Marco Bülow (SPD)
Kandidat Bundestagswahl 2005
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Marco Bülow
Jahrgang
1971
Berufliche Qualifikation
Journalist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
-
Wahlkreis
Dortmund I
Ergebnis
56,3%
Landeslistenplatz
52, Nordrhein-Westfalen
weitere Profile
Wenn Sie Herrn Bülow eine Frage stellen möchten, nutzen Sie ganz einfach das Frageformular auf dieser Seite. abgeordnetenwatch.de wird Ihre Frage für Sie an Herrn Bülow zur Beantwortung weiterleiten. Die beantworteten Fragen erscheinen dann hier im Profil.
Fragen an Marco Bülow
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Bildung
09.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Bülow,

wie stehen Sie zum Thema Studiengebühren? Ist dies angesichts eines Akademikermangels in Deutschland nicht kontraproduktiv? Was halten Sie davon, dass der Staat massiv Geld in den Aufbau von "Elite-Unis" steckt?

mfg
Antwort von Marco Bülow
bisher keineEmpfehlungen
16.09.2005
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Die SPD ist gegen die Einführung von Studiengebühren für ein Erststudium. Diese Meinung vertrete ich auch, denn die Einführung würde zur sozialen Auslese und Abgrenzung von AbiturientenInnen aus finanziell schwachen Familien führen. Zudem halten Studiengebühren potenzielle Studierende vom Studium ab, was eine Verschlechterung der allgemeinen Bildungslage in Deutschland verursacht. Unser Land braucht aber dringend hoch qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs.

Mit der Exzellenzinitiative haben sich Bundesforschungsministerin Bulmahn und die WissenschaftsministerInnen der Länder auf eine Förderung deutscher Eliteuniversitäten in Höhe von 210 Millionen Euro pro Jahr bis 2011 geeinigt. Ich stehe diesem Projekt positiv gegenüber, denn Deutschland braucht Spitzenforschung, um auf internationalem Niveau mithalten zu können. Die Förderung von deutschen Hochschulen allgemein wurde in den vergangenen Jahren um 23 Prozent gesteigert. Zwischen 1999 und 2004 standen allein 6,3 Milliarden Euro für den Aus- und Neubau von modernen Hochschulen zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund kann ich Ihre Einschätzung, dass der Staat Eliteuniversitäten massiv fördert, nicht teilen.

Mit freundlichen Grüßen

Marco Bülow
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Arbeit
12.09.2005
Von:
-

Guten Tag Herr Bülow!

Wie lange wird es noch dauern, bis eine spürbare Senkung der Arbeitslosigkeit eintritt. Und wird die SPD möglicherweise Juniorpartner einer CDU-geführten Regierung? Wie stehen Sie persönlich zu einer rot-rot-grünen Koalition (unabhängig von der Meinung von führenden SPD-Politikern) ?

MFG

-
Antwort von Marco Bülow
bisher keineEmpfehlungen
16.09.2005
Sehr geehrter Herr ,

zunächst möchte ich feststellen, dass über eine künftige Koalition nach der Wahl entschieden wird. Denn die verschiedenen Möglichkeiten werden im wesentlichen durch das Wahlergebnis bestimmt. Ich persönlich beschäftige mich jedoch vor der Wahl nicht mit derartigen Gedankenspielen und Spekulationen, unabhängig von der Meinung führender SPD-Politiker.

Zur Arbeitslosigkeit: Für mich ist klar, dass in der Vergangenheit von unserer Seite sicherlich Fehler gemacht wurden. Unsere ehrgeizigen Ziele waren angesichts der wirtschaftlichen Situation ab 2001 nicht zu erreichen. Festhalten möchte ich aber auch, dass trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds die Zahl der Arbeitslosen seit 1998 nicht gestiegen ist.

Mit einer verstärkten Förderung von kleinen und mittelständischen Unternehmen, der Vergabe von zinsgünstigen Krediten sowie Vereinfachungen bei den Unternehmenssteuern verbinde ich die Erwartung an die Unternehmen, zu investieren und mehr Beschäftigung zu schaffen. Auch die Förderung der energetischen Gebäudesanierung wird neue Impulse auf dem Arbeitsmarkt setzen. Ich hoffe natürlich, dass eine spürbare Senkung der Arbeitslosigkeit so schnell wie möglich eintritt. Allerdings spielen dabei viele Faktoren - z.B. hohe Ölpreise - eine Rolle. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer, Kürzungen bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik, Steuererhöhungen für Normalverdiener und der Abbau von Arbeitnehmerrechten, wie von der Union geplant, wird zur Erreichung dieses Ziels jedenfalls nichts beitragen.

