Nikolaus Karsten (SPD)
Kandidat Berlin 2011
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Grunddaten
Nikolaus Karsten
Geburtstag
-
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
-
Wahlkreis
Pankow WK 9 , über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
-, Pankow
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(...) Was die auch aus meiner Sicht wünschenwerte Einführung von Pflichtaufgaben betrifft, glaube ich daran erst, wenn es gelingt, die erforderliche und historisch gerechtfertigte Teilentschuldung Berlins durch die Bundesrepublik Deutschland zu bekommen. Berlin hatte 1990 200.000 öffentlich Beschäftigte, heute sind es noch 106.000. Die Pensionslasten für die 200.000 werden aber weiterhin bezahlt. (...)
Kandidaten-Check
These 1: Das Land Berlin soll sich für einen gesetzlich festgeschriebenen Mindestlohn einsetzen.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„wer ranklotzt, muss auch davon leben können. Aufstockung funktioniert nur mit Mindestlohn.“
These 2: Der Anteil von Frauen in Führungspositionen soll durch eine Quotenregelung erhöht werden.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Frauen sind im Job genauso wichtig wie Männer, es gibt aber eine "gläserne Decke", an die sie früher stoßen, wenn es um Führungspositionen geht. Eine - vielleicht befristete - Quote wäre hilfreich, um die Gleichstellung schneller zu erreichen.“
These 3: Das Land Berlin soll Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose finanzieren.
Position von Nikolaus Karsten: Unentschlossen
These 4: Das Land Berlin soll seine Wohnungsbaugesellschaften, die Stadtreinigung BSR, die BVG und die Messe verkaufen.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„Das Land Berlin soll die Gesellschaften für Wohnen, Müllentsorgung und Nahverkehr ordentlich bewirtschaften, dann sind sie werthaltig für alle. In den letzten 10 Jahren wurden Fortschritte gemacht. Bei der Messe würde ich eine Ausnahme machen, wenn ein ordentlicher Kaufpreis zu erzielen wäre.“
These 5: Die hohen Schulden lassen keine andere Wahl: Im öffentlichen Dienst muss weiter Personal abgebaut werden.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„aber nur noch von 106.000 auf 103.000 Mitarbeiter, damit wir mit anderne Städten vergleichbar werden. Neueinstellungen sind gleichzeitig erforderlich, um qualifiziertes Personal für das Land Berlin zu gewinnen.“
These 6: Berlin soll eine CityTax für Touristen einführen.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„hätte längst in Form einer "Bettensteuer" passieren müssen als die Mehrwertsteuer durch die FDP auf 7% gesenkt wurde. Also befristet für die Dauer des Steuergeschenks für Hoteliers auf jeden Fall "Bettensteuer".“
These 7: Die Berliner Wasserbetriebe gehören in öffentlichen Besitz. Anteile des Unternehmens sollen daher zurückgekauft werden.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Insbesondere, da sich hier genau wie bei einem Rückkauf der Energienetze, eine Rendite erwirtschaften lässt, von der alle Berlinerinnen und Berliner profitieren.“
These 8: Die letzten beiden Kita-Jahre sollen weiterhin auch für Gutverdiener beitragsfrei bleiben.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Bildung fängt in der Kita an und ist für alle beitragsfrei. Alle Kinder sollen deutsch lernen. Eltern dürfen auf keinen Fall durch einen Kita-Beitrag davon abghalten werden, ihr Kind in die Kita zu geben. Wir müssen dabei die Qualität der Kitas sichern. Daher bin ich für eine Überprüfung in 3 Jahren“
These 9: Studiengebühren sind sozial ungerecht und werden auch zukünftig nicht erhoben.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Klares Signal: Bildung ist beitragsfrei. Gebühren schrecken ab. Wir müssen möglichst viele junge Menschen in die Hochschulen locken, um das gesamte Bildungsvermögen unserer Gesellschaft bei sinkender Bevölkerungszahl zu halten.“
These 10: Die Gymnasien sollen als eigenständiger Schultyp erhalten bleiben.
Position von Nikolaus Karsten: Unentschlossen
mit der folgenden Begründung:
„Ich war in den USA für ein Jahr auf der High School und fand das gut. In Deutschland war ich auf dem Gymnasium und fand das auch gut.“
These 11: Am neuen Flughafen Berlin-Brandenburg soll ein strenges Nachtflugverbot von 22 Uhr bis 6 Uhr gelten.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„weil das so genehmigt und durch richterlichen Spruch festgelegt wurde.“
These 12: Die Autobahn A 100 soll von Neukölln nach Treptow verlängert werden.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„weil ich mittlerweile zu der Erkenntnis gelangt bin, dass diese Autobahn mehr entlastet als belastet und für Pamkow eine verbesserte Anbindung bringt ohne Mehrbelastung durch Verkehr. Auf dem Landesparteitag der SPD habe ich noch dagegen gestimmt.“
