Kerstin Griese (SPD)
Kandidatin Bundestagswahl 2005
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Grunddaten
Kerstin Griese
Jahrgang
1966
Berufliche Qualifikation
Historikerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
-
Wahlkreis
Mettmann II
Ergebnis
43,5%
Landeslistenplatz
8, Nordrhein-Westfalen
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Frage zum Thema Wirtschaft
25.08.2005
Von:

hallo frau griese,
warum hat herr schröder die vertrauensfrage gestellt ? er wollte neuwahlen erreichen und hat sein ziel heute bestätigt bekommen. nur was soll sich ändern nach der wahl, selbst wenn die spd an der macht bleibt ? egal mit wem. die machtverhältnisse bleiben gleich. gruß aus der scharfen stadt solingen.
sascha krimmel
Antwort von Kerstin Griese
bisher keineEmpfehlungen
29.08.2005
Kerstin Griese
Sehr geehrter Herr ,

die Bundestagswahl am 18. September wird auch eine Abstimmung über die Zukunft unseres Landes sein. Wird es eine Mehrheit für Gerhard Schröder und seine Erneuerungspolitik geben, damit wir auch künftig noch einen sicheren und funktionierenden Sozialstaat haben? Wenn ja - dann wird auch die Blockadepolitik der CDU/CSU-Ministerpräsidenten ein Ende haben. Denn so wie die in den letzten Monaten im Bundesrat agiert haben, konnten sie nur handeln, weil sie - bestärkt durch die Landtagswahlen - die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger hinter sich glaubten.

Mit freundlichen Grüßen
Kerstin Griese
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Frage zum Thema Steuern
06.09.2005
Von:

Sehr geehrte Frau Griese,
sie sind als Wahlkreiskandidatin der SPD für meinen Wahlkreis aufgestellt worden. Ich möchte mich informieren, welche zukünftige Abgeordnete meine Interessen vertritt und wem ich daher bei der Wahl meine Stimme geben kann. Die Werbeplakate am Straßenrand, die Werbespots im Fernsehen und Radio sind keine Information für mich. Fernsehduelle geben auch nur eine wage Information, was die Parteiführung einer Partei wirklich anstrebt.

Mich interessiert insbesondere Ihre Einstellung zur Kraftfahrzeugsteuer für Wohnmobile als zukünftiger (zukünftige) Volksvertreter(in) und Abgeordneter (Abgeordnete) des neuen Bundestages.

Die derzeitige Bundesregierung hat mit Zustimmung des Bundesrates am 24. September 2004 die Änderung der StVZO beschlossen. Der § 23 Abs. 6a wurde aufgehoben. Wohnmobile, so wollen es z. Zeit die meisten Bundesländer, sollen als PKW nach Hubraum besteuert werden.
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat mit der Drucksache 229/05 einen Gesetzesantrag zur Änderung kraftfahrzeugsteuerlicher Vorschriften auch hinsichtlich der Wohnmobilbesteuerung gestellt.

Wie stehen Sie zu der Frage der Besteuerung von Wohnmobilen?
Unterstützen Sie den Gesetzesantrag NRW Drucksache 229/05?

Ich würde mich über eine kurze und eindeutige Antwort sehr freuen. Ihre Antwort oder auch Nichtantwort werde ich im Internet veröffentlichen.
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
FJ
Antwort von Kerstin Griese
bisher keineEmpfehlungen
06.09.2005
Kerstin Griese
Sehr geehrter ,

richtig ist, dass die Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates im September 2004 die Straßenverkehrs-zulassungsordnung geändert hat. Schwere Geländewagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 2,8 t, auch bekannt als so genannte Sport Utility Vehicles (SUV), wurden danach ab 1. Mai 2005 als Personenkraftwagen zugelassen und besteuert.

