Pläne für ein Betreuungsgeld aufgeben
Mit den Stimmen von Union und FDP hat der Bundestag einen Antrag der Grünen abgelehnt, mit dem das geplante Betreuungsgeld gestoppt werden sollte. Vor allem die CSU pocht auf dessen Einführung, wie es im Koalitionsvertrag festgeschrieben wurde.
Hintergrundinformationen
Ein Betreuungsgeld für Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen, konterkariere zentrale bildungs- und sozialpolitische Zielstellungen, so die Grünen in ihrem Antrag. Qualitativ hochwertige frühkindliche Betreuung und Bildung seien der Schlüssel zu lebenslangem Bildungserfolg und gesellschaftlicher Teilhabe. "Gerade für bildungsferne und zugleich einkommenschwache Eltern bietet das Betreuungsgeld einen starken Anreiz, ihren Kindern frühe Förderangebote in einer Kinderbetreuungseinrichtung vorzuenthalten und sich stattdessen für die Auszahlung einer Geldleistung zu entscheiden," argumentieren die Grünen. "Es entzieht den zentralen politischen Zielsetzungen wie der Armutsbekämpfung und dem Ausbau der Kindertagesbetreuung finanzielle Ressourcen."

Mit ihrem Antrag konnten sich die Grünen nicht durchsetzen. Ungewöhnlich bei einem Oppositionsantrag sind die neun Enthaltungen sowie eine Ja-Stimme (Jürgen Koppelin, FDP) aus dem Regierungslager.



Weiterführender Link:
Kommentare von Besuchern zur Abstimmung
Kommentar #24
Und wieder daneben.
Was ist das für eine Frühkindliche Förderung, wenn Prämien gezahlt werden, um die Kinder zu Hause zu betreuen.

Siehe Link.

www.bmbf.de

oder Bundesministerium für Bildung und Forschung - Frühkindliche Bildung
von: Böhmer
am: 26.09.2012 10:38
Kommentar #23
Ist "Mutter" den kein Job, der honoriert werden darf? Und bei dem mickrigen Kindergeld, das inflationaer bedingt nur noch die Haelfte Wert wie vor 20 Jahren hat, ist ein Betreuungsgeld auch fuer das Anheben der Geburtenrate durchaus sinnvoll!

Der Job einer Mutter muss gleich bezahlt sein, wie der eines "Karriereweibes", die aufgrund ihres intelligenten Jobs den Generationenvertrag bricht. Warum soll die Erzieherin in der Kinderkrippe ein Gehalt/Lohn/Rente, etc. bekommen, obwohl sie den "gleichen" Job einer "Mutter" macht auf qualitativ niedrigerem Niveau, weil es nicht ihre eigenen Kinder sind?

"Mutter" ist ein vollwertiger Arbeitsplatz, und das Schaffen von Kinderkrippen und "zwingen" der Eltern, ihre Kinder dort abzuschieben erzeugt in erster Linie einmal eine enorme Anzahl an arbeitslosen Muettern, die auch ohne 4jaehrige Ausbildung viel besser wuesste, was fuer ihr Kind gut waere. Seid 6000Jahren koennen Muetter ihren Kindern die Windeln wechseln, ohne dass sie eine 4jaehrige "Expertenausbildung" dafuer bekommen haben.

Wie soll aber ein alleinverdienender Vater mit 1600€/ Monat seine Familie mit 5 Kindern durchbringen, wenn es kein Betreuungsgeld gibt und dadurch die Mutter auch zum arbeiten "gezwungen" wird, und die Kinder in Kinderkrippen verwahrlosen muessen? Und es gibt genug Familien, die mehr als 2 Kinder haben. Wer ist schon ein Einzelkind? Entweder gar keine Kinder und Karriere, oder Karriereverzicht und Verwirklichung in einer "Grossfamilie"
Und was lernt ein Kind schon in der Kinderkrippe, ausser alle moeglichen Schimpfwoerter und Mutterliebeentzug? Und Vorschulische Bildung gibt es auch ohne Kinderkrippen, ich hatte einen Bruder, der mit 3 Jahren lesen konnte und nie in einem Kindergarten war!

