Manfred Helmut Zöllmer (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Manfred Helmut Zöllmer
Jahrgang
1950
Berufliche Qualifikation
Stellvertretender Schulleiter
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Wuppertal I
Landeslistenplatz
20, Nordrhein-Westfalen
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(...) Bei dem von Ihn angesprochenen Kindergartenbildungsgesetz (KiBiz) handelt es sich um ein Gesetz der schwarz-gelben Landesregierung in NRW. Die SPD-Landtagsfraktion kämpft dafür, insbesondere für Erzieherinnen und Erziehern mit langjähriger Berufserfahrung Ausnahmeregelungen von den starren Qualifizierungsrichtlinien des Gesetzes zu erreichen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Schulen
08.12.2006
Von:

Wie kann eine Landesregierung den Mangelfacherlass kippen? Wohl wissend, dass zahlreiche "Seiteneinsteiger", dem Ruf der Politik folgend, sich nun regelrecht betrogen fühlen müssen! Der Wegfall für zukünftige Jahrgänge wäre eine akzeptabele Entscheidung, wenn auch nicht sinnvoll. Aber den bereits sich im Referendariat befindenden Anwärtern die Zusagen kommentarlos zu streichen, ist sicher einer vertrauensvollen Politik unwürdig (um deutlichere Ausdrücke zu vermeiden...). In meinen Augen steht die Glaubwürdigkeit von Politik im Ganzen zur Disposition! Wie viel Finanzersparniss ist Vertrauen und Glaubwürdigkeit wert?
Antwort von Manfred Helmut Zöllmer
bisher keineEmpfehlungen
17.01.2007
Manfred Helmut Zöllmer
Sehr geehrter Herr ,

ich schließe mich Ihnen in jeder Hinsicht an. Das Verhalten der CDU-FDP-Landesregierung ist in höchster Weise verantwortungslos gegenüber den Menschen, die im Vertrauen auf eine kontinuierliche Politik, ihre bisherige Laufbahn verlassen haben, um als höchst motivierte Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen unseres Landes ihr Know-How auch ohne klassische Lehrerausbildung zur Verfügung zu stellen.

Meine Kollegin im Landtag, Ute Schäfer, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, hat dies auch mehrfach deutlich zum Ausdruck gebracht. Auf ihrer Internetseite www.uteschaefer.de können Sie die Position der SPD zur unverantwortlichen Schulpolitik der Landesregierung bei Interesse im Detail nachlesen.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Zöllmer
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Frage zum Thema Arbeit
08.12.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Zöllmer,

hiermit bitte ich Sie um einen Termin in Ihrer Bürgersprechstunde, möglichst vor dem 17.1.07..
Vorab die Bitte an Sie , darzustellen, wie Sie zu den Äußerungen von Frau Schmidt (dass Patienten von den Ärzten "in" Geiselhaft genommen" werden für Forderungen nach mehr Geld)
und Herrn Lauterbach ("Es gibt keine Berufsgruppe, die so brutal Menschen ausnutzt, wenn es um das eigene Einkommen geht, wie die Ärzteschaft.") stehen?

Mit freundlichen
Grüßen,

Dr. med. , Wuppertal
Antwort von Manfred Helmut Zöllmer
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17.01.2007
Manfred Helmut Zöllmer
Sehr geehrte Frau Dr. ,

in der Debatte über die Gesundheitsreform – über deren Notwendigkeit gar keine Zweifel herrschen – ist so manches Mal von allen Beteiligten argumentativ über das Ziel hinaus geschossen worden. Auf Aussagen von mir übrigens sehr geschätzten Kolleginnen und Kollegen, mögen sie nun in dieser Form gefallen sein oder nicht, möchte ich daher nicht weiter eingehen.

Sehr gerne lade ich Sie zu meiner Bürgersprechstunde ein. Mein Mitarbeiter hat sich bereits mit Ihnen telefonische in Verbindung gesetzt.

