Kristina Köhler (CDU)
Kandidatin Bundestagswahl 2005
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Grunddaten
Kristina Köhler
Jahrgang
1977
Berufliche Qualifikation
Diplom Soziologin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
-
Wahlkreis
Wiesbaden
Ergebnis
41,1%
Landeslistenplatz
9, Hessen
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Frage zum Thema Bildung
14.09.2005
Von:

Werden Sie Wiesbaden nochmal deutlich machen und plakatieren, daß es bei der Wahl um zwei Alternativen geht: Um SCHWARZ-GELB oder um ROT-ROT-GRÜN?
Antwort von Kristina Köhler
3Empfehlungen
15.09.2005
Sehr geehrte Frau ,

da Frau Köhler in diesen letzten Tagen vor der Wahl leider sehr viele Termine hat, wir Ihre Fragen aber natürlich nicht bis auf nach der Wahl verschieben wollen, darf ich in ihrem Namen antworten. Ich bitte Sie hierfür um Verständnis.

Frau Köhler hat vor wenigen Tagen in ihrem Newsletter noch mal klargestellt, dass die Alternativen in der Tat SCHWARZ-GELB oder ROT-ROT-GRÜN sind. Noch immer gibt es jedoch Menschen, die gutgläubig den Beteuerungen der SPD "Niemals mit der PDS" glauben schenken. Niemals?

Nachdem sich der Berliner Oberbürgermeister Klaus Wowereit schon für ROT-ROT-GRÜN stark gemacht hatte, sprach sich jetzt mit Bodo Ramelow die PDS für eine Tolerierung aus. Die Stimmen im Linken Lager für ein rot-rot-grünes Bündnis mehren sich damit täglich. Während die Spitzen der drei Parteien noch heftig leugnen, dass SPD, PDS und Grüne zusammengehen könnten, setzen die Strategen im linken Lager ganz offen auf den Handschlag von Links und ganz Links.

Es ist noch gar nicht lange her, da hieß es in Mecklenburg-Vorpommern, in Berlin oder auch in Sachsen-Anhalt vor den Wahlen auch immer "Njet" zu rot-roten Bündnissen. Um des puren Machterhalts willen haben SPD und PDS ihre Versprechungen in allen drei Ländern jedoch schnell wieder gebrochen. Warum sollte das bei dieser Wahl anders sein?

Welche schädlichen Folgen die Instabilität einer Tolerierung bringt, hat gerade Sachsen-Anhalt gezeigt: Bis heute kämpft die CDU-geführte Landesregierung darum, das Land aus der desolaten wirtschaftlichen Lage zu führen, in die SPD und PDS das Land gebracht haben. Und: Bei so manchem scheint in Vergessenheit geraten zu sein, wer denn die ehemalige DDR politisch und wirtschaftlich an die Wand gefahren hat: Ob sie sich nun SED, PDS oder Linkspartei nennt - im Ergebnis besteht sie doch immer aus denselben sozialistischen Kadern. Im Bund darf es daher keine rot-rot-grünen Experimente gleich welcher Art geben!

Mit freundlichen Grüßen,

i.A. Jürgen Müller, Wissenschaftlicher Referent
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Frage zum Thema Wirtschaft
16.09.2005
Von:

Sehr geehrte Frau Köhler, sehr geehrter Herr Müller,
Vielen Dank für Ihre Antwort vom 15/9.
In hektischen Wahlkampfzeiten kann man schon mal so einen Aufsatz wie den des CDU-Vordenkers missverstehen - ich finde aber die Frage so wichtig, dass ich noch mal Herrn Biedenkopf zitiere:

Die Union irrt nicht allein. Alle starren auf das BIP [...] Worum es deshalb geht, ist nicht, mehr Wachstum für mehr Beschäftigung zu fordern. [...]
Die Nebenwirkungen des Wirtschaftswachstums stellen seinen gesamtwirtschaftlichen Nutzen zunehmend infrage. Seit Jahren muss es durch staatliche und private Schulden gestützt werden. Der Ressourcenverbrauch steigt und mit ihm die Belastung der Umwelt. Die Belastungen der Lebenschancen kommender Generationen nehmen Dimensionen an, die jene zurückliegender Kriege übersteigen. Sie sprechen schon heute allen Grundsätzen sozialer Gerechtigkeit zwischen den gegenwärtigen und zukünftigen Generationen Hohn und gefährden die Solidarität zwischen ihnen.
[...] Jede menschliche Ordnung, die immerwährendes materielles Wachstum zur Voraussetzung hat, muss früher oder später scheitern. [...] Die wirkliche politische Zukunftsaufgabe lautet: Wir müssen die Notwendigkeit des Übergangs vom expansiven Wachstum der Aufbauzeit zum dynamischen Gleichgewicht eines dauerhaften Bestandswachstums erkennen. Das Ziel muss ein freies Gemeinwesen sein, dessen Wirtschaft nicht auf ständige Expansion ausgerichtet ist, sondern in dem vielmehr ein ständiger Austausch von Altem und Neuem stattfindet (Wachstum schafft noch keine Arbeit, ZEIT 49/04).
Könnten Sie dazu Stellung nehmen?
Beste Grüße

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