These 13: In Berlin soll es weniger Tempo-30-Zonen geben.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„Weniger nein, flächendeckend auf jeden Fall nein. In der Straße Am Friedrichshain wünsche ich mir genauso eine wie vor jeder Schule, damit die Kinder aus dem Bötzowviertel sicherer in den Volkspark kommen und zurück.“
These 14: Sobald wie möglich sollen Teile des S-Bahn-Verkehrs ausgeschrieben werden, so dass sich Konkurrenten der Deutschen Bahn bewerben können.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Es wird uns dem Ziel, einen reibungslosen S-Bahn-Verkehr wie im Jahre 2006 näher bringen. Konkurrenz belebt das Geschäft und ich bin täglich auf die S-Bahn angewiesen.“
These 15: Berlin braucht ein öffentlich gefördertes Programm zur energetischen Gebäudesanierung, um Energieverbrauch und Co2-Ausstoss zu reduzieren.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Die Energieeinsparung durch energetische Gebäudesanierung ist schon im Großteil des industriellen Wohngsbaus erfolgt. Jetzt sind auch kompliziertere Gebäude u.a. der 20er Jahre und der Gründerzeit dran. Damit die Mieten bezahlbar bleiben wird eine Förderung notwendig.“
These 16: Berlin braucht nach Jahren des Stellenabbaus wieder mehr Polizisten.
Position von Nikolaus Karsten: Unentschlossen
mit der folgenden Begründung:
„Berlin muss seine verglichen mit anderen Städten hohe Sicherheit behalten. Solange Lackkratzer auf Stossstangen verfolgt werden, brauchen wir nicht mehr Polizisten, sondern einen gezielteren Einsatz, z.B. auf Bahnhöfen.“
These 17: BVG, S-Bahn und Polizei sollen mit mehr Personal auf den Bahnhöfen präsent sein.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Da es mehrere Übergriffe auf Menschen gab, ist es gut, dass nun für eine erhöhte Präsenz gesorgt wurde. Schläger, die per Überwachungskamera beorbachtet werden, sollen per Lautsprecher direkt angesprochen werden: Aufhören! Wir haben sie auf dem Bildschirm! Sofort Aufhören!“
These 18: In Gaststätten und Kneipen soll es ein generelles Rauchverbot ohne Ausnahmen geben.
Position von Nikolaus Karsten: Unentschlossen
These 19: Es ist richtig, dass Hartz-IV- und Sozialhilfeempfänger Vergünstigungen für Kultur- und Freizeiteinrichtungen (BerlinPass) und das Sozialticket für Busse und Bahnen erhalten.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme zu
These 20: Die Mieten in Berlin steigen. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften sollen daher wieder mehr Wohnungen bauen.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„in begehrten Lagen ja, weil die Mieten nur in begehrten Lagen steigen, sonst nein.“
These 21: Berlin muss auch weiterhin seine drei Opernhäuser, die großen Theater und Orchester finanzieren.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Obwohl ich kein augeprägter Operngänger bin, denke ich, dass sich die Finanzierung indirekt auszahlt, weil diese Einrichtungen Anreiz für viele Künstler sind, besser zu werden, um da mal hin zu kommen. Und das trägt auch zum international hervorragenden Ruf des Berliner Kulturangebots bei.“
These 22: Berlin soll die alternative Kulturszene stärker fördern.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„dmait sie in Berlins Mitte nicht ausstirbt und immer weiter an den Rand gedrängt wird. Das wäre ein großer Schaden für die Stadt. Also Förderung durch Aufrechterhalten von Freiräumen für die alternative Kulturszene in der Innenstadt, im Zentrum.“
These 23: Berlin soll sich für ein Verbot der NPD einsetzen.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„auch wenn ich glaube, dass ein Verbot nicht das erforderliche Umdenken bei den Betroffenen bewirken wird, wünsche ich mir, dass zumindest der Geldfluss aus dem Steuertopf an die NPD gestoppt wird.“
These 24: Jugendliche ab 16 Jahren sollen künftig das Abgeordnetenhaus mitwählen dürfen.
Position von Nikolaus Karsten: Unentschlossen
mit der folgenden Begründung:
„dann müßte für mein Empfinden auch die Volljährigkeit auf 16 sinken. Und was das mit sich bringt, habe ich noch nicht durchschaut.“
These 25: Migranten sind in vielen Bereichen unterrepräsentiert. Daher soll es eine Quote bei Neueinstellungen im Öffentlichen Dienst geben.
Position von Nikolaus Karsten: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„weil es viele gut qualifizierte Migranten gibt, die auch im Öffentlichen Dienst gebraucht werden. Bis zum Erreichen der Gleichstellung ist eine Quote hilfreich.“
Fragen an Nikolaus Karsten
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
05.09.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Karsten,

