Klaus-Peter Flosbach (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Klaus-Peter Flosbach
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
08.01.1952
Berufliche Qualifikation
Diplom-Kaufmann, selbständiger Wirtschaftsberater
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Waldbröl
Wahlkreis
Oberbergischer Kreis
Ergebnis
48,4%
Landeslistenplatz
34, Nordrhein-Westfalen
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Jedes strafbare Verhalten muss ohne Ansehen der Person auch angemessen bestraft werden. Dieser rechtsstaatliche Grundsatz ist ein gesellschaftlicher Konsens, den es zu bewahren gilt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
05.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Flosbach,
ich habe einige Fragen, die wir im Bekanntenkreis diskutiert haben, aber auch nach einer Recherche im Internet nicht klären konnten. Als Finanzfachmann können Sie uns sicher weiterhelfen.
In welchen Währungen werden deutsche Staatsanleihen den anderen Staaten oder privaten Investoren zum Kauf angeboten?
Ist es möglich, dass deutsche Staatsanleihen auch mit US-Staatsanleihen bezahlt werden, und ist das schon einmal vorgekommen?
Kann China deutsche Staatsanleihen in Yuan bezahlen, oder muss es auf eine andere Währung ausweichen?
Für eine fundierte Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Klaus-Peter Flosbach
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18.03.2011
Klaus-Peter Flosbach
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre interessanten Fragen zum Themenbereich deutsche Staatsanleihen.

Deutsche Staatsanleihen werden nicht nur in heimischer Währung wie dem Euro, sondern auch in Fremdwährungen wie beispielsweise dem US-Dollar, Australischem Dollar, Englischem Pfund, Schweizer Franken, Japanischem Yen ausgegeben. Dies bedeutet, dass auch China deutsche Staatsanleihen in der Währung Renminbi (in der Einheit Yuan) bezahlen kann.

Bezüglich Ihrer Frage, ob deutsche Staatsanleihen auch mit US-Staatsanleihen bezahlt werden können (und ob dies schon einmal vorgekommen ist), bitte ich Sie, sich mit der Deutschen Finanzagentur GmbH in Verbindung zu setzen. Die Adresse lautet:
Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH
Lurgiallee 5
60439 Frankfurt am Main
Homepage: www.deutsche-finanzagentur.de
Tel.: 069 / 25616-0, Servicehotline 0800 / 222 5510

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Klaus-Peter Flosbach MdB
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Frage zum Thema Internationales
07.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Flosbach,

Seit mehr als 40 Jahren besteht das Versprechen, dass Deutschland – wie auch eine Reihe weiterer Industrienationen – 0,7% seines Bruttonationaleinkommens der Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung stellt. Als Antwort auf die im Jahr 2000 beschlossenen Millenniumsziele wurde dieses Versprechen 2005 im Rahmen der Europäischen Union erneuert. Ein EU-Stufenplan sieht die Erreichung von 0,7% bis 2015 vor, 2010 hätten 0,51% erreicht werden müssen. Dieses Zwischenziel hat Deutschland im vergangenen Jahr weit verfehlt.
Bundestagsabgeordnete aller Fraktionen haben sich jetzt zusammengeschlossen, um zu zeigen, dass ein gemeinsamer Einsatz für das 0,7% Ziel jenseits parteipolitischer Streitigkeiten möglich ist. Sie fordern einen nationalen Stufenplan, der beginnend mit dem Bundeshaushalt 2012 eine jährliche Steigerung des Entwicklungsetats um mindestens 1,2 Milliarden Euro vorsieht, um 2015 das versprochene Ziel zu erreichen. Am 16. März 2011 möchte die Bundesregierung bereits die Eckdaten für den Haushalt 2012 festlegen.

Ich möchte gerne von Ihnen wissen, ob Sie, wie andere Kollegen Ihrer Fraktion sich ebenfalls konsequent um die Einhaltung des Versprechens Deutschland 0,7 % bis 2015 bemühen werden und dem gemeinsamen Einsatz von allen Fraktionen im Bundestag beitreten werden, um die globale Herausforderung von extremer Armut mutig und entschieden entgegen zutreten.

Ich freu mich auf eine baldige Antwort.

Antwort von Klaus-Peter Flosbach
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24.03.2011
Klaus-Peter Flosbach
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Schreiben zum 0,7% - Ziel, die mich auch per E-Mail und Briefpost erreichten.

Vor mehr als 40 Jahren haben sich die Industrienationen im Rahmen der Vereinten Nationen verpflichtet, 0,7 % ihres Bruttonationaleinkommens für Entwicklungspolitik bereitzustellen. Dieses Ziel wurde bisher von keiner Bundesregierung auch nur annähernd erreicht. Daher haben sich Entwicklungspolitiker aller Fraktionen zusammengeschlossen, um mit einem entwicklungspolitischen Konsens für das Erreichen dieses Zieles bis 2015 einzutreten. Ich werde diese Initiative unterstützen und habe den Initiatoren aus meiner Fraktion dies es auch schon zugesagt.

Das wird nicht einfach, denn das Verringern der Staatsschulden fordert von allen Politikfeldern budgetäre Zurückhaltung und Sparsamkeit. Ich bin aber der Meinung, dass Deutschland Nutzen aus einer erfolgreichen Entwicklungspolitik zieht: Wir brauchen stabile, demokratisch verfasste und prosperierende Partner in der Welt. Einer Migration aus wirtschaftlichen Motiven können wir den Nährboden entziehen. Auch stabile Nahrungsmittelpreise tragen dazu bei, den Menschen vor Ort zu helfen. Dies alles können wir nur durch eine bessere Entwicklungszusammenarbeit erreichen.
Als stellvertretendes Mitglied im Bundestagsausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist mir die Entwicklungspolitik ein besonderes Anliegen. Seit mehr als 30 Jahren engagiere ich mich auch privat für Entwicklungshilfe.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus-Peter Flosbach
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Frage zum Thema Sofortige Abschaltung von Alt-AKW
18.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Flosbach,

ich bin seit 86, seit Tschernobyl erklärter Atomkraftgegner, habe damals mit 11 Jahren überlegt, ob man etwas, was solche Risiken birgt machen kann oder nicht, und habe mich dann entschieden. Wir leben in einer Demokratie und sie dürfen da gerne eine andere Meinung haben. Dass Sie also nicht zustimmen, wenn beantragt wird alle AKW sofort abzuschalten, kann ich akzeptieren. Ein anderes Nein von Ihnen stößt mir aber wirklich sauer auf. Es gibt dieses "modernisierte kerntechnische Regelwerk des Jahres 2009" - also ein Regelwerk was auf dem heutigen stand der Technik ist - warum lehnen Sie dieses Regelwerk ab?

mfg

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Frage zum Thema Soziales
04.04.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Flosbach,

ich hbe mich gefreut, daß doch noch eine schlechte Regelung für HartzIV - Empfänger getroffen wurde, aber daß die Auszahlung jetzt so lt. Leserbrief von Bild so erfolgt.:

"Naja, so verschwenderisch sind die nun auch wieder nicht. Habe jetzt einen Scheck mit der Hartz4-Nachzahlung bekommen - 15 €. Da haben die mir gleich mal 2,10 € Gebühren abgezogen, 4 € verlangt die Post fürs Einlösen. So verpuffen mal eben ca. 40 %, die gar nicht erst bei mir ankommen. "

Ich bin geschockt, daß Menschen die am Existenzminimum leben müssen, noch solche Gebühren abverlangt werden. Dieses Gesetz ist wieder eine Flickschusterei. Man hätte den Menschen diesen Betrag doch mit der normalen Überweisung auszahlen können. Das wäre doch viel besser und Kostengünstiger ewesen. Wo bleibt hier der vernünftige Menschenverstand.

Warum setzt sich Ihre Patei, welche sich christlich nennt nicht stärker für vernünfitge Lösungen ein.

Sie als Bundestagsabgeordneter hätten sich doch hier einmal einsetzen können.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Klaus-Peter Flosbach
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28.06.2011
Klaus-Peter Flosbach
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Ein geringer Teil derjenigen, die Sozialleistungen vom Staat bekommen, verfügen nicht über ein eigenes Konto. Das bedeutet, die Zahlung kann nur durch einen Scheck übermittelt werden. Das Einlösen eines Schecks bei einer Bank verursacht Gebühren.
In der Regel und bei der großen Mehrheit der Leistungsempfänger wird die Sozialleistung aber auf das Konto der Betreffenden überwiesen.

Mit freundlichen Grüßen

-Peter Flosbach MdB
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Frage zum Thema Arbeit
09.04.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Flosbach!

Warum duldet die Bundesregierung Lohndumping in der Zeitarbeit? Zeitarbeiter leisten mehr, als diese verdienen, sie füttern die ganzen Büros der Zeitarbeitsfirmen mit durch bekommen aber oft nur 7 Euro die Stunde, während Festangestellte für die gleiche Arbeit 10 bis 12 Euro bekommen. Oft bekommen Ferienjobber mehr, als Zeitarbeiter!
Warum wird nicht die Pflicht eingeführt, das Zeitarbeit einen Mindestlohn hat und das der Lohn mindestens den Löhnen im Einsatzunternehmen entsprechen muss?
Die Duldung der aktuellen Zustände schwächt die Kommunen, deren Einnahmen auch vom Einkommen ihrer Einwohner abhängen, sie schwächt die Kaufkraft fleißiger Leute, sie fördert Altersarmut da die Rente nicht nach Arbeitsleistung sondern nach dem Minilohn gezahlt wird, den Zeitarbeiter bekommen, ebenso das Arbeitslosengeld.
Zeitarbeit führt dazu, das Unternehmen immer weniger personale Gemeinschaften werden. Wenn Zeitarbeiter Urlaub nehmen, können die nie sicher sein, dort weiter arbeiten zu können, wo diese vorher eingesetzt waren und soziale Kontakte aufbauen konnten.
Zeitarbeit schadet auch den Unternehmen. Statt intern Zeitarbeit zum Tariflohn zu betrieben (halbe Stelle mit Aussicht auf Mehrarbeit) und so eingearbeitetes Personal zu haben werden Zeitarbeiter wie Schachfiguren und moderne Sklaven von einem Betrieb zum anderen hin und her geschoben. (Damit ist nichts gegen die Zeitarbeitsfirmen gesagt, die nur im Rahmen agieren, den die Politik vorgibt und auf den so entstandenen Markt reagieren!)
Wie können Sie diese Zustände mit dem C in ihrem Parteinamen vereinbaren? Was haben Sie bisher zum Thema Zeitarbeit angestrebt wofür wollen Sie sich künftig einsetzen?
Die Grundlagen der katholischen Soziallehre sind Personalität, Solidarität, Subsidiarität und Gemeinwohl. Welche Bedeutung haben diese Prinzipien für ihre Politik, woran kann man das merken und wo ist dass bereits in Entscheidungen eingeflossen.

Mit bestem Gruß,

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