Gerne lade ich Sie auch zur Veranstaltung mit der Patientenbeauftragten der Bundesregierung Helga Kühn-Mengel im Januar in Wuppertal ein.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Zöllmer
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Frage zum Thema Arbeit
08.12.2006
Von:

Wieso ist es möglich, dass die Schornsteinfeger eine derartige Lobby im Bundestag ausüben können. Haben möglicherweise auch die Schornsteinfeger einen Platz im Bundestag, ähnlich wie Siemens, Lanxess, etc. mit eigenem Schreibtisch und Telefonanschluss?

Es ist doch unverantwortlich, dass einem Schornsteinfeger größere Hoheitsrechte eingeräumt werden, als einem Polizeibeamten. In meinem Einfamilienhaus, weil dieses Haus zwei Kaminzüge hat, muss ich die Begehung von 8 Zimmern dem Schornsteinfeger gestatten und habe zudem Schränke zu öffnen, weil sich eine Gastherme darin verstecken könnte. Bisher hat der Schonrsteinfeger in meinen Häusern über 360 Abgasmessungen durchgeführt, alle ohne Beanstandungen. Keines meiner Gasgeräte lasse ich warten. Hieraus ist die einzige Schlussfolgerung zu treffen, die Messungen der Schornsteinfeger haben keine Aussagekraft und sind überflüssig.

MfG
Antwort von Manfred Helmut Zöllmer
bisher keineEmpfehlungen
17.01.2007
Manfred Helmut Zöllmer
Sehr geehrter Herr ,

der Bezirksschornsteinfegermeister nimmt bei der Feuerstättenschau, bei der Bauabnahme und beim Immissionsschutz öffentliche Aufgaben wahr. Im Rahmen dieser öffentlichen Aufgaben ist er ein mit staatlicher Gewalt beliehener Unternehmer, der die Stellung einer Verwaltungsbehörde innehat. Insoweit handelt der Bezirksschornsteinfegermeister in Ausübung öffentlicher Gewalt.

Das Schornsteinfegergesetz stellt für mich eine verhältnismäßige Regelung dar, die aus zwingenden Gründen des Allgemeininteresses, insbesondere zur Gewährleistung der Feuersicherheit und des Umweltschutzes, gerechtfertigt sind.

Allein in 2005 wurden in ca. 14 Mio. Gebäuden durch das Schornsteinfegerhandwerk wiederkehrende und Kehr- und Überprüfungsarbeiten ausgeführt. Dabei wurden, insbesondere bei der durchzuführenden Feuerstättenschau, fast 1,2 Mio. Mängel an bestehenden Feuerungsanlagen festgestellt. An neu gebauten Feuerungsanlagen wurden bei der Prüfung und Begutachtung nach den jeweiligen Landesbauordnungen mehr als 188.000 Mängel und an wesentlich geänderten Feuerungsanlagen mehr als 203.000 Mängel festgestellt.

Dennoch ist nicht nur aufgrund des Vertragsverletzungsverfahrens (Diskriminierung von europäischen Wettbewerbern) durch die EU eine an die veränderten Rahmenbedingungen angepasste Neuordnung des Schornsteinfegerwesens vonnöten.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat daher Eckpunkte entwickelt, demnach das geltende Kehrbezirkssystem so umgestaltet werden soll, dass zwar zum einen der Bezirksschornsteinfeger in einem eng begrenzten Kernbereich hoheitliche Aufgaben ausführt und hierbei abschließende Entscheidungen trifft. Zum anderen sollen aber alle diejenigen Schornsteinfegerarbeiten, die keine Kontrollaufgaben beinhalten, dem Wettbewerb geöffnet werden. Damit werden in dem Bereich der Schornsteinfegerarbeiten, die keine Kontrollaufgaben beinhalten, sowohl die Niederlassungsfreiheit als auch die Dienstleistungsfreiheit für die grenzüberschreitende Dienstleistungserbringung aus dem EU-Ausland uneingeschränkt gewährleistet. Darüber hinaus wird trotz der Bereichsausnahme des Art. 45 EGV für den Bereich der Kontrollaufgaben ein diskriminierungsfreier Zugang für die europäischen Bewerber gewährleistet.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Zöllmer
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Frage zum Thema Arbeit
22.12.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Zöllmer,

haben Sie bereits etwas von der Diskussion um das Grundeinkommen erfahren? www.archiv-grundeinkommen.de
Wenn ja, wie stehen Sie dazu?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Manfred Helmut Zöllmer
1Empfehlung
07.02.2007
Manfred Helmut Zöllmer
Sehr geehrte Frau ,

die Diskussion um das Grundeinkommen ist mir natürlich bekannt.

Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch über ein gewisses Grundeinkommen verfügen muss. Dieses ist durch die Sätze des Arbeitslosengeldes II (ALG II), besser als "Hartz-IV" bekannt, beziehungsweise durch die Sätze der Sozialhilfe definiert.
Es kann nicht sein, das hat auch Hubertus Heil als Generalsekretär der SPD deutlich gemacht, das Menschen mit einem "bedingungslosen Grundeinkommen" abgestempelt und ausgegrenzt werden.

Wichtig ist uns, das unterstreicht auch die Anfang des Jahres verabschiedete "Bremer Erklärung", die Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Jede Tätigkeit verdient Respekt und Anerkennung und muss die Chance des Aufstiegs in qualifizierte Arbeit bieten. Dazu wollen wir als SPD mit einem "Bonus für Arbeit" die Sozialversicherungsbeiträge für Geringverdiener gezielt senken, um Arbeit einerseits für Arbeitgeber finanzierbarer und andererseits für Arbeitnehmer lohnender zu machen. Das erzielte Einkommen muss deutlich über dem ALG II-Niveau liegen.
Dies kann als eine Art Steuer-Gutschrift verstanden werden und orientiert sich an den Vorschlägen des bekannten Ökonomen Milton Friedman zur negativen Einkommenssteuer. Milton Friedman wird übrigens auch auf der Homepage www.archiv-grundeinkommen.de zitiert.

Es gehört zur Idee des vorsorgenden Sozialstaates, Menschen erst gar nicht in die Situation kommen zu lassen, vom Existenzminimum leben zu müssen. So soll zum Beispiel verstärkt in die Aus- und Weiterbildung investiert werden.

Weitere Informationen zur Bremer Erklärung aber auch zum Modell des vorsorgenden Sozialstaates finden Sie auf www.spd.de.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Zöllmer
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
27.12.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Abgeordneter,

Sie haben im lokalen Bundestagswahlkampf immer wieder betont, dass Sie gegen die CDU, insbesondere Frau Merkel, sind. Dies haben viele Wähler/-innen geglaubt und bei ihrer Stimmabgabe darauf vertraut, dass Sie sich auch dementsprechend bei Abstimmungen verhalten. Die Wahrheit ist jedoch, dass Sie, obwohl Sie als Direktkandidat gewählt wurden und nicht über die SPD-Liste, bei der Abstimmung im Bundestag für Frau Merkel gestimmt haben und Sie mit in Position zur Bundeskanzlerin gebracht haben. Herr Minister Müntefering hat moniert, dass Wähler/-innen von der Politik einfordern, was Ihnen im Wahlkampf versprochen wurde .....
Warum machen Sie nicht von Anbeginn einen ehrlichen Wahlkampf ohne Versprechungen? Und bleiben bei der Wahrheit? Ehrlich fand ich, dass die SPD immer gesagt hat, dass es eine 1- oder 2-prozentige Mehrwertsteuererhöhung mit ihr nicht geben würde; richtig, die große Koalition hat 3% beschlossen. Doch dies hätten Sie im Wahlkampf sagen sollen, dass Sie mehr als 2% wollen (außer bei Netto-Lohnerhöhungen und Kaufkraftsteigerungen versteht sich).

Freundlichst aus dem Wuppertal
Antwort von Manfred Helmut Zöllmer
1Empfehlung
05.01.2007
Manfred Helmut Zöllmer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage über das Internetportal kandidatenwatch.de.
In Ihrem Brief setzen Sie sich kritisch mit der Finanz- und Steuerpolitik der Bundesregierung auseinander sowie meinem Abstimmungsverhalten bei der Wahl der Bundeskanzlerin.

