Maria Noichl (SPD)
Abgeordnete Landtag Bayern

Grunddaten
Jahrgang
1967
Berufliche Qualifikation
Hauswirtschaftsmeisterin, Fachlehrerin für Ernährung und Gestaltung
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wohnort
Rosenheim
Stimmkreis
Rosenheim-West
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(...) Mein verstorbener Vater war CSU Mitglied und ein anständiger Mensch.
Manchmal geht mein oberbayerisches Temperament mit mir durch ... (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
09.09.2012
Von:

Grüß Gott Frau Noichl,

mit Bestürzung musste ich als Imkerin lesen, dass Sie für die Abschaffung der Jagdabgabe sind.
Ihnen scheint dabei entgangen zu sein, dass damit derzeit auch eine Aktion für Blühflächen und Zwischenfruchtanbau gefördert wird. Sie treffen mit ihrer unüberlegten Forderung nur die Wildtiere; diese sind nicht Schuld daran, dass der Schuss mit dem sonderbaren Strategiepapier zum Waldumbau nach hinten los ging und damit sinnlos Papier und Steuergelder verschleudert wurden. Wer weiß, ob hierfür nicht auch die Jagdabgabe zweckentfremdet wurde !
Hier meine erste Frage, warum haben Sie als Opposition nicht die Entfernung dieser Personen aus dem Landwirtschaftsministerium und den Landwirtschaftsämtern gefordert ?
Als Steuerbürgerin habe ich nur wenig Interesse, die Pensionen dieser "Amtspersonen" mitzufinanzieren. Weiter: Der Bayer. Staat lebt derzeit sehr gut von der Abholzung der ungeliebten Fichte und auch für Bienen und Waldameise ist die Fichte der "Brotbaum" Nr. 1. siehe Dr. Liebig "Waldtracht". Dass fast 3/4 der Förderung für den Klimawandel/Bergwaldoffensive in den Forstwegebau geht, spricht schon allein Bände. Es wären, da auch sicher ein paar Linden, Vogelbeerbäume oder Weidensträucher oder eine heimische Blühflächen/Wildackermischung für die Tallagen oder Straßenböschungen drin. Schon wegen der Glaubwürdigkeit sollten zukünftig die Gutachten zur Waldverjüngung und am besten auch ein Gutachen über den Zustand des Bergwildes von staatsunabhängigen Instituten und Wildökologen erfolgen - Forst prüft Forst geht nach alledem sicher nicht mehr und "Wald vor Wild" geht schon von Natur aus nicht. Auch Imker wissen, dass die Behandlung mit Säuren nicht nur der Varroamilbe, sondern letztlich auch dem Bienenvolk schadet. Bevor Sie sich vor den Karren des Bund Naturschutzes spannen lassen, gehen Sie doch mal alleine in den Bergwald und suchen Sie nach Wildverbiss und mit etwas Glück können Sie dann auch eines der Rotwildrudel finden, die sich so zahlreich überall im Bergwald verstecken - Waidmannsheil !
Antwort von Maria Noichl
bisher keineEmpfehlungen
05.10.2012
Maria Noichl
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage auf Abgeordnetenwatch vom 9. September 12.
Sie sprechen verschiedenste Themen in Ihrer Frage an. Von Jagdabgabe bis über das, wie Sie es nennen "sonderbare Strategiepapier" hin zur Fichte als Brotbaum in Bayern. Ich möchte zwei Ihrer Aussagen aufgreifen: "Wald vor Wild" geht nach Ihren Aussagen "von Natur aus nicht!" Hier teile ich Ihre Meinung nicht. Der gesetzlich verankerte Grundsatz Wald vor Wild wird von mir ausdrücklich unterstützt. Analog zum Straßenverkehr, bei dem rechts vor links gilt, bedeutet dies, dass im Zweifelsfall dem Wald, der Naturverjüngen der Vortritt gegeben werden muss. Niemand will einen Wald ohne Wild. Sie nicht und ich auch nicht. Dieses Ansinnen ist auch in keinster Weise im der Begrifflichkeit versteckt und wird leider nur immer wieder von Scharfmachern so ins Spiel gebracht. Natürlich darf Wild den Wald verbeißen - angepasste Wildbestände ermöglichen aber trotzdem die dringend benötigte Naturverjüngung. Wenn der Wildbestand über längeren Zeitraum jedoch so erhöht ist, dass Generationen von jungen Bäumen ausfallen, kommt der Grundsatz Wald vor Wild zu tragen. Dann zeigt der Wald, ob die Jagd stimmt. Ihr Hauptanliegen nehme ich an, ist das Thema Jagdabgabe. Die Jagdabgabe in Bayern ist eine Zwangsabgabe, die jeder Jäger leisten muss, auch wenn er nicht Mitglied im Landesjagdverband e.V. ist. Im Bayerischen Jagdgesetz im Artikel 26 und 27 ist die Verwendung der Jagdabgabe geregelt. Darin befinden sich meiner Meinung nach sehr wichtige und richtige Aufgaben: Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung der Lebensgrundlagen des Wildes, Erforschung der Lebens und Umweltbedingungen der Wildarten usw. Doch warum sollen nur die Jäger für diese wichtigen Dinge zahlen? In den vergangenen Monaten wurden ähnliche Zwangsabgaben, die von einem eingeschränkten Kreis zu zahlen sind, in Bayern genau geprüft. Der Holzabsatzfond oder die CMA -Abgabe als Beispiel. Beide, ähnlich gestrickten Zwangsabgaben haben keinen rechtlichen Rückhalt mehr gefunden und mussten beendet werden. In diesem Zusammenhang habe ich mich für die Abschaffung der Zwangsabgabe ausgesprochen. Ich bin mir sicher, dass die Jagdabgabe einer rechtlichen Prüfung nicht mehr standhalten kann. Wenn durch das Wegfallen der Jagdabgabe dann Steuermittel für Blühflächen, Wildforschung usw. ausgegeben werden müssen werde ich dies natürlich befürworten. Diese Gelder müssen vom allgemeinen Steueraufkommen bezahlt werden und nicht mehr nur von den Jägern. Finden Sie nicht auch?

