Lars Klingbeil (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Lars Klingbeil
© spdfraktion.de
Geburtstag
23.02.1978
Berufliche Qualifikation
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Munster
Wahlkreis
Rotenburg I - Soltau - Fallingbostel
Ergebnis
35,3%
Landeslistenplatz
7, Niedersachsen
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(...) Lassen Sie mich der Klarheit zuliebe vorwegschicken, dass in Deutschland Fragen der Medienordnung allein Angelegenheiten der Länder sind und dem Bund hier keine Gestaltungs- oder gar Entscheidungskompetenz zukommt. Dies gilt auch für die angesprochenen Regelungen des 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrages, so dass Sie diese Antwort bitte lediglich als einen Kommentar aus bundespolitischer Sicht auffassen mögen. Dem Bund kommt allerdings in diesem Zusammenhang dennoch eine wichtige Rolle zu, weil der Bund - in Abstimmung mit den Ländern - gegenüber der EU-Kommission den Beihilfe-Kompromiss verhandelt hat und für die Umsetzung des Beihilfekompromisses in der Pflicht stand. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Redebeitrag vom 28.10.2011

31.a) Zweite und dritte Beratung BReg
Verbesserung der Versorgung bei besonderen Auslandsverwendungen
- Drs 17/7143, 17/7377, 17/7389, 17/7542 -
31.b) Beratung BeschlEmpf u Ber (12.A)
zum Antrag DIE LINKE.
Behandlungs- und Betreuungsangebote für traumatisierte Soldatinnen und Soldten, zivile Kräfte und Angehörige ausbauen
- Drs 17/6342, 17/7389 -
Dauer: 11:28
Redebeitrag vom 27.10.2011

5.a) Zweite und dritte Beratung BReg
Telekommunikationsrechtliche Regelungen/Änd
- Drs 17/5707, 17/7521 -
5.b) Beratung BeschlEmpf u Ber (9.A)
zum Antrag SPD
Verbraucherschutz in der Telekommunikation umfassend stärken
zum Antrag SPD
Netzneutralität im Internet gewährleisten - Diskrimininierungsfreiheit, Transparenzverpflichtungen und Sicherung von Mindestqualitäten gesetzlich regeln
zum Antrag SPD
Schnelles Internet für alle - Flächendeckende Breitband-Grundversorgung sicherstellen und Impulse für eine dynamische Entwicklung setzen
zum Antrag DIE LINKE.
Telekommunikationsmarkt verbrauchergerecht regulieren
zum Antrag DIE LINKE.
Netzneutralität sichern
zum Antrag DIE LINKE.
Universaldienste für Breitband-Internetanschlüsse jetzt
zum Antrag B90/GRÜNE
Gegen das Zwei-Klassen-Internet - Netzneutralität in Europa dauerhaft gewährleisten
- Drs 17/4875, 17/5367, 17/5902, 17/5376, 17/4843, 17/6912, 17/3688, 17/7521 -
5.c) Beratung GrAnfrage SPD
Stand und Perspektiven des Breitbandausbaus in Deutschland
- Drs 17/3899, 17/5588 -
Anmerkung: 10:28:23 Zwf: Sebastian Blumenthal, FDP
Dauer: 07:38
Redebeitrag vom 19.10.2011

ZP.1) Aktuelle Stunde
auf Verlangen aller Fraktionen
Befugnisse und Instrumentarien von Ermittlungs- und Sicherheitsbehörden im Internet bei Verfolgung von schweren Straftaten
Dauer: 05:52
Redebeitrag vom 24.03.2011

30.) Zweite und dritte Beratung BReg
Zur Änderung wehrrechtlicher Vorschriften 2011 (Wehrrechtsänderungsgesetz 2011 - WehrRÄndG 2011)
- Drs 17/4821, 17/5239, 17/5243 -
Dauer: 06:14
Redebeitrag vom 20.01.2011