Deutschland und sein Modell der sozialen Marktwirtschaft stehen aufgrund einer verstärkten Internationalisierung der Wirtschaft und der zunehmenden Alterung der Gesellschaft vor gewaltigen Herausforderungen. Ein nachhaltiges Wachstum und eine höhere Beschäftigung kann unter den veränderten Rahmenbedingungen nur bei einer ausgewogenen wirtschafts- und finanzpolitischen Strategie von Konsolidieren, Reformieren und Investieren erreicht werden.

Obwohl sich die Situation in Deutschland im Jahr 2006 merklich verbessert hat befinden sich die öffentlichen Haushalte weiterhin in einer ernsten Lage. Die Situation der Haushalte von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherungen hat sich seit Mitte der neunziger Jahre ständig verschlechtert. Die laufenden Ausgaben lagen zum Teil dramatisch über den regelmäßig fließenden Einnahmen. Der hieraus resultierende Konsolidierungsdruck ist enorm. Ein Verzicht auf die notwendigen Konsolidierungsanstrengungen würde die zukünftige Schuldenlast erhöhen und damit den Handlungsspielraum für Wachstumspolitik weiter verengen.

Durch einen Neuanfang in der Haushalts- und Finanzpolitik haben wir die Chance, den nachfolgenden Generationen tragfähige Staatsfinanzen zu übergeben und die notwendigen finanziellen Spielräume für wichtige Zukunftsinvestitionen zurück zu gewinnen. Um diese Ziele zu erreichen, bedarf und bedurfte es eines Umdenkens. Nicht alles was wünschenswert erscheint, kann der Staat bereitstellen.

Durch die Beseitigung von steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten und den Abbau von Steuervergünstigungen wird das Steuerrecht weiterhin vereinfacht und auf eine breitere Basis gestellt. Zur Steigerung der Wachstumsdynamik haben und werden wir in der Legislaturperiode konkrete Impulse mit einem Gesamtvolumen von ca. 25 Mrd. € geben, wozu die Förderung von Forschung und Entwicklung, die Förderung von Handwerk und Dienstleistungen oder die Förderung der Familien durch das beispielsweise jetzt im Januar in Kraft getretene Elterngeld gehören.
Richtig ist, dass wir Mehreinnahmen durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer erzielen. Ich bitte aber nicht unbeachtet zu lassen, dass sich ab Januar dieses Jahres z. B. der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von 6,5 % auf nur noch 4,2 % absenkt. Das wird jeder Arbeitnehmer unmittelbar bemerken.

Die Steuerpolitik der Großen Koalition wird den begonnenen konjunkturellen Aufschwung unterstützen und zusätzliche Wachstumskräfte mobilisieren. Die Konjunkturindikatoren zeigen an, dass sich die Wirtschaftsentwicklung belebt. Diese Belebung hat inzwischen auch den Arbeitsmarkt erreicht. Im Dezember verzeichnete die Statistik rund 597.000 weniger Arbeitslose als im Dezember 2005. Die Arbeitslosenquote beträgt 9,6 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 11,1 Prozent gelegen.

Die Umsatzsteuererhöhung, die sowohl zur Konsolidierung der Haushalte von Bund und Ländern als auch zur Senkung der Lohnnebenkosten notwendig ist, tritt damit zu einem Zeitpunkt in Kraft, in der der "Wirtschaftsmotor" angelaufen ist. Im Übrigen bleibt es bei vielen Produkten – wie etwa Lebensmitteln - bei dem ermäßigten Steuersatz von 7 %.

Ich weiß, dass manche Position – gerade auch im Hinblick auf die Mehrwertsteuererhöhung –im seinerzeitigen Wahlkampf anders war, gleichwohl bedeutet ein Koalitionsvertrag und eine Koalition immer auch ein Kompromiss. Die Finanzsituation des Landes verpflichtet auch dazu unbequeme Wege zu gehen.

Natürlich hätte ich mir auch gewünscht einen sozialdemokratischen Kanzler zu wählen, aber ich habe die Entscheidung der Wähler akzeptiert - die nur eine Große Koalition zuließ - und sehe in der Großen Koalition die Chance notwendige Reformvorhaben umzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Zöllmer
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