Herzliche Grüße aus Rosenheim

Maria Noichl
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Frage zum Thema Finanzen
22.02.2013
Von:

Sehr geehrte Frau MdLin Noichl,

wie begründen Sie bitte, dass Sie heute bei der namentlichen Abstimmung in Sachen Reform des Länderfinanzausgleichs, gegen den Vorschlag der CSU gestimmt haben. Hatte die Bayerische SPD hier Weisung aus Berlin?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Maria Noichl
2Empfehlungen
26.02.2013
Maria Noichl
Sehr geehrter Herr ,

Wir haben uns ja erst vor wenigen Tagen persönlich bei einer SPD-Veranstaltung zum Thema Landwirtschaft in Vachendorf getroffen. Dort war wohl keine Gelegenheit über das Thema zu sprechen.

Also: Weder ich noch meine Landtagskollegen haben von irgendeiner Seite Order so oder so zu stimmen. Dies habe ich bei mehreren Abstimmungen, bei denen ich gegen die Mehrheitsmeinung meiner Partei gestimmt habe, gezeigt.
Wie gesagt, es gibt und gab nie Order.

Nur lassen Sie mich eines deutlich sagen.
Den aktuellen Länderfinanzausgleich hat die CSU unterschrieben, so wie er heute gilt.
Seehofer klagt gegen sich selbst.

Er hat am 5. Juli 2001 im Deutschen Bundestag mit allen CSU-Abgeordneten der Neuordnung zugestimmt, darunter die MdBs Ramsauer, Aigner, Hasselfeldt und Waigel. Der damalige Ministerpräsident Stoiber lobte die Neuordnung euphorisch: "mehr Leistungsanreiz und mehr Leistungsgerechtigkeit", "alle Länder können mit dem Ergebnis höchst zufrieden sein", "wir haben etwas bewegt".

