Lutz Urbach (CDU / FDP)
Kandidat Bürgermeisterwahlen Nordrhein-Westfalen 2009
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Grunddaten
Lutz Urbach
Geburtstag
-
Berufliche Qualifikation
Diplom-Verwaltungswirt
Ausgeübte Tätigkeit
Kämmerer Stadt Hennef, Geschäftsführer Stadtwerke Hennef
Wohnort
-
Stadt
Bergisch Gladbach
Ergebnis
50,5%
(...) Privatisierungen sind generell nicht aus sich heraus gut oder schlecht. Es geht darum, welche Form der Aufgabenerledigung für die Menschen in unserer Stadt die beste ist. (...)
Fragen an Lutz Urbach
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Frage zum Thema Arbeit
08.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Urbach,

ich stelle ihnen 2 Fragen.

Am Wochenende mußte ich in Pressemitteilung der LINKEN aus Bergisch Gladbach lesen, daß ihre Plakate nun doch mit 1€ Jobbern geklebt wurden. Die Linke kann dazu Beweise und belastbare Aussagen vorlegen, welche belegen das 1€ Jobber bei der GL Service GmbH Plakate aufkleben und aufhängen.

In der Pressemitteilung heisst es wörtlich, daß sie von ihrem Gegenkandidaten der Linken Thomas Santillan persönlich unterrichtet wurden, dass die GL Service GmbH ihre Mitarbeiter rechtswidrig beschäftigt. Auch von dem illegalen Einsatz der wie sie schreiben "sozialversicherten" Mitarbeiter der Qualifizierungsmaßnahme "Sozial-Aktiv" hatte die CDU und FDP so gewusst.

Trotzdem haben sie ihre Plakate weiterhin durch die GL Service GmbH austauschen lassen. Auf ihren neuen Plakaten steht "Kompetent. Engagiert. Fair." Mit der Fairneß gegenüber 1€ Jobbern und Erwerblosen scheint das aber nicht ganz zu stimmen.

Das Parteien sich die Kosten für die Wahlplakate von der Stadt Bergisch Gladbach durch Dumpingpreise der GL Servive GmbH subventionieren lassen scheint mir nicht sehr fair zu sein und von Neutralität der Stadtverwaltung will ich da garnicht sprechen.
Wie stehen sie zu dieser verdeckten oder auch offenen Subventionierung der Stadt für CDU/FDP und SPD?

Was ist daran fair, wenn sie auf die stadteigene GL Service GmbH zurückgreifen, bei der erwerblose rechtswidrige Arbeiten für Wahlwerbung ausführen?

Viele Grüsse,
Antwort von Lutz Urbach
1Empfehlung
12.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Frage habe ich zum Anlass genommen, noch einmal mit dem Geschäftsführer der GL Service gGmbH zu sprechen, der mir nochmals bestätigt hat, dass Ein-Euro-Jobber nicht an der Plaktierung beteiligt sind.

Mit freundlichen Grüßen

Lutz Urbach
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
09.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Urbach,
Sie sind gemeinsamer Kandidat der CDU und der FDP.
Als eingesessene Refratherin bin ich Opfer der verfehlten Stadtentwicklungs- und Verkehrspolitik ihrer Vorgänger Opladen und Orth. Sowohl für Frau Opladen und auch für Herrn Orth schien bzw. scheint die Stadt nur aus den beiden Stadtteilen Bergisch Gladbach Innenstadt und Bensberg zu bestehen, andere Stadtteile kamen in und kommen in ihrem Vokabular nicht vor. Erleichtert war ich jedoch, als ich den gemeinsamen Beschluß der großen Bergisch-Gladbacher Koalition vernahm, endlich den seit Jahren geplanten Autobahnzubringer über den Bahndamm zu verwirklichen.
Mit Schrecken las ich jetzt jedoch auf den Wahlplakaten der FDP, dass diese in Bezug auf den Bahndamm nunmehr eine Kehrtwende machen will und eine Staße ablehnt. Wie stehen Sie zu dem Projekt, kann ich Sie noch wählen?
Auch beschäftigt mich folgende Frage: Mit der Errichtung des privaten Senioren-Palastes Kursana ist jegliches Leben aus Refrath entwichen. Mittlerweile wurde der Pachtvertrag der Grillhütte am Kahnweiher nicht verlängert, der Kahnweiher soll zu einem langweiligen Seniorenpark umgestaltet werden. Es ist richtig, dass dieses schöne Naturgelände die letzten 10 Jahre vernachlässigt wurde (also auch schon unter Fr. Opladen) und daher verkommen ist, dass also dringend etwas getan werden muss. Kahnweiher und Grillhütte waren jedoch immer schon Rückzugsplatz der in Refrath wohnenden Angehörigen der einfachen Arbeiter. Soll denen dies auch noch genommen werden, nachdem schon die Einkaufsmeile kaum noch für uns "Otto-Normalverbraucher" attraktiv ist und das frühere Schwimmbad Saaler Mühle auch zu teuer geworden ist. Soll Refrath rein zum "Senioren mit gutem Einkommen-Treff" werden oder was planen Sie, um Refrath wieder attraktiv für junge Familien mit mittlerem Einkommen werden zu lassen, so wie es zur Geburt meiner Tochter, die jetzt auch vor der Gründung einer Familie steht, einmal war?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Lutz Urbach
bisher keineEmpfehlungen
12.08.2009
Sehr geehrte Frau ,