Sicherlich braucht es Zeit bis unsere Reformen greifen, aber wir befinden uns auf dem richtigen Weg, um die Arbeitslosigkeit zu senken und den Sozialstaat zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Marco Bülow
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Außenpolitik
13.09.2005
Von:

wie stellen sie sich das Amt vor?
Antwort von Marco Bülow
1Empfehlung
16.09.2005
Sehr geehrte Frau ,

in dieser Form ist eine Beantwortung nicht möglich. Vielleicht könnten Sie die Frage noch ein wenig präzisieren.

Mit freundlichen Grüßen

Marco Bülow
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Familie
13.09.2005
Von:

sehr geehrter herr Bülow,

da sie auf meine letzte frage nicht geantwortet haben, stelle ich noch eine weitere.

ich wollte früher, als ich noch kein kind hatte immer 3 kinde. das erste sollte ein mädchen werden und das habe ich jetzt. danach sollte ein junge kommen und den wollte ich nicht mehr und habe ich auch nicht. das dritte kind wäre mir dann egal gewesen, was es wird.

nach dem einen kind habe ich erlebt, was es heißt vater zu sein. als vater in der bundesrepublik deutschland ist man zu einem besuchsonkel (wenn überhaupt) und einem zahlesel verkommen. das ist keine aktive vaterschaft, so wie ich sie mir vorstellte und von daher kann ich als mann nur nein zu kindern sagen. das habe ich heranach auch umgesetzt. da ich heute auch weiß, daß ich als mann so gut wie keine möglichkeit habe, kinder zu verhindern (eine frau kann auch mit der pilleneinnahme lügen) habe ich mir frauen schlecht gedacht. das brachte mir die einsamkeit und ein ziemlich unzufriedenes leben.

was können sie sich vorstellen zu tun, damit ein mann auch wieder kinder will?

freundliche grüße

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Steuern
15.09.2005
Von:
Res

Das Steuermodel "Kirchhof" brachte die Schichtarbeiter, Pendler und Invaliden auf die Straße. Wieviele, von denn 400 Steuerausnahmen, betreffen diese 3 Steuerzahlergruppen?
Antwort von Marco Bülow
2Empfehlungen
16.09.2005
Sehr geehrter Herr Res,

diese Frage stelle ich mir auch. Die SPD fordert schon seit Wochen, dass die angeblich 418 Steuervergünstigungen auf den Tisch müssen. Die CDU weigert sich aber, die Giftliste von Paul Kirchhof zu veröffentlichen. Frau Merkel hat beim „Fernsehduell“ mit Bundeskanzler Schröder am 4. September die Wähler aufgefordert, in der Bahnhofsbuchhandlung das Buch „1000 legale Steuertricks“ zu kaufen und sich dort über die einzelnen Ausnahmetatbestände zu informieren, die gestrichen werden sollen.

Für mich ist damit klar: Frau Merkel und Herr Kirchhof wollen die Wahrheit verbergen. Sie versprechen Steuerentlastung durch niedrige Steuersätze, ohne zu sagen, wer dies finanzieren soll. In jedem Fall soll die Steuerfreiheit von Sonn, Feiertags- und Nachtzuschlägen fallen. nach Kirchhofs Radikalprogramm trifft dies in gleicher Weise auch auf die Steuerbefreiung für Abfindungen, Bergmannsprämien und Trinkgelder zu. Auch die Pendlerpauschale, der Sparerfreibetrag und die Übungsleiterpauschale sollen wegfallen. Außerdem wird die steuerliche Abzugsfähigkeit von Ausbildungskosten, der Kirchensteuer und von Steuerberatungskosten gestrichen. Fraglich ist zudem, ob auch Spenden an gemeinnützige Einrichtungen noch steuerlich absetzbar sein werden. In dem oben genannten Buch lassen sich sicherlich noch weit mehr Ausnahmetatbestände finden.

Festzuhalten bleibt: Kirchhof hat ein unrealistisches Steuerkonzept vorgelegt. Es ist zutiefst ungerecht und nicht zu finanzieren.

Mit freundlichen Grüßen

Marco Bülow
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Marco Bülow
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.