6.) Beratung Antrag SPD
Zugangserschwerungsgesetz aufheben - Verfassungswidrigen Zustand beenden
- Drs 17/4427 -
Anmerkung: 17:50:29 Zwf: Jörn Wunderlich, DIE LINKE.
Dauer: 07:25
Redebeitrag vom 07.10.2010

9.) Beratung BeschlEmpf u Ber (12.A)
zum Antrag CDU/CSU, FDP
Verbesserung der Regelung zur Einsatzversorgung
- Drs 17/2433, 17/3229 -
Dauer: 08:15
Redebeitrag vom 17.06.2010

11.a) Zweite und dritte Beratung CDU/CSU, FDP
Änderung wehr- und zivildienstrechtlicher Vorschriften 2010 (Wehrrechtsänderungsgesetz 2010 - WehrRÄndG 2010)
- Drs 17/1953, 17/2174, 17/2180 -
11.b) Beratung Beschlussempfehlung und Bericht (12. A)
zum Antrag DIE LINKE.
Abschaffung der Wehrpflicht
zum Antrag B90/GRÜNE
Wehrpflicht beenden
- Drs 17/1736, 17/1431, 17/2174 -
Dauer: 04:55
Redebeitrag vom 06.05.2010

16.) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Wehrpflicht beenden
- Drs 17/1431 -
Dauer: 09:05
Redebeitrag vom 04.03.2010

5.) Beratung Antrag CDU/CSU, SPD, FDP, B90/DIE GRÜNEN
Einsetzung einer Enquete-Kommission 'Internet und digitale Gesellschaft'
- Drs 17/950 -
Dauer: 08:42
Redebeitrag vom 26.02.2010

18.) Beratung BeschlEmpf u Ber (3.A)
zum Antrag BReg
Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an dem Einsatz der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe in Afghanistan (International Security Assistance Force, ISAF) unter Führung der NATO auf Grundlage der Resolutionen 1386 (2001) und folgender Resolutionen, zuletzt Resolution 1890 (2009) des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen
- Drs 17/654, 17/816 -
Dauer: 07:52
Redebeitrag vom 17.12.2009

11.) Beratung BeschlEmpf u Ber (3. A)
zum Antrag BReg
Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der EU-geführten Operation Atalanta zur Bekämpfung der Piraterie vor der Küste Somalias auf Grundlage des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen von 1982 und der Resolutionen 1814 (2008) vom 15.05.2008, 1816 (2008) vom 02.06.2008, 1838 (2008) vom 07.10.2008, 1846 (2008) vom 02.12.2008, 1897 (2009) vom 30.11.2009 und nachfolgender Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen in Verbindung mit der Gemeinsamen Aktion 200 8/851/GASP des Rates der Europäischen Union vom 10.11.2008 und dem Beschluss 200 9/907/GASP des Rates der Europäischen Union vom 08.12.2009
- Drs 17/179, 17/274, 17/276 -
Dauer: 06:38
Erläuterungen
  • Stand vom 23.11.2011
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Frage zum Thema Arbeit
05.04.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Klingbeil,

in meiner Eigenschaft als Betriebsratmitglied bei der Firma Power Logistics in Bad Fallingbostel, werde ich mit dem Problem der dauerhaften Beschäftigung von Zeitarbeitern konfrontiert. In unserer Firma werden bei 120 gewerblichen Stamm-Mitarbeitern im Durchschnitt 75 Zeitarbeiter eingesetzt. Neueinstellungen, wie der Betriebsrat sie fordert, werden von unserer Geschäftsleitung nicht vorgenommen. Die Übernahme der zwei Azubis wird nur geschehen, wenn der Betriebsrat auf die Wiederbesetzung von Arbeitsplätzen, in einer Betriebsvereinbarung festgeschrieben, verzichtet.
Nun meine Frage an Sie, Herr Klingbeil, sind Sie für einen Mindestlohn von 8,50 €/Std. in der Zeitarbeitbranche?

