Michaela Engelmeier-Heite (SPD)
Kandidatin Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Michaela Engelmeier-Heite
Jahrgang
1960
Berufliche Qualifikation
Erzieherin, Judolehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
-
Wahlkreis
Oberbergischer Kreis
Ergebnis
27,8%
Landeslistenplatz
34, Nordrhein-Westfalen
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(...) Eine erhebliche Erhöhung oder die Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze könnte dazu führen, dass der Wert der in Anspruch genommenen Leistung ggf. nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis zur Höhe der Beitragsleistung stehen würde. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
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Michaela Engelmeier-Heite hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Soziales und Familie
21.09.2009
Von:

Warum gibt es eine Beitragsmessungsgrenze für Sozialabgaben und müßte diese abgeschafft werden?

Grund der Frage:
Ich bin 57 Jahre, verh. und liege mit dem Einkommen und dem meiner Frau über der Beitragsbemessungsgrenze.
Meine Kinder sind berufstätig, haben Familie und liegen unter der Beitragsbemessungsgrenze.

Ich zahle, in Bezug zu meinem Enkommen, prozentual weniger an Sozialabgaben wie z. b. Krankenkasse, Arbeitslosenvers. usw. Meine Kinder zahlen den vollen Beitragssatz.

Das halte ich für unsozial.

Warum wird höheres Einkommen über die Beitragsbemessungsgrenze freigestellt? Warum zahlt der Kleinverdiener bis zur Beitragsbemessungsgrenze voll?

Wenn Sie diese beiden Fragen beantworten, hätte ich gern gewusst, ob Sie für die Abschaffung dieser Beitragsbemssungsgrenze sind.

Ich kann mir höhere Beiträge leisten; meine Kinder haben mit den vollen Abzügen ihr Problem.

Gruß

Antwort von Michaela Engelmeier-Heite
bisher keineEmpfehlungen
22.09.2009
Guten Tag Herr ,

vielen Dank für Ihr Interesse zum Thema Soziales und Familien. Ich versuche Ihre Fragen so informativ und umfassend wie möglich zu beantworten.

1.Warum gibt es eine Beitragsbemessungsgrenze für Sozialabgaben und müsste diese abgeschafft werden?

Der Krankenversicherungsbeitrag höher Verdienender findet durch die jährlich an die wirtschaftliche Entwicklung angepasste Beitragsbemessungsgrenze (2009: 3.675 Euro monatlich) seine Begrenzung. Eine erhebliche Erhöhung oder die Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze könnte dazu führen, dass der Wert der in Anspruch genommenen Leistung ggf. nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis zur Höhe der Beitragsleistung stehen würde. Einerseits könnte ein solches Vorgehen zwar zu Mehreinnahmen für die gesetzlichen Krankenversicherung führen, andererseits würde es aber erfahrungsgemäß zu einer "Flucht" von bisher freiwillig Versicherten mit Einkommen, welches oberhalb der Pflichtversicherungsgrenze liegt, in die private Krankenversicherung kommen, wodurch der gesetzlichen Krankenversicherung wiederum Beitragseinnahmen entgehen. Dem solidarischen Gedanken in der GKV würde dies eher nicht entsprechen.


2.Warum wird höheres Einkommen über die Beitragsbemessungsgrenze freigestellt? Warum zahlt der Kleinverdiener bis zur Bemessungsgrenze voll?

Die SPD tritt für eine Bürgerversicherung ein, in die alle mit ihren Einkommen einzahlen. Jedoch müssen hinsichtlich der verschiedenen Sozialversicherungszweige unterschiedliche Ausgestaltungen der Beitragserhebung gefunden werden. Eine Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze erscheint wegen des Äquivalenzprinzips in der gesetzlichen Rentenversicherung unmöglich und auch nicht wünschenswert - hier ist auch die Einbeziehung von Einkommen, die nicht durch Erwerbsarbeit erzielt werden, fragwürdig. Auch in der GKV ist die Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze mit hohen verfassungsrechtlichen Hürden behaftet. Im Grundsatz stimmt die SPD dem Ziel der Verbreiterung der Solidarität jedoch uneingeschränkt zu.

Auch ich persönlich stimme dem Ziel einer Verbreiterung der Solidarität uneingeschränkt zu.

Ich hoffe, ich habe Ihre Fragen ausreichend beantwortet und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag und eine gute Wahl am Sonntag.

Viele Grüße aus Gummersbach
Michaela Engelmeier-Heite
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Frage zum Thema Energieversorgung
24.09.2009
Von:

Guten Tag,
sie sprechen sich auf der Seite des BUND gegen den Neubau von Kohlekraftwerken aus.

Die Mitglieder des Schattenkabinetts der SPD vertreten bei der Kohle aber die Meinung, der Neubau von Kohlekraftwerken biete die Chance, ineffiziente alte Kraftwerke zu ersezten. Dem stimme ich bedingt zu, wenn dafür wirklich alte Kraftwerke abgeschaltet werden und die neuen mit moderner Kraft-Wärme-Kopplung ausgestattet werden.

1. Frage daher:
Wieso wollen Sie keine besseren Kohlekraftwerke? Bzw. woher soll in der Zukunft sauberere Energie kommen, wenn die Erneuerbaren 2020 nur 30% ausmachen und die Atomkraft (hoffentlich) fehlt?


Aus einem offenen Brief deutscher Naturschutzorganisationen an Frau Merkel:

"Der Emissionshandel ist das wirksamste Instrument für eine Senkung der CO2-Emissionen in Europa – jedoch nur, wenn die Zertifikate in Zukunft versteigert werden. Die großen Klimasünder müssen endlich für ihre Emissionen bezahlen. Die kostenlose Zuteilung wird den deutschen Stromkonzernen bis 2012 voraussichtlich 46 Milliarden zusätzliche Gewinne einbringen – sie haben den Marktwert der umsonst erhaltenen Zertifikate einfach auf die Strompreise aufgeschlagen. Konzerne und Industrielobbyisten versuchen mit allen Mitteln, den Emissionshandel zu durchlöchern, um das Klima weiterhin umsonst belasten zu können."

2. Frage daher: Was wird die SPD am Vergeschenken von CO2-Zertifikaten ändern?


Ich hoffe Sie können meine Fragen beantworten. Vielen Dank!

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