gerne gehe ich auf Ihre Fragen ein:

Es ist einer meiner Hauptkritikpunkte an Herrn Orth, dass er als Bürgermeister die Entwicklung der Stadtteile sträflich vernachlässigt hat. Ich habe ausdrücklich nichts gegen die Entwicklung in der Gladbacher Stadtmitte, aber das Leben findet nicht auf 300 Metern Hauptstraße statt, sondern in den Stadtteilen, in unseren Vierteln und Dörfern.

Zum Bahndamm: Der Bahndamm ist derzeit beim Land in der Prüfung der Umweltverträglichkeit. Danach sind die weiteren Schritte zu gehen, bis eine Schätzung der Gesamtkosten vorliegt. An der eindeutigen Positionierung des Stadtrates ändert dies nichts.

Zu Refraths Einrichtungen darf ich Ihnen sagen, dass das Schwimmbad Mohnweg ja neu gebaut werden soll. Der Zustand des Kahnweihers ist aber - da haben Sie völlig Recht - ein Trauerspiel! Hier muss dringend etwas getan werden, um hier wieder eine Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen! Hierzu gehört dann auch eine ansprechende Neubelebung der Grillhütte.

Mit freundlichen Grüßen

Lutz Urbach
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
11.08.2009
Von:

Sehr geehrte Herr Urbach,

in den letzten Jahren habe ich immer liberal gewählt. Sie sind der gemeinsame Kandidat von FDP und CDU in Bergisch Gladbach.

Die FDP hat sich in der Vergangenheit und auf ihren aktuellen Wahlplakaten gegen den Bau eines Autobahnzubringers über den Bahndamm ausgesprochen.

Als CDU Mitglied haben Sie sich mehrfach für die weitere Planung der Bahndammtrasse ausgesprochen und befürworten diese. Der CDU Fraktionsvorsitzende Peter Mömkes ist wie Bürgermeister Klaus Orth (SPD) ein erklärter Befürworter der Schnellstraße durch den Frankenforst.

Der einzige Bürgermeisterkandidat, der sich eindeutig gegen die Straße auf dem Bahndamm ausspricht, ist Tomas Santillan (Linke). Renate Beisenherz-Galas (Grüne) wünscht sich den SPD Kandidaten als neuen Bürgermeister und steht damit im Widerspruch zu ihrem eigenem Programm.

Auch Ihre Kandidatur gemeinsam mit der FDP muß einen solchen Widerspruch aushalten. Auf der einen Seite will die FDP keinen Autobahnzubringer über den Bahndamm und dann unterstützt sie doch Ihre Kandidatur. ..? ..

Wie wollen Sie als Bürgermeister in einer möglichen Koaltion aus FDP und CDU diesen Widerspruch auflösen?

In Erwartung auf ihre Antwort,
Antwort von Lutz Urbach
1Empfehlung
12.08.2009
Sehr geehrte Frau ,

da ich bereits mehrfach zu diesem Thema befragt wurde, darf ich bitte auf diese Antworten verweisen.

Generell ist es so, dass wir in den Gesprächen mit den Vertretern der FDP eine ganz große Vielzahl von Übereinstimmungen festgestellt haben. Der Zubringer gehört nicht dazu - da haben Sie Recht.

Wir werden nach der Wahl sehen, wer mit wem in welcher Form zusammenarbeitet.

Eines aber ist sicher:
Anders als Herr vor 5 Jahren werde ich nach der Wahl das Gleiche sagen wie vor der Wahl. Damals hatte Herr ja vor der Wahl vollmundig verkündet, dass jede Stimme für ihn eine Stimme gegen den Bahndamm ist. Und kurz darauf hat er seine Meinung um exakt 180 Grad geändert.