ich bin Mitglied eines Wahlvorstandes bei den Wahlen am 18. September 2011. Vor dem Gebäude, in dem sich »mein« und andere Wahllokale befinden, Pieskower Weg 39, 10409 Berlin, haben Sie (oder Ihre Partei für Sie) plakatieren lassen.

Das Plakat befindet sich vom Zugang zum Grundstück keine 30 m entfernt. Gemäß § 28 des Berliner Landeswahlgesetzes darf es am Wahltag selbst dort nicht mehr hängen.

Aus Erfahrung weiß ich, dass sich viele Parteien nicht daran halten. Ich möchte daher höflich nachfragen, ob Sie geltendes Gesetz umsetzen werden und das Plakat vor Öffnung der Wahllokale wieder entfernen (lassen).

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Nikolaus Karsten
bisher keineEmpfehlungen
06.09.2011
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihren Hinweis.

Am 17.9. werde ich eine Tour zu allen 9 Wahllokalen im Wahlkreis 9 machen, um zu sehen, ob ich da zu nah dran bin.

Picasso-GrundschuleGounodstr. 71
Volkshochschule PankowBizetstr. 41
Seniorenstiftung PflegeWohnen Haus 33Gürtelstr. 33
Paul-Linke-GrundschulePieskower Weg 39
Grundschule im BlumenviertelSyringenplatz 30
Tesla-Oberschule (Realschule)Rudi-Arndt-Str. 18
Felix-Mendelssohn-Bartholdy-SchuleEugen-Schönhaar-Str. 18
Homer GrundschulePasteurstr. 10-12
SeniorenbegegnungsstätteAm Friedrichshain 15
Den Pieskower Weg 39 habe ich mir jetzt schon vorgemerkt.

Mit freundlichen Grüßen

Nikolaus Karsten
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Frage zum Thema Verkehr und Stadtplanung
07.09.2011
Von:

welche maßnahme wird künftig die fußgänger vor den radfahrern schützen die den fußgänger- weg nicht akzeptieren ?
kommen sie mir bitte nicht mit den aufgaben des ordnungsamtes

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Frage zum Thema Medien, Kultur und Sport
13.09.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Karsten,

obwohl sich alle KandidatInnen, die ich befragte, vor der letzten Abgeordnetenhauswahl für den Erhalt des Musikschulangebots in Berlin stark gemacht haben, kam es in der letzten Legislaturperiode gerade auch in Pankow zu massiven Einsparforderungen.

Was haben Sie bzw. Ihre Fraktion in der letzten Legislaturperiode getan, um diese Forderungen abzuwehren und was gedenken Sie in der nächsten Legislatuperiode zu tun, um das Musikschulangebot zu erhalten?

In diesem Zusammenhang würde mich auch interessieren, ob Sie den Vorschlag unterstützen, Kernbereiche der bezirklichen Kulturarbeit als verbindliche Pflichtaufgaben festzulegen und mit welchen Erfolgen in dieser Hinsicht in der nächsten Legislaturperiode zu rechnen ist.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie trotz der nur noch kurzen Zeit bis zur Wahl Zeit für die Beantwortung meiner Frage fänden.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Nikolaus Karsten
1Empfehlung
17.09.2011
Sehr gehter Herr ,

nach Rücksprache mit unserer zuständigen Bezirkspolitikerin Clara West, beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Die Pankower SPD und die Fraktion der SPD in der BVV Pankow setzen sich seit vielen Jahren für unsere Musikschule ein. Sie genießt bei uns hohes Ansehen.
Daher ist auch in den vergangenen Jahren - trotz der bekanntermaßen äußerst schwierigen Haushaltslage des Bezirks Pankow - an der Musikschule kaum eingespart worden, während andere Bereiche deutliche Einschnitte hinnehmen mussten.
 
Die Pankower SPD hat und wird sich für Umsetzung der im Abschlussbericht der Kommission Berliner Volks- und Musikschulen dargelegten Forderungen einsetzen. Daher haben wir diese im Kern in unser kommunales Wahlprogramm aufgenommen:
 
"Zu den wichtigsten kulturellen Institutionen des Bezirks zählt die Musikschule, die dank ihrer herausragenden Qualität allen Altersgruppen die Möglichkeit zur musischen Entwicklung eröffnet. Besonders Kinder und Jugendliche werden hier in ihren emotionalen, sozialen, kreativen und kognitiven Fähigkeiten gefördert - ein wichtiger Beitrag zur Persönlichkeitsbildung.
Wir wollen neben dem kontinuierlichen Musikunterricht auch das gemeinsame Musizieren, die Ensemblearbeit, fördern. Zur Gewährleistung der Qualitätsstandards ist eine ausreichende Zahl von festangestellten Lehrkräften zu beschäftigen, und zwar nicht nur für Leitungs- und Funktionsstellen. Freie Dozenten müssen auskömmlich honoriert werden können."
 
