Max Brym (DIE LINKE)
Kandidat Landtagswahl Bayern 2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Max Brym
Jahrgang
1957
Berufliche Qualifikation
Bürokaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
freier Journalist
Wohnort
-
Stimmkreis
München-Schwabing
Landeslistenplatz
28, Oberbayern
(...) Sie sollten "Die Linke" wählen. Die Grünen sind in ihrer Regierungszeit, zwischen 1998 und 2005 aus dem Atomausstieg ausgestiegen. Der Bericht aus der Zeitung "Freitag" dürfte der Wahrheit entsprechen. (...)
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Frage zum Thema Soziales
08.08.2008
Von:

Hallo Max Brym

erklären Sie BITTE warum ein linksstehender Mensch jetzt der " Linken" vertrauen soll. Einst gab es Linke in der SPD zuvor die K- Gruppen und jetzt arbeiten Mitglieder der SAV wie Sie in der " Linken mit. Was soll da erreicht werden. Glauben Sie wirklich mit der "Linken" den Kapitalismus überwinden zu können? Ich glaube nämlich, dass nur dies die soziale Frage lösen kann.
Antwort von Max Brym
11Empfehlungen
18.08.2008
Hallo

du bist als Linke etwas skeptisch gegenüber der Partei " Die Linke". Skepsis ist durchaus angebracht gegenüber Parteien und ihren Versprechungen vor allem vor Wahlen. Dennoch solltest du berücksichtigen,dass die Partei "Die Linke" bis dato die Interessen der abhängig Beschäftigten und der sozial Benachteiligten artikuliert. Dies geschieht nicht nur verbal, im Land Hessen wurden die Studiengebühren durch den Einzug der Linken in den Landtag wieder gekippt. Der neoliberale Diskurs wonach es keine Alternativen zur Politik des Sozialraubes und der Arbeitsplatzvernichtung gibt konnte durch das Wirken der Partei "Die Linke" aufgebrochen werden. Die Partei "Die Linke" ist als einzige Partei für die bedingungslose Rücknahme der Rente mit 67, nur die " Linke" steht gegen Hartz IV und die Agenda 2010. Ein Einzug der " Linken" in den bayrischen Landtag und in die bayerischen Bezirkstage würde das gesellschaftliche Klima deutlich verändern. Nicht zufällig ist die Forderung nach einem Mindestlohn, der zuerst von der Linken aufgestellt wurde zum relevanten Thema geworden. Selbstverständlich ist die CSU gegen den Mindestlohn, obwohl sie nach der bayerischen Verfassung zur Einführung eines Mindestlohnes verpflichtet ist. Der SPD die im Bund mit der Union koaliert ist nicht zu trauen, denn gerade unter Gerhard Schröder fand der größte Sozialraub in der deutschen Nachkriegsgeschichte statt. Gegenwärtig exekutiert die SPD mit der Union die neoliberale Agenda 2010 Politik im Bund. Ihre sozialen Parolen im Landtagswahlkampf sind deshalb nichts als Täuschungsmanöver.

Zu deiner Frage nach der Überwindung des Kapitalismus

Selbstverständlich bin ich der Meinung, dass der Kapitalismus überwunden werden muss. Als Mitglied der Partei " Die Linke" und als Mitglied der SAV ( Sozialistische Alternative) ist für mich der Kapitalismus nicht das Ende der Geschichte. Nötig um den Kapitalismus beseitigen zu können ist vor allem eine Reaktivierung der Arbeiterbewegung. Ein wichtiger politischer Bezugspunkt für diesen Schritt ist die Partei " Die Linke". Dies bedeutet allerdings nicht, dass die " Linke" schon der fertig geschmolzene Stahl ist auf den sich die Arbeiter und Arbeiterinnen bedingungslos verlassen können. Es gibt in der Partei altsozialdemokratische Vorstellungen und Strömungen welche den Kapitalismus nur sozialverträglich reformieren wollen. Dieser Weg wurde bereits ausprobiert und kann als gescheitert betrachtet werden. Als Mitglied der SAV kämpfe ich zusammen mit allen Freunden und Sympathisanten der " Linken", um notwendige Tagesforderungen im Interesse der breiten Mehrheit der Bevölkerung. Selbstverständlich trete ich für einen grundsätzlichen Bruch mit der kapitalistischen Gesellschaftsordnung ein. Nur mittels einer sozialistischen Demokratie, die nichts mit den stalinistischen Gebilden von einst zu tun hat, können die Probleme der Gesellschaft elementar gelöst werden.