Mit freundlichen Grüßen

Lutz Urbach
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Frage zum Thema Arbeit
17.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Urbach,

ich hatte ihnen 2 Fragen gestellt von denen Sie leider nur eine beantwortet haben.

DIE LINKE. hat mehrere Aussagen vorgelegt, welche deutlich belegen, dass bei der GL-Service GmbH 1€ Jobber für Plakatierarbeiten eingesetzt werden.

Sie berufen sich lediglich auf die Aussage des Geschäftführers der GL Service GmbH, der in diesem Komplex jedoch zu den "Angeklagten" gehört. Das ist ungefähr so, als würden Sie einem angeklagten Drogenhändler glauben, nur weil er ihnen sagt, dass er keine Drogen handelt. Natürlich gilt auch hier die Unschuldsvermutung, dennoch würde kein Gericht eine solche Aussage aktzeptieren, wenn andere Beweise vorliegen.

Leider verhindert die Stadtverwaltung eine Aufklärung der Dinge und verpaßt den Mitarbeitern der GL Service GmbH einen Maulkorb.

Her die eine Frage, die sich nicht beantwortet haben:

Es ist unstrittig, daß Parteien weniger bezahlen müssen als kommerzielle Werbetreibende. Statt 1,50 € müsssen Parteien nur 1,00 € pro Plakat zahlen.

Das sich Parteien so die Kosten für die Wahlplakate von der Stadt Bergisch Gladbach durch Dumpingpreise der GL Servive GmbH subventionieren lassen scheint mir nicht sehr fair zu sein und von Neutralität der Stadtverwaltung will ich da garnicht sprechen.

Wie stehen sie zu dieser verdeckten oder auch offenen Subventionierung der Stadt für CDU/FDP und SPD?

In der Hoffnung auf vollständige Beantwortung verbleibe ich mit freundlichen Grüssen,

Antwort von Lutz Urbach
1Empfehlung
18.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

noch zwei Sätze zu ihrem Bild des Drogendealers.
Satz 1: Es ist ein total bescheuerter Vergleich, der auch noch total daneben ist, die Geschäftsführung der GL Service GmbH mit Drogendealern zu vergleichen!
Satz 2: Ich kenne keine Beweise.

Zum zweiten Punkt:
Der Preis von 1 Euro für Wahlwerbung ist insofern neutral, als er von allen Parteien und zur Kommunalwahl antretenden Gruppierungen genutzt werden kann.
Ob es sich hierbei um eine Subventionierung handelt, vermag ich nicht zu beurteilen, weil ich die betriebswirtschaftlichen Auswertungen zu diesem Produkt nicht kenne. Sie?

Mit freundlichen Grüßen

Lutz Urbach
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
26.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Urbach,

CDU und SPD planen an der Kreuzung Hauptstraße/ Odenthaler Straße den Bau eines Kreisverkehrs, der den Abriss des historischen Gebäudes Am Waatsack und zahlreicher anderer stadtbildprägender Gebäude zur Folge hätte. Der Bergische Geschichtsverein hat sich in einer Stellungnahmen eindeutig gegen diese Pläne ausgesprochen. Auch die Regionale 2010 spricht sich für die Stärkung regionaler Identität aus, die durch die o.a. Abrisspläne ins Gegenteil verkehrt würde. Wie würden Sie sich als zukünftiger Bürgermeister dieser bisher liebenswerten Stadt verhalten, in der allerdings in der Vergangenheit immer wieder Bausünden begangen wurden durch den unbegreiflichen Abriss erhaltenswerter Bausubstanz?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Lutz Urbach
bisher keineEmpfehlungen
27.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

meine Meinung ist die, dass wir uns die Zeit nehmen sollten, die Frage der Kreuzung Odenthaler Straße/Hauptstraße ergebnisoffen zu prüfen.

Fakt ist ja, dass dieser Eingang zur Stadt kein Glanzlicht ist.
Hinzu kommen die Verkehrsbelastungen auf dem Mühlenberg.

Mir wird die Frage derzeit viel zu stark unter dem Aspekt der Verkehrstechnik diskutiert - da bleibt der Städtebau/die Stadtgestaltung auf der Strecke.

Also:
Denkschranken sprengen und sauber prüfen, was sich - auch wirtschaftlich - darstellen lässt bei Einbeziehung der beträchtlichen zur Verfügung stehenden Flächen.

Mit freundlichen Grüßen,

Lutz Urbach
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Ihre Frage an Lutz Urbach
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