Lars Friedrich Lindemann (FDP)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Lars Friedrich Lindemann
© FDP-Bundestagsfraktion
Geburtstag
09.05.1971
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Teltow
Wahlkreis
Berlin-Charlottenburg - Wilmersdorf
Landeslistenplatz
2, Berlin
(...) Im Hinblick auf den Arbeitnehmerschutz, der ja häufig diskutiert wird, lässt sich folgendes ergänzen: Der Bereich "Beschäftigtenschutz" stellt argumentativ tatsächlich eine erhebliche Herausforderung dar. Arbeitnehmer sind aber nicht völlig schutzlos- wie gern dargestellt wird. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
02.08.2011
Von:

Hallo Herr Lindemann,

ich würde gerne wissen, wie Sie garantieren können, dass Sie die Wähler, die Sie persönlich gewählt haben, noch richtig vertreten, wenn Sie am Ende der Abstimmung doch nur das sagen, was die Parteispitze Ihnen vorgegeben hat.

Viele Grüße
, 24 Jahre




Die Frage wurde gestellt im Rahmen der Aktion duhastdiemacht.de, die u.a. von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung, dem Jugendportal des Deutschen Bundestags "Mitmischen.de" und dem Förderprogramm der Europäischen Union "JUGEND IN AKTION" unterstützt wird. duhastdiemacht.de will das demokratisches Bewusstsein bei Jugendlichen fördern und ihre Bereitschaft zum Engagement stärken. Gefördert wird das Portal von der Robert Bosch-Stiftung.

Mehr Infos zum Wahljahr 2011 hier auf duhastdiemacht.de.

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Frage zum Thema Euro-Rettungsschirm
23.08.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Lindemann,

was tun Sie, damit die Eurobonds nicht kommen werden? Der deutsche Bürger kann die Belastungen, die ihm hier aufgebürdet werden dauerhaft nicht bezahlen. Letztendlich werden wir alle dadurch verarmen und ein arbeitswilliges Volk kaputt gemacht. Der Bundestag wird immer mehr von der Regierungsführung übergangen und durch sämtliche Hintertürchen wird unsere Demokratie weiter ausgehöhlt. Was planen Sie hier über die nächsten vier Wahljahre hinaus?
Antwort von Lars Friedrich Lindemann
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06.09.2011
Lars Friedrich Lindemann
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage über Abgeordnetenwatch.

Die FDP wird auch weiterhin alles in ihrer Macht stehende unternehmen, damit es auch weiterhin nicht zu einer Vergemeinschaftung von Schulden kommt. Im Gegensatz zur Opposition lehnt die FDP daher Eurobonds mit gesamtschuldnerischer Haftung oder gemeinsam finanzierte oder garantierte Schuldenrückkaufprogramme als untaugliches und gefährliches Mittel zur "Bewältigung" der Schuldenkrise ab.

Es ist keineswegs derjenige der bessere Europäer, der möglichst früh und möglichst viel Geld für gemeinschaftliche Fonds zahlt und eine Vollkaskoversicherung für alle Euro-Staaten fordert. Sondern derjenige, der dafür sorgt, dass die Mitglieder der Währungsunion zu Ihrer Verantwortung auch beim Schuldenmachen stehen.

Aus diesen Gründen wird die FDP die Entwicklungen in Brüssel auch weiterhin wachsam begleiten und großen Wert darauf legen, das alle haushaltswirksamen Entscheidungen nur mit Beteiligung des Bundestages getroffen werden können.

Beste Grüße

Lars Lindemann
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
01.09.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Lindemann,

1) Was unternehmen Sie persönlich dagegen, daß die Deutsche Regierung mittlerweile nicht nur den Willen des Deutschen Volkes komplett ignoriert (hier speziell Stichwort Eurobonds, Bankenrettung, Griechenlandhilfe etc.), sondern nun auch die Abgeordneten, wie Sie einer sind, aus jenen wichtigen Entscheidungen auszuschliessen versucht?

2) Fühlen Sie Sich bei Abgabe Ihrer Stimme dem Deutschen Volke oder Ihrer Parteispitze verpflichtet?