Kommunales Wahlprogramm der SPD Pankow 2011-2016
 
Der Bericht wurde bereits von Mitgliedern des Abgeordnetenhauses aus Pankow aufgegriffen und in den jeweiligen Fachgremien auf Landesebene diskutiert. Er ist deshalb noch nicht in den Geschäftsgang des Abgeordnetenhauses eingebracht worden, da alle Drucksachen mit dem nahenden Ende der Legislaturperiode verfallen. Daher erscheint es sinnvoller, den Bericht erst in der kommenden Wahlperiode in den Geschäftsgang zu geben, damit er nicht im Zuge der Wahl unter den Tisch fällt. Sollte ich ins Abgeordnetenhaus gewählt werden, werde ich mich dafür einsetzen, dass der Bericht bald wieder auf die Tagesordnung kommt und die Forderungen umgesetzt werden.

2009 wurden die Entgelte im Rahmen des neuen Bezirkshaushaltes einmalig angehoben. Die Honorarsätze für die nicht festangestellten Musikschullehrer waren angehoben worden, was auch grundsätzlich zu begrüßen ist, da die meisten Honorarlehrer ihrem Beruf eher unter prekären Bedingungen nachgehen. Da aber nicht mehr Geld zur Verfügung stand, hätte man daher entweder weniger Unterrichtsstunden anbieten oder eben die Entgelte erhöhen können. Das Bezirksamt und die BVV Pankow haben sich für Letzteres entschieden, da die Berliner Musikschulen im deutschlandweiten Vergleich mit Abstand immer noch sehr günstig sind, was die Entgelte anbetrifft. Dies ist nach wie vor so.
Für Empfänger von Leistungen nach SGB II ("Hartz IV") und Geringverdiener gibt es deutliche Ermäßigungen und z.T. werden die Entgelte sogar ganz erlassen. Daher sind diese von der "Gebührenschraube" weitestgehend ausgenommen.
 
Der Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Musikschulen ist ein zentrales Thema für die kommenden Jahre: Zum einen stellt die Ganztagsschule die Musikschulen vor eine große Herausforderung, da dadurch die Zeiträume kleiner werden, in denen Kinder in ihrer Freizeit unterrichtet werden können. Zum anderen haben die Schulen durch die Schulreform mehr Freiheiten, bei der Gestaltung der Nachtmittagsbetreuung stärker mit Institutionen wie z.B. Musikschulen oder auch Sportvereinen zu kooperieren.
Bereits seit einigen Monaten sind die entsprechenden Fachbereiche im Bezirk Pankow (Schule und Musikschule) daher im engen Gespräch, wie solche Kooperationen vorangebracht werden können; die Schulstadträtin, Lioba Zürn-Kasztantowicz, ist hier aktiv geworden und hat dafür gesorgt, dass die Schulaufsicht und die Musikschule am 25.08.20011 zu einem ersten Fachtag zusammen kamen. 
Entscheidend wird sein, die Finanzierung der Zusammenarbeit zu sichern und die Grundschulen entsprechend auszustatten: Ähnlich wie bei den Integrierten Sekundarschulen wollen wir daher auch den Grundschulen Mittel für den Ganztagsbetrieb zur Verfügung stellen, die z.B. für eine Zusammenarbeit mit der Musikschule verwendet werden können. Denkbar wäre hier eine Mischung aus Ganztagsmitteln, Elternbeiträgen sowie Mitteln als dem Bildungs- und Teilhabepaket (für diejenigen Kinder, deren Eltern SGB II, SGB XII, Wohngeld oder andere Transferleistungen erhalten). 

Was die auch aus meiner Sicht wünschenwerte Einführung von Pflichtaufgaben betrifft, glaube ich daran erst, wenn es gelingt, die erforderliche und historisch gerechtfertigte Teilentschuldung Berlins durch die Bundesrepublik Deutschland zu bekommen. Berlin hatte 1990 200.000 öffentlich Beschäftigte, heute sind es noch 106.000. Die Pensionslasten für die 200.000 werden aber weiterhin bezahlt. Wir hatten hier gewissermaßen griechische Verhältnisse, die sich im Laufe der nächsten Jahrzehnte auflösen. Es bleibt eine hohe Verschuldung. 25 Milliarden von 62 Milliarden Verschudung gehen allein auf dieses "Personalkonto". Bitte unterstützen Sie unsere sozialdemokratische Politik der letzten 10 Jahre und wir werden weiterhin daran arbeiten Gestaltungsspielräume zu eröffnen.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Nikolaus Karsten
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