Katrin Kunert (DIE LINKE)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Katrin Kunert
Geburtstag
06.04.1964
Berufliche Qualifikation
Diplom-Ingenieurin (FH)
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Stendal
Wahlkreis
Altmark
Ergebnis
33,4%
Landeslistenplatz
3, Sachsen-Anhalt
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(...) Zudem äußert sich J. Gauck zu den durch die Bundesregierung geplanten Sparvorhaben in keinster Weise. Gauck ist Anhänger Schröders AGENDA 2010 und ihm gehen die sozialen Einschnitte nicht weit genug. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Soziales
25.02.2010
Von:

Sehr gehrte Frau Kunert,

mich treiben die Bestrebungen der FDP zu der sog. Kopfpauschale für das Gesundheitswesen um. Mal abgesehen davon, dass es sich dabei m.E. nur wieder um eine weitere finanzielle Erleichterung für die Besserverdiener handelt, würde mich mal interessieren, wie der finanzielle Ausgleich für die Millionen mit geringem Einkommen eigentlich vonstatten gehen soll.
Gibt es eine obere Einkommensgrenze, ab welcher ein Ausgleich möglich wäre?
Soll man als "Bedürftiger" analog Hartz IV alle Finanzen offenlegen?
Müsste eine neue Behörde geschaffen werden, also ein weiteres bürokratisches Monster?

Gibt es die Chance, das das Ganze vom Tisch kommt???

Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören und sende Ihnen beste Grüße


Rentnerin
Antwort von Katrin Kunert
1Empfehlung
05.03.2010
Katrin Kunert
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihr Interesse an meiner Arbeit. Ich teile Ihre Ansichten bezüglich der Kopfpauschale. Das von der schwarz-gelben Bundesregierung hoch gehandelte "Zukunftsmodell" im Gesundheitswesen wird, so es denn eingeführt würde, die Finanzierung unseres Gesundheitssystems deutlich ungerechter machen. Ginge es nach dem Bundesminister für Gesundheit, Philipp Rösler, würden ab 2011 alle Versicherten einen Pauschalbetrag unabhängig vom Einkommen bezahlen, d.h. die Kassiererin soviel wie der Filialleiter, die Sekretärin den gleichen Betrag wie der Manager. Weiterhin ist geplant, dass der Arbeitgeberanteil eingefroren wird, so dass die Kassen die steigenden Kosten im Gesundheitssystem einzig und allein an die Versicherten weitergeben müssten. Das bewährte System der jeweils hälftigen Finanzierung durch Arbeitgeber und Beschäftigte Krankenversicherung steht somit vor dem völligen Aus.
Die FDP verspricht einen sozialen Ausgleich, der über Steuermittel bereitgestellt werden soll. Wie das mit den Steuersenkungsplänen in Einklang gebracht werden kann, lässt die FDP absichtlich offen. Der Ausstieg aus dem Solidarsystem ist keineswegs beschlossene Sache. Die Regierungskoalition ist heillos zerstritten. Teile der CDU sträuben sich energisch gegen den geplanten Systemwechsel und die Führung der CSU in Bayern lehnt eine solche Änderung gänzlich ab. Vorerst, also noch vor der Landtagswahl in NRW, kann nicht davon ausgegangen werden, dass weitere Details bekannt werden. Zu groß ist die Angst bei Schwarz-Gelb, dass die zurückbleibende Rumpf-Absicherung für die finanziell Benachteiligten breite Wählerschichten abschreckt. Und ein Scheitern von Schwarz-Gelb in Nordrhein-Westfalen würde auch ein Scheiten der Kopfpauschale bedeuten, da die Koalition dann im Bundesrat nicht mehr die nötige Mehrheit hätte.
Die Fraktion DIE LINKE setzt sich ganz entschieden dafür ein, dass nicht die Kopfpauschale das zukünftige Modell im Gesundheitssystem wird. Nur mit einer solidarische Bürgerinnen und Bürgerversicherung kann die medizinische Versorgung für alle in Deutschland lebenden Menschen auf hohem Niveau gesichert werden. Jeder muss einen Anspruch auf eine umfassende Gesundheitsversorgung ohne Zuzahlung haben. Jeder und jede ist Mitglied dieser solidarischen Bürgerinnen- und Bürgerversicherung, auch bislang privat Krankenversicherte, wie Beamte, Selbständige, gutverdienende Angestellte und Berufspolitiker. Alle zahlen entsprechend ihrer gesamten individuellen finanziellen Leistungsfähigkeit. Die Beitragsbemessungsgrenze, wonach momentan ab 3750 Euro Monatseinkommen Schluss ist mit der Solidarität, wird stufenweise angehoben und perspektivisch abgeschafft. Der Beitragssatz kann durch diese Verbreiterungen deutlich – von derzeit 14,9 Prozent auf etwa 10 Prozent – für alle Bürgerinnen und Bürger gesenkt werden. Auch zukünftig trägt der Arbeitgeber die Hälfte der Krankenversicherungsbeiträge, also zahlen Arbeitgeber und Beschäftigte jeweils 5 Prozent. Die solidarische Bürgerinnen- und Bürgerversicherung kommt für alle medizinisch notwendigen Leistungen auf. Die Zwei-Klassen-Medizin wird durch die Beschränkung der privaten Krankenversicherung auf medizinisch nicht notwendige Zusatzversicherungen abgeschafft.
Mit einer solchen Umstellung könnte wirklich ein großer Schritt in Richtung Gerechtigkeit gemacht werden.