Welche kraftfahrzeugsteuerlichen Folgen die Änderungen der Straßenverkehrszulassungsordnung auf Wohnmobile hat, ist Gegenstand von Gesprächen unter den Ländern, die für die Steuerverwaltung zuständig sind. Den Ländern fließt auch das Aufkommen aus der Kraftfahrzeugsteuer ausschließlich zu. Die letztendliche Entscheidung liegt bei den Ländern und der Bund ist ohne Einfluss darauf, weshalb ich als Bundestagsabgeordnete rein formal auch keine Gesetzesanträge der Länder unterstützen könnte.

Aufgrund von Äußerungen ist zu befürchten, dass einige Länder, insbesondere Bayern, die höhere Besteuerung für schwere Geländewagen zum Anlass nehmen wollen, die Steuern auch für Wohnmobile deutlich zu erhöhen, obwohl dies mit der Änderung der Straßenverkehrszulassungsordnung gar nicht bezweckt ist. Die SPD hat sich dagegen eingesetzt, ist aber an den jeweiligen Mehrheiten der CDU/CSU in den Ländern gescheitert.

Die SPD setzt sich aber weiterhin ausdrücklich dafür ein, dass Wohnmobile nicht höher besteuert werden als bisher.

Mit freundlichen Grüßen
Kerstin Griese
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Frage zum Thema Arbeit
13.09.2005
Von:

Sehr geehrte Frau Griese,

ich bin selbst in einem erfolgreichen IT-Unternehmen beschäftigt und weiß was es heißt Prozesse effizient zu gestalten, sei es durch Automatisierung oder organisatorische Maßnahmen. Deutschland ist in höchstem Maße hierzu fähig und ist nicht zuletzt deswegen aktueller Exportweltmeister. Die Produktivitätssteigerung ist noch lange nicht am Ende. Dies aber bedeutet, dass immer weniger Arbeitskräfte benötigt werden und sofern keine unvorhersehbaren Ereignisse wie z.B. Kriege oder enorme Naturkatastrophen auftreten, die Arbeitslosenzahlen langfristig gesehen, weiter ansteigen werden. Vollbeschäftigung gab es nur in einem kleinen Zeitfenster nach dem zweiten Weltkrieg, als viele tausende Menschen in der Gesellschaft schmerzlich vermisst wurden und es galt eine neue Infrastruktur zu errichten.

Diese plausible These wird von einigen erfolgreichen und angesehenen Unternehmern und Wissenschaftlern vertreten.

Derzeit hält es praktisch kein Politiker für notwendig, Deutschland hierüber zu informieren und ein politisches und kulturelles Umdenken mit entsprechenden Konsequenzen zu bewirken?
Wie weitsichtig sind Sie?
Antwort von Kerstin Griese
1Empfehlung
15.09.2005
Kerstin Griese
Sehr geehrter Herr ,

was die Vergangenheit und die Gegenwart betrifft, haben Sie mit ihrer Beschreibung nicht Unrecht. Das Zeitalter der lebenslangen Vollzeiterwerbstätigkeit für den männlichen Teil der Bevölkerung ist längst vorbei. Leider wurde diese Tatsache in den achtziger und neunziger Jahren von der damaligen Regierung ignoriert und die daraus notwendige Erneuerung unseres Sozialstaates verschlafen. Das müssen wir jetzt verspätet und mühsam nachholen.

Für die Zukunft werden wir eine zusätzliche Herausforderung haben. In den letzten Jahrzehnten ist die Geburtenrate so dramatisch gefallen, dass es schon gegen 2010 einen Mangel an jungen Fachkräften geben wird. Jedoch wird dann die Arbeitslosigkeit nicht automatisch verschwinden. Dann dazu müssten viele junge Leute weit besser qualifiziert werden, als dies heute der Fall ist. Deswegen setzte ich mich für bessere Bildungschancen für alle ein. Aus den internationalen Vergleichsstudien wissen wir: dazu muss früher angesetzt werden. Schon im vorschulischen Bereich muss mit Förderung und Bildung begonnen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Griese
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