MfG

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Frage zum Thema Gesundheit
09.10.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Lindemann,

Heute las ich auf www.stern.de , dass Deutschland unbedingt libysche Rebellen behandeln will.

Nun meine Fragen:
  • Wer kommt für die Kosten der Behandlung auf?
  • Wie hoch werden die Behandlungskosten sein?
  • Wer bezahlt die Flüge nach Deutschland, und von Deutschland nach Libyen?
  • Ist überhaupt ein Rückflug für diese Rebellen eingeplant?
  • Haben diese Rebellen ein Recht auf Asyl, wenn sie in Deutschland sind?
  • Wer ist der Initiator, dass diese Rebellen in Deutschland behandelt werden sollen?
  • Gibt es kein arabisches Land, welches ihre Glaubensbrüder aufnehmen könnte?
  • Warum werden diese Rebellen nicht in Ägypten, Iran, Saudi Arabien oder Türkei behandelt?


Ich bedanke ich für die Beantwortung.

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Frage zum Thema Gesundheit
10.12.2011
Von:

Heute las ich in der Presse, dass aus Ihrer Sicht "die jetzige Praxisgebühr keinerlei steuernde Funktion hat" und über Alternativen nachgedacht werden müsse. Sind Sie der Auffassung, dass Menschen, die zum Arzt gehen, das aus reinem Vergnügen tun und das - sicher zu Recht - verhindert werden muss? Oder ist es nicht so, dass der Grund für einen Arztbesuch eine Erkrankung ist? Im letzteren Falle stellt allerdings die Praxisgebühr eine Art Strafe für Erkrankung dar. beabsichtigen Sie das?

Wenn Sie versuchen wollen, über eine höhere Praxisgebühr einen rückläufigen Arztbesuch zu erreichen, dann denke ich daran, wie oft immer wieder darauf hingewiesen wird, dass ein rechtzeitiger Arztbesuch Schlimmeres verhindern könne. Wie stehen Sie dazu?
Antwort von Lars Friedrich Lindemann
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22.12.2011
Lars Friedrich Lindemann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage vom 10.12.11.

Die Praxisgebühr wurde im Jahr 2004 eingeführt.

Ziele der Praxisgebühr waren die Stärkung der Eigenverantwortung der Versicherten für ihre Gesundheit. Bei Bagatellfällen (Schramme, blauer Fleck) sollte nicht gleich der Arzt aufgesucht werden.
Außerdem sollten die "Selbstüberweisungen" reduziert werden: die Versicherten sollen Fachärzte, mit vergleichsweise teureren Behandlungen, möglichst nur nach Überweisung durch den Hausarzt aufsuchen.

Deutschland liegt mit durchschnittlich 18 Arztbesuchen pro Patient im europäischen Vergleich in der Spitzengruppe. Laut OECD-Angaben gehen die Bürger in Belgien, Dänemark, Frankreich und Österreich im Durchschnitt nur sechs bis acht Mal im Jahr zum Arzt, in Schweden sogar nur knapp drei Mal pro Jahr. Das bedeutet aber nicht, dass die Schweden oder Belgier gesünder sind als die Deutschen. Denn ein Zusammenhang zwischen häufigen Arztbesuchen und einer besseren Gesundheit besteht nicht. Durchschnittlich behandelt jeder Arzt 224 Menschen in der Woche. Pro Patient hat er gerade einmal acht Minuten Zeit - deutlich weniger als in anderen Ländern. Wenn Ärzte sich mehr Zeit nehmen, könnten Anschluss- oder Folgebesuche beim selben oder einem anderen Arzt oft überflüssig werden. Ein Teil der Besuche beim Arzt geht auch auf das Konto unnötiger Doppeluntersuchungen.
Dies zeigt, dass die Praxisgebühr offensichtlich keine steuernde Funktion hat. Sie war nicht ausreichend, ein Nachdenken darüber zu befördern, ob ein Arztbesuch wirklich notwendig ist.
Deshalb habe ich gesagt, dass wir im Jahr 2012 Alternativen prüfen werden; nicht, dass die Praxisgebühr erhöht wird.

Im Übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass alle Vorsorgeuntersuchungen, die zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehören, von der Praxisgebühr ausgenommen sind.

Beste Grüße

Lars F. Lindemann
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