Michael Müller (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Michael Müller
Jahrgang
1948
Berufliche Qualifikation
Stahlbetonbauer, Diplom Betriebswirt
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Wahlkreis
Düsseldorf I
Landeslistenplatz
10, über Liste eingezogen, Nordrhein-Westfalen
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Befürchten Sie wirklich, dass Sie verhaftet werden, weil Sie ein Taschenmesser haben? (...) Solche Gesetze und Verordnungen werden nicht von Laien erarbeitet, sondern von Fachleuten, die sich intensiv mit der Problematik befasst haben. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
nicht beteiligt
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
nicht beteiligt
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
nicht beteiligt
29.05.2009
Schuldenbremse
JA
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
JA
Fragen an Michael Müller
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
25.05.2008
Von:

Sehr geehrte Herr Müller,
Die Privatisierungsvorhaben der Bahn und die Art und Weise, wie das Projekt ohne regulären Gesetzgebungsverfahren und ohne Rücksicht auf die Parteitagsbeschlüße der SPD in Hamburg durchgedrückt wird, verletzt nicht nur die parlmanetarischen Regeln sondern das Rechtsempfinden der mehrheit der Bürger - über 70% sind gegen die Privatisierung, die keine Teilprivatisierung bleiben wird.
Wie vereinbaren sich die Folgen - mehr Verkehr auf den Straßen, Vernachlässigung der Kernaufgaben, erhöhte Preise, Ausdünnung der Strecken mit den Umwelt- und Klimaschutzzielen? Wie werden Sie sich bei der Abstimmung positionieren und warum?
Mit freundlichem Gruß
Antwort von Michael Müller
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04.06.2008
Michael Müller
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zur Teilprivatisierung der Bahn. Ich habe dem Antrag zugestimmt, auch wenn er für mich nicht "die optimale Lösung" ist. Wir mussten am Ende mit unserem Koalitionspartner einen Kompromiss finden.
Ich teile allerdings Ihre Befürchtungen nicht, dass diese Teilprivatisierung zu einer Vernachlässigung der Kernaufgaben, Ausdünnung der Strecken und einer massiven Verlagerung des Verkehrs auf die Strasse führt.
Mit der Teilprivatisierung der DB AG erhält kein privater Investor Zugriff auf das Schienennetz. Das Schienennetz bleibt in vollständiger Hand des Bundes. Der grundgesetzliche Auftrag des Bundes entsprechend 87e besteht weiterhin; das heißt die Voraussetzungen zur Gewährleistung der öffentlichen Daseinsvorsorge haben nach wie vor Bestand. Auch das rechtliche Instrumentarium zur Kontrolle von Streckenstilllegungen durch den Bund bleibt erhalten: Nach wie vor gilt für Streckenstilllegungen das in § 11 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes festgelegte Verfahren mit einem Genehmigungsvorbehalt der zuständigen Aufsichtsbehörde.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Müller
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Frage zum Thema Soziales
25.05.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Müller,

ich beziehe Leistungen SGB II, also € 347,-- plus ca. € 45,-- wegen erhöhter Aufwendungen für Ernährung. Behinderung 80%

MWSteuer Erhöhung, allgemeine enorme Preiserhöhung für Lebensmittel, Zusatzbelastung durch Kostenanteil an Medikamenten, ab Anfang 2007 Deckelung der Heizkosten auf eine reduzierte Pauschale, ständige Steigerung der Energiekosten, Inflation.

Dies alles muss verkraftet werden und vielleicht haben Sie eine Idee, wie das gehen soll.

Wenn es wenigstens einen Ausgleich dergestalt gäbe, dass das Niveau von 2006 gehalten werden könnte.

Es bleibt immer weniger in der Geldbörse und meist ist ab dem 20./25. Schluss, aber es sind noch einige Tage bis zur nächsten Zahlung, Es bleibt nur noch die Möglichkeit, am Essen zu sparen und auf die nächste Bundestagswahl zu warten.

Ich gehe davon aus, dass die, die die Zeit bis zur Wahl überlebt haben, von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und die SPD nicht mehr wählen.

Alternativ kämen die Linken wohl zum großen Zug, wollen Sie dem durch diese unsoziale Politik Vorschub leisten ?

