Postmindestlohn
Mit großer Mehrheit hat der Bundestag die Einführung des Postmindestlohns beschlossen. Aus der Union gab es 19 Nein-Stimmen, die FDP stimmte als einzige Fraktion geschlossen gegen den Antrag. 10 Abgeordnete der Linken enthielten sich.
Hintergrundinformationen
Mit dem Auslaufen des Postmonopols zum 1. Januar 2008 können künftig auch ausländische Unternehmen in Deutschland Postdienstleistungen anbieten. Durch die Einführung des Postmindestlohns soll "für alle in Deutschland beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Briefdienstleistungen erbringen, angemessene Arbeitsbedingungen [sichergestellt werden]", heißt es in dem Gesetzentwurf. Definiert wird "Postdienstleistung" als "Befördern von Briefdienstleistungen (....). Befördern ist das Einsammeln, Weiterleiten oder Ausliefern von Briefsendungen an den Empfänger. Es umfasst die Wertschöpfungskette vom Absender bis zum Empfänger." Zeitungszusteller oder Paketkuriere fallen demnach nicht unter die Mindestlohnregelung.

Die Gewerkschaft ver.di und der Arbeitgeberverband Postdienste hatten sich in Tarifverhandlungen auf einen Mindestlohn zwischen 8,00 und 9,80 Euro geeinigt.

Bereits Ende November hatte die Verabschiedung des Postmindestlohns auf der Tagesordnung des Bundestags gestanden, war seinerzeit aber wegen weiterem Klärungsbedarfs in der Großen Koalition wieder abgesetzt worden. Im Kern ging es darum, ob der Tarifvertrag für mindestens 50 Prozent der Arbeitnehmer in der Postdienstleisterbranche bindend sei. Nach einer Änderung im Tarifvertrag heißt es nun, der Vertrag gelte für alle Arbeitnehmer von Briefdienstleistern, "die überwiegend gewerbs- oder geschäftsmäßig Briefsendungen für Dritte" befördern. Durch die Aufnahme des Wortes "überwiegend" wurde eine zentrale Forderung der Union erfüllt.

Nach der Einigung der Koalitionsspitzen hatte der Postdienstleister "PIN" die Entlassung von mehr als 1.000 Mitarbeitern mit der Einführung des Mindestlohns begründet.

Mindestlohnregelungen gibt es inzwischen bei der Gebäudereinigung sowie im Bausektor. Nach der Zustimmung des Bundesrates werden ab dem 1. Januar 2008 auch die Postdienstleister in das sogenannte "Arbeitnehmer-Entsendegesetz'" aufgenommen.

Von den Oppositionsparteien ist die FDP als einzige Fraktion grundsätzlich gegen die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns und befürchtet in diesem Fall eine Verdrängung von Arbeitsplätzen. Auch in Teilen der Union gibt es Bedenken.

Zahlreiche Abgeordnete haben sich auf abgeordnetenwatch.de zum Thema "Postmindestlohn" geäußert. Antworten zum Thema finden Sie über unsere Suche nach dem "Postmindestlohn".

© Foto: WRW / www.pixelio.de
Kommentare von Besuchern zur Abstimmung
Kommentar #63
wir sind service Partner der deutschen post !und sagen hier öffendlich die deutsche post ist absolut unfähig in der freien wirtschaft tätig zu sein sie üben einen frühkapitalismus aus der seines gleichen nur in der dritten welt findet.
warum?,sie halten sich nicht an verträge,legen ausschreibungen nur zu ihren vorteil aus,passen sich nicht dem markt an,b.z.w.lassen ihre service partner im regen stehen,siehe kraftstoffpreise,lohn kosten,oder andere kosten.so sind wir gezwungen seid 2003 zu den gleichen preisen zu fahren,beschwert man sich wird man gekündigt,anträge werden nicht beantwortet,und es wird immer mehr dazu übergegangen mit firmen aus polen oder anderen euländern,(also scheinselbstständige) geschäfte zu machen nur der gewinn zählt,
wenn ich das monopol hab kann ich natürlich immer drauf hauen,und was macht die regierung ?sie kommt ihrer aufsicht nicht nach,und wenn es mal schlecht läuft dann hilft der staat,siehe zumwinkel,am schlimsten ist es in Brandenburg,Berlin!!!! Toll! M.W.
von: Ihr Name
am: 17.05.2010 15:16
Kommentar #62
Und jetzt soll der auch noch abgeschafft werden! Ich finde das 9,80 doch echt in ordnung sind und jetzt wollen die es auf 7,80 senken.

Wenn mir jemand mal infos zum Thema schicken kann wäre ich ihm sehr Dankbar.
info@fastmobiles.de da wir gerade überlegen uns in der Branche Selbständig zu machen.

Vielen Dank
von: steffen
am: 31.01.2010 21:59
Kommentar #61
Mindestlohn für Postboten, aber für niemanden sonst? Das nenne ich nicht Lohngerechtigkeit.
von: Dennis Arndt
am: 22.07.2009 20:03
Kommentar #60
Welche Regeln haben wir jetzt eigentlich? Marktwirtschaft, soziale MW, Soz. Planwirtschaft oder ein Mix je nach Kumpanei. Argumente lassen sich in jeder Richtung finden, wie man es eben will. Wenn der Arbeitnehmer aber durch seine Entlohnung kein lebenswertes Leben führen kann, gefährdet ein zunehmender sozialer Unfrieden unsere Gesellschaft und die Zukunft aller Menschen, Kinder. Je knapper Arbeit wird, desto aggressiver und oft auch unseriöser werden die Methoden auf allen Seiten.
von: Klaus Theml
am: 18.06.2009 11:04
Kommentar #59
hallo leute ich hab da auch mal ne frage zu bitte per e-mail antworten webmaster@myhompage.eu
Wir sind so wie es aussieht der einziege Konkurent in Celle gegen die Citipost und TVG.
Wir zahlen 9,80 Euro lohn und haben uns darauf auch eingestellt.Nun lesse ich da oben das die Citipost ihre post in celle über die TVG in Celle Schickt und das sind Zeitungszusteller ist das denn erlaubt ich denke für Briefe mus man auch einen Postzusteller einstellen und ihm dann auch denn mindestlohn geben so wie bei uns.
WIe sieht die Rechtliche seite aus, wir planen z.zt eine Klage gegen die Citypost und TVG da es ja nicht sein kann das die sich nicht an die gesetzte halten hätte die Klage aussicht auif erfolg danke für eure antworten.
von: möchte anonym bleiben da Konkurent
am: 17.09.2008 11:37
Ihr Kommentar zur Abstimmung
Abstimmungsergebnis