Klaus-Peter Flosbach (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Klaus-Peter Flosbach
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
08.01.1952
Berufliche Qualifikation
Diplom-Kaufmann, selbständiger Wirtschaftsberater
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Waldbröl
Wahlkreis
Oberbergischer Kreis
Ergebnis
48,4%
Landeslistenplatz
34, Nordrhein-Westfalen
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Jedes strafbare Verhalten muss ohne Ansehen der Person auch angemessen bestraft werden. Dieser rechtsstaatliche Grundsatz ist ein gesellschaftlicher Konsens, den es zu bewahren gilt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Umwelt
13.04.2011
Von:

Guten Tag Hr. Flosbach.

Heute will die Regierung ein Gesetz CCS (Verpressung von CO2) beraten und beschließen.

Ich fordere ein Verbot der unterirdischen Speicherung von CO2! Ich hoffe Sie auch.

Die Folgen sind unabsehbar. Egal welche finanziellen Vorteile dies den Konzernen in Bezug auf die CO2-Zertifikate bietet. Wir Menschen müssen irgendwann erkennen, dass wir Geld nicht essen können. Wir müssen erkennen, dass wir Menschen nur ein Teil dieser Welt sind.

Wie sagte ein Indianer über die Weißen:

erst wenn der letzte Baum gefällt ist, erst wenn der letzte Fluss vergiftet ist, erst wenn der letzte Fisch gefangen ist, erst dann wirst du merken, dass man Geld nicht essen kann


Selbst das Grundgesetz schreibt Ihnen als Bundestagsabgeordneter und uns Bürgern mehr als deutlich im §20a vor, wie wir mit unserer Natur und Umwelt umzugehen haben. Denken Sie jeden Tag daran, es ist Ihre Verpflichtung!

Fragen Sie Fachleute, die nicht Lobbyisten der Wirtschaft sind, wo die Problem bei der CO2 Verpressung und Lagerung liegen! Wir brauchen Investitionen in saubere Energie, nicht Fehlinvestitionen in Rohrkrepierern wie CCS!

Daher die konkrete Frage: wie werden Sie bei diesem Thema abstimmen?
Wie ist Ihre Einstellung dazu?


Viele Grüße

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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
17.04.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Flosbach,

was wird die Politik gegen die regelmäßigen Gesetzesbrüche bei der Haltung von »Nutztieren« unternehmen?

Mit freundlichem Gruß aus Köln


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Frage zum Thema Finanzen
18.05.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Klaus-Peter Flosbach,

da Sie Mitglied im Ausschuss für Finanzen sind, unterstelle ich Ihnen eine gewisse Fachkompetenz für Finanzfragen.
Dankenswerterweise haben Sie auf dieser Plattform die gestellten Fragen zum großen Teil beantwortet. Das kann man nicht hoch genug einschätzen, da Sie sich den Fragen der Bürger damit sehr direkt und öffentlich stellen.
Ich habe eine Frage zum Euro-Rettungsschirm, der Griechenland-Hilfe und den Staatsausgaben.
Aus Ihrem bisherigen Abstimmungsverhalten kann man schließen, dass Sie keine Bedenken haben, das Geld der Steuerzahler mit vollen Händen auszugeben.
Ich denke da an diverse Bundeswehreinsätze im Ausland, für eine Armee, die eigentlich für die Landesverteidigung vorgesehen ist. Ich denke aber auch an das NEIN für den "Verzicht auf Mehrwertsteuersenkung für das Hotelgewerbe". Auch die Verlängerung von AKW Laufzeiten ist für Sie anscheinend eine tolle Sache, obwohl die Folgekosten der Atomindustrie noch unsere Kindeskinder berappen müssen.
Nun ist es inzwischen kein Geheimnis mehr, dass Griechenland (und wahrscheinlich auch die anderen EU-Schuldnerstaaten) ihre Schulden nie und nimmer zurückzahlen können.
Das war vor einem Jahr vielen Menschen schon sonnenklar.
Meine Frage: Wie kommen Sie zu einer Entscheidung bei einer Abstimmung im Bundestag und können Sie Ihren Kindern und Enkeln noch gerade in das Gesicht sehen?
In der Hoffnung auf eine Antwort

Antwort von Klaus-Peter Flosbach
bisher keineEmpfehlungen
27.05.2011
Klaus-Peter Flosbach
Sehr geehrter Herr ,

ich danke Ihnen für Ihre Anfrage via Abgeordnetenwatch.de.

