Marc Buchholz (CDU)
Kandidat Bürgermeisterwahlen Nordrhein-Westfalen 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Marc Buchholz
Jahrgang
1968
Berufliche Qualifikation
Diplom-Verwaltungswirt
Ausgeübte Tätigkeit
Beigeordneter der Stadt Kevelaer
Wohnort
-
Stadt
Bottrop
Ergebnis
29,1%
(...) In vielen Gesprächen habe ich deutlich gemacht, dass ich als externer Verwaltungsfachmann darauf angewiesen bin, dass die Mitarbeiter/innen mir ihre Erfahrungen und Ideen präsentieren. Aus meinen bisherigen Verwaltungserfahrungen bei der Arbeitagentur, im Düsseldorfer Rathaus und jetzt dem Kevelaerer Rathaus weiss ich, dass viele gute Verbesserungsvorschläge von der "Mannschaft" kommen können - wenn man sie läßt. (...)
 
Persönliche Website
www.buchholz2009.de
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Frage zum Thema Gesundheit
08.08.2009
Von:
Pia

Sehr geehrter Herr Buchholz,

ich besuche z.Z. eine soziale Fachschule, durch meinen Unterricht im Bereich Gesundheitswesen bin ich ins Grübel gekommen. Kinderarmut ist ja derzeit in aller Munde und das Hartz4 und unterbezahlte Arbeit zu selbigen führen. Ich mußte erfahren das jene Kinder überdurschnittlich Übergewichtige sind. Das liegt zum einen an der kostengünstigeren und schlechteren Ernährung , an Bewegungsmangel sowie an einem teilweise geringeren Bildungsniveau. Meiner Meinung nach ist ein gesunder Körper nicht nur besser für die Kassen der Kranken- und Pflegekassen sondern auch ein Vorteil für das eigene Wohlbefinden und auf dem Stellenmarkt.
Jetzt meine Überlegung, wäre es unter Ihnen als Bürgermeister möglich, städtisches Brachland, unter Aufsicht eines Gärtners, der Unterschicht Bottrops zur verfügung zustelllen um auf dieser Fläche frisches Gemüse und Obst anzupflanzen? Man könnte den Bottropern das Saatgut zum Einkaufspreis zur bewirtschaftung bereitstellen.
Oder was würden sie von Kostenfreien Sport und Freizeitangeboten unter qualifizieter Leitung für jene Kinder und Jugendliche Halten?
Man könnte auch Kurse für die Eltern der Kinder anbieten, in denen ihnen das wirtschaften und Kochen mit ihrem Einkommen, für sie verständlich beigebracht wird.
Alle drei Überlegungen sind mit relativ wenig Aufwand dafür aber sehr effektiv anwendbar, ganz nebenbei werden neue Arbeitsplätze vergeben, es wird der aus Langeweile und Perspektivlosigkeit resultierenden Jugendkriminalität vorgebeugt.

Was halten sie als Ob-Kandidat von diesen Überlegungen? Würden sie für eine solche Politik stehen?
Antwort von Marc Buchholz
bisher keineEmpfehlungen
11.08.2009
Marc Buchholz
Sehr geehrte Frau Pia ,

das Problem der übergewichtigen Kindern in unserer Gesellschaft ist erst vor einigen Jahren in den Mittelpunkt der Gesundheitsberatung gerückt. Seitdem wird die sog.Fettsucht (Adipositas) als chronische Krankheit eingestuft.

Ich finde es daher gut, dass Sie sich Gedanken dazu machen, wie hier geholfen werden kann. Ausdrücklich möchte ich Sie ermuntern, sich weiterhin gesellschaftlich zu engagieren. Nachdenken ist immer gut!

Ihrem Vorschlag mit dem städtischen Brachland und dem Saatgut kann ich allerding nicht folgen.

Aus eigener Erfahrung als Dezernet weiss ich aber, dass der Sportbund das Thema bearbeitet und den Kontakt zu den Schulen sucht, um hier die gefährtdeten Kinder und deren Eltern anzusprechen. Hier beginnen allerdings die Schwierigkeiten. Datenschutz und ggf. pers. Befindlichkeiten sind das größte Hemmnis bei der Bewältigung dieser Aufgabe.

Stellen Sie sich vor, Sie werden vom Lehrer Ihres Kindes angesprochen: "Ihr Kind gehört ggf. zur Risikogruppe fettleibiger Kinder, da sollten wir etwas tun." Auch wenn unsere Pädagogen in den Schulen und Kindergärten sicherlich feinfühliger die Ansprache wählen würden, so bleibt die Botschaft schwierig.Nicht alle Eltern verstehen sofort das damit verbundene Hilfsangebot.

Die Bewegungsangebote werden jedenfalls vom Sportbund unter dem Arbeitstitel "schwer mobil" unterbreitet. Das Projekt "schwer mobil – Bewegung, Spiel und Sport für übergewichtige Kinder" hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche mit Gewichtsproblemen über programmatische Zusammenarbeit mit ausgewählten Sportvereinen in NRW für eine "bewegte" und gesunde Lebensweise zu begeistern. Schwer mobil ist eine Initiative des Handlungsprogramms 2015 "Sport und Gesundheit für das Land Nordrhein-Westfalen" und wird vom Innenministerium des Landes, der Sportjugend im LandesSportBund NRW, dem Landesverband der Betriebskrankenkassen NRW, der Gmünder ErsatzKasse und der METRO Group getragen. Erste Ergebnisse einer wissenschaftlichen Begleituntersuchung können die positive Entwicklung, die sich in der Projektpraxis abzeichnet, bestätigen: Bei den adipösen Kindern aus den Projektgruppen konnte eine Reduktion des Gewichtes und eine geringere Zunahme des Bauchumfangs im Vergleich zu anderen adipösen Grundschulkindern festgestellt werden. Dieser Erfolg ist aus medizinischer Sicht besonders wichtig, weil das Bauchfett entscheidend an der Entstehung möglicher Folge- und Begleiterkrankungen (gestörter Zuckerstoffwechsel, Bluthochdruck etc.) beteiligt ist.

In den Familienzentren können Eltern ebenfalls Hilfestellungen bekommen. So etwa ist in meinem Verantwortungsbereich folgendes Projekt geplant: Die AWO betreut Kinder in der offenen Ganztagsgrundschule. In der zur Schule gehörenden Lehrküche werden Kochkurse als niederschwelliges Angebot unterbreitet. Betreuer und Eltern kommen so über die tägliche Arbeit ins Gespräch.

Meine bisherigen Erfarungen und die Erkenntnis, dass adipöse Kinder eine zukünftige Herausforderunge der örtlichen Gesundheitsvorsorge sind, will ich in die Arbeit als Oberbürgermeister einfließen lassen.


Mit freundlichen Grüße
Marc Buchholz
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
27.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Buchholz,

in Feldhausen hängen an der Feldhausener Straße Plakte der CDU mit dem Slogan "Stoppt den Stau". Jetzt meine Frage: Wie wollen Sie den Stau stoppen? Die Autobahn ausbauen, den Movie Park abreissen, oder gar die Ampelschaltung an der dortigen Kreuzung überarbeiten?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Besten Gruß
Antwort von Marc Buchholz
bisher keineEmpfehlungen
28.08.2009
Marc Buchholz
Sehr geehrter ,

im gesamten Stadtgebiet ist die derzeitige Verkehrs- und Baustellensituation ein großes Ärgernis. Für den Bereich Kirchhellen darf ich sagen, dass ein Gesamtkonzept für den Stadtbezirk längst überfällig ist. Nicht nur für den Verkehr zum Movie Park und Schloss Beck, auch auf die Neubautätigkeiten in Kirchhellen muss es eine Antwort geben, das ist auch in der Bürgerversammlung in Feldhausen deutlich geworden.

Für mich beschränkt sich ein solches Konzept nicht nur auf Straßen und Wege; auch der Öffentliche Personennahverkehr muss sinnvoll miteingebunden werden: Auf so genannte "Geisterbusse" möchte ich eigentlich verzichten.

Mit freundlichen Grüßen
Buchholz
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