Klaus Brandner (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Klaus Brandner
© spdfraktion.de
Geburtstag
13.01.1949
Berufliche Qualifikation
Parlamentarischer Staatssekretär a.D.
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Verl
Wahlkreis
Gütersloh
Ergebnis
32,3%
Landeslistenplatz
6, Nordrhein-Westfalen
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Die Frage der Fraktionsdisziplin - vulgo "Fraktionszwang" - stellt sich nun eher für die Regierungsfraktionen und hat für diese aufgrund des zerstrittenen Erscheinungsbildes eine Aufmerksamkeit erhalten, hinter der die sachlichen Problemstellungen eher zurückstehen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
21.10.2011
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Brandner,

die aktuelle Finanzkrise stellt uns alle vor besondere Herausforderungen. Sie als gewählter Abgeordneter meines Wahlkreises sind daher in exponierter Verantwortung.

Meine heutigen Fragen sind folglich:
Wie positionieren Sie sich zum Hebel für den Rettungsschirm EFSF?
Wie beurteilen Sie den Ansatz, dass der Haushaltsausschuss über die Hebeletablierung entscheidet und nicht das Parlament?

Vielen Dank für Ihre Antwort bereits an dieser Stelle.

Mit freundlichen Grüßen
Dr.
Antwort von Klaus Brandner
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25.10.2011
Klaus Brandner
Sehr geehrte Frau Dr. ,

in der aktuellen Debatte heute hier in Berlin werden Instrumente diskutiert, durch die der EFSF-Rettungsschirm mit einen sog. "Hebel" ausgestattet wird. Dies vor dem Hintergrund, dass Entwicklungen eintreten können, die den Rahmen des EFSF überschreiten. Die Bundesregierung ist bisher wirklich belastbare Informationen über die Ausgestaltung eines solchen Instruments schuldig geblieben. Erst wenn solche Informationen vorliegen, können Aussagen dazu gemacht werden.

Ich habe heute, am 21. Oktober, gemeinsam mit meiner Fraktion einem Antrag zugestimmt, der die Plenarbefassung für 1. die EFSF-Leitlinie für Primärmarktverkäufe; 2. EFSF-Leitlinie für Interventionen auf dem Sekundärmarkt und 3. allen Maßnahmen mit der Wirkung einer Hebelung der EFSF-Mittel fordert. Die Abgeordneten der Regierungsfraktionen haben sich diesem Ansinnen leider widersetzt.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Brandner, MdB
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Frage zum Thema Integration
30.12.2011
Von:

Guten Morgen Herr Brandner,

ich bin Teil der Facebook Seite Arzu Lena Özmen, wo über die Verschleppung des Mädchens berichtet und diskutiert wird. Es ärgert mich, dass abgesehen von dem Zentralrat der Yesiden, sich keiner zu dem Vorfall öffentlich geäußert hat. Ist das allen so egal, was in unserer Mitte passiert? Ich habe sie doch nicht gekannt, die Aussage höre und lese ich häufig und das macht mich traurig. Auch wenn man vielleicht nicht dieses Mädchen kennt, dann kennt man das nächste oder übernächste Mädchen. So etwas darf in einer zivilisierten Welt wie der unseren eigentlich nicht passieren, und damit meine ich weder die Verschleppung noch das anschließende Schweigen. Schauen Sie sich diese Seite vielleicht einmal an und wenn ich sie dann bitten dürfte helfen Sie uns bei der Brief-Aktion ( Wir schreiben Texte und Briefe und lassen sie den Inhaftierten zukommen ), in der wir versuchen, die Geschwister dazu zu bringen evt. nachzudenken und ihr Schweigen zu brechen.
Und nun die Frage an Sie: Was denken sie über diese Fälle und über die Tatsache, dass sie in unsere Mitte geschehen und alles schweigt, sowohl die Familie des Opfers, als auch sehr und damit viel zu viele Bürger? Wie sollen wir dagegen angehen?