Mit freundlichen Grüßen

Betriebsrat Power Logistics
Antwort von Lars Klingbeil
1Empfehlung
08.04.2011
Lars Klingbeil
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für ihre Frage vom 05.04.2011. Um direkt darauf zu antworten: Ja, ich bin für einen Mindestlohn von mindestens 8,50 € in der Zeitarbeitsbranche. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass es weiterer Regulierung der Zeitarbeit bedarf um diese wieder auf ihre eigentliche Funktion, nämlich die Abdeckung von Produktionsspitzen zurückzuführen. Das Ziel der Liberalisierung der Zeitarbeit unter rot-grüner Regierungsverantwortung war die Schaffung neuer Arbeitsplätze, in Form von festen Beschäftigungsverhältnissen. Dies ist jedoch in weiten Teilen fehlgeschlagen und hat zu einer Ausweitung von prekärer Beschäftigung geführt. Deshalb gilt es hier politisch gegenzusteuern. Die SPD hat deshalb in den Verhandlungen mit der Bundesregierung über die Neuregelung der Hartz IV-Regelsätze bereits einen Mindestlohn für die Zeitarbeit(ab 01.05.2011: 7,79 €/West, 6,89€/Ost)durchgesetzt und setzt sich weitergehend für gleichen Lohn für gleiche Arbeit, die Ausweitung der Mitbestimmung von Zeitarbeitnehmern auf den Entleihbetrieb, sowie einen gleichen Zugang von Zeitarbeitnehmern zu Gemeinschaftseinrichtungen, wie z.B. Kinderbetreuung, Gemeinschaftsverpflegung und Beförderungsmitteln ein.

Weitere Information zur Position der SPD zum Thema Leih- und Zeitarbeit
finden sie hier: www.spdfraktion.de

Mit freundlichen Grüßen
Lars Klingbeil, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
24.03.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Klingbeil,

ich richte diese Frage im besonderen auch an Sie in Ihrer Funktion eines aktiven Mitgliedes der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft.

Nach über einem Jahrzehnt aktiv erworbener Erfahrungen im Rahmen online geführter Diskussionen begrüße ich ausdrücklich die Etablierung von Institutionen wie denen der E-Petition des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages und des assoziierten Diskussions-Forums sowie von "Adhocracy".

Der politische Diskurs und die demokratische Teilhabe ist, damit beschäftigt sich die Kommission eingehend, einem grundlegenden Wandel unterworfen. Die sich durch das Internet und andere digitale Medien ergebenden Möglichkeiten verheißen mannigfaltige, neuartige Strukturen politischer Partizipation und Kommunikation. Die diesbezüglich grundlegenden Weichenstellungen haben einen eminent richtungsweisenden Charakter in bezug auf die Etablierung einer damit assoziierten demokratischen Wirklichkeit. Die demokratische Verantwortung der Enquete-Kommission ist somit in Hinblick auf ihre die Zukunft entscheidend mitgestaltende Einflußnahme kaum hoch genug einzuschätzen. Ich möchte, u.a. auch vor dem Hintergrund der jüngst gemachten und beobachteten Erfahrungen, diese Frage auf nur einen Teilaspekt fokussieren: Die Moderation des Forums des Petitionsausschusses setzt die Richtlinien des Forums um. Hierzu gehört z.B. die Löschung von Beiträgen, die "in keinem sachlichem Zusammenhang zum Anliegen der Petition" stehen. Hierbei zeigte sich, welch unruhestiftendes und diskussionsbeeinflussendes Potential diesem Vorgehen innewohnt. Entsprechend habe ich das Thema "Qualitätssicherung auf dem Gebiet der Moderation" gestartet. Ein analoger "thread" ist in Adhocracy unter "Netzwerkbefähigung der Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter" zu finden. Mich würde interessieren, welche Stellung Sie persönlich zu dieser Thematik beziehen.