Mit dem Betreuungsgeld holt der Staat das nach, was er den Familien jahrelang "gestohlen" hat, und sich nun seinen eigenen demographischen Problemen stellen muss.
von: J. Haerle
am: 19.07.2012 00:21
Kommentar #22
Es kann doch nicht sein, dass man mittlerweile für etwas bezahlt wird, was selbstverständlich ist. Undzwar, dass man sein Kind betreut.
Wie weit sind wir denn schon gekommen??? Dann hätte man sich vorher überlegen müssen, ob man die Zusage eines Krippenplatzes einhalten kann. Wer braucht denn einen Krippenplatz? Z. B. Alleinerziehende Mütter, die ihre Kinder selber ernähren müssen. Diese bekommen das Betreuungsgeld ja dann wohl nicht, weil es in der Regel AG-2-Empfänger sind. Dann schafft doch bitte lieber die Krippenplätze und dadurch auch Arbeitsplätze, die ja wohl dringender benötigt werden. Typisch für Deutschland, werden mal wieder die gestopft, die es nicht wirklich brauchen.
von: Daniela
am: 22.06.2012 13:00
Kommentar #21
Es ist sehr zu begrüßen, dass die CDU/CSU (bislang?) den heftigen Angriffen seitens der Opposition und der Medien standgehalten und am Betreuungsgeld festgehalten hat.

Insbesondere die Behauptung, Deutschland könne sich angesichts des bevorstehenden Fiskalpaktes solch eine Anerkennung der Leistung von Eltern, die ihre Kinder selbst erziehen, nicht leisten, ist äußerst scheinheilig angesichts der weit höheren Beträge, die an doppelverdienende Eltern zur Erhaltung ihres sozialen Status' vom Staat gezahlt werden, nämlich in den ersten zwölf Monaten bis zu 1800 €. Außerdem investiert der Staat, wie ich gelesen habe, 1.000 € monatlich für jeden Krippenplatz. Da soll sich der Staat für die Kinderbetreuung zu Hause plötzlich 150 € nicht mehr leisten können? Für Mütter, die wegen ihrer Kinder nicht berufstätig sind, also auf Einkommen verzichten, deshalb nur den Mindestbetrag an Elterngeld erhalten und keinen Krippenplatz in Anspruch nehmen und mit ihrer Erziehungsleistung nachweislich mindestens ebenso gute Ergebnisse erzielen wie die Fremdbetreuung durch Tageseinrichtungen für Kinder, sollen 150 € zu viel sein?

Ich kann Sie und die CDU nur ermutigen, an Ihrem Kurs, auch nach dem Eklat in der vergangenen Woche, festzuhalten. Es ist nicht richtig, dass die (= alle) Familien Krippenplätze wollen. Einige Eltern wollen ihre Kinder selbst erziehen und sind für ein wenig Gerechtigkeit dankbar.
von: Andreas
am: 19.06.2012 19:05
Kommentar #20
In unserer Gesellschaft weiß jeder, wie man Kinder erzieht - außer Eltern. Olaf Scholz forderte seinerzeit die Lufthoheit über die Kinderbetten. Linke, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaftsfunktionäre (arbeitende Eltern sind zahlende Mitglieder!), Kitainvestoren, Karriereeltern und gerne auch Kinderlose tröten eifrig mit beim Kitagedönse. Das Schlimmste für betroffene Eltern mit Kleinkindern: Selbst unsere unabhängigen (?) Medien verwehren ihnen eine sachliche, ausgewogene Argumentation zum Thema und baggern uns täglich mit den gleichen Mantras zu: Kitas bilden und können alles besser. Stimmt definitiv nicht!! Warum erfahren wir nicht mit der gleichen Häufigkeit die ernüchternden bis beunruhigenden Ergebnisse der weitgehend unanfechtbaren "NICHD"- Langzeitstudie bzgl. Kitakindern und deren Entwicklung. Hier wurde nicht auf von finanziellen Projektförderern erwünschte ideologische Ergebnisse hingeforscht. Ähnliche Studien in Österreich und anderen Ländern bestätigen die wissenschaftl. Erkenntnisse. Deutschland, das bildungshungrige Deutschland, nimmt diese Kenntnisse nicht zur Kenntnis. Warum? Wer blockiert? Alle Eltern, die vor der der Kita-oder-nicht-Wahl stehen, sollten eine Zusammenfassung der Forschungsreihe bekommen (Poltik und Wirtschaft werden sich hüten!) und wenn diese Eltern ihr Kind lieben, werden sie dafür auf die Straße gehen nicht nur 100 sondern 1000 Euro Betreuungsgeld für die Erziehung zu Hause zu bekommen.
von: Mutterpower
am: 16.06.2012 23:59
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