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Sehr geehrter Herr Nouripour ,
ich habe letztens die Anne-Will Diskusion über das Thema Jungendkriminalität verfolgt, bei der auch Grünen-Mitglied Claudia Roth anwesend war.
Beim Zuhören ist mir aufgefallen, dass Frau Roth strafbare Handlungen von Migranten(auch diejenigen die hier geboren sind) als soziales Problem ansieht; diese Ansicht eines sozialen Problems gelte aber nicht für die rechtsextremen Straftäter.
Meine Fragen an sie: Ist diese Aussage von Frau Roth stellvertretend für alle Mitglieder der Grünen?
Warum legen die Grünen besonders Wert darauf, nur bei ausländischen Straftätern auf die Ursachen zu schauen aber gleichzeitig bei rechtsextremen Straftätern zu sagen, sie würden aus reiner ideologischer Überzeugung Verbrechen begehen, soziale Probleme würden nicht gelten und bei diesen Straftätern steht der Opferschutz an erster Stelle?
Ich möchte ebenfalls noch kurz erläutern, was mich zu diesen Fragen führt.
Ich habe mich schon öfter gefragt, aus welchen Gründen vor allem junge Menschen Straftaten begehen. Verfolge ich die Diskusionen über Jugendkriminalität in den Medien, so erwächst sich mir der Eindruck, dass für jungendliche Straftäter, sofern sie Mirgranten sind, mehr Verständnis aufgebracht wird als für solche, die aus dem rechtsextremen Umfeld stammen. Ich kann diese Ansicht aber gar nicht nachvollziehen.
Für mich gelten soziale Probleme für ALLE kriminellen Jungenlichen, auch für Rechtsextreme. Ein Deutscher rutscht in die rechtsextreme Szene ab, während ein Migrant unter seinesgleichen bleibt. Die Probleme, die in ein kriminelles Umfeld führen, sind aber bei beiden gleich.
Wenn man Rechtsextreme aber nur als Feinde betrachtet die mit (fast) allen Mitteln bekämpft werden müssen, dann kann eine Wiedereingliederung solcher Menschen in die Gesellschaft nicht gelingen. Vielmehr muss man versuchen ihnen klar zu machen, warum es falsch ist was sie tun um sie für die demokratische Gesellschaft wiederzugewinnen.