PhDr. Andreas Scheuer (CSU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
PhDr. Andreas Scheuer
Jahrgang
1974
Berufliche Qualifikation
Magister in Politikwissenschaft/Soziologie/Wirtschaft
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, selbst. Unternehmer
Wahlkreis
Passau
Landeslistenplatz
keinen, Bayern
weitere Profile
(...) § 36 Absatz 1 Waffengesetz bestimmt bereits jetzt, dass erforderliche Maßnahmen durch den Besitzer von Waffen und Munition getroffen werden müssen, um sie gegen ein Abhandenkommen oder vor einem unbefugten Gebrauch durch Dritte zu schützen. Waffen dürfen danach grundsätzlich nur getrennt von der Munition aufbewahrt werden. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an PhDr. Andreas Scheuer
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Bildung und Forschung
15.08.2009
Von:

Hallo Herr Scheurer,

ich bin ja bei Ihrer "Dissertation" fast vom Stuhl gefallen!

Wieso haben Sie nicht in Deutschland an einem Lehrstuhl oder Institut in einem ordentlichen Verfahren promoviert? Ich hoffe zumindest das Abschlusszeugnis ist nicht der Grund gewesen!

In Tschechien "PhDr":
Sogenannte "kleine Doktorgrade", die in einem i.d.R. 1 bis 2-semestrigen Rigorosenverfahren verliehen werden. Dieses Rigorosum besteht aus der Verteidigung einer sog. rigorosen Arbeit und dem Ablegen einer Prüfung in bis zu zwei weiteren Fächern.

In Deutschland "Dr. phil."
In Deutschland kann das Doktorat an einer Universität, Technischen Universität, Technischen Hochschule, Gesamthochschule, Musikhochschule, Kunsthochschule, Sporthochschule, Medizinischen bzw. Veterinärwissenschaftlichen Hochschule, Kirchlichen Hochschule oder Pädagogischen Hochschule mit Promotionsrecht erworben werden. Fachhochschulen besitzen bislang kein Promotionsrecht.

Warum taucht in ihren Veröffentlichungen immer noch der deutsche Doktortitel auf? (siehe private Homepage) Sollten Sie ihren Fehler nicht eingestehen?

Ich persönlich finde Ihr Verhalten sehr enttäuschend, da es einen Schlag ins Gesicht für alle Doktoranten in Deutschland bedeutet, die sich mind. drei Jahre an einer alma mater quälen inkl. paralleler Lehrverpflichtung und Forschungsleistungen. Gerade daher ist Ihr Ansinnen durch die Arbeit einen Beitrag zur Verständigung zwischen Deutschland und Tschechien zu leisten zwar löblich, aber keine ausreichende Begründung für den im Wahlkampf genutzten, nicht erworbenen Titel. Ehrlichkeit und Redlichkeit ist auch für MdB wichtig!
Antwort von PhDr. Andreas Scheuer
3Empfehlungen
21.08.2009
PhDr. Andreas Scheuer
Sehr geehrter Herr ,

ich habe Ihre Anmerkungen zur Kenntnis genommen. Übrigens, ich heiße Scheuer und nicht Scheurer.
Die Promotion habe ich im Dezember 2004 abgelegt. Die Berechtigung zum Führen des Titels wurde von mehreren Seiten intensiv rechtlich geprüft und bestätigt.
Die Karluniversität in Prag genießt hohes Ansehen. Im Nachgang sehe ich die Promotion in Prag als eine wichtige Erfahrung in meinem Leben an. Die von Ihnen vorgenommene Abqualifizierung erstaunt mich und ist bemerkenswert.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Andreas Scheuer, MdB
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Bildung und Forschung
29.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Scheuer,

Ihr Wahlergebnis ist ja -wie CSU-gesamt- nicht gerade berrauschend. Sehr viele Wähler kreiden an, dass Sie Ihren Doktortitel nicht in der erworbenen Form als PhDr sondern als Dr. angeben, wozu Sie sicherlich rechtlich berechtigt sind. Glauben Sie aber nicht, dass es eher zu Ihrem Vorteil wäre, den Titel in der Originalform zu führen und somit auch glaubwürdiger zu wirken? Warum geben Sie den Titel nicht also in der Originalform an?

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 4 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
15.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Scheuer,

in der Bild-Zeitung war folgende Aussage von Ihnen zu lesen: "Wenn die Maut kommt, brauchen wir eine Senkung der Ökosteuer. Auf keinen Fall dürfen die Autofahrer zusätzlich belastet werden."

Der Mineralölmarkt wird von wenigen, ausländischen Konzernen beherrscht. Der Kraftstoffpreis wird durch die obere Preisgrenze bestimmt: unabhängig von der Steuerbelastung wird der maximale Preis verlangt den der Markt bezahlt. (Sie können das anhand der Preisentwicklung für Rohöl und Kraftstoffe wunderbar nachvollziehen.)

Wie wollen Sie sicherstellen, daß eine Senkung der Ökosteuer nicht in erster Linie die Gewinne der (ausländischen) Konzerne erhöht? Wie verhindern Sie, dass die Autofahrer nicht künftig für Maut und teure Benzinpreise zur Kasse gebeten werden?

Vielen Dank für Ihre Stellungnahme.
Mit freundlichem Gruss

Antwort von PhDr. Andreas Scheuer
bisher keineEmpfehlungen
07.12.2009
PhDr. Andreas Scheuer
Sehr geehrter Herr ,

ich danke Ihnen für Ihre Frage zu einer Pkw-Maut. Die Pkw-Maut steht jedoch nicht im Koalitionsvertrag. Die Koalitionspartner haben hier aus vielerlei Gründen einen grundsätzlichen Ansatz gewählt. In den nächsten Jahren will das Bundesministerium ein Konzept mit Experten und Wissenschaftlern beraten, welches die Stabilität und Kontinuität der Verkehrsinfrastrukturfinanzierung in der Zukunft sichert und darüber hinaus für die Nutzer gerecht ist.
Im Übrigen ist der Anteil gebietsfremder Pkw auf deutschen Autobahnen gering. Demgegenüber beträgt der Anteil der im Ausland zugelassenen schweren Lkw auf deutschen Autobahnen rund 35 %. Vor dem Hintergrund des höheren Anteils und dem Umstand, dass die schweren Lkw die Fahrbahn stärker beanspruchen als Pkw (ein 40-Tonnen-Lkw belastet die Straße 60.000-fach mehr als ein Pkw), war die Einführung einer Mautgebühr für schwere Nutzfahrzeuge geboten.

Für den hier nicht vorgesehenen Fall einer Pkw-Maut dürften die Autofahrer jedoch nicht zusätzlich belastet werden. Bei möglichen Entlastungsmaßnahmen habe ich Ihre Hinweise zur Entstehung von Kraftstoffpreisen am Markt im Blickfeld.
Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Dr. Andreas Scheuer, MdB
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an PhDr. Andreas Scheuer
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.