Nadine Schön (CDU)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Nadine Schön
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
05.06.1983
Berufliche Qualifikation
Diplom-Juristin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Tholey
Wahlkreis
Sankt Wendel
Ergebnis
40,1%
Landeslistenplatz
3, Saarland
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(...) Wie schon geschrieben, werde ich mich nicht für die komplette Abschaffung der Flüge einsetzen. Ich werde weiterhin den Dialog mit den zuständigen Stellen suchen und mich für weitere Verbesserungen hinsichtlich der Flugzeiten einsetzen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
05.11.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Schoen

ich habe eine Frage oder gleich mehrere zu ihrem Redebeitrag zum Grundsatzprogramm der Linken:
1. Wieso bedienen Sie sich in einer Bundestagsrede Skandalhascherei aus Boulevardmedien? (Stichwort : Hummer, schöne Villa und Porsche)
2. Ist ihnen bekannt das Herr Lafontaine 1990 einem Attentat zum Opfer gefallen ist? Ist die Mauer um seine Villa nicht eher als verständliches Bedürfnis nach Schutz zu werten? und ist das Thema nicht viel zu ernst um es mit der Mauer der DDR in Verbindung zu bringen? (ich finde es unangebracht und makaber)
3. Warum erwähnen Sie in ihrer Rede nicht jene Kritikpunkte die wirklich einer Kritik würdig wären, so zum Beispiel die Legalisierung von harten Drogen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Nadine Schön
1Empfehlung
11.11.2011
Nadine Schön
Sehr geehrter Herr ,

ich bin mir schon vor meiner Rede darüber im Klaren gewesen, dass die darin enthaltenen Aussagen polarisieren werden. Ich habe in meinem Redebeitrag aber ganz bewusst zugespitzt und auf den Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei vielen Linken - gerade beim Führungspersonal - hingewiesen.

Natürlich hätte ich meinen Beitrag auch mit den vielen absurden Einzelforderungen des neuen Parteiprogramms - wie der Legalisierung von Drogen - füllen können. Solche Punkte sind zwar auch in meinen Augen nicht zu akzeptieren, aber die Grundaussage des Programms ist viel bestürzender.

So schön wie es an der einen oder anderen Stelle auch beschrieben ist, die Linke will nichts anderes als einen radikalen Systemwechsel und bezeichnet dies als "demokratischen Sozialismus". An dieser Stelle kommen dann auch die von mir angesprochenen Beispiele ins Spiel. Wenn ich nach Außen vorgebe für Gerechtigkeit und die Belange des "kleinen Mannes" zu kämpfen, dann verträgt es sich in meinen Augen eben nicht, den eigenen Reichtum zur Schau zu tragen. Ich gönne jedem, dass er das, was er sich erarbeitet hat, nutzen und genießen kann. Das sollten dann die Linken aber nicht Wasser predigen und Wein trinken.

Der Zwiespalt zwischen Anspruch und Wirklichkeit, ist aber auch kein neues Phänomen bei den Linken. Uns wurde in 40 Jahren DDR eindrücklich vor Augen geführt, was unter Gleichheit verstanden wird. Nämlich, dass sich der Führungszirkel Luxus gönnt und sich vom Rest der Gesellschaft loslöst. Herr Ernst und Herr Lafontaine machen da leider keine Ausnahme, auch wenn es in der Öffentlichkeit gern anders verkauft werden soll. Klarstellen möchte ich an dieser Stelle, dass ich die Mauer um Herrn Lafontaines Villa nicht mit der DDR-Mauer in Verbindung gebracht habe. Einen solchen Vergleich halte ich für unangebracht.

Ich stehe zu unserem Gesellschafts- und Wirtschaftssystem und bin mir über die Tatsache bewusst, dass auch die "Soziale Marktwirtschaft" Schwächen hat. Dies trifft allerdings auf jedes Gesellschaft- und Wirtschaftssystem zu. Die Gerechtigkeits-Balance muss immer wieder aus Neue ausbalanciert werden. Das von den Linke postulierte System des Sozialismus hat in der Vergangenheit nicht funktioniert, kann heute nur durch Gewalt und Druck - siehe Nordkorea oder Venezuela - aufrecht erhalten werden und man muss auch kein ein Prophet sein um vorauszusehen, dass es auch zukünftig nicht funktionieren wird.


Mit freundlichen Grüßen

Nadine Schön MdB
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