in diesen Wohngemeinschaften leben. Für Investoren, die sich für den sozialen Wohnungsbau entschließen, um nicht mehr sanierungsfähige Gebäudebestände zu ersetzen, gibt es seit diesem Jahr sogar die Möglichkeit einer Abrissförderung. Auch in diesem Jahr stehen wieder 1 Milliarde Euro für die Förderung von sozialem Wohnraum zur Verfügung. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Soziales
27.04.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Prof. Dr.Dr. Sternberg,

im Hinblick auf Ihren Flyer "ROT-ROT-DROHT!" möchte ich Ihnen eine Frage stellen: Was haben Sie an Neubau von Sozialwohnungen auszusetzen? Mehr als genug Bürger haben angesichts des angespannten Wohnungsmarktes und aus finanziellen Gründen keine anständige Bleibe. Sie sind deshalb auf Sozialwohnungen angewiesen, um sich in die Gesellschaft zu integrieren und einigermaßen zivilisiert zu leben?
Antwort von Prof. Dr.Dr. Thomas Sternberg
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27.04.2010
Prof. Dr.Dr. Thomas Sternberg
Sehr geehrter Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich sehr gerne beantworte.

An dem von Ihnen genannten Sozialwohnungsbau gibt es gar nichts auszusetzen. Deshalb hat das Land eine eigene soziale Wohnraumförderung. Sozialer Wohnungsbau ist angesichts der heutigen bei vielen Menschen unterbrochenen Erwerbsbiographien und mit Blick auf die Altersentwicklung unserer Gesellschaft unabdingbar. Die CDU hat deshalb in der Regierungsverantwortung für dieses Land das Programm beständig an die neuen Herausforderungen angepasst. Allein 2009 haben wir die soziale Wohnraumförderung mit 1,141 Milliarden Euro gefördert. Darunter fällt nicht nur der Bau oder der Kauf von Eigenheimen, sondern auch die Förderung von Barrierefreiheit in den Wohnungen und die energetische Modernisierung oder Sanierung von Wohngebäuden. Es werden sowohl Plätze in stationären Pflegeinrichtungen für bedürftige Menschen gefördert als auch neue Wohnformen mit integrierten Betreuungsangeboten je nach dem Bedarf der Menschen, die in diesen Wohngemeinschaften leben. Für Investoren, die sich für den sozialen Wohnungsbau entschließen, um nicht mehr sanierungsfähige Gebäudebestände zu ersetzen, gibt es seit diesem Jahr sogar die Möglichkeit einer Abrissförderung. Auch in diesem Jahr stehen wieder 1 Milliarde Euro für die Förderung von sozialem Wohnraum zur Verfügung. Sollte der Bedarf wie im vergangenen Jahr darüber liegen, werden im benötigten Umfang weitere Fördergelder bereitgestellt. Es gilt, was auch in den letzten Jahren galt: kein begründeter Antrag auf Förderung wird abgelehnt.

Mit den besten Grüßen

Ihr Thomas Sternberg
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
27.04.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Prof. Dr.Dr. Sternberg,

wie Sie schon richtig sagen: "Bildung ist die Voraussetzung für Freiheit und Wohlstand. Bildung versetzt Menschen in die Lage, Verantwortung zu übernehmen und solidarisch zu leben."
Doch was haben Sie getan, um das Ganze umzusetzen und zu realisieren? Hat Ihrer Meinung nach jedes Kind tatsächlich die gleichen Aufstiegschancen? Dies mag ich zu bezweifeln. Sie argumentieren u.a. damit, dass doch auch ein Hauptschulkind die Möglichkeit habe sich zu qualifizieren und sogar das Abitur zu machen. Die Hauptschule, so wie wir sie jetzt haben, ist für diese Jugendlichen nicht nur überflüssig, sondern sogar schädlich. Viele Schülerinnen und Schüler erhalten oft das Gefühl, dass sie in der Gesellschaft nicht genug wert geschätzt werden und werden schon in der Hauptschule bereits auf ein Hartz IV Leben vorbereitet. Warum sollen Sie sich denn auch für einen Abschluss anstrengen, der immer weniger wert ist?
Ähnlich sieht es auch in den Universitäten aus. Die wohlhabenden Studenten und Studentinnen zahlen selber oder lassen die Eltern zahlen und die ärmeren Studierenden finanzieren sich durch BAföG und kommen dadurch mit hohen Schulden aus dem Studium. Und was ist mit den mittelständigen Kommilitonen und Kommilitoninnen, die weder wohlhabend noch arm sind, aber trotzdem keine Hilfe bekommen, weil sie als "verdient genug" eingestuft werden, aber in Wirklichkeit gerade mal mit dem zur Verfügung stehendem Geld über die Runden kommen und nicht noch zusätzlich noch ein Studium finanzieren können? Die soziale Spaltung setzt sich also selbst in Universitäten fort.
Wie wollen Sie es durchsetzen bzw. erreichen, dass Studierende von Nicht-Akademiker-Familien gleichgut gefördert werden und einen anständigen Abschluss machen wie ihre wohlhabenden Mitkommilitonen?

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Frage zum Thema Arbeit
12.05.2010
Von:
-

Sehr geehrter Herr Sternberg,

Leiharbeitsfirmen: Wie kann unser Staat zulassen, dass Leiharbeitnehmer das ganze Risiko tragen, aber um ein Drittel schlechter bezahlt werden als Arbeitnehmer des Betriebes, in dem sie arbeiten? Wenn der Leiharbeitnehmer das Risiko tragen muss, wieder ohne bezahlte Arbeit zu sein, wenn die Leiharbeitsfirma keinen Kunden hat, bei dem sie ihn einsetzen kann, muss er doch sogar einen doppelt so hohen Lohn bekommen, damit er die Ausfallzeiten abdecken kann. Das Arbeitslosengeld in Höhe von max. 67% des vorherigen Nettolohnes ist kein ausreichender Ersatz. Nach gesundem Menschenverstand ist dies Betrug.

Was ist in den nächsten drei Monaten, also bis zum August 2010, geplant, um diesen Missstand zu beseitigen?

Mit freundlichen Grüßen

-

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