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Sehr geehrter Herr Schreiber,
ich gratuliere Ihnen ganz herzlich dafür, dass Sie einer der letzten "tapferen Musketiere" der sozialen Marktwirtschaft sind, in einem immer größeren Umfeld der von der INSM und von sonstigen sogenannten "Nebenarbeitgebern" bezahlten Abgeordneten. Ich bitte Sie: kämpfen Sie weiter, auch wenn die Presse manchmal einseitig und offensichtlich ebenfalls von Geldgebern gesteuert, gegen Sie oder Leute wie Herrn Rüttgers schreibt. Meine Fragen:
1. Der Sparerfreibetrag für "Kleinstsparer" wurde unter Schröder (rot-grün) massiv reduziert, auf heute knapp 750 Euro für Singles und etwa doppelt soviel für Verheiratete.
Meine Frage:
Wollte Schröder die Kleinstsparer ganz bewusst am "Minivermögensaufbau" hindern? Angeblich sollen wir doch fürs Alter sparen. Warum dann die bewusste Kürzung dieser wirklich "armen" Klientel?
2. In der "Großen Koalition" wurde beschlossen, alle Kapitalerträge mit pauschal 25 Prozent zu besteuern. Das bedeutet:
* der Milliardär muss nur noch 25 Prozent an den Staat auf seine Millionengewinne abgeben und hat damit eine massive Erleichterung von 17 Prozent (Spitzensteuersatz =42 Prozent) durch die Große Koalition geschenkt bekommen. Gratulation an die erfolgreichen "Nebenarbeitgeber".
* der Kleinverdiener, der 15 Prozent Steuersatz hat, bezahlt nicht nur zusätzlich zu der Einkommenssteuer Sozialabgaben auf sein Gehalt - was für den Milliardär nicht gilt - sondern muss jetzt auch noch zusätzlich 25 Prozent Steuer auf die Zinsen seiner Ersparnisse abführen, was einer Steigerung von satten 10 Prozent entspricht. Warum schreien die Sozialpolitiker nicht auf?
Meine Frage:
Kann es sein, dass wir unter Schröder und Merkel ein zutiefst ungerechter und vielleicht auch regelrecht korrupter Staat (Stichwort: "Nebentätigkeit" der Abgeordneten) geworden sind?
MfG