Margit Wild (SPD)
Abgeordnete Bayern 2008-2013
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Margit Wild
Jahrgang
1957
Berufliche Qualifikation
Heilpädagogische Förderlehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
Regierung der Oberpfalz, MdL
Wohnort
-
Stimmkreis
Regensburg-Stadt
weitere Profile
Es ist uns bekannt, dass es immer wieder Probleme gibt, einen wohnortnahen Kinderbetreuungsplatz zu bekommen. Im Westenviertel der Stadt Regensburg gibt es verschiedene Kindertagesstätten. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
09.02.2012
Von:
Eva

Sehr geehrte Frau Wild,

aufgrund unseres Sozialkunde-Unterrichts in der Fachoberschule Neumarkt, frage ich mich, wie das Leben eines Abgeordneten abläuft.
In welcher Art und Weise wird ihr Leben eingeschränkt?
Würden Sie sich nochmal für das Amt des Abgeordneten zur Verfügung stellen?
Laut Statistik wird deutlich, dass die Anzahl der Männer das Doppelte der Frauen im deutschen Bundestag darstellt. Wie empfinden Sie diese Feststellung?

Mit freundlichen Grüßen
Eva
Antwort von Margit Wild
bisher keineEmpfehlungen
28.02.2012
Margit Wild
In welcher Art und Weise wird ihr Leben eingeschränkt?

Ich begreife meine Tätigkeit als Landtagsabgeordnete nicht als Einschränkung, denn ich habe mich bewusst für meine politische Laufbahn entschieden.

Sehr viele Veranstaltungs- und Ortstermine, unterschiedliche Sitzungen in Regensburg und München, das damit verbundene viele Reisen, meine Tätigkeit als Vorsitzende in diversen Vereinen und Gremien, Infostände, die Koordinierung meiner Pressearbeit in meinem Bürgerbüro und natürlich die inhaltliche Vorbereitung auf die einzelnen Termine nehmen viel Zeit in Anspruch. Die Arbeit macht mir jedoch auch große Freude und ich finde immer wieder Wege, mich selbst zu motivieren. Außerdem habe ich das Glück, in meinem privaten Umfeld bei meiner zeitintensiven und anspruchsvollen Tätigkeit auf volle Unterstützung zählen zu können. Die Balance zwischen Beruf und Privatleben ist mir sehr wichtig. Ich gönne mir regelmäßig die Zeit für einen Theaterbesuch, Kultur, Reisen und ich betreibe auch regelmäßig Sport, insbesondere Laufen. Ich bin der Meinung, dass Laufen jedem Menschen helfen kann. Dies gilt ganz besonders in Führungspositionen in der Politik. Beim Laufen entstehen nicht nur die besten Reden und Projektideen, sondern es ist auch eine sehr gute Möglichkeit, Ärger zu verarbeiten und Probleme zu lösen.

Würden Sie sich nochmal für das Amt des Abgeordneten zur Verfügung stellen?

Bei den Landtagswahlen im Herbst 2013 kandidiere ich wieder für das Amt der Landtagsabgeordneten. Wie bereits erwähnt, genieße ich meine Arbeit und blicke auch mit einem gewissen Stolz auf die vergangenen drei Jahre zurück. In dieser Zeit habe ich die unterschiedlichsten Menschen und eine Vielzahl an Herausforderungen und Aufgaben kennengelernt. Abwechslungsreich, interessant und herausfordernd - so kann ich mein Amt als Landtagsabgeordnete beschreiben. Wobei die Chance, politisch etwas zu bewirken und für die Menschen in Bayern zum Positiven hin zu verändern, mir die meiste Freude bei meiner Arbeit bereitet. Daher werde ich auf jeden Fall weiterhin für mein Amt zur Verfügung stehen.

Laut Statistik wird deutlich, dass die Anzahl der Männer das Doppelte der Frauen im deutschen Bundestag darstellt. Wie empfinden Sie diese Feststellung?

Gerade in Politik, die sich mit den Angelegenheiten des täglichen, gesellschaftlichen Miteinanders und des unmittelbaren Lebensumfeldes beschäftigt, sind die Erfahrungen und Kompetenzen Aller gefragt. Daher begrüße ich sehr, dass Frauen sich heute auf so vielfältige Weise engagieren: Im sozialen und kulturellen Bereich, der Wirtschaft, in der Schule und im Sport. Und immer mehr auch in der Politik. Man muss festhalten, dass Frauen in der Politik derzeit noch unterrepräsentiert sind. Meiner Meinung nach ist das alltägliche parlamentarische Geschäft aber über den Status hinaus, dass Frauen besonders erwähnt werden müssen. Sie gehören einfach dazu. Die engagierte Parlamentarierin ist vom Ausnahme- zum Normalfall geworden. Natürlich ist dies in den verschiedenen Fraktionen noch unterschiedlich intensiv ausgeprägt. Die SPD beispielsweise hat einen überdurchschnittlichen Frauenanteil im Bundestag. Das Vordringen in die "klassischen" Männerdomänen ist ein positiver Trend, der sich in den nächsten Jahren fortsetzen wird - auch in der Politik. Es gilt jetzt, den beschrittenen Weg weiterzugehen, alle vorhandenen Potentiale bestmöglich zu nutzen und die letzten vorhandenen Barrieren abzubauen.

Natürlich unterstütze ich diese Entwicklung auch auf kommunaler Ebene und veranstalte deshalb beispielsweise an jedem internationalen Frauentag eine Aktion, in der ich die Frauen in unserer Gesellschaft dazu aufrufe, ihr Leben selbstbewusst und eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen. Die diesjährige Aktion am 3.3.2012 läuft beispielsweise unter dem Motto "Frauen verdienen MEHR!".
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Frage zum Thema Frauen
14.12.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Wild,

ich interessiere mich persönlich sehr für Ihre Arbeit. Für mich und meinen Freundeskreis ist die Frage der Frauenquote für die kommende Wahl entscheidend.
Gerne würde ich daher Ihre Meinung zu diesem Thema erfahren und wie Sie im Falle einer Abstimmung über die Frauenquote votieren würden.
Über eine baldige und ausführliche Antwort freue ich mich.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Margit Wild
bisher keineEmpfehlungen
17.12.2012
Margit Wild
Sehr geehrte Frau ,

Danke für Ihre Frage.

Es ist wichtig gewesen, dass die SPD die Quote für Listen und Vorstandschaften eingeführt hat. Uns Frauen hat das Vieles leichter gemacht. Das Problem ist jedoch: Man kann mit einer Quote nichts erzwingen. Wenn man keine Frauen hat, die bereit sind, sich zu engagieren, dann wird die beste Quote nichts helfen. Aber es ist ein gutes Instrument, denn die Männer würden sich rigoros mit den Ellbogen durchkämpfen. Das tun sie übrigens in allen Parteien. Als Frau muss man sich immer geradlinig hinstellen und behaupten, dabei kann eine Quote durchaus hilfreich sein. Als Bildungspolitikerin weiß ich, dass Frauen überdurchschnittlich gute Schulabschlüsse hinlegen, in den Entscheidungspositionen aber nur sehr spärlich vertreten sind. Hier sehe ich die Quote als gutes Instrument, diesen Missstand zu beheben.

Mit freundlichen Grüßen

Philipp Eggeling

wiss. Mitarbeiter

Bürgerbüro Margit Wild, MdL
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