Freundliche Grüsse
Antwort von Michael Müller
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04.06.2008
Michael Müller
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage. Ich weiß, dass das es nicht einfach ist, mit den Hartz IV Sätzen aus zukommen und das die Preissteigerungen bei Grundlebensmitteln die Situation noch verschlechtern. Deswegen werden die Regelsätze auch regelmäßig überprüft und angepasst. Der jetzige Anpassungs-Mechanismus für Hartz IV sieht vor, die Leistungen für Arbeitslosengeld-Empfänger alle fünf Jahre gemäß der so genannten Einkommens-Verbraucherstatistik anzupassen. In den Jahren zwischen zwei Statistiken steigen die Hartz-IV-Sätze nach dem Rentenanpassungsfaktor. Es ist leicht, Erhöhungen zu versprechen, ohne Kosten zu prüfen und eine Gegenfinanzierung sicherzustellen, wenn man nicht in der Verantwortung steht.

Ihre persönliche Situation kann ich nicht beurteilen, ich kann Ihnen nur vorschlagen, sich mit meinem Wahlkreisbüro in Verbindung zu setzten, um einen Gesprächstermin zu vereinbaren.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Müller MdB
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Frage zum Thema Wirtschaft
26.05.2008
Von:

Werter Herr Müller,

Sie erwägen eine (weitere) steuerliche Vergünstigung für Dieselfahrzeuge
www.welt.de
Ähnliche Forderungen werden auch in unseren Nachbarländern laut, und selbst die Clinton verspricht ähnliches; kommt gut in der Journaille, hilft aber nicht wirklich, den Peak oil zu verzögern, d.h. den Verbrauch zu senken; außerdem ist der ausbeutbare Anteil von Mitteldestillaten im Rohöl begrenzt- wir müssen das Zeuch importieren.

Für die Versorgungssicherheit wäre folgendes vielleicht hilfreicher: Die meisten größeren Ölverbraucher-Staaten haben in den letzten Jahren ihre (strath.) Vorräte massiv aufgestockt; Halten Sie es da für richtig, dass der Erdölbevorratungsverband ( www.ebv-oil.de ) aufgrund der Gesetzeslage offenbar dazu gezwungen ist, seine Vorräte abzubauen?

Hintergrund: Gesetzl. Bevorratungspflicht, zurückgehend natürlich auf Helmut Schmidt (wer sonst...), 3 Monatsverbräuche; Da der offizielle Verbrauch aufgrund Witterung, Tanktourismus, Bedarfszerstörung gesunken ist, betragen sie heute aber lt. www.mwv.de bis zu 4 Monate... die Statistiken weisen denn auch einen zurückgehenden Bestand aus.

Vieleicht könnte man da was tun- und zwar möglichst bevor die EU mit dem "Erwägen" in 20 Jahren fertig / einig wird: EU erwägt Verbesserung der Erdölnotvorräte aufgrund Preisanstieg www.euractiv.com

Noch ein Vorschlag:
Die Mineralölsteuer für Standard-Heizöl sollte zum Jahreswechsel angehoben werden- vielleicht sollte man da auch was tun, bevor man von der Journaille zum Jagen getragen wird...

Ich meine nämlich, es gibt kein Recht auf Mobilität- die warme Bude ist lebensnotwendiger; Die CO2-Ziele sind angesichts fortan steigender Kohlenutzung eh perdu- das saubere Deutschland lag schon anno 2006 EU-weit im Dreckigen Drittel.

Das Dienstwagenprivileg will ich jetzt nicht auch noch ansprechen...

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Frage zum Thema Umwelt
09.06.2008
Von:

Verehrter Herr M. Müller !

Ich habe im Juni 2006 mit sehr großem Interesse das Buch "Weltmacht Energie" der Autoren Hennicke/M.Müller, also Sie , gelesen und frage, ob Sie an diesem lesenswerten Werk entscheidend mitgewirkt haben oder nur aus parteitaktischen Gründen Ihren Namen gaben? Bis zum Beweis des Gegenteils halte ich Sie für einen seriösen Abgeordneten und augenblicklichen Staatssekretär im Umweltministerium. Deshalb frage ich Sie, ob es nicht viel mit Schaufensterpolitik zu tun hat, wenn Sie sich fahrradfahrend gegen die Endlichkeit der fossilen Ressourcen stellen.
Weder die SPD, Ihre Koalitionspartner können sie tatsächlich vergessen, noch andere haben ein plausibles zu diskutierendes Konzept, wie die Menschheit - nicht nur die Deutschen - dieses Jahrhundert des Überlebens bestehen soll.

