Matthias Möhle (SPD)
Kandidat Landtagswahl Niedersachsen 2008
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Grunddaten
Matthias Möhle
Jahrgang
1959
Berufliche Qualifikation
Studium des Lehramtes
Ausgeübte Tätigkeit
Lehrer an Musikschulen und Inhaber eines Peiner Musikgeschäftes
Wohnort
-
Wahlkreis
Peine
Ergebnis
43,4%
Landeslistenplatz
36
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Das Rauchverbot in der Gastrononmie ist, wie Sie richtig beschrieben haben, ein umstrittenes Landesthema. (...) Das Beispiel Irland hat gezeigt, dass sich ein neues Publikum, vornehmlich Familien nun eher entscheiden, auch einmal in ein Lokal Essen zu gehen. (...)
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Frage zum Thema Wirtschaft
21.01.2008
Von:
-

Guten Tag, Herr Möhle,

das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie erhitzt nach wie vor die Gemüter.
Unter Bezug auf die hohen Umsatzeinbußen durch das Verbot, die gemäß Umfragen festgestellt wurden, möchte ich wissen:

Wie wollen Sie dieser negativen Entwicklung entgegenwirken?

Wann sollte das Rauchverbot Ihrer Meinung nach mit Blick auf die wirtschaftlichen Auswirkungen überprüft werden?

Könnten Sie sich für die Zukunft freiwillige Lösungen wie z.B. in Spanien vorstellen?

MfG.
Schoppe, Klimbim-
Antwort von Matthias Möhle
3Empfehlungen
23.01.2008
Sehr geehrte Frau Schoppe,

das Rauchverbot in der Gastrononmie ist, wie Sie richtig beschrieben haben, ein umstrittenes Landesthema. Dabei geht es in erster Linie um den Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die täglich in Restaurants, Kneipen und Gasthäusern arbeiten. Ich weiß aus vielen Gesprächen wie schwierig die korrekte Umsetzung des Gesetzes für kleinere Lokalitäten auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu realisieren ist.

Es braucht zunächst eine Umgewöhnungszeit, bis sich die Gesellschaft und auch die Besucher von Lokalen an den Umstand des Nichtrauchens gewöhnt haben. Ich selbst kann als (Pfeifen-)Raucher beurteilen, was das bedeutet, finde es aber trotzdem gut, dass es in Lokalen, in denen Menschen Nahrung zu sich nehmen können, sie dieses nun rauchfrei tun können.

Das Beispiel Irland hat gezeigt, dass sich ein neues Publikum, vornehmlich Familien nun eher entscheiden, auch einmal in ein Lokal Essen zu gehen.

Ich bin ein Gegner von so genannten freiwilligen Lösungen. Nach eigenen Erfahrungen in Spanien funktioniert das System nicht in dem gewünschten Maße, weil sich Lokale und auch Personen nicht an die außen gekennzeichneten Bereiche halten. Als die oben beschriebene Übergangszeit würde ich zunächst einmal ein Jahr ansetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Möhle
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Frage zum Thema Gesundheit / Verbraucherschutz
24.01.2008
Von:

Hallo Herr Möhle !

Dies ist keine Scherzfrage, auch wenn sie sich vielleicht so anhört.Ich als Raucher bin natürlich, wie viele andere auch, über das Nichtrauchergesetz verärgert. Aber was mich aufregt, ist, das nur die Raucher die Doofen sind. Ich fühle mich als Mensch auch von Alkoholisierten Menschen belästigt. (wie die Nichtraucher sich ja auch von den Rauchern belästigt fühlen). Und die Fogekosten des Trinkens?Krankenhaus, Entziehungskur, durch Prügeleien und Unfälle enstandene Fehlzeiten auf der Arbeit, Scheidung , Arbeitslosigkeit, Hartz4 und so weiter.Der Schaden des Trinkens für die Gemeinschaft ist um ein vielfaches höher als der des Rauchens.
Jetzt meine Frage. obwohl die Kosten immens sind, ist der Raucher immer der Dumme. Tabaksteuer immer mehr rauf. Warum wird nicht beim Alkohol die Steuer mal richtig erhöht? Liegt es daran ,das die Menschen,die in der Politik sind und die Macht dazu hätten,lieber mal ein Bier trinken anstatt eine zu Rauchen ? Es würde ja dann den eigenen Geldbeutel treffen.Über eine Antwort wäre nicht nur ich sehr erfreut.

Mfg
Antwort von Matthias Möhle
1Empfehlung
26.01.2008
Sehr geehrter Herr ,

in Teilen kann ich Ihren Frust durchaus nachvollziehen, möchte Ihnen aber trotzdem aus meiner Sicht auf Ihre Frage antworten. Natürlich ist es immer leicht "anderen" (in diesem Fall Politikern) die Schuld in die Schuhe zu schieben und sich aus der Verantwortung zu stehlen, indem man zunächst sagt, dass sowohl die Tabak- als auch die Alkoholsteuer nicht in den Kompetenzbereich des Landes, sondern des Bundes fallen. Für diese Art der Besteuerung bin ich in Zukunft also auch nicht verantwortlich. Dennoch finde ich, dass sich das Rauchen und Trinken in einem Punkt immens voneinander unterscheiden.
Der größte und auch wichtigste Unterschied zwischen dem Rauchen und dem Trinken in der Öffentlichkeit, ist die Gefährdung der Mitmenschen, die durch den Zigarettenrauch entsteht. Dieser verteilt sich ungehindert in der Luft und so werden auch Unbeteiligte durch das ungefragte Passivrauchen an den negativen gesundheitlichen Folgen des Rauchens beteiligt.
Ich persönliche habe nichts einzuwenden an einem Glas Rotwein in gemütlicher Runde. Diese Tatsche macht mich noch nicht zu einem Trinker, der die von Ihnen geschilderte Kette von Krankenhaus bis ALG 2 durchläuft. Leider sind mir die Zahlen des Schadens, der durch Alkoholmissbrauch im Vergleich zu gesundheitlichen Folgen durch das Rauchen nicht bekannt, glaube aber, dass die Kausalzusammenhänge, die Sie geschildert haben, so nicht in Statistiken ermittelbar sind und eher auf Mutmaßungen der Gesellschaft beruhen. Ich hoffe Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Matthias Möhle.
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