Das heißt: In der Klageschrift wird sich die CSU selbst bezichtigen müssen, Bayern in diesen Schlamassel gebraucht zu haben.
Bayern zahlt zu viel im Länderfinanzausgleich. Da sind wir uns einig.
Das ungerechte System muss dringend reformiert werden.
Aber: Das geht nur durch Verhandeln. Eine Verfassungsklage ist schädlich für Bayern und die CSU gebraucht diese nur für Wahlkampfzwecke.

Lieber Herr ,

Sie sind ja selbst CSU-Mitglied. Bitte sagen Sie das auch Ihren Parteikolleginnen und -kollegen.

Herzliche Grüße
Maria Noichl
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
30.04.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Noichl,

der Volksmund spricht im Zusammenhang von Günstlingswirtschaft oft auch von "Vetternwirtschaft". Bei Report Mainz wollen Sie in diesem Zusammenhang nicht mit CSU Politikern verglichen werden.
Wo sehen Sie konkret den Unterschied ob ein CSU Politiker Vettern oder noch näher Verwandte beschäftigt - oder ob Sie als SPD Politikerin Vettern oder näher Verwandte beschäftigen?

Nachdem Sie nun zugegeben haben, ihren Bruder als Büroleiter zu beschäftigen ergeben sich daraus einige weitere Fragen: Welche Qualifikationen weisst Ihr Bruder auf?
Wie hoch wurde er für die Tätigkeit als Büroleiter bezahlt?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Maria Noichl
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02.05.2013
Maria Noichl
Sehr geehrte Frau ,

an Ihrem Anschreiben kann ich ersehen, dass Sie als Heidelberg stammen, deshalb erlauben Sie mir, dass ich einen Satz aus dem Bayerischen Abgeordnetengesetz zitiere:
Art. 8: "... nicht erstattungsfähig sind Kosten für Verträge mit Personen, die mit dem Mitglied des Landtags verheiratet, im ersten Grad verwandt oder im ersten Grad verschwägert sind oder eine Lebenspartnerschaft begründet haben....."
Die Anstellung von Frauen, Eltern und Kindern ist in Bayern seit 2000 verboten.
Als ich 2008 in den Bay. Landtag gewählt wurde, habe ich mich erkundigt. Und nach ausdrücklicher Rücksprache mit dem Landtagsamt (Herr ) meinen Bruder, der mit mir im 2. Grad verwandt ist, eingestellt.
In der Öffentlichkeit wird immer wieder der Begriff "nahe Verwandte" benutzt. Dies kann ich ja verstehen, aber die Rechtsgrundlage ist differenzierter.
Ich habe mir die Rechtmäßigkeit der Anstellung aus dem Landtag in der vergangen Woche extra noch einmal schriftlich bestätigen lassen.

"Sehr geehrte Frau Abgeordnete Noichl,

unter Bezug auf Ihre Anfrage habe ich Ihnen um 9.56 Uhr die rechtliche Regelung - einschl. der Bemerkung, dass die Beschäftigung von Brüdern erstattungsfähig ist - mitgeteilt. ..... Zur Klarstellung kann ich Ihnen aber nochmals bestätigen, dass die Beschäftigung eines Bruders zulässig und mit dem Abgeordnetenrecht vereinbar ist.

Mit freundlichen Grüßen

Ministerialrat

Bayerischer Landtag
Landtagsamt
Referat Z I - Personal, Abgeordnete
Maximilianeum
81627 München"


Jetzt werden Sie sicher verstehen, warum ich nicht mit Abgeordneten in einen Topf geworfen werden will, die Kinder, Eltern oder Ehefrauen (also 1. Grades) eingestellt haben - das ist wie gesagt seit 13 Jahren verboten.

