Klaus Hagemann (SPD)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Klaus Hagemann
Jahrgang
1947
Berufliche Qualifikation
Grund- und Hauptschulehrer, Bürgermeister a.D.
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
-
Wahlkreis
Worms , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
37,6%
Landeslistenplatz
-, Rheinland-Pfalz
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Wie Sie sicherlich aus eigener Erfahrung wissen, ist Rheinland-Pfalz das erste Bundesland mit gebührenfreien Kindertagesstätten ab dem dritten Lebensjahr. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Klaus Hagemann hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
28.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Hagemann,

ich habe am 18.07.09 eine Petition online eingereicht.

Titel: Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass ein Haftungsgesetz für Politiker beschlossen wird.

Auszugsweise Begründung:
In einem Wahljahr wie diesem ist es zwingend notwendig, dass für unsere Politiker, besonders für die die in Regierungsverantwortlichkeit stehen, ein Haftungsgesetz beschlossen wird. Im Grundgesetz ist festgeschrieben, dass alle Menschen der Gleichbehandlung unterstellt sind. (Politiker sind auch Menschen, Menschen die für ihre Fehler einstehen müssen. Wenn schon Rücktritt, dann nicht noch hohe Abfindungen.)
Es kann daher nicht sein, dass die verantwortlichen Politiker, die in Kontrollgremien von Banken und Konzernen saßen oder noch sitzen keinerlei Verantwortung übernehmen und zur Rechenschaft gezogen werden.
Diese Krise wäre vielleicht nur halb so schlimm geworden, wenn es ein Haftungsgestz für Politiker gegeben hätte, die auch das Privatvermögen derer einschließt. Politiker sind gewählte Vertrauenspersonen der Bürger ihres Wahlkreises und sie sind sich der Verantwortung dessen was sie zu verantworten haben auch bewußt. Es darf aber nicht so weit kommen, dass der Steuerzahler für die Fehlentscheidungen seiner Volksvertreter alleine zur Rechenschaft gezogen wird.

Bis zum heutigen Tag ist die Petition nicht veröffentlicht worden bzw. habe ich keine Nachricht über die Zurückstellung der Petition bekommen. Meine Frage: Warum wird die Petition nicht veröffentlicht?
Ich glaube, dass sich doch einige Mitzeichner finden würden. Es gehört doch zu den Bürgerrechten, sich frei äußern zu dürfen. Oder kann es sein, dass unbequeme Anfragen an den Petitionsausschuss ignoriert werden?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Klaus Hagemann
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29.07.2009
Sehr geehrte Frau ,

danke für Ihre Frage.

Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages kennt keine "unbequemen Fragen". Vielmehr kümmert er sich um alle Anliegen, die an ihn herangetragen werden.

Wenn Sie Ihre Petition am 18.07. eingereicht haben, sind bis heute (29.07.) acht Arbeitstage vergangen. Eingedenk der Vielzahl der Petitionen, die den Ausschuss jede Woche erreichen (18.096 im Jahr 2008), bitte ich um Verständnis dafür, dass eine gewissenhafte Prüfung der Eingaben notwendigerweise etwas Zeit in Anspruch nimmt.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Hagemann
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
18.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Hagemann,

Seit mehreren Wochen überfliegt die Hessische Polizei zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Hubschraubern den Ort Hamm in Richtung Biblis. Laut Pressesprecher der Hessischen Polizei handelt es sich um Kontrollflüge zur Vermeidung terroristischer Anschläge am Kernkraftwerk. Die Lärmbelästigung ist enorm. Häufig werden die Bewohner nachts um 03:00 h Uhr vom Hubschrauberlärm geweckt. Beschwerden bei der Polizei sind mehrere eingegangen.