Vielen Dank,


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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
16.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Brandner,

die Änderung der Geschäftsordnung zum Thema "Rederecht im Deutschen Bundestag" steht an. Der direkte Antrag ist zwar aufgrund der aufbrandenden Kritik vorübergehend auf Eis gelegt worden, doch sollen die Fraktionsspitzen in dieser Woche darüber intern beraten, um zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen - so heißt es.

Wenn es doch zu dieser Änderung des Rederechtes kommen sollte - d.h. Parlamentarier sprechen nur noch dann, wenn das mit ihrer Fraktion abgestimmt ist und diese den Mandatsträger als sprechberechtigt beauftragt - werden Sie dieser Änderung (Einschränkung) zustimmen - oder werden Sie dafür stimmen, dass am Rederecht nicht gerüttelt wird?

Danke für Ihre Antwort.
Mit vielen Grüßen
Antwort von Klaus Brandner
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24.04.2012
Klaus Brandner
Sehr geehrte Frau ,

herzlichen Dank für Ihre Frage zum Thema "Rederecht im Deutschen Bundestag".
Der von Ihnen angesprochene Vorschlag ist nicht ausgereift und wird so nicht kommen. Die Fraktionen hatten noch keine Gelegenheit die Empfehlungen des Geschäftsordnungsausschusses zu beraten. Reformen der Geschäftsordnung sollten ausführlich diskutiert und möglichst im Konsens mit allen Fraktionen verabschiedet werden. Beides ist nicht geschehen. Deswegen wird es auch in dieser Woche keine Abstimmung im Bundestag geben.

Ich persönlich habe kein Verständnis für eine solche Einschränkung des Rederechts. Deshalb werde ich mich gemeinsam mit meiner Fraktion dafür einsetzen, dass auch in Zukunft abweichende Meinungen im Bundestag zu Wort kommen können.

Viele Grüße
Klaus Brandner, MdB
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Frage zum Thema Finanzen
08.05.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Brandner,

wir kennen uns persoenlich:

Trotzdem jetzt hier wegen meiner Verzweiflung, wegen der Oeffentlichkeitswirkung, wegen Artikel 38 (1) GG:

"Die Abgeordneten... sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.":

Ist Ihnen der nachfolgende Inhalt bewusst ?:

www.youtube.com

Letzter Satz:

"Wir buergen also nicht nur fuer 700.000.000.000 Euro (11 Nullen!!),
sondern wir buergen mit allem, was wir haben."

ESM-Vertragsverpflichtung: unwiderruflich bindend, unanfechtbar, jedes Land Abruf-zahlungsverpflichtet, _ALLE_ ESM-Akteure nicht verklagbar, dagegen die Laender verklagbar, etc.

Volksmund: "Buergen soll man wuergen!":

Werden Sie trotzdem fuer den ESM-Vertrag im Parlament stimmen?

PS:
Nur, oder eine ausweichende Reaktion und dafuer ersatzweise Einladung zu einem persoenlichen Gespraech ("fuer Details") wuerde ich _nicht_ als eine klare Antwort von Ihnen dazu empfinden koennen!
Obwohl ich natuerlich jederzeit gerne bereit bin, Ihnen zusaetzlich zu einer klaren Antwort auch zu einem fachlich vertiefenden persoenlichen Gespraech dazu zu begegnen.
Ich denke, es wird die Zeit kommen, wo Sie Abgeordnete aus dem Volk heraus insbes. fuer diese evtl. ESM-Vertrags-Ratifizierung ggf. zur Rechenschaft gezogen werden: Keiner von Ihnen kann dann sagen: "Das haben wir nicht gewollt" oder "Das haben wir nicht gewusst", etc.!

PPS:
Auch an Ihre beiden MdB-GT-Kollegen habe ich jetzt die gleiche Frage auf abgeordnetenwatch.de gestellt.
Und: Fuer den 13.05. habe ich bereits - als ehem. sehr langj., aktives Mitglied des CDU-Wirtschaftsrates - erstmals die Piraten-Partei briefgewaehlt:
Warum - jetzt nur mit Bezug aufs Thema: Sie ist nach der FW-Partei die zweite Partei (sh. dazu auch die gestrige NRW-Piraten-Pressemeldung), die den ESM-Vertrag wegen der vorgenannten Inhalte konsequent ablehnt!