Mit freundlichen Grüßen

Katrin Kunert, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
07.06.2010
Von:
Pit

Sehr geehrte Frau Kunert,

da sie als meine Abgeordnete im Bundestag sitzen, möchte ich von ihnen gerne wissen, was sie persönlich von der Entscheidung, Joachim Gauck zum Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten zu nominieren, halten.
Ihre Partei hat sich ja bisher nur mit dem Argument, er sei "rückwärtsgewand", von ihm distanziert, selbiges gegenüber Christian Wulff dann aber auch getan.
Was genau stört denn ihre Partei an einen Joachim Gauck, warum wollen sie lieber einen Christian Wulff ins Präsidentenamt hineinboykotieren?

Wäre das nicht der ideale Moment um sich von den politischen Altlasten und Vorwürfen frei zu machen?

Vll. können sie mir ja in meinem unverständnis weiterhelfen, oder mich an eine Stelle verweisen, die meine Fragen wirklich befriedigend beantworten kann.

Mit freundlichen Grüßen,
Pit
Student
Antwort von Katrin Kunert
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10.06.2010
Katrin Kunert
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Frage die Wahl der/ des Bundespräsidentin/ Bundespräsidenten betreffend beantworte ich wie folgt:

Lassen Sie mich vorwegschicken, ich werde am 30.06.10 die Kandidatin der LINKEn Luc Jochimsen wählen.

Sie beschreiben aus Ihrer Sicht die Wahl Gaucks durch die LINKE als " idealen Moment, um sich von politischen Altlasten und Vorwürfen frei zu machen".
Damit machen Sie es sich aus meiner Sicht zu einfach und es würde auch nicht funktionieren!

J. Gauck ist für mich nicht wählbar, weil er die Freiheit als kostbarstes Gut beschreibt, dem der fürsorgliche Staat entgegenstehe. Für mich gehören Freiheit und soziale Gerechtigkeit eng zusammen.

Zudem äußert sich J. Gauck zu den durch die Bundesregierung geplanten Sparvorhaben in keinster Weise. Gauck ist Anhänger Schröders AGENDA 2010 und ihm gehen die sozialen Einschnitte nicht weit genug. Weitere soziale Einschnitte spalten unser Land!

Ein weiterer Grund für meine Ablehnung ist der undifferenzierte Umgang in der Aufarbeitung der Stasigeschichte. Die Gauck- Behörde hat seinerzeit Unterlagen veröffentlicht, die zu regelrechten Hetzjagden führte. Viele Betroffenen zerbrachen daran und einige nahmen sich das Leben.
Das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit wurde umgekehrt, indem Menschen belastet wurden und sie quasi ihre Unschuld beweisen mussten.
Ein Beispiel hierfür ist Prof. Dr. Gerhard Riege, ein ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages der PDS.

Und ein letztes Beispiel sei mir gestattet: am 8. 11.2009 erklärte J. Gauck bei Anne Will "Ich danke allen Wessis, dass sie uns mit unseren Ossis nicht allein gelassen haben".

Ein würdiger Bundespräsidentenkandidat muss das Volk einen können und nicht polarisieren.

Für mich ist Luc Jochimsen nicht nur eine würdige Kandidatin, sondern auch eine gute Bundespräsidentin.

Mit freundlichen Grüßen!

Katrin Kunert
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
07.07.2010
Von:

Guten Tag Frau Kunert.
Ich bin 76 Jahre und Rentner und verwitwet und pflege auch noch meinen behinderten Sohn welcher auch schon im Alter von 46 Jahren ist und dieses mache ich schon seid 10 Jahren(Tod der Frau).
Frage an Fr.Kunert:Warum setzen sich die Parteien
nicht zusammen und machen es wie die CDU/CSU und FDP,Vertrauensvotums Antrag gegen diese drei Parteien(CDU/CSU und FDP? Was diese 3 Parteien können,das ist auch das Recht von die Linke,SPD u.Bündnis 90/die Grünen!!