Meine Fragen:
1. Wenn das AKW Biblis so gefährdet ist, dass Tag und Nacht mit Anschlägen gerechnet wird, weshalb wird es dann nicht schnellstens abgestellt?
2. Welchen Zweck sollen diese ständigen Flüge wohl erfüllen? Glaubt man im Ernst an eine Abschreckung?
3. Wann hört dieses unsinnige Verhalten endlich auf?
4. Sollten die Hammer Bürger nicht darüber informiert werden, weshalb der Ort ständig überflogen wird? Diese Situation stärkt nicht gerade den Glauben an ein sicheres AKW.

Im übrigen ist eine von mir vor ein paar Monaten gestellte Frage nach der Kostenübernahme der Einladung von Bundeswehrsoldaten und deren Angehörigen als Gäste des Verteidigungsministers zum Formel 1 Rennen auf dem Nürburgring noch aus. Ich bin wirklich daran interessiert, wer solche Sachen alle bezahlt ( z.B.auch den Flug und Auftritt der Sängerin Sarah O´Connor bei der Truppe in Afghanistan).

Für Ihre Zeit und Mühe danke ich Ihnen.

Antwort von Klaus Hagemann
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07.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Fragen und den Hinweis auf die nächtlichen Kontrollflüge der hessischen Polizei: Wie Sie sicherlich wissen, bin ich für die Einhaltung des Atomkompromisses und trete dafür ein, dass sowohl die in dem Kompromiss vorgesehenen Restlaufzeiten als auch die Abschaltung der beiden Reaktorblöcke des Atomkraftwerks Biblis vereinbarungsgemäß umgesetzt wird.

Insofern kann ich Ihre Fragen nur an den zuständigen hessischen Innenminister in der Hoffnung auf eine aussagekräftige Beantwortung weiterleiten. Gleiches gilt im übrigen für Ihre Fragen an das Bundesverteidigungsministerium. Ich nehme Ihren Hinweis aber gerne auf, um dort nochmals nachzuhaken!

Mit freundlichem Gruß

Klaus Hagemann MdB
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Frage zum Thema Soziales und Familie
14.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Hagemann,

wie sieht Ihre Position zur Weiterführung der Grundsicherung nach dem SGB II aus? Wie und von wem soll eine Betreuung der Arbeitslosengeld II Empfänger nach 2010 erfolgen? Bis wann Rechnen Sie mit einer Entscheidung in dieser Sache?

Mit freundlichen Grüßen

A.
Antwort von Klaus Hagemann
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16.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Fragen. Wie Sie sicherlich wissen, hatten wir zur geplanten Neuorganisation der Job-Center eigentlich einen Kompromiss erzielt, dem auch alle 16 Ministerpräsidenten der Länder zugestimmt hatten. Vor der Bundestagswahl sah sich die CDU/CSU-Fraktion allerdings nicht zu einer Verfassungsänderung bereit.

Unsere Position: Wir stehen weiter zu dem vorgelegten Vorschlag, mit dem die bestehenden Strukturen der Arbeitsvermittlung - gerade in Zeiten der Konjunkturkrise -stabilisiert und intakt gehalten werden sollen. Eine Grundgesetzänderung soll dazu die Zentren und die bestehenden Optionskommunen absichern.

Zum Hintergrund: das Bundesverfassungsgericht hatte die Zusammenarbeit von Kommunen und Bund, hier der Bundesagentur für Arbeit, für verfassungswidrig erklärt, weil das Grundgesetz eine Zusammenarbeit von Kommunen und Bund bisher nicht vorsieht. Die Übergangsfrist für ARGEN und Optionskommunen endet demnach am 31.12.2010. Danach besteht für diese keine Rechtsgrundlage mehr.

In der Folge käme es zu einer getrennten Aufgabenwahrnehmung: Die Bundesagentur wäre für die Vermittlung in Arbeit zuständig, die Kommune für die Bewilligung und Auszahlung der Kosten von Wohnung und Heizung, sowie für erforderliche soziale Hilfeleistungen wie z.B. Schuldner- oder Suchtberatung. Rund sieben Millionen Bürger, die Grundsicherungsleistungen in Anspruch nehmen, müssten zu zwei Behörden, müssten zweimal Anträge stellen, ihre Akten müssten zweimal geführt werden, sie bekämen zweimal Bescheide. Das kann eigentlich niemand wollen.

