Lothar Gräfingholt (CDU)
Kandidat Bürgermeisterwahlen Nordrhein-Westfalen 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Lothar Gräfingholt
© Tim Wollenhaupt
Jahrgang
1953
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Bochum
Stadt
Bochum
Ergebnis
31,1%
(...) Ich kann mir vorstellen, beide Steuern auch zu senken, aber nicht in dieser Zeit.Sie haben sicher verfolgt, dass die Stadt Bochum über 100 Millionen Euro jährlich einsparen muss.Dies wird in den nächsten Jahren zu zusätzlichen Belastungen bzw. Einschnitten führen. (...)
 
Persönliche Website
www.lothar-graefingholt.de
Fragen an Lothar Gräfingholt
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
25.08.2009
Von:

Sehr geehreter Herr Gräfingholt,

ich habe die obigen Antworten mit großem Interesse gelesen.
Allerdings ergeben sich mir daraus und aus Ihrem Parteiprogramm weitere Fragen, die ich hier leider nur kurz anreißen kann (Zeichenbeschränkung).
Es wäre schön, wenn Sie schnell antworten könnten, da ich per Briefwahl abstimmen werde.

1) Aus Ihrer Vita geht hervor, dass Sie überzeugter Katholik sind. Wie stehen Sie zu anderen Kirchen (Ev. Kirche), zu anderen Glaubensgemeinschaften in Bochum und zur Ökumene?

2) Ich bin Wattenscheider. Welche konkreten Pläne zur Stadtverschönerung haben Sie? Hier eine Bitte: Geben Sie den Wattenscheider nicht das Gefühl, von der Stadtverwaltung benachteiligt zu werden.

3) Sie schreiben, dass Sie die Infrakstruktur für das Fahrradfahren verbessern wollen. Als ambitionierter Radfahrer interessiert mich, durch welche Projekte Sie dies erreichen möchten.

4) Wie stehen Sie zu einer Metropole "Ruhrstadt"?

5) Haben Sie geplant, interessierten Bürgern während Ihrer Amtszeit Sprechstunden anzubieten, um deren Sorgen und Nöte direkt aufgreifen zu können? Wenn ja, in welchem Umfang?

6) Wie stehen Sie zu dem Projekt, die Autobahnen im Ruhrgebiet in Tunnel zu verlegen und dadurch die Attraktivität des Ruhrgebietes in vielen Lebensbereichen stark zu verbessern?


Ich bedanke mich schon jetzt für Ihre konkreten Antworten auf die o.g. Fragen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen aus Wattenscheid
Antwort von Lothar Gräfingholt
bisher keineEmpfehlungen
26.08.2009
Lothar Gräfingholt
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre sehr individuellen Fragen.Ich beantworte sie gerne.
1.Ich stamme aus einer sog. Mischehe.Meine Mutter war katholisch, mein Vater ist evangelisch.Von daher brauche ich nicht weiter zu betonen, dass ich der evangelischen Kirche und der Ökumene sehr zugetan bin.
2.In meinen Vorträgen spreche ich immer von Maßnahmen zur Stärkung der Innenstädte von Bochum und Wattenscheid.Damit will ich die besondere Bedeutung Wattenscheids hervorheben.Ich werde alles tun,um den Wattenscheider nicht das Gefühl zu geben,benachteiligt zu sein.Konkrete Pläne für Wattenscheid sind vorbehaltlich der Haushaltssituation die Umgestaltung des August Bebel Platzes und die Aufwertung des Platzes um den Saarlandbrunnen. Zu meinen Plänen für Wattenscheid gehört auch,das Angebot für die Freilichtbühne besser zu vermarkten z.B.als Gertrudis-Festspiele.Schließlich sollte der Rat mindestens ein Mal im Jahr im Wattenscheider Rathaus tagen.
3.Die CDU Fraktion hat sich seit langem für die Herstellung von Fahrradwegen auf alten Gleisanlagen eingesetzt.Hier gibt es noch eine Reihe von Projekten,die angepckt werden können. Auch hier weise ich wieder auf den Haushaltsvorbehalt hin. Die Zeit für Versprechungen ist vorbei.
4.Ich bin ein glühender Verfechter der Ruhrstadt. Allerdings nicht als eigenständige Verwaltungseinheit ,wohl aber als einheitlich nach außen agierendes Gebilde.
5.Ja, Bürgersprechstunden gehören auch heute schon zu meinen regelmäßigen Angeboten.Auch als Oberbürgermeister werde ich selbstverständlich Sprechstunden anbieten. Ich denke,dass ich zunächst am jeweils ersten Montag im Monat mit zwei bis drei Stunden starten werde.Sollte der Bedarf größer sein,müßte man einen weiteren Tag hinzunehmen.
6. Eine klassische Tunnellösung wird sich in absehbarer Zeit nicht realisieren lassen. Gleichwohl haben die Anwohner Anspruch auf optimalen Lärmschutz. Dies könnte eine Galerie sein aber auch eine andere Form der völligen oder teilweisen Einhausung.