Viele Grüße

Max Brym
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
13.08.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Brym,

die kommunistische Internetzeitung "Kommunisten-online.de" schreibt unter dem Artikel "Trotzkistisches Verwirrspiel":
"Brym ... ist ein wichtiger Mann in der SAV in Bayern ...".

Laut Wikipedia versteht sich die Sozialistische Alternative (SAV) selbst als "revolutionäre, sozialistische Organisation in der Tradition von Marx, Engels, Lenin. Trotzki, Luxemburg und Liebknecht". Zitat: "Sie steht für Gegenwehr, Solidarität und Sozialismus. ... Sie agitiert gegen die bürgerlich-parlamentarische Ordnung und die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. ... Vom deutschen Bundesamt für Verfassungsschutz wird die SAV als linksextremistisch eingestuft und beobachtet.".

Was veranlasst Sie jetzt plötzlich, das von der SAV bekämpfte parlamentarische System zu nutzen und für den bayerischen Landtag zu kandidieren?

Haben Sie Ihrer Grundüberzeugung abgeschworen?
Antwort von Max Brym
10Empfehlungen
17.08.2008
Sehr geehrter Herr

ich bin ich Mitglied der SAV (Sozialistische Alternative) und Mitglied der Partei " Die Linke". Sie möchten wissen wie das zusammen passt und zitieren aus "Kommunisten Online" und aus Berichten des Verfassungsschutzes. Dazu folgende Anmerkungen. "Kommunisten Online" ist eine schlimme stalinistische Seite, die die Trotzkisten der SAV extrem bekämpft. Die Ursache liegt im Ziel der SAV. Die SAV kämpft für eine positive Überwindung des Kapitalismus, für eine sozialistische Demokratie, die nichts mit den untergegangenen stalinistischen Systemen verbindet. Das Verhältnis der SAV zur Partei "Die Linke": Es geht der SAV darum sich am Aufbau breiter linker Parteien mit durchaus unterschiedlichen Strömungen wie der Partei "Die Linke" zu beteiligen. Nur die "Linke" steht gegen Hartz IV und die Agenda 2010 Politik, nur die "Linke" fordert die Abschaffung der Rente mit 67 und ist für den sofortigen Abzug der Truppen aus Afghanistan. Die Debatte über den Mindestlohn kam nur wegen dem Wirken der "Linken" zustande Deshalb bin ich Mitglied der Linken und will für diese Partei in das Parlament. Das Parlament betrachte ich als eine wichtige Tribüne von der herab die Interessen der großen Mehrheit der Bevölkerung artikuliert werden müssen. Dies ist bis dato nicht der Fall.

Viele Grüße
Max Brym
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Frage zum Thema Soziales
18.08.2008
Von:

Hallo Herr Brym,

können Sie mir bitte einmal genau sagen, in welchem Artikel der Bayerischen Verfassung steht, dass die Regierung verpflichtet ist, einen Mindestlohn einzuführen??

Wenn Sie mir den Artikel nicht nennen können, dann unterlassen Sie bitte in Zukunft solche abenteuerlichen Behauptungen.
Antwort von Max Brym
12Empfehlungen
19.08.2008
Sehr geehrte Frau

Der Niedriglohnbereich frisst sich wie ein Geschwür in den Arbeitsmarkt. Immer mehr Menschen arbeiten zu Hungerlöhnen, sind arm trotz Arbeit. Die meisten Bezieher von Hartz IV sind voll arbeitende Arme. In Bayern sind Mindestlöhne möglich, da in der Bayerischen Verfassung, Artikel 169 Abs.1 bereits seit 1946 steht:
"Für jeden Berufszweig können Mindestlöhne festgesetzt werden, die dem Arbeitnehmer eine den jeweiligen kulturellen Verhältnissen entsprechende Mindestlebenshaltung für sich und seine Familie ermöglichen."

Die bayerische Verfassung garantiert das Recht auf eine "angemessene Wohnung (Art. 106 BV)" oder das Recht für jedermann, "sich durch Arbeit eine "auskömmliche Existenz zu schaffen (Art. 166)". Tatsache ist, dass immer mehr Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen keine "auskömmliche Existenz" mehr haben. Damit besteht der zwingende Verfassungsauftrag zumindest einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen. Diesen Grundsatz ignoriert die CSU vollständig.

