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Sehr geehrter Herr Ferber,
können Sie sich vorstellen daß das geringe Wahlinteresse deutscher Bürger auch daran bestehen könnte, daß zum Beispiel die Stimme eines maltesischen Wählers 11 mal höher gewertet wird als die Stimme eines deutschen Wählers?
Empfinden Sie so eine Stimmengewichtung noch als demokratisch?
In Kenntnis dieser Stimmengewichtung ist es doch kein Wunder, wenn man als Bürger die EU allenfalls als lästiges und notwendiges Übel mt Fatalismus und Resignation nur noch achselzuckend zur Kenntnis nimmt.
Und welchen Einfluß hat Deutschland als größter Beitragszahler überhaupt in der EU. Verwaltung und Leitung der Eu sind nur mit einem minimalen Anteil deutscher Amtsträger besetzt während innerhalb der EU eine alles beherrschende französische Hegemomie zu beobachten ist.
Deutsch, was von rund 120 Millionen EU-Bürgern gesprochen wird, behandelt die EU wie einen minderwertigen und lästigen Dialekt. Stattdessen wird die EU geradezu selbstverständlich französisch dominiert.
Ich fühle meine Anliegen in diesem EU-Parlament in keiner Weise verteten und vermag auch in Brüssel nicht zu erkennen, daß dort deutsche Interesse in der allgemeinen Wahrnehmug überhaupt zur Kenntnis genommen werden.
Die Vorgehensweise der EU grenzt an glatte Ausgrenzung und offene Benachteiligung von Bürgern der EU, nur aufgrund ihrer deutschen Sprache und Kultur.
Ich frage mich daher wo werden unsere Bürgerinteressen und unser Wählerauftrag von unseren wenigen Abgeordneten in Straßburg wahrgenommen?
Ich erwarte von unseren Abgeordneten, daß sie UNSERE Interessen wahrnehmen und die Interessen von uns Wählern auch offensiv wahrgenommen werden.
Derzeit empfinde ich mich ganz klar als Bürger minderer Klasse mit weit geringeren Rechten als zum Beispiel jeder französische Bürger.