Ich hoffe, Ihre Fragen ausreichend beantwortet zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Lothar Gräfingholt
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Frage zum Thema Schulen
28.08.2009
Von:

Es wäre schön, wenn Sie sich mal zur aktuellen Situation am Alice-Salomon-Berufskolleg äußern würden. Die Bedingungen welche die Schüler z. Zt. vorfinden sind nicht akzeptabel. Lernen bei über 50 Grad in den Klassen, Lernen im Treppenhaus, Caffeeteria, Schulhof. Die Schule wird u.a. Astbestsaniert. Die Bauarbeiter laufen in Schutzkleidung umher, die Schüler sind nicht geschützt. Die Gesundheit der Schüler wird gefährdet!!! Ausweichräume, andere Schulen, andere Gebäude soll es lt. Aussage der Stadt Bochum nicht geben. Container werden nicht aufgestellt. Scheinbar geht die Stadt Bochum mit den Belangen ( Recht auf angemessenen Unterricht; Gesundheitsschutz) der Schüler recht fahrlässig um. Wir sind sehr enttäuscht und werden unserer Enttäuschung bei den kommunalwahlen am Sonntag Rechnung tragen. Unsere Bitte: Setzen Sie sich bitte kurzfristig für die Schüler ein.
Antwort von Lothar Gräfingholt
bisher keineEmpfehlungen
29.08.2009
Lothar Gräfingholt
Sehr geehrte Frau .

Danke für Ihre Anfage. Ich teile Ihre Ansicht,dass es für Schüler unzumutbar ist,dort Unterricht zu bekommen. Wir werden die nächste Woche nutzen, um hier auf eine Ersatzlösung an einem anderen Standort zu drängen. Die CDU hat die schleppende Vergabe der Konjunkturpaketmittel gerügt. Wäre es nach uns gegangen, hätte man viel früher mit den Bauarbeiten beginnen können und die kompletten großen Ferien nutzen können. Lassen Sie mich aber noch die originäre Verantwortung hervorheben, die bei der Verwaltung mit der Oberbürgermeisterin an der Spitze liegt und bei der sie tragenden rot -grünen Koalition.

Freundliche Grüße
Lothar Gräfingholt
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Frage zum Thema Kultur
28.08.2009
Von:
A.

Sehr geehrter Herr Gräfingholt!

Vor dem Hintergrund großer Finanzierungsengpässe der Kommunen, insbesondere für kulturelle und soziale Maßnahmen, würde mich inteessieren, wie sie zur Finanzspritze durch die Stadt über den Umweg der Stadtwerke für den VfL Bochum denken, und ob eine weiteres Engagement in dieser Form und Höhe von ihnen betrieben würde.
Der reine Werbewert, den die Stadtwerke mit dem Erwerb der Namensrechte des Stadions erhalten, dürfte gegen 0 tendieren. Niemand wechselt deswegen den Stromanbieter. Die große Wanderung (ich gebe vorweg zu, daß mir keine Zahlen vorliegen, und ich an dieser Stelle vn mir auf andere schließe) dürfte eher in die Gegenrichtung einsetzen. Menschen, die gerne bereit waren, mehr für ihren Strom zu zahlen, da über die Stadtwerke soziale und kulturelle Projekte bezuschußt wurden (und werden sollten), Könnten an dieser Stelle die Preise anzweifeln. Dieses Argument wird bisweilen auch schon bei Klinkenputzern anderer Anbieter genutzt.
Auch denke ich mittlerweile (wie sie vielleicht oben schon herauslesen konnten) über einen Wechsel nach. Meinen gesparten Betrag könnte ich mit Sicherheit weitaus sinnvoller, als zur Finanzierung des Profifußballs, so bedeutend der VfL auch für seine Anhänger sein mag, ausgeben, und wüßte bei einer Spende an Caritas, Tafeln oder Adveniat, daß mein Geld dort ankommt, wo es wirklich Menschen hilft.
Antwort von Lothar Gräfingholt
bisher keineEmpfehlungen
30.08.2009
Lothar Gräfingholt
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Fragen, die ich gern beantworte.

Während des Wahlkampfes bin ich gefragt worden,welchen politischen Fehler ich wieder rückgängig machen möchte. Ich habe darauf geantwortet, die Umbenennung des Ruhrstadions. Daraus können Sie bereits erkennen, dass ich die Zuwendungen der Stadtwerke kritisch sehe und dies auch in Zukunft genau beobachten werde.Das Produkt rewirpower ist außerdem gar nicht in dem Maße angeboten worden, wie es ursprünglich geplant war. Zu Recht weisen Sie daruf hin,dass heute ein Anbieterwechsel vergleichsweise einfach möglich ist. So können Sie den Anbieter auswählen, der Ihnen insgesamt das beste Angebot macht.

Freundliche Grüße
Lothat Gräfingholt
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