Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen
Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen
CDU und FDP haben den Antrag von SPD und Grünen zum Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen abgelehnt. Zustimmung gab es von der Linken.
Hintergrundinformationen
Am 21. August 2009 hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof mehrere Musterklagen gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens abgewiesen. Insbesondere wurden einzelne Nachtflugregelungen bemängelt.

In vorangegangenen Anträgen forderten SPD und Grüne bereits eine Rückkehr zum Mediationsergebnis vom 31. Mai 2007. Dieses Mediationsergebnis umfasste die Komponenten:

  • Optimierung des vorhandenen Bahnensystems,
  • Kapazitätserweiterung durch Ausbau,
  • Nachtflugverbot von 23.00 Uhr bis 5.00 Uhr
  • Anti-Lärm-Pakt
  • Einführung eines regionalen Dialogforums

Vor diesem Hintergrund forderten die Antragsteller die Landesregierung auf, keine Revision gegen das Urteil einzulegen und das Nachtflugverbot durchzusetzen.


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Kommentare von Besuchern zur Abstimmung
Kommentar #8
Vor 52 Jahren zog ich in das Haus ein, das mein Altersruhesitz werden sollte. Über 40km entfernt vom Flughafen Frankfurt, umringt von viel befahrenen Straßen nahm der Verkehrslärm in dem Dorf, in dem ich wohne, über Jahre stetig zu. Mit dem Straßenverkehr konnte ich mich arrangieren.
Seit Anfang November 2011 kommt nun durch die über das Haus gelegte Flugrouten ein neuer Lärm hinzu: Fluglärm.Tag und Nacht.
40km entfernt vom Flughafen, Flugtiefen bis ca. 1000 Meter und Fluglärmpegel von permanenten 60-80 dBA - Dauergrollen, Dauergewitter, Dauerdröhnen und Turbinengeheul. Kaum Lärmpausen.Tag-tägliches und nächtliches Dröhnen von 0.01 Uhr bis 24 Uhr. Schlafen bei geöffnetem Fenster ist unmöglich geworden, denn der Lärm vom Frankfurter Airport dauert bis mindestens 23:45 Uhr in der Nacht und beginnt gegen 4 Uhr morgens und die in der Ruhe der Kernnacht durchschnittlich alle 20 Minuten heran dröhnenden Maschinen (die 24 Stunden hindurch dröhnende Fernflugroute wurde ebenfalls über das Dorf gelegt.) sind schlichtweg zu laut, um bei offenem Fenster durchschlafen zu können.
Ein entspannter Aufenthalt mehr im Garten oder den umliegenden Feldern, Fluren und Wäldern.ohne das dauerhafte bedrohliche Grollen und Dröhnen gehört der Vergangenheit an. Das Leben, das hier einst noch in guter Qualität möglich war, wurde von einem Tag auf den anderen zerstört.
Ich bin politisches und wirtschaftsbedingtes Freiwild geworden, zum gesundheitlichen Abschuss frei gegeben.
Ich werde von den verantwortlichen Politikern Schadstoffemissionen und gesundheitschädlichem Lärm ausgesetzt, der Nachtruhe beraubt. Mir wird lediglich zugestanden, dahinvegetieren zu dürfen in einem nicht mehr zur Entspannung bewohnbaren Zuhause, das längst zum Alptraum geworden ist. Meine Heimat wurde verdorben. Meine Zukunft wurde vernichtet.
Ich muss ausharren, denn es ist nicht mehr als ein Ausharren, da ich angewiesen bin auf meinen Job in Frankfurt, ausharren bis ich wegziehen kann.
Der Flughafenausbau ist ein Verbrechen an den Menschen im Rhein-Main-Gebiet, das politisch gewollt ist. Der Flughafenausbau ist ein Verstoß gegen Menschenrechte, gegen das Grundgesetz und gegen viele unserer Gesetze, die - ebenfalls politisch gewollt - durch die Machenschaften der Lobby der Flugindustrie durch Einrichtung und Novellierung anderer Gesetze und Verordnungen außer Kraft gesetzt wurden.
Die Unmenschlichkeit solcher Politik beschleunigt klar die Entdemokratisierung unseres Staates.
Die Parteien, die solche Entdemokratisierung zu verantworten haben sind in einer Demokratie nicht zu verantworten und müssen daher aus der politischen Landschaft dieses Landes verschwinden, denn die Entwicklung betrifft nicht nur die Landesebene, sondern auch die des Bundes.
Wer Bürger bewusst schädigt, wer Menschenrechte verletzt und das Grundgesetz missachtet, ist ein Staatsfeind und als solchen werde ich zukünftig die Parteien und Politiker betrachten und behandeln, die mir mein Zuhause zerstört, meine Heimat genommen und meine Gesundheit geschädigt haben.
von: Friedbergerin
am: 20.04.2012 21:30
Kommentar #7
Was für eine Enttäuschung für die geldgierigen Flughafenbetreiber Fraport, Lufthansa & Co.! Leipzig hat's nun denen und den sogenannten Christlichen sowie beistimmenden Liberalen gezeigt, wie die Rechtslage ist. Nachtflugverbot besteht weiter! Die richtige Quittung für die Politiker, die der Koch-Lüge gefolgt sind und gegen das Nachtflugverbot gestimmt haben, kommt aber erst zu den Landtagswahlen. Hoffentlich mit einem Rutsch für die CDU in die Opposition und einem endgültigen Ende der FDP.
von: Berni43 (Pirat)
am: 05.04.2012 19:06
Kommentar #6
ich lebe auf einem kleinen Dorf ganz idyllisch, dennoch kann ich die Menschen vestehen die sich hier beschweren. Und ich bin ein Mensch der nicht sagt es geht mich nichts an - ich wohne so weit weg.

Die Antwort von oödwilli gefällt mir kann ich nur begrüßen.
Heut zu Tage wird das Opfer zum Täter gestempelt - das läuft ganz subtil ab.
Unsere Welt ist hoch technologisiert - und die Menschheit auch hochentwickelt, aber wenn dann solche Dinge anstehen wie das Abstellen von Fluglärm, da sind die Politiker machtlos. Komisch - vielleicht sollte man den Zuständigen mehr Geld zuschieben - vielleicht klappt es dann auch mit dem Nachbarn!!!
von: vollkommenheit
am: 13.02.2012 14:16
Kommentar #5
Wer Fluglärm erlebt hat, weiß, dass man sich diesem nicht entziehen kann. Der Fluglärm des Frankfurter Flughafens ist allgegenwärtig (derzeit nur durch das vorrübergehende Nachtflugverbot unterbrochen).

Man wird zwangsläufig in den Widerstand getrieben.

Die Quittung gibt es natürlich bei den nächsten Wahlen.

Ihr lieben Bouffiers, CDUler und FDPler!!!
von: Castros
am: 29.12.2011 08:54
Kommentar #4
Nachdem ich mir das Abstimmungsergebnis angesehen habe ist mir klar geworden, daß ich die falsche Partei gewählt habe.
Dies kann ich bei der nächsten Wahl revidieren.

Leider habe ich mein Haus vor 41 Jahren auch im falschen Ort gebaut.
Dies kann ich jetzt nur noch verschenken oder abreissen.
Aber ein Umzug auf meine alten Tage ist doch noch machbar, auch wenn ich dann zur Miete wohnen muß.
von: Rudi
am: 13.12.2011 14:22
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Abstimmungsergebnis