Dieses ist mein Vorschlag,um diese Politik der jetzigen Regierung zu ändern!!!!!!!!!!!!
Antwort von Katrin Kunert
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12.07.2010
Katrin Kunert
Sehr geehrter Herr ,

so sehr ich Ihre Frage als Aufforderung zum Politikwechsel in Berlin verstehe, muss ich Ihnen folgendes schreiben: erstens haben die Wählerinnen und Wähler im September 2009 die jetzigen Mehrheitsverhältnisse gewählt, so ist die schwarz- gelbe Koalition zustande gekommen. Auch wenn heute niemand mehr FDP gewählt haben will...

Zweitens hätten LINKE, SPD und Grüne keine Mehrheit im Bundestag, so dass eine Vertrauensfrage scheitern würde.

Und drittens ist es leider so, dass gerade die SPD für die sozialfeindliche Politik der jetzigen Regierung die Grundlage bereitet hat, ich nenne da nur Hartz IV oder die Einführung der Rente mit 67. Inhaltlich gibt es derzeit zwischen SPD, Grünen auf der einen Seite und LINKE auf der anderen Seite große Unterschiede, die ein Zusammengehen unmöglich machen.

Was unsere Oppositionsarbeit angeht, so kämpfen wir gegen die geplanten Sparmaßnahmen, die wieder die Schwächsten, also Rentnerinnen und Rentner, Alleinerziehende, Geringverdienende und Arbeitslose treffen wird. Die Schuldigen an der Finanzkrise müssen endlich zur Kasse gebeten werden. Auch haben wir zum zweiten Mal Rentenanträge gestellt, damit es in Ost und West endlich gleiche Renten gibt!

Wichtig ist aber auch, Herr , dass sich die Menschen im Land wehren. Und vor Wahlen ganz genau hinschauen, wer sich um die Menschen kümmern will!

Mit freundlichen Grüßen! Und alles Gute Für Sie und Ihren Sohn!
Ihre
Katrin Kunert
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Frage zum Thema Finanzen
30.07.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Kunert,

Sie schlagen als mögliche Änderung die Umwandlung der Gewerbesteuer in eine Gemeindewirtschaftssteuer vor. Wer würde die Steuer dann festlegen ? Sollen die Gemeinden wie bei den Hebesätzen für die Gewerbesteuer darüber selber entscheiden?

Sie wollen mit dieser Idee die Gemeinden vor finanziellen Problemen schützen und die Wahrung von Kultur- und Sporteinrichtung sicherstellen. Was passiert aber bei einer zukünftigen flächenmäßigen Großstadt wie Gardelegen. Sämtliche Einnahmen würden in den Haushaltstopf fließen, wie stellt man aber sicher, dass auch den kleinen Gemeinden (die dann ja zur Stadt gehören) ihre kulturellen Einrichtungen erhalten bleiben. Bisher war das kein Problem da jeder Gemeinderat selber seinen Haushalt planen konnte.

Ich kann die derzeitige Entwicklung in Sachsen-Anhalt nur mit einem Kopfschütteln verfolgen.
Ich denke, dass die Gebietsreform das Ehrenamt schwächt, möglicherweise wird es in Zukunft schwierig junge Leute in die kommunale Politik einzubinden, da die Ortschaftsräte ja nur Vorschlagsrechte haben und nur bei wichtigen Entscheidungen angehört werden müssen. Da hält sich das Mitwirkungsgefühl für mich doch sehr in Grenzen. All die Faktoren welche mit der Gemeindegebietsreform zusammenhängen sind in ihrer Auswirkung nicht zu bemessen. Ich hoffe sehr dass dies für die Altmark trotzdem gut ausgeht, obwohl ich befürchte dass es in Zeiten der Globalisierung, viele junge motivierte Leute nicht in der Region halten wird, da die Verpflichtung gegenüber den Gemeinden verloren geht. Aber dann sind ja mittlerweile andere Personen im Innenministerium an der Macht und können wahrscheinlich nicht verstehen warum es junge Menschen nicht in der Region hält.

Mit freundlichen Gruß

Antwort von Katrin Kunert
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02.08.2010
Katrin Kunert
Sehr geehrter Herr ,

Ja, die Entwicklung der Gewerbesteuer zu einer Gemeindewirtschaftssteuer kann die Einnahmen der Kommunen konjunkturunabhängiger gestalten und in Summe deutlich erhöhen. Das Hebesatzrecht soll weiter bei den Kommunen bleiben, das ist Kernbestandteil der kommunalen Selbstverwaltung.