Viele Grüße

Max Brym
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Frage zum Thema Verkehr, Infrastruktur und Stadtentwicklung
19.08.2008
Von:

Hallo Herr Brym

ich wohne an der Leopoldstraße und seit neuestem befindet sich die Münchner Freiheit im Ausnahmezustand, weil eine neue Tramlinie gebaut wird. Sind sie der Meinung, dass diese Linie notwendig ist, oder würden sie das Geld nicht eher für andere Dinge verwenden, wie z. B. Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche?

Liebe Grüße,
A.
Antwort von Max Brym
7Empfehlungen
19.08.2008
Hallo Frau

die Zustände an der " Münchner Freiheit" sind in der Tat unerträglich. Grundsätzlich bin ich ein Befürworter von öffentlichen Verkehrsmitteln, ich wage allerdings die Notwendigkeit der neuen Tramlinie zu bezweifeln. Für mich ist diese Tram ein Renommierprojekt

Viele Grüße

Max Brym
Ergänzung vom 20.08.2008
Hallo Frau

die Zustände an der " Münchner Freiheit" sind in der Tat unerträglich. Grundsätzlich bin ich ein Befürworter von öffentlichen Verkehrsmitteln, ich wage allerdings die Notwendigkeit der neuen Tramlinie zu bezweifeln. Für mich ist diese Tram ein Renommierprojekt

Viele Grüße

Max Brym
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung und Bürgergesellschaft
19.08.2008
Von:

Herr Brym,

wie beurteilen Sie die geplante Einschränkung der Versammlungsfreiheit in Bayern und welche Auswirkungen wird dies auf die demokratische Kultur in Bayern haben?

Hochachtungsvoll,
M.
Antwort von Max Brym
7Empfehlungen
19.08.2008
Die bayerische Staatsregierung will mit dem neuen Versammlungsrecht nicht nur die Versammlungsfreiheit einschränken, sondern die Versammlungsfreiheit für die politische und gewerkschaftliche Opposition liquidieren. Nach dem Gesetz müssen Versammlungen 78 Stunden vorher angemeldet werden. Damit sind Spontandemonstrationen, oder gewerkschaftliche Streiks mit ihrem Demonstrationscharakter grundsätzlich in Frage gestellt. Zwei Personen sind nach dem Gesetz bereits eine Versammlung. Der Dichter Heinrich Heine attackierte den deutschen Obrigkeitsstat im vorletzten Jahrhundert weil er drei Personen aufforderte " auseinander zu gehen". Das Versammlungsgesetz gibt der bayrischen Obrigkeit die Möglichkeit Versammlungsleiter und Ordner abzulehnen. Außerdem wird mit dem genannten Militantzverbot jeder gewerkschaftliche Protest illegalisiert, denn Streikposten tragen bekanntlich die selben Westen. Es ist auch oder vor allem aus demokratischen Gründen notwendig, die CSU abzustrafen und als echte Opposition die " Linke" zu wählen.

Viele Grüße Max Brym
Ergänzung vom 20.08.2008
Die bayerische Staatsregierung will mit dem neuen Versammlungsrecht nicht nur die Versammlungsfreiheit einschränken, sondern die Versammlungsfreiheit für die politische und gewerkschaftliche Opposition liquidieren. Nach dem Gesetz müssen Versammlungen 78 Stunden vorher angemeldet werden. Damit sind Spontandemonstrationen, oder gewerkschaftliche Streiks mit ihrem Demonstrationscharakter grundsätzlich in Frage gestellt. Zwei Personen sind nach dem Gesetz bereits eine Versammlung. Der Dichter Heinrich Heine attackierte den deutschen Obrigkeitsstat im vorletzten Jahrhundert weil er drei Personen aufforderte " auseinander zu gehen". Das Versammlungsgesetz gibt der bayrischen Obrigkeit die Möglichkeit Versammlungsleiter und Ordner abzulehnen. Außerdem wird mit dem genannten Militantzverbot jeder gewerkschaftliche Protest illegalisiert, denn Streikposten tragen bekanntlich die selben Westen. Es ist auch oder vor allem aus demokratischen Gründen notwendig, die CSU abzustrafen und als echte Opposition die " Linke" zu wählen.

Viele Grüße Max Brym
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