Manfred Helmut Zöllmer (SPD)
Kandidat Bundestagswahl 2005
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Manfred Helmut Zöllmer
Jahrgang
1950
Berufliche Qualifikation
Stellvertretender Schulleiter
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
-
Wahlkreis
Wuppertal I
Ergebnis
47,9%
Landeslistenplatz
20, Nordrhein-Westfalen
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Frage zum Thema Steuern
31.08.2005
Von:

hallo,

welches sind ihrer meinung nach "steuersubventionen" und welche sollten gestrichen werden?

danke vorab

f.weiß
Antwort von Manfred Helmut Zöllmer
bisher keineEmpfehlungen
06.09.2005
Manfred Helmut Zöllmer
Sehr geehrter Herr ,

ich danke für Ihre Frage.

Steuersubventionen betreffen drei Bereiche: Vergünstigungen im Einkommensteuerbereich, bei der Umsatzsteuer und im Unternehmensbereich.

Zum einkommensteuerlichen* *Bereich gehört u. a. die Eigenheim­zulage.
Das ist eine der größten Subventionen in Deutschland. Wir wollen die Eigenheimzulage abschaffen und das Geld für die Förderung von Bildung und Forschung verwenden.

Im Bereich der Umsatzsteuer muss man wissen, dass bestimmte Güter in unserem Land nicht mit 16 %, sondern nur mit 7 % versteuert sind. Hier muss der ermäßigte Steuersatz auf seinen Ursprung zurückgeführt werden.
Ein ermäßigter Steuersatz ist nur gerechtfertigt bei Gütern, die materiellen und kulturellen Grundbedürfnissen dienen, wie z. B. Lebensmittel.

Im Bereich der Unternehmensbesteuerung geht es um Fragen von Körperschaftsteuereinnahmen und einer Mindestgewinnbesteuerung. Große Unternehmen, die Gewinne machen, müssen auch Steuern zahlen und sollen vorgetragene Verluste nicht mehr zur vollständigen Gewinnverrechnung nut­zen dürfen.

Uns ist wichtig, dass derjenige, der z. B. staatlich finanzierte Infrastruktur nutzt sich in an der Finanzierung dieser Staatsaufgaben angemessen beteiligen muss.

In der aktuellen Diskussion um das Steuerkonzept von Prof. Kirchhof geht dieser von angeblichen 418, nunmehr von 427 Steuersubventionstatbeständen aus. Diese Liste wird von der Union jedoch nicht vorgelegt und soll – nach neuesten Meldungen – auch gar nicht existieren. Insoweit kann man hier nichts diskutieren und offenbar will Frau Merkel unter ihrem Finanzberater Kirchhof Deutschland und seine Bürgerinnen und Bürger für dumm verkaufen.

Fest steht, dass wir das größte Steuersenkungsprojekt in der Geschichte Deutschlands umgesetzt haben. Die Bürgerinnen und Bürger haben jedes Jahr insgesamt 47 Milliarden Euro mehr in der Tasche als noch 1998 unter der Regierung Kohl. Dabei zahlen übrigens Millionäre endlich wieder Steuern: über 70 Steuerschlupflöcher haben wir gestopft und Subventionen abgebaut.

Im Finanzamt Bad Homburg, das für besonders viele Reiche zuständig ist, musste das Amt 1997 mehr als 3 Millionen Euro Einkommenssteuer erstatten als es eingenommen hat. 2001 hatte es bei der Einkommenssteuer schon ein Einnahmeplus von 128 Millionen Euro (!).

Dies soll zeigen, dass wir eine solide Finanz- und Steuerpolitik unter
äußerst schwierigen Bedingungen machen und nicht irgendwelchen Visionen
folgen, die finanziell unsolide und extrem ungerecht sind.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Zöllmer
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Frage zum Thema Arbeit
06.09.2005
Von:
Uwe

Sehr geehrter Herr Zöllmer,

üben Sie eine Nebentätigkeit aus? Wenn ja, können Sie dann überhaupt die Interessen Ihrer Wähler und Wählerinnen vertreten oder sind Sie nicht Ihrem Arbeitgeber mehr verpflichtet? Sollten Nebentätigkeiten der Politiker nicht zuerst durch den Bundestag genehmigt werden?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Manfred Helmut Zöllmer
bisher keineEmpfehlungen
06.09.2005
Manfred Helmut Zöllmer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Ich übe keine Nebentätigkeit aus und beziehe keine Einkünfte neben meinem Einkommen als Abgeordneter. Auf meiner Internetseite www.manfred-zoellmer.de habe ich die Einkommensverhältnisse eines Abgeordneten detailiert dargestellt. Sie können sich dort gerne ausführlicher informieren.