Mich freut es, dass Sie so konkret nachfragen, denn so kann ich auch konkret antworten. Wenn das bay. Abgeordnetengesetzt in den kommenden Wochen verändert wird, und ich Zukunft auch Verwandtschaft 2. Grades nicht angestellt werden dürfen, werde ich selbstverständlich meinem Bruder kündigen.
Bitte verstehen Sie, dass ich über die Gehaltshöhe meiner Mitarbeiten keine Auskunft geben kann und will. Sie würden dies auch nicht wollen. Mein Bruder ist bei mir sozialversicherungspflichtig für 40 Stunden die Woche angestellt und seiner Ausbildung entsprechend tarifgerecht eingestuft.
Übrigens: Auf meiner Homepage ist seit 4,5 Jahren ersichtlich, dass mein Bruder bei mir arbeitet, denn Transparenz ist wichtig!
Herzliche Grüße aus Bayern

Maria Noichl
Mitglied des Bayerischen Landtags
Sprecherin für Agrar und Forst der SPD-Landtagsfraktion
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
30.04.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Noichl,

mir ist desöfteren aufgefallen, dass Sie von einer "schwarzen Brut" sprechen, wenn Sie die CSU meinen.

Auf mich wirkt das sehr befremdlich und vor allem abschätzend.

Warum nutzen Sie diese Wortwahl? Was wollen Sie damit bezwecken?

Mit freundlichen Grüßen,

A.
Antwort von Maria Noichl
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02.05.2013
Maria Noichl
Sehr geehrter Herr ,

zugegeben, das ist kein freundlicher Ausdruck und ist auch nicht auf normale CSU Mitglieder gemünzt.
Mein verstorbener Vater war CSU Mitglied und ein anständiger Mensch.
Manchmal geht mein oberbayerisches Temperament mit mir durch ...
Vielleicht kann es Sie etwas gnädig stimmen, dass ich erst vor wenigen Wochen den CSU Kollegen Klaus Steiner vor einer Rüge im Bay. Landtag bewahrt habe, als er mich mit einem bayerischen Kraftausdruck im Plenarsaal angesprochen hat. Ich habe beim Vizepräsidenten um Gnade für ihn gebeten, weil ich weiß, dass er es ebenso wie ich nicht so derb meint, wie er es gesagt hat.

Herzliche Grüße aus Rosenheim

Maria Noichl
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
08.05.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Noichl,

mich würde Ihre Argumentation bezgl. dem Verbot von Cannabis interessieren.
Im Hinblick auf die Lockerungen der Gesetze, unter vorbehalt der Einhaltung des Jugendschutzes, in den USA sowie Tschechien Spanien und weiteren Ländern könnte dieser moderne Ansatz zu Bewältigung dieses Problems nicht eine geeignete Lösung sein sich diesem zu stellen?

Hier eine Pro/Contra Liste was für/gegen eine Legalisierung sprechen könnte:

Pro:
  • Reinheitsgebot änliche zu Alkohl (wegfallen von noch schädlicheren Streckmittel)
  • Konsequenter Jugendschutz (Immer weniger Jugentliche rauchen und trinken weil die Supermärkte angst vor Kontrollen haben. Ein Dealer fragt nicht nach einem Ausweis)
  • Gezieltere Aufklärung möglich da Forschung besser betrieben werden kann
  • Potenziell gefährdete Konsumenten könnte frühzeitig geholfen werden da sie ihr handeln nicht so verstecken
  • Steuereinnahmen für die Medizin,Prävenzion, Schulen, Aufklärung usw
  • Entlastung der Justiz
  • Schaffung für Arbeitsplätze
  • Nutzung des Rohstoffes Hanf für Industrie
  • Cannabis alternative zu noch schädlicherer Medizin (Novalgin Paracentamol Ibuprofen Tavor Diazepam)
  • es gäbe meinermeinung nach ein Gesetz weniger welches gegen die Grundgesetze verstöst

Contra:
  • Die deutsche Regierung müsste sich eingestehen das Ihre bisherige Drogenpolitik nicht die richtige war?

Mit freundlichen Grüssen
ein unsicherer Wähler

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