Kirsten Lühmann (SPD)
Kandidatin Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Kirsten Lühmann
Jahrgang
1964
Berufliche Qualifikation
Diplomverwaltungswirtin (FH)
Ausgeübte Tätigkeit
Polizeibeamtin
Wohnort
Hermannsburg
Wahlkreis
Celle - Uelzen
Ergebnis
32,3%
Landeslistenplatz
8, Niedersachsen
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(...) Denn: Kostenminimierung und Profitmaximierung sind keine geeigneten Ziele, wenn es um die Gesundheit von Menschen geht. MRSA ist ein Beispiel dafür. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Kirsten Lühmann hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Energieversorgung
17.08.2009
Von:
Dr.

Liebe Kirsten,

1. Was hältst Du von Büchel?

2. Wie siehst Du den Atomausstieg?

Herzliche Grüße

Antwort von Kirsten Lühmann
bisher keineEmpfehlungen
20.08.2009
Lieber ,

anbei meine Anmerkungen zu Deinen Fragen:

1. Was hältst Du von Büchel?
Die Stationierung von Atomwaffen auf deutschem Boden war während des Kalten Krieges aufgrund der geopolitischen Lage quasi unvermeidbar. Mit dessen Ende hat sich die Bedrohungslage zu einer asymmetrischen gewandelt. Heute sind mit Terroristen nichtstaatliche Akteure die größten Gefahrenpotenziale. Da diese nicht wirkungsvoll mit Atomwaffen bekämpft werden können und ein Gleichgewicht des Schreckens nicht mehr aufrecht erhalten werden muss, ist die Frage nach dem Sinn der sogenannten nuklearen Teilhabe Deutschlands berechtigt. Ich jedenfalls vermag diesen nicht zu erkennen und plädiere deshalb für einen Abzug aller Atomwaffen aus der Bundesrepublik, zumal die Lagerungszustände in Büchel, gemäß einer Studie der Federation of American Scientists, fragwürdig sind.
In diesem Zusammenhang hoffe ich, dass die Abrüstungsbestrebungen Barack Obamas auch tatsächlich umgesetzt werden können. Die diplomatische Initiative Frank-Walter Steinmeiers hinsichtlich des Nahen Ostens und insbesondere des Irans findet meine volle Unterstützung. Denn das Ende der iranischen Aufrüstungsbestrebungen ist einer der Schlüssel zur Ermöglichung von globaler Abrüstung. Die Bundesrepublik Deutschland muss Barack Obama vehement unterstützen, wenn es darum geht, die Welt von Atomwaffen zu befreien. Es muss verdeutlicht werden, dass die Konflikte der Gegenwart nicht mit Atomwaffen gelöst werden können, sondern nur Diplomatie und vor allem umfangreiche Armutsbekämpfung dies leisten kann.

2. Wie siehst Du den Atomausstieg?
Das Festhalten am Atomausstieg ist eines der wichtigsten Ziele der SPD, für das ich mich mit aller Kraft einsetzen werde. Atomkraft ist nicht die Energie der Zukunft! Denn sie ist weder ökologisch, wie CDU/CSU und FDP vorzugaukeln versuchen, noch sind die mit ihr verbundenen Risiken kalkulierbar. Atomkraftwerke werden von Menschen bedient und Menschen machen Fehler. Kernkraftwerke verzeihen diese jedoch nicht. Zudem ist die Endlagerfrage nach wie vor ungelöst. Die Atomenergie ist und bleibt ein Flugzeug ohne Landebahn. Der Bedarf muss zukünftig schwerpunktmäßig durch erneuerbare Energien und somit wirklich ökologisch gedeckt werden. Hier liegt auch wirtschaftlich großes Wachstumspotenzial, dass seitens der Politik durch Investitionen in entsprechende Forschung angeschoben werden muss. All dies ist mit CDU/CSU und FDP leider nicht möglich, die beide eine rückwärtsgewandte Energiepolitik verfolgen. Dies gilt es zu verdeutlichen! Wer eine zukunftsorientierte Energiepolitik will, muss die SPD wählen!

Mit herzlichen Grüßen

Kirsten Lühmann
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Frage zum Thema Gesundheit
21.08.2009
Von:

Heute kam ein Bericht der ARD-Kontraste u.a, über MRSA, Warum wurde in Deutschland noch kein Gesetz bezügl. der Hygienevorschriften erlassen? Es kann doch wohl nicht angehen, daß die Bürger über unsinnige Erlasse gegängelt werden und gleichzeitig 10-15000 Menschen (die Dunkelziffer ist wesentlich höher) sterben müssen, weil Deutschland nicht in der Lage ist, entsprechende Hygienevorschriften gesetzlich bei den Kliniken zu veranlassen. Das ist wohl der Gipfel von Schlamperei: Die Niederlande und auch die skandinvischen Länder haben dieses Problem bereits in Griff bekommen. Warum ist das bei uns nicht möglich und warum müssen so viele Menschen unnotig sterben, Das ist doch eine Schweinerei hoch 3.
Antwort von Kirsten Lühmann
bisher keineEmpfehlungen
27.08.2009
Sehr geehrte Frau ,

Die MRSA-Problematik ist in der Tat ein ernstzunehmendes –und bisher leider zu sehr vernachlässigtes- Problem in Deutschland. Sie muss auf zweierlei Weise angegangen werden: Erstens muss die medizinische Forschung bei der Entwicklung von Medikamenten gegen MRSA unterstützt werden und zweitens müssen die Präventionsmaßnahmen intensiviert werden, um ein weiteres Ausbreiten von MRSA zu verhindern.
Hinsichtlich ersteren gibt mir Hoffnung, dass das Unternehmen Pharis Biotec um Professor Dr. Dr. Wolf-Georg Forssmann aus Hannover daran arbeitet, ein antivirales Medikament zur Bekämpfung von MRSA zu entwickeln. Diese Forschung bedarf politischer Unterstützung, sie darf nicht an mangelnder finanzieller Mittelausstattung scheitern. Wer Innovationen fordert, muss sie gerade im Bereich der Forschung auch fördern.
Bezüglich der Präventionsmaßnahmen gilt festzuhalten, dass diese in der Bundesrepublik Deutschland aktuell nicht optimal sind und somit der Verbesserung bedürfen. Die von Ihnen angesprochene Niederlande und die skandinavischen Länder können hierbei als Vorbilder dienen, wobei auch hier weitere Forschung erforderlich ist, um die zentralen Faktoren für den Erfolg dieser Länder herauszuarbeiten (ein entsprechendes Forschungsprojekt gibt es in der Euregio Münsterland/Twente). Wichtig ist, verbindliche Richtlinien zu schaffen und deren Einhaltung zu sichern. Durch die vielfache Privatisierung von Krankenhäusern ist dies zwar nicht einfach, allerdings eine Aufgabe, die ein Land wie Deutschland bewältigen muss. Weitere Krankenhausprivatisierungen müssen jedoch unterbleiben. Denn: Kostenminimierung und Profitmaximierung sind keine geeigneten Ziele, wenn es um die Gesundheit von Menschen geht. MRSA ist ein Beispiel dafür. Ich stimme Ihnen zu, dass seitens der Politik das Engagement zur Bekämpfung von MRSA verstärkt werden muss, nach Möglichkeit im Kontext einer Verbesserung des gesamten Gesundheitssystems.

Mit freundlichen Grüßen

Kirsten Lühmann
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