Omid Nouripour (GRÜNE)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Omid Nouripour
Jahrgang
1975
Berufliche Qualifikation
Politikberater
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Hochtaunus
Landeslistenplatz
6, Hessen
weitere Profile
(...) Ich fordere die Internationale Staatengemeinschaft, die Europäische Union und nicht zuletzt die Bundesregierung auf, klar die Menschenrechtsverletzungen zu anzusprechen. Darüber hinaus versuche ich auf die Situation der Demonstrierenden und Oppositionellen aufmerksam zu machen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Ordentliches Mitglied
Angelegenheiten der Europäischen Union
Ordentliches Mitglied
Haushalt
Ordentliches Mitglied
Verteidigung
Ordentliches Mitglied
Unterausschuss Fragen der Europäischen Union
Stellvertretendes Mitglied
Recht
Fragen an Omid Nouripour
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Kampf gegen Piraten
10.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Nouripour,

im Rahmen meines Nautik-Studiums schreibe ich derzeit meine Diplomarbeit über die "Atalanta-Mission". Diese soll sich jedoch nicht nur auf den militärischen Teil beschränken, sondern auch den politischen Hintergrund beleuchten. Daher wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir einige Fragen beantworten würden.

• Inwiefern halten Sie die jetzigen Kräfte in ihrem Umfang und mit ihrem Auftrag für geeignet um die Piratenangriffe zu verhindern?
• Falls der Angriff erfolgreich war und sich Piraten an Bord eines Handelsschiffes befinden, wer sollte Ihrer Meinung nach eine eventuelle Geiselnahme beenden?
• Derzeit befinden sich viele Einheiten aus verschiedenen Ländern vor Ort. Allein die Nato-Staaten stellen mehrere Einheiten. Allerdings beteiligen sich unter anderem Länder wie Indien und Russland an der Bekämpfung von Piraterie. Halten sie es daher für sinnvoll/möglich alle Einheiten unter ein Kommando zu stellen um so ihre Effektivität zu steigern? Wäre eine Mission unter UN-Führung erstrebenswert?
• Da die "Atalanta-Mission" nur die Auswirkungen der Piraterie bekämpft aber nicht ihre Ursachen stellt sich die Frage, wie die Situation in Somalia verbessert werden soll. Gibt es in dieser Richtung bereits einen konkreten Ansatz der Bundesregierung/EU? Was würde Ihrer Meinung nach ohne eine Intervention an Land passieren?
• Wie lange wird der Einsatz der deutschen Marine am Horn von Afrika, Ihrer Meinung nach, noch dauern?

Für Ihre Mühen bedanke ich mich im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Omid Nouripour
bisher keineEmpfehlungen
21.10.2009
Omid Nouripour
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Sie können sich für Ihre Diplomarbeit umfassend informieren auf den Seiten des Bundesverteidigungsministeriums, der deutschen Marine und der europäischen Union.

Ich empfehle Ihnen ebenso die Lektüre meines Reiseberichts nach Djibouti ( www.nouripour.de ) und meiner persönlichen Erklärung zur Abstimmung im deutschen Bundestag ( www.nouripour.de ).

Für mich und meine Partei ist jedoch klar, die Piraterie ist nicht zu besiegen, solange es den Menschen in Somalia an ökonomischen und sozialen Perspektiven fehlt. Mittel- und langfristig können wir die Situation am Horn von Afrika nur dann stabilisieren, wenn wir auch die Ursachen und die kriminellen Netzwerke in Somalia und den Nachbarstaaten bekämpfen. Dazu müssen wir ebenfalls die geltende Praxis der Raubfischerei- und illegalen Müllentsorgung - auch europäischer Staaten - vor der Küste Somalias unverzüglich beenden.

Kurzfristig muss aber die Frage geklärt werden, wie die deutsche Marine mit den gefangenen Piraten umgehen soll. Es ist absurd, dass deutsche Marinesoldaten festgenommene Piraten nicht einem ordentlichen Gerichtsverfahren zuführt und sie stattdessen auf freien Fuß setzt. Der Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung (CDU) hat sich dagegen gesträubt die Piraten notfalls in Deutschland vor Gericht zu stellen. Durch diese inkonsequente Haltung trägt der Verteidigungsminister und die Bundesregierung leider nicht zum Erfolg der Mission ATALANTA bei.

Bei Nachfragen steht Ihnen mein Büro gerne zur Verfügung.

Viele Grüße aus Frankfurt

Omid Nouripour
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Sicherheit
22.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Nouripour,

im Rahmen meiner Diplomarbeit beschäftige ich mich mit dem Themenkomplex "politischer Sprachgebrauch und Gesellschaft in Bezug auf das deutsche Militärengagement in Afghanistan". Diesbezüglich würde ich Ihnen gerne folgende Frage stellen.

Befindet sich die Bundeswehr in Afghanistan heute in einem Krieg?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichem Gruß

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Ihre Frage an Omid Nouripour
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.