Lassen Sie mich vorab etwas ganz Grundsätzliches zum Euro-Rettungsschirm und zum Hilfspaket für Griechenland sagen: Bei diesem Hilfspaket geht es nicht nur um die Rettung und Stabilisierung eines Landes (ähnliches gilt auch für Irland und Portugal), sondern es geht auch um unsere Gemeinschaftswährung, den Euro. Der Euro ist mehr als nur eine einfache Währung. Er ist das bislang weitreichendste Ergebnis und Symbol der Idee der europäischen Integration. Diese hat sich bisher für alle Europäer ausgezahlt, noch nie hat es solch eine lange Friedensperiode seit Unterzeichnung der Römischen Verträge auf europäischem Boden gegeben. Auch wäre die deutsche Einheit ohne die Integrationsidee nie möglich gewesen.

Mit der Stabilisierung des Euro geht es also um die Bewahrung und künftigen Sicherung eines äußerst erfolgreichen Erbes, das grade auch für Deutschland viele Vorteile gebracht hat. Wir müssen daher innerhalb der Solidargemeinschaft der Euro-Staaten unseren Beitrag dazu leisten, so dass die Zahlungsfähigkeit eines Mitgliedslandes und damit die Finanzstabilität der Europäischen Währungsunion insgesamt gewahrt bleibt. Ansteckungseffekte auf die Finanzmärkte oder auf Staaten der übrigen Eurozone wären sonst zu befürchten, die aber unübersehbar und politisch nicht mehr kontrollierbar wären. Ein Schuldenerlass von Griechenland würde nicht nur einen erheblichen Abschreibungsbedarf bei den europäischen Geschäftsbanken und der Europäischen Zentralbank (EZB) verursachen, er würde gleichzeitig auch die Finanzmärkte weiter verunsichern. Verwerfungen auf den Finanzmärkten, welche die Refinanzierung erschweren würden, wären aber auch für unser Land eine enorme Belastung. Dem stimmt neben der EZB auch die Deutsche Bundesbank zu (siehe dazu Artikel von Spiegel Online vom 20.05.2011, abrufbar unter www.spiegel.de

Ich kann verstehen, wenn Sie sich in Anbetracht der Dimension der Bürgschaften für Griechenland Sorgen machen. Wir sollten dabei aber auch berücksichtigen, dass eine Währungskrise für Deutschland ebenfalls enorm kostspielig wäre. Jeder Prozentpunkt weniger Wirtschaftswachstum bedeutet eine höhere Arbeitslosigkeit und führt zu deutlichen Kostensteigerungen im Bundeshaushalt. Deutschland hat ein stabiles Wirtschaftswachstum, die Arbeitslosigkeit ist deutlich zurückgegangen, eine instabile Währung könnte das sehr schnell ändern. Bevor Sie also die Kosten der Euro-Stabilisierung kritisieren, sollten wir daher zunächst analysieren, inwieweit wir davon auch profitieren können. Es könnte nämlich gut sein, dass die Maßnahmen zur Stabilisierung des Euro zwar für sich gesehen teuer erscheinen, ein Nicht-Tätigwerden uns aber wesentlich teurer zu stehen kommt.

Sie schreiben, dass es sonnenklar sei, dass Griechenland und auch die anderen EU-Schuldnerstaaten ihre Schulden nie wieder zurückzahlen könnten. Da möchte ich eine Gegenfrage stellen: Wie können Sie sich da so absolut sicher sein? Es gibt andere Länder, die in Ihrer Geschichte ähnlich stark verschuldet waren und diesen Schuldenberg aus eigner Kraft reduzieren konnten. Das Land Belgien während der neunziger Jahre ist solch ein Beispiel. Ausgehend von einer ähnlich hohen Staatsverschuldung zu Beginn des Jahrzehnts, gepaart mit maroder Infrastruktur und hoher Arbeitslosigkeit, schaffte das Land mit einem harte Sparplan und Ausgabendisziplin die Wende und legte 2000 sogar einen ausgeglichenen Haushalt vor. Natürlich sind die beiden Länder nicht direkt miteinander vergleichbar. Bitte halten Sie aber auch mal die Tatsache vor Augen, was Griechenland seit Beginn der Hilfsmaßnahmen vor etwa einem Jahr alles geschafft hat. Natürlich sind Einsparungen bei öffentlichen Geldern immer sehr schwierig, aber das Land ist auf einem guten Weg. Ich finde, man kann nicht sagen, dass es sonnenklar sei, dass Griechenland es nie und nimmer schaffen könnte. Hier ist mehr Zuversicht in die Kraft und den Willen der griechischen Bevölkerung gefragt.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus-Peter Flosbach MdB
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Frage zum Thema Finanzen
07.07.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Flosbach,

dem Kölner Stadtanzeiger entnahm ich vor ein paar Tagen eine Äußerung von Ihnen, wonach Sie als Fachpolitiker voll und ganz hinter den Steuersenkungsplänen der Regierung stehen.