Mit besten Gruessen,
Ihr Peter Knobloch

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Frage zum Thema Internationales
13.07.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Brandner,

ich befrage sie zu dem Thema "Israel-Palästina-Konflikt", über das sie als Stellvertretendes Mitglied des Ausschusses "Menschenrechte und humanitäre Hilfe" informiert sein sollten.

Ich schreibe vor dem Hintergrund, dass in diesem Konflikt laufend Menschen sterben (zuletzt Vorgestern: edition.cnn.com ) ohne, dass das Thema (meines Wissens) in Deutschland behandelt wird.
Denn man sollte doch (neben Solidaritätsbekundungen für Israel) als Mensch gegen Menschenrechtsverletzungen vorgehen, anstatt als Deutscher Verantwortung (nur) gegenüber dem Staat zu zeigen, der aktiv gegen Menschenrechte verstößt. Ich möchte natürlich hierbei nicht die (wenigen) radikalen Palästinenser verschweigen, die jenes ebenfalls tun, doch resultiert diese Radikalität IMHO durch die schlechte Lebenssituation, in der sie sich durch die Handlungen der Israelischen Regierung befinden. Dies macht die Attentate natürlich nicht besser.

Was planen Sie demnach zur Lösung des "Israel-Palästina-Konfliktes" zu unternehmen?
Ein Ansatz wäre vielleicht eine Aufklärung im Inland über das Thema.

Mit freundlichem Gruß

s.o.
Antwort von Klaus Brandner
bisher keineEmpfehlungen
07.08.2012
Klaus Brandner
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage und das Interesse an dem Thema "Israel-Palästina Konflikt". Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:

Ich gebe Ihnen Recht, dass das Verhältnis zwischen Israel und Palästina gegenwärtig sehr angespannt und beklemmend ist, und gerade die Menschrechtslage zunehmend besorgniserregend ist. Ich bin auch der Meinung, dass Israel seine Siedlungspolitik beenden muss. Zweifelsohne ist die Besetzung der palästinensischen Gebiete und die Inhaftierung von Palästinensern ohne rechtsstaatlichen Prozess nicht mit dem Völkerrecht vereinbar.

Ich bin aber auch überzeugt davon, dass für die Verbesserung der Menschrechtssituation -und das gilt ausdrücklich für beide Seiten - der festgefahrene Nahost-Friedensprozess wieder in Gang kommen muss. Leider ist mit dem Abbruch der direkten Friedensverhandlungen zwischen der israelischen und palästinensischen Regierung im September 2009 eine politische Lösung des Nahost-Konflikts zum wiederholten Mal in weite Ferne gerückt. Deshalb ist es um so wichtiger, dass sich die Bundesregierung, die Europäische Union sowie die internationale Gemeinschaft weiter dafür einsetzen, den Friedensprozess wieder in Gang zu bringen.

Ich kann Ihnen versichern, dass die SPD-Bundestagsfraktion sich auf unterschiedlichen Ebenen dafür einsetzt, den Friedensverhandlungen neuen Schwung zu verleihen und beide Seiten zu direkten Gesprächen an den Verhandlungstisch zurückzuholen. Auch ich thematisiere dies immer wieder in Gesprächen auf der politischen Ebene sowie auch in Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern.

Generell ist das Existenzrecht des Staates Israel ist für mich und die SPD-Bundestagsfraktion unantastbar, es darf aber auch das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat niemals in Frage gestellt werden. Deshalb schafft eine Zwei-Staaten-Lösung die Voraussetzung, dass der Staat Israel sowie ein souveräner, unabhängiger, demokratischer, zusammenhängender und lebensfähiger Staat Palästina irgendwann Seite an Seite in Frieden und Sicherheit leben können. An diesem Ziel müssen wir - gemeinsam mit der israelischen und palästinensischen Seite -
unaufhörlich weiterarbeiten.

Ich hoffe Ihnen mit der Beantwortung weitgeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Klaus Brandner, MdB
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