Die SPD hat sich in dieser Legislaturperiode für eine Verschärfung der Offenlegungspflichten von Nebentätigkeiten eingesetzt. Leider haben CDU/CSU und FDP bereits angekündigt, im Falle einer schwarz-gelben Mehrheit nach der Bundestagswahl das von uns beschlossene Gesetzesvorhaben für mehr Transparenz wieder zu kippen.

Meiner Meinung nach haben die Bürgerinnen und Bürger ein Recht darauf, zu erfahren, von wem ein Abgeordneter sein Einkommen bezieht.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Zöllmer
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Frage zum Thema Wirtschaft
08.09.2005
Von:

Um meine Entscheidung wen zu wählen mir zu erleichtern, folgende Fragen:

1.Haben Sie oder Ihre Partei oder dieser zugehörige oder zugewandte Organisationen jemals oder werden Sie je Geld von Herrn Clees nehmen?

2.Halten Sie es nicht für unabdingbar nach seiner Verurteilung jede Tätigkeit des Herrn Clees in Wuppertal zu unterbinden?

3.Wie stehen Sie zu einer Denkmalsatzung für das Brller Viertel und die Nordstadt und ähnlich schützenswerte Gegenden unserer Stadt?

4. Was wollen Sie gegen Korruption unternehmen?

5.Sollte aufgrund Korruption verurteilten Personen das passive Wahlecht entzogen werden und es Öffentlichen Stellen untersagt werden mit diesen zusammenzuarbeiten, wie dies auch geschieht mit Firmen die Sozialstandards nicht einhalten.

6.Viel Erfolg und danke für die Mühe!
Antwort von Manfred Helmut Zöllmer
1Empfehlung
12.09.2005
Manfred Helmut Zöllmer
Sehr geehrter Herr ,

ich danke für Ihre Fragen. Zu den von Ihnen genannten Punkten gebe ich Ihnen gerne folgende Antworten:

1. Wie Sie sicherlich wissen, hat es eine Parteispende von Herrn Clees an die SPD gegeben. Sie ist noch Gegenstand laufender gerichtlicher Verfahren.

Wir haben deutlich gemacht, dass die Annahme dieser Spende ein Fehler war. Ich selbst habe keine Spenden erhalten und werde auch zukünftig keine entgegen nehmen. Wer meinen Wahlkampf unterstützen möchte kann dies mit einer Spende an die SPD tun. Genauere Informationen hierzu finden Sie auf meiner homepage www.manfred-zoellmer.de

2. Eine berufliche Tätigkeit kann in Deutschland nicht untersagt werden, weil es sich hierbei um ein Grundrecht gemäß Artikel 12 Grundgesetz handelt. Jede Bürgerin und jeder Bürger hat das Grundrecht seinen Lebensunterhalt verdienen zu dürfen. Hiervon zu trennen ist etwa der Entzug einer Anwaltszulassung oder Entzug der Approbation eines Arztes. Aber auch in solchen Fällen wird nur eine berufliche Zulassung entzogen, eine anderweitige Berufsausübung darf nicht untersagt werden.

3. Hier wäre zu prüfen, welche Vorteile eine solche Denkmalbereichssatzung hätte. Eine Entscheidung darüber kann nur der Rat der Stadt Wuppertal treffen.


4. Es ist sehr wichtig, dass gegen Korruption vorgegangen wird, weil sie den Staat destabilisiert, zu Ungerechtigkeiten und mangelndem Wettbewerb führt. Korruptionsfälle erschüttern oftmals nachhaltig das berechtigte und notwendige Vertrauen der Bevölkerung in den Staat. So etwas darf nicht geschehen und hingenommen werden.

Korruption erfüllt bereits jetzt mehrere Straftatbestände und die Täter werden hart verurteilt. Der materielle und immaterielle Schaden, der – weltweit – durch Korruption entsteht, ist enorm. Wir nehmen dies in der Politik sehr ernst und an Hand der öffentlich bekannt gewordenen Fälle kann dies auch belegt werden.

In NRW wurde noch von der alten Landesregierung beispielsweise ein zentrales Vergaberegister etabliert, das ein wichtiger Baustein in der Korruptionsbekämpfung darstellt. Einerseits schreckt es Unternehmen und Einzelpersonen von korruptem Verhalten ab. Andererseits ist es für Unternehmen ein Anreiz, korruptionshemmende Strukturen zu schaffen. Solche Register muss es auch beim Bund und auf europäischer Ebene geben. Korruption darf sich für niemanden lohnen.

5. Von diesem Vorschlag halte ich nichts, weil er verfassungswidrig ist. Auch das Wahlrecht ist ein Grundrecht. Es ist wichtig strafrechtliche Verurteilungen und eine damit verbundene Sanktion sehr sauber von sonstigen Bürgerrechten zu trennen. Jeder Straftäter – selbst Mörder – dürfen nach Verbüßung ihrer Strafe nicht in unserer Gesellschaft als Bürger 2. Klasse mit dem Entzug von Bürgerrechten über ihre Strafe hinaus sanktioniert werden.

Ich danke Ihnen für die guten Wünsche zur Wahl.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Zöllmer



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Frage zum Thema Sicherheit
09.09.2005
Von:
von

Sehr geehrter Herr Zöllmer,
was mich brennend interessiert aber bis jetzt noch nirgends von ihrer Partei beantwortet bzw Thematisiert wurde, was sie gedenken gegen die stetig steigende Anzal von Ausländerkriminallität zutuen?

Wäre es nicht mal langsam an der Zeit für Rot/Grün anstatt uns mehr Ausländer ins Land zu holen, mal die unangenehm auffallenden abzuschieben und das Thema nicht weiter unter den Tisch zu kehren??
Es gibt nicht gerade wenige kriminelle Ausländer, und sogar Beleidigungen Richtung der deutschen Bürger!

Würden wir endlich mal kriminelle Ausländer abschieben, wäre Integration mit den vernünftigen Ausländerteil viel einfacher!
Der Unmut über Ausländer wird immer größer in unserer Gesellschaft! Leider sind davon die jenigen die sich nichts zu schulden kommen lassen und hier vernünftig leben und integrieren wollen von der größer werdenden Umnut gegen Ausländer auch betroffen!


Dann wollte ich noch wissen,warum rot grün nicht einmal Islamische Hassprediger die gegen uns predigen abschiebt!
Vor einiger Zeit wurde der Fall eines Iman bekannt der uns deutsche als stinkende Schweine die sich nicht waschen bezeichnet! Außerdem kam in seinen Hasspredigten auch vor das man uns am besten abschlachten sollte!
Dieser Mann sitzt immer noch in Deutschland! Es ist also kein Wunder wenn dieser Mann über unsere Politik lacht! Sieht so also Rot Grüne Ausländerpolitik aus?

mfg
Antwort von Manfred Helmut Zöllmer
bisher keineEmpfehlungen
13.09.2005
Manfred Helmut Zöllmer
Sehr geehrter Herr von ,

ich danke für Ihre Fragen.

Ich habe großes Verständnis dafür, dass sich Menschen durch Kriminalität bedroht fühlen. Oftmals wird – verstärkt durch entsprechende Medienberichte – aber ein verzerrtes Bild abgegeben und eine Bedrohung wird empfunden, obwohl die Daten dagegen sprechen.

Ich möchte Ihnen durch einige objektive Daten Hintergrundinformationen geben:

Zunächst zu den Straftaten:

Nach der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2004 ist die Anzahl der tatverdächtigen _deutschen_ Erwachsenen gegenüber 2003 um 3,1 % gestiegen. Die Anzahl der _nichtdeutschen_ Tatverdächtigen ging jedoch zum Vorjahr um 1,3 Prozent zurück.

Im Zeitraum von 1998 bis 2004 (rot-grüne Bundesregierung) verringerte sich der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen sogar von 28,9 % auf 24,6 %.

Für diese Tendenz gibt es eine Vielzahl verschiedener Ursachen. Neben Faktoren wie der Änderung des Asyl- und Flüchtlingsrechts sowie der EU-Osterweiterung im Mai 2004 mit ihren Auswirkungen auf die legalen Einreisemöglichkeiten der Staatsangehörigen neuer EU-Mitgliedstaaten sind auch die gesteigerten Integrationsbemühungen des Bundes und der Länder von Bedeutung.

Richtig ist, dass der Ausländeranteil an der Wohnbevölkerung bei neun Prozent liegt. Insoweit könnte man auf den ersten Blick sagen, dass der Anteil " krimineller Ausländer" höher liegt. Jedoch wäre dies eine falsche Auslegung der Statistik.