Aus Ihrer Frage entnehme ich die derzeitigen Probleme, wenn ein Ort wie Mieste in die Einheitsgemeinde Gardelegen eingeht. Ich erlebe leider in Ihrer Region, dass die umliegenden Gemeinden nicht mit dem nötigen Respekt und der nötigen Augenhöhe behandelt werden. Daher kann ich Ihre Unzufriedenheit bei möglichen Entscheidungen im Haushalt der Einheitsgemeinde verstehen. Ich kann immer wieder nur raten, auf die Stadträte zuzugehen, um für die Belange der hinzugekommenen Gemeinden zu werben. Die kommunale Familie in einer Einheitsgemeinde wie Gardelegen kann nur gemeinsam entstehen, da helfen kleine Könige nicht!

Wenn Sie wollen, besuche ich Sie in Mieste und wir erörtern die Situation vor Ort.

Was die Gemeindegebietsreform in Sachsen- Anhalt generell angeht, so bin ich nicht sicher, ob die jetzt entstandenen Strukturen wirklich Einsparungen mit sich bringen und die Bürgernähe in vollem Umfang sichert.

Mit freundlichen Grüßen!

Katrin Kunert
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Frage zum Thema Euro-Rettungsschirm
04.05.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Kunert,

ich verfolge mit Sorge das unsere Bundesregierung insbesondere Kanzlerin Frau Merkel und Finanzminister Herr Schäuble alles retten wollen was zu retten ist in Europa (Banken, Opel, Griechenland, Irland, Portugal,.usw.! Weiterhin wollen Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble den Bundestag nicht bei Zahlungen des Euro-Rettungsschirms abstimmen lassen. Gerade bei solch einer existenzellen Entscheidung, wo es um eine Summe von ungefähr 370 Millarden € geht und wo es um die persönliche Haftung des Steuerzahlers geht, im Klartext gesprochen: um die persönlichen Ersparnisse und Altersversorge eines jeden einzelnen Bürgers der Altmark und Deutschlands, ist es mir wichtig Sie persönlich auf diesen Umstand hinzuweisen. Für mich als Bürger dieses Landes steht fest " no bail out", keine widerrechtliche Verschenkung von Steuermitteln, die ohnehin bereits unseren Gläubigern gehören. Nun meine Frage dazu: Welche Meinung vertreten Sie im Bundestag zu diesem Thema und wie werden Sie dazu stehen?

MFG
Antwort von Katrin Kunert
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10.05.2011
Katrin Kunert
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Mail zum Thema "Euro-Rettungsschirm".

Ich teile Ihre Ansicht, dass der Bundestag nicht nur in die Entscheidung über den künftigen "Euro-Rettungsschirm", also den geplanten Europäischen Stabilitätsmechanismus, einbezogen werden muss - sondern auch über eventuelle Zahlungen aus diesem Fonds.

DIE LINKE fordert, dass die Zahlungsfähigkeit aller Euro-Länder sowohl durch die Umstellung der nationalen Kreditaufnahme auf Euro-Anleihen als auch durch die Gewährung niedrig verzinster Kredite einer von den Euro-Staaten zu gründenden Europäischen Bank für öffentliche Anleihen sichergestellt wird. Die Banken und andere Gläubiger überschuldeter Staaten müssen durch eine Verringerung ihrer Forderungen am Abbau der Staatsschulden beteiligt werden.

Durch unterschiedliche Lohn- und Produktivitätsentwicklungen läuft die Wettbewerbsfähigkeit zwischen einigen Euro-Ländern deutlich auseinander. Ein Ausgleich durch Auf- oder Abwertungen der nationalen Währungen ist in der Euro-Zone nicht mehr möglich. Das führt in einigen Ländern zu Leistungsbilanzüberschüssen und in anderen Ländern zum Anstieg der Auslandsverschuldung. Solchen Ungleichgewichten muss künftig wirksam entgegengewirkt werden. Für Deutschland bedeutet das vor allem, die Politik des Lohndumpings zu beenden und die Inlandsnachfrage durch höhere Löhne - insbesondere einen gesetzlichen Mindestlohn - anzuregen.

Außerdem müssen die Finanzmärkte endlich an die Kette gelegt werden. Der Handel mit Giftpapieren und Kreditausfallversicherungen hat erheblich zur Euro-Krise beigetragen. Auch durch ihre Weigerung, die Finanzmärkte wirksam zu regulieren, hat die Bundesregierung diese Krise mit verursacht.

Mit freundlichen Grüßen
Katrin Kunert, MdB
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