M.f.G.
, RA und Notar aD. Bergingenieur grad
Antwort von Michael Müller
3Empfehlungen
23.06.2008
Michael Müller
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr Lob zu meinem Buch.

Ja es stammt wirklich aus meiner Feder, wie einige andere Bücher (siehe www.mueller-mdb.de unter Bücher) zum gleichen Thema auch. Sie können sich sicher sein, wenn unter einem Text mein Name steht, dass dieser auch von mir verfasst wurde. Da Sie mein Buch gelesen haben, verwundert es mich schon etwas, dass Sie gerade mir "Schaufensterpolitik" und mangelnde Konzepte vorwerfen. Nicht erst seit gestern versuche ich die, auch von Ihnen beklagten, Zustände zu ändern und habe auch immer wieder Beiträge dazu geleistet. 1985 zum Beispiel mit dem Buch: Umweltpolitik am Scheideweg - Die Industriegesellschaft zwischen Selbstzerstörung und Ausstiegsmentalität "Das Unbehagen über das, was Umweltpolitik genannt wird wächst. Auf der einen Seite Halbherzigkeit, Unentschiedenheit, Konzeptionslosigkeit, zynisches Gewährenlassen der Mechanismen, die zur totalen Umweltzerstörung führen. Auf der anderen Seite radikale Verweigerung gegenüber der Industriegesellschaft, aktiver Widerstand oder Aussteigerromantik. Dieses Buch entwarf schon 1985 demgegenüber die Umrisse eines Weges, auf dem Ökonomie und Ökologie eine produktive Synthese eingehen können."

Das ich mich im Regierungsviertel mir dem Fahrrad fortbewege, hat nichts damit zu tun, dass ich mich "fahrradfahrend gegen die Endlichkeit der fossilen Ressourcen stellen" will, sondern ist einfach eine Fortbewegungsart, die ich auch nutze! In der Politik ist es halt so, dass man sich nicht immer durchsetzen kann, auch wenn ich denke, das ich in der Vergangenheit schon einiges bewegen konnte - aus meiner Sicht leider zu wenig, aber je mehr Mitstreiter ich habe, desto mehr lässt sich erreichen. Und dabei können alle helfen, jeder Verbraucher bei seinem Einkauf, bei der Art, wie man sich fortbewegt und was man für ein Auto kauft. Damit will ich natürlich nicht die große Verantwortung der Politik in Frage stellen! Das ich mich dieser Verantwortung stelle, können Sie an meiner Arbeit sehen.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Müller
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
09.06.2008
Von:
Jan Dr.

Sehr geehrter Herr Müller,

ich möchte mich mit folgender Frage an Sie wenden:

Was unternehmen Sie als Abgeordneter des Bundestags und was unternimmt die SPD-Bundestagsfraktion, um die zügige Ratifizierung der UN-Konvention gegen Korruption und der seit neun Jahren unterzeichneten Antikorruptionskonvention des Europarates in Deutschland voranzutreiben?

Wann ist spätestens mit Ratifierung der beiden Konventionen zu rechnen?

Über Ihre Antwort freue ich mich, mit freundlichen Grüßen

Dr. Jan
Antwort von Michael Müller
1Empfehlung
24.07.2008
Michael Müller
Sehr geehrter Herr Dr. ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum Thema Ratifizierung der UN-Konvention
gegen Korruption.
Die SPD geführten Bundesregierung hat in der vergangenen Legislaturperiode entsprechende Vorarbeiten aufgenommen, konnten aber aufgrund des vorzeitigen Endes der Legislaturperiode diese nicht vollenden. Auch ich möchte, dass die UN Konvention gegen Korruption so schnell wie möglich ratifiziert wird, dazu sind sind jedoch noch in manchen Bereichen des deutschen Rechts Änderungen notwendig.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Müller MdB
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