Mit freundlichen Grüßen
C.
Antwort von Lars Klingbeil
bisher keineEmpfehlungen
29.03.2012
Lars Klingbeil
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich teile Ihre Einschätzung, dass sich mit den neuen Beteiligungsgmöglichkeiten erhebliche Potenziale für die politische Partizipation, zugleich aber auch neue Fragestellungen und auch neue Gefährdungen ergeben. Dazu gehört auch die Frage der Moderation von politischen Informations-, Diskussions- und Beteiligungsplattformen.
 
Auch bei den Diskussionsangeboten der Medien wird ja immer wieder die Frage der Moderation und deren Grenzen in den Foren- und Kommentarfunktionen thematisiert: Gegen eine Moderation ist zunächst grundsätzlich nichts einzuwenden, solange sie inhaltlich nicht zu einer Entstellung des von anderen Personen gelieferten Materials oder deren geäußerte Meinung führt. Dabei sind selbstverständlich auch die Persönlichkeitsrechte anderer zu beachten. Moderationen können und sollen u.a. die Qualität und das Diskursniveau sicherstellen. Ziel der Moderation sollte es sein, einen sachlichen und fairen Diskussionsprozess zu ermöglichen.

Bei den Beteiligungsangeboten der Exekutive aber auch der Legislative - auch hier stimme ich Ihnen zu - stellt sich die Fragestellung noch einmal weitaus grundlegender. Hier stellt sich die Frage, welche Rolle und welche Spielräume der Staat als Kommunikator hat. So können beispielsweise gut gemeinte Formen der Interaktion etwa von staatlichen Organen in Online-Foren auch das Risiko bergen, die Willensbildung zu beeinflussen. Diese Fragestellungen diskutieren wir derzeit in der Projektgruppe Demokratie und Staat, wobei ich einräume, dass wir mit dieser Diskussion erst am Anfang stehen und dass die Reflexion über diese Risiken auch in der Wissenschaft erst beginnt.

Auch das von Ihnen angesprochene Beispiel, die Moderation des Forums des Petitionsausschusses,  spielte in den Beratungen der Kommission aber auch darüber hinaus eine Rolle. Mit der Moderation sollen die Richtlinien des Forums umgesetzt und auch Rechte gewahrt werden. Dabei wird hier - wie vermutlich in jedem Forum - natürlich immer mal wieder der Vorwurf erhoben, dass Beiträge zu Unrecht gelöscht wurden, weil sie beispielsweise nicht im Zusammenhang mit der Petition stehen. Ich kann und möchte dies ohne Prüfung nicht im Einzelfall bewerten, aber Sie können sicher sein, dass wir derartigen Vorwürfen sehr sorgfältig nachgehen. Wir setzen uns als SPD-Bundestagsfraktion darüber hinaus dafür ein, dass die Anforderungen für öffentliche Petitionen nicht zu streng ausgelegt werden, um möglichst viele Petitionen als öffentliche Petition zulassen und damit auch eine begleitende öffentliche Diskussion ermöglichen zu können.

Von daher unterstütze ich auch Ihren Vorschlag, den Sie ja auch auf der Beteiligungsmöglichkeit enquetebeteiligung.de eingestellt haben, und dabei vor allem die Forderung, dass wir uns Gedanken über die Qualitätssicherung bei der Moderation von staatlichen Diskussions- und Beteiligungsmöglichkeiten machen müssen. Dies betrifft im Übrigen die Angebote der Exekutive wie auch der Legislative und auch die Angebote der Fraktionen, die inzwischen ja auch - wie beispielsweise der Zukunftsdialog der SPD-Bundestagsfraktion unter der Adresse zukunftsdialog.spdfraktion.de - eigene Beteiligungsmöglichkeiten anbieten.

Wir werden das Thema in der Projektgruppe Demokratie und Staat ansprechen und vorschlagen, dass wir dies auch bei den noch zu erarbeitenden Handlungsempfehlungen aufgreifen.


Mit freundlichen Grüßen
Lars Klingbeil
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