Wenn dem so sein sollte, frage ich Sie, ob Sie das tatsächlich vor uns - Ihren Wählern - und Ihrem Gewissen verantworten können angesichts von annähernd 2.000.000.000.000 EUR Schulden der öffentlichen Hände, die derzeit noch pro Sekunde um über 2.000 EUR wachsen. Der Bund steht vor ungeheuren Haushaltsrisiken, die Bundesländer sind finanziell am Ende und die Kommunen - auch die im Oberbergischen Kreis - sind nahezu geschlossen pleite.
Muss es da nicht vorrangig das Ziel einer soliden Haushaltspolitik sein, zunächst einmal wenigstens die Neuverschuldung auf 0 zu fahren, um durch Zinseinsparungen Handlungsspielraum zu gewinnen? Glauben Sie wirklich, dass - aller jahrzehntelangen Erfahrung von Auf- und Abschwüngen zum Trotz - die derzeitige Konjunkturlage noch jahrelang weiter stabil bleibt oder sich gar noch verbessert?

Ich persönlich würde auch gern weniger Steuern zahlen, aber unter den obwaltenden Umständen sehe ich auch das Wohl meiner Kinder und Enkelkinder und möchte nicht, dass diese später einmal an meinem Grab über den raffgierigen Opa zürnen. Haben Sie das Wohl der nächsten Generationen nicht im Auge?

Zum Schluss: Können Sie sich vorstellen, dass wir Wähler das ewig gleiche FDP-Lied von der Steuersenkung, das Herr Rössler jetzt - wenn auch in einer anderen Tonart - erneut anstimmt, nicht auch noch von unseren CDU-Abgeordneten (für unseren Wahlkreis insbesondere von Ihnen) mitgesungen hören möchten? Liege ich falsch mit meiner Annahme, dass die CDU ein paar Lieder mehr als die FDP auf Lager hat und es daher nicht nötig hat, im FDP-Chor mitzuwirken?

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Klaus-Peter Flosbach
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11.07.2011
Klaus-Peter Flosbach
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 7. Juli 2011 zu den geplanten Steuerentlastungsabsichten der christlich-liberalen Koalition.

Ich habe Ihre Ausführungen mit Aufmerksamkeit zur Kenntnis genommen.

Zunächst einmal möchte ich klarstellen, dass die Konsolidierung des Haushalts oberste Priorität hat. Daran gibt es keinen Zweifel. Dies gebieten die verfassungsrechtlichen Vorgaben der Schuldenbremse sowie die Maastricht-Kriterien. Ebenso klar ist aber auch, dass wir in dieser Wahlperiode eine Entlastung der unteren und mittleren Einkommen erreichen wollen. Es geht bei dem Thema Konsolidierung und Steuerentlastung nicht um ein "entweder-oder", sondern um ein "sowohl-als-auch".

Steuerentlastungen der unteren und mittleren Einkommen sind dabei kein Selbstzweck, sondern eine Frage der Gerechtigkeit. Wir können auf Dauer nicht hinnehmen, dass gerade bei diesen Einkommensgruppen die kalte Progression besonders hart zuschlägt. Ebenso besteht hier kein Widerspruch zwischen Entlastung und Konsolidierung. Im Gegenteil. Eine zielgenaue Entlastung setzt Wachstumskräfte frei, die den Aufschwung verstetigen und damit den Konsolidierungskurs unterstützen. Den Erfolg einer wachstumsorientierten Konsolidierungspolitik kann man aktuell an den beeindruckenden Konjunkturdaten und erfreulichen Arbeitsmarktzahlen ablesen.

Ich hoffe, Ihnen mit den obigen Ausführungen meinen Standpunkt hinreichend dargelegt zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus-Peter Flosbach MdB
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Frage zum Thema Finanzen
28.08.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Flosbach,

Sie sind Mitglied des Finanzausschusses, der sich auch mit Hilfen für die angeschlagenen Mitglieder des Euro-Raums Irland, Griechenland und Portugal beschäftigt.

Nun hat die FAZ einen Artikel veröffentlicht "Über Irland Gewinne in Steueroasen schleusen", in dem die Zeitung die Frage stellt "warum sollen Steuerzahler anderer Länder für Irland haften, wo es doch zunächst durch den Verzicht auf "unfaire" Steuerpraktiken seine Einnahmen aus eigener Kraft steigern könnte?"

( www.faz.net )

Ein weiterer Artikel von Bloomberg beschäftigte sich mit dieser Frage bereits vor über einem Jahr. ( www.bloomberg.com )

Meine Frage ist, ob diese Thematik in Ihrem Ausschuss mit der gestellten Frage beschäftigt oder diese Frage im Zuge der Solidarität mit notleidenden Partnern keine Rolle spielt? Die von der FAZ gestellte Frage ist bereits durch die Verwendung des Adjektivs "unfair" suggestiv. Wie ist Ihre Einschätzung dazu?

Mit freundlichen Grüßen,

M.

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