Anders als die Kriminalstatistik ignoriert die Bevölkerungsstatistik Ausländer, die sich nur kurzfristig als Besucher, Durchreisende, Grenzpendler oder Stationierungsstreitkräfte in Deutschland aufhalten. Ebenso wenig tauchen dort die Tausende von Ausländern auf, die sich illegal in Deutschland aufhalten.

Die Kriminalitätsbelastung würde sich etwa um das 2,7-fache reduzieren, wenn nur diejenigen Tatverdächtigen berücksichtigt und zur gemeldeten Wohnbevölkerung in Beziehung gesetzt werden, die auch melderechtlich erfasst sind. Ferner muss beachtet werden, dass bei Ausländern Delikte in die Statistik eingehen, die nur von Ausländern begangen werden können. Kein Deutscher kann täterschaftlich ausländerrechtliche Straftatbestände erfüllen.

Diese Zahlen sollen Kriminalität insgesamt und bei Nichtdeutschen nicht verharmlosen, aber anschaulich machen, dass die kriminelle Handlungen nicht bei Ausländern besonders hoch ist und während unserer Regierungszeit sogar zurückgegangen ist.

Zum Thema Asyl:

Auch die Zahl der Asylbewerber hat sich inzwischen erheblich reduziert. Im Jahr 2004 haben 35.607 Personen in Deutschland Asyl beantragt. Die Anzahl der Asylbewerber ist damit im Jahr 2004 erneut deutlich zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahr (50.563 Anträge) sank die Zahl der Asylanträge um 14.956 Personen oder 29,6 % (!).

Damit haben wir die Zahl der Erstanträge nach den starken Zugängen zu Beginn der neunziger Jahre wieder auf das Niveau von 1984 (!) zurückgeführt.

Dies belegt den Erfolg der politischen Anstrengung der Bundesregierung. Einerseits hilft Deutschland mit großen, finanziellen Anstrengungen weltweit, Not und Bürgerkrieg vor Ort einzudämmen. Andererseits wurde durch die Verabschiedung des Zuwanderungsgesetzes und durch die vorausgehende intensive politische Debatte in aller Welt deutlich, dass der Missbrauch des Asylrechts kein Erfolg versprechendes Mittel der Zuwanderung nach Deutschland ist.

Zwei gute Beispiele hiefür sind Bosnien-Herzegowina und Afghanistan: in beiden Regionen ist Deutschland - neben anderen Staaten und Organisationen - seit Jahren sehr engagiert, um die Lebensbedingungen für die Menschen vor Ort zu stabilisieren und zu verbessern. Deshalb wollen dort nun immer weniger Menschen ihre angestammte Heimat verlassen, und die Asylbewerberströme aus diesen Ländern sind stark zurückgegangen.

Zu den Hasspredigern:

Wie Sie aus den Medien wissen, werden sehr wohl Hassprediger ausgewiesen. Wenn sich der Sachverhalt als eindeutig darstellt, werden Ausweisungen ausgesprochen. Wir nehmen es nicht hin, dass in Deutschland solchen "Predigern" Platz eingeräumt wird. Dies wird ernsthaft vom Bund und den Ländern verfolgt. Wenn eine Ausweisung ausgesprochen wird, dann können die betroffenen Personen jedoch klagen, was erklärt, dass sich manche ggf. noch im Land befinden.

Erst kürzlich ist aber der frühere Imam der Berliner Mevlana-Moschee mit seiner Verfassungsbeschwerde gegen seine Ausweisung gescheitert. Das Berliner Landesverfassungsgericht lehnte die Anträge ab. Eine weitere Beschwerde des Geistlichen beim Bundesverfassungsgericht bleibt allerdings davon unberührt.

In dieser Frage sind sich übrigens die europäischen Staaten einig. Erst kürzlich wurden 10 Hassprediger aus England ausgewiesen.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Zöllmer
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Frage zum Thema Wirtschaft
16.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Zöllmer!

Wie stehen Sie zur Abschaffung der Sommerzeit? Sie wurde seinerzeit eingeführt, um Energie zu sparen, aber wie sich dann herausstellte, konnte damit nicht nenneswert Energie gespart werden.

Die halbjährlichen Zeitumstellungen sind für viele Menschen - v.a. Kinder und alte Menschen -, aber auch für Tiere in der Landwirtschaft ziemlich anstrengend.

Dann könnte man die Sommerzeit doch einfach abschaffen, oder?

Hochachtungsvoll

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