Insofern ist es auch klar, dass direkt nach der Bundestagswahl und dem Aushandeln eines Koalitionsvertrages ein neuer Anlauf genommen werden muss, zu einer für alle Beteiligten tragfähigen Lösung zu kommen. Dazu liegt erfreulicherweise bereits der im Frühjahr 2009 erarbeitete Kompromissvorschlag auf dem Tisch.

Mit freundlichem Gruß

Klaus Hagemann MdB
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Frage zum Thema Soziales und Familie
18.09.2009
Von:

Guten Tag Herr Hagemann,

mich persönlich würde interessieren, was zukünftig für Behinderte getan wird? Speziel die Förderung der Mobilität und das barrierefreie Wohnen liegt mir sehr, sehr am Herzen, weil ich selbst davon betroffen bin.

Ich persönlich halte eine Neuauflage bzw. eine Verbesserung des SGB´s sehr von nöten.

Dem Behinderten Menschen werden darin zwar bedacht nur an der Umsetzung scheint es arg zu scheitern. Wie sehen Sie das?

Bitte um Stellungnahme!
Antwort von Klaus Hagemann
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23.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Frage und das angenehme Telefonat mit meinem Büroleiter. Wie vereinbart, wird mein Wormser Bürgerbüro mit Ihnen Kontakt aufnehmen und einen Termin vereinbaren. Ich hoffe, dass sich in einem persönlichen Gespräch klären lässt, wie Ihnen in Sachen "barrierefreies Wohnen" geholfen werden kann.

Mit freundlichem Gruß

Klaus Hagemann MdB
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Frage zum Thema Soziales und Familie
21.09.2009
Von:

Hallo,

was kann ich von Ihnen und Ihrer Partei in Bezug auf Kinderbetreuung erwarten?
Ins besonders die Betreuung von unter 3 jährigen.
Abgedeckt wird ja nur ein Jahr, was bedeutet, daß 2 Jahre ohne Einkommen zu bewältigen sind.Jene welche auch bei 2 bisherigen Einkommen sicherlich nicht einfach werden.

Danke

s.
Antwort von Klaus Hagemann
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23.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Frage: Erlauben Sie mir zunächst einen kurzen Rückblick: Wie Sie sicherlich aus eigener Erfahrung wissen, ist Rheinland-Pfalz das erste Bundesland mit gebührenfreien Kindertagesstätten ab dem dritten Lebensjahr. Zudem konnten wir auf Bundesebene durchsetzen, dass es schrittweise bis 2013 für jedes Kind vom ersten Geburtstag an einen Rechtsanspruch auf Betreuung geben wird. Dieser soll zu einem Anspruch auf Ganztagesbetreuung ausgeweitet werden. Zudem wollen wir die Qualität der Kinderbetreuung verbessern. Eines der sehr gelungen Beispiele dafür ist in meinem Wahlkreis unter anderem der Kindergarten der Lukasgemeinde in Worms mit seinem "Haus der kleinen Forscher".

Was das von Ihnen angesprochene Elterngeld und die Partnermonate anbelangt, so wollen wir diese weiterentwickeln: Mütter und Väter sollen gleichzeitig Elterngeld und Elternteilzeit in Anspruch nehmen können. Die Zahl der Partnermonate soll von zwei auf vier Monate ("12+4-Modell") erhöht werden. Gleichzeitig soll der Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung und Elterngeld von sieben auf sechzehn Monate erweitert werden. Darüber hinaus geht es uns darum, Alleinerziehende gezielt zu unterstützen.

Sie sehen, wir haben in Sachen Kinderbetreuung Einiges auf den Weg gebracht, sind aber bei weitem noch nicht am Ziel.

Mit freundlichem Gruß

Klaus Hagemann MdB
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