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Sehr geehrter Herr Schreiner,
Herzlichen Dank für Ihre inhaltlich, umfassende Antwort. Es gibt in Baden-Württemberg von der Diözese Rottenburg-Stuttgart ein Aktionsbündnis "Solidarische Alterssicherung"
Homepage: 3-stufen.de
Dieses Modell stellt eine Alternative zu den aktuellen Privatisierungstendenzen in den sozialen Sicherungssystemen dar und bietet zudem die Möglichkeit, die notwendige Reform und Fortentwicklung der GKV aus meiner Sicht finanziell verträglich und ausgeglichen zu gestalten.
Die Einführung einer bedarfsunabhängigen Mindestsicherung unabhängig von Erwerbsarbeitszeiten bewirkt, dass Erwerbsarbeit nicht mehr ausschließliche Bezugsgröße des Alterssicherungssystems ist. Die soziale Sicherung im Alter wird damit auf eine breitere Basis gestellt.
Bestandteile dieser Sicherung umfassen eine Sockelrente, Arbeitnehmerpflichtversicherung sowie betriebliche und private Altersvorsorge. Folgende Auswirkungen:
1. Eigenständige Alterssicherung für jeden und jede,
2. Verhinderung von Altersarmut,
Anreiz zur Aufnahme von Erwerbsarbeit, denn jeder Beitrag (aus Erwerbsarbeit, Kindererziehung und Pflege) führt von Beginn an zu einem Rentenanspruch oberhalb des Existenzminimums,
3. Bessere Möglichkeit, Erwerbsarbeit zu teilen, da das Existenzminimum durch die Sockelrente garantiert wird und auch niedrige Beiträge den Rentenanspruch erhöhen,
4. Wesentlich bessere Anerkennung der Familienleistungen durch Kombination von Sockelrente und Berücksichtigung von 6 Jahren Kindererziehungszeiten,
5. Beitrag zur eigenständigen Alterssicherung von Frauen,
6. Stärkung des Solidaritätsprinzips in der Gesellschaft durch eine wirkliche Reform der Alterssicherung,
Die kurze Auflistung von Argumenten dieses Modells, dass aus meiner Sicht eine wahre Bereicherung ist.
Ich freue mich über eine Antwort von